Kundgebung: Redebeiträge & Installation einer Gedenktafel: So. 10.07.2022 | 14:00 Uhr | Am ehemaligen Standort der Alten Philharmonie (Bernburger Straße 22A/23 / Kreuzberg)
Am 10. Juli 1932 versammeln sich in der Bernburger Straße 22 im Berliner Stadtteil Kreuzberg etwa 1.500 Personen zum Auftakt einer „Antifaschistischen Kampfwoche“. Die anwesenden Delegierten von KPD, SPD, SAP, Reichsbanner sowie viele Parteilose folgten damit der Einladung zum ersten überregionalen Kongress der „Antifaschistischen Aktion“. Von der KPD organisiert, sollte dies der Auftakt werden für eine Einheitsfront im Kampf gegen Notverordnungen und Naziterror. Die geforderte Einheitsfront war dabei in erster Linie eine politische Strategie der KPD, die sich vor allem gegen die Sozialdemokratie richtete. So ging es beim Aufruf zur „Antifaschisten Aktion“, die kurze Zeit auch „Einheitsfront Aktion“ genannt wurde, um die Durchsetzung der Sozialfaschismus-These. Kapitalismus und Faschismus wurden von der KPD nicht unterschieden, politischer Hauptfeind war die SPD. Gegen diese ideologischen Irrungen stand die praktische Notwendigkeit eines gemeinsamen Kampfes auf den Straßen mit den immer stärker werdenden Nazis. Deren politischer Feind war der Marxismus, und so bekämpften sie gleichermaßen die beiden großen marxistischen Parteien SPD und KPD.
Was ist die „Querfront“?
Eine historische Ableitung und Kontroverse zur Bestimmung aktueller antifaschistischer Positionen
Wenn heute selbsternannte „Freie Linke“ Seite an Seite mit Neonazis gegen Corona-Schutzmassnahmen demonstrieren oder die AfD mit einem Bild des von den Nazis ermordeten Kommunisten Ernst Thälmann wirbt, ist mitunter von einer Querfront zwischen rechts und links die Rede. Die Ursprünge des Querfrontkonzeptes liegen in der Weimarer Republik, wo Strömungen wie die »Konservative Revolution« einen auf »Volksgemeinschaft« beruhenden »nationalen Sozialismus« propagierten. Durch die Trennung des sozialistischen Gedankens von Klassenkampf und Internationalismus sollten Teile der Arbeiterklasse für die Idee eines autoritären Führerstaates gewonnen werden.
Heute wird der Querfrontvorwurf von der bürgerlich-liberalen Presse allerdings auch zur Diffamierung von radikalen Linken und antiimperialistischen Positionen genutzt. Auf unserer Veranstaltung wollen wir uns mit der Geschichte und Gegenwart des Querfrontkonzeptes befassen. Wir wollen fragen, was ist die Querfront und was nicht. Und wir wollen deutlich machen, wie sich antifaschistische Kräfte dabei zu positionieren haben.
Referent*innen: Nick Brauns (Historiker & Journalist) & Bernd Langer (Kunst und Kampf & Historiker)
Wenn heute selbsternannte „Freie Linke“ Seite an Seite mit Neonazis gegen Corona-Schutzmassnahmen demonstrieren oder die AfD mit einem Bild des von den Nazis ermordeten Kommunisten Ernst Thälmann wirbt, ist mitunter von einer Querfront zwischen rechts und links die Rede. Die Ursprünge des Querfrontkonzeptes liegen in der Weimarer Republik, wo Strömungen wie die »Konservative Revolution« einen auf »Volksgemeinschaft« beruhenden »nationalen Sozialismus« propagierten. Durch die Trennung des sozialistischen Gedankens von Klassenkampf und Internationalismus sollten Teile der Arbeiterklasse für die Idee eines autoritären Führerstaates gewonnen werden.
Heute wird der Querfrontvorwurf von der bürgerlich-liberalen Presse allerdings auch zur Diffamierung von radikalen Linken und antiimperialistischen Positionen genutzt. Auf unserer Veranstaltung wollen wir uns mit der Geschichte und Gegenwart des Querfrontkonzeptes befassen. Wir wollen fragen, was ist die Querfront und was nicht. Und wir wollen deutlich machen, wie sich antifaschistische Kräfte dabei zu positionieren haben.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Mobilisierung zum antifaschistisch-internationalistischen Block auf der Liebknecht-Luxembrug-Demonstration am 09.01.2022 in Berlin statt:lldemo.fightandremember.org
Antifa-Café Nord-Ost: Staat und Nazis Hand in Hand – Rechter Terror in Berlin Fr, 13.03.2020 | 20:00 Uhr | Offener Raum im KuBiZ (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee) Veranstalter*innen:North-East Antifascists [NEA] Banner 1: [Farbe] [S/W] | Banner 2: [Farbe] [S/W] | Programm-Heft: [Web] [Kopiervorlage]
Die Veranstaltung muss aufgrund der aktuellen Situation leider ausfallen. Es wird allerdings einen Audiomitschnitt des Podium geben, welcher in kürze Online geht.
Vortrag und Mitbringbrunch: Hanniball’s Schattenarmee – ein rechtes Netzwerk in Staat, Polizei und Bundeswehr
So, 15.03.2020 | 15:00 Uhr | Offener Raum im KuBiZ (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee) Veranstalter*innen:North-East Antifascists [NEA] [Banner] Download: [»Hannibal«-Studie]
Die Veranstaltung muss aufgrund der aktuellen Situation leider ausfallen.
Weitere Veranstaltungen:
Info-Veranstaltung: 100 Jahre Kapp-Putsch – 100 Jahre Generalstreik Mo, 09.03.2020 | 19:30 Uhr | Rote Insel (Mansteinstraße 10 / Schöneberg) Veranstalter*innen:Antifa West-Berlin, Jugend-Antifa Schöneberg [JANOSCH] & SZA [Flyer]
Kundgebung des Bündnis: 100 Jahre Kapp-Putsch – 100 Jahre Generalstreik – Massenstreik gegen Faschismus und Militarismus Sa, 14.03.2020 | 15:00 Uhr | Kaiser-Wilhelm-Platz (Schöneberg) [Redner*innen]
Repression hat Tradition. Widerstand auch! Mourn for the dead, fight like hell for the living.
Antifa-Block auf der LL-Demo 2018: So, 14.01.2017 | 10:00 Uhr | U-Bahnhof Frankfurter Tor (Friedrichshain) Rundgang über den Friedhof: 12:00 Uhr (nach der LL-Demo)
Unter dem Motto: „Solidarisch kämpfen: Antifaschistisch. Antirassistisch. Internationalistisch. Antikapitalistisch.“ hatten die North-East Antifascists [NEA] & die Radikale Linke Berlin zum Antifa-Block auf der Liebknecht-Luxemburg-Gedenkdemonstration 2016 aufgerufen, an dem sich ca. 500 Antifaschist*innen aus verschiedenen Spektren beteiligten. An der anschließenden Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof der Sozialist*innen mit dem Historiker Bernd Langer nahmen ca. 70 Menschen teil. Ein ausführlicher Bericht folgt noch, hier zunächst einige Fotos von unseren Freund*innen von Left Report.
Für den 10.01.2016 rufen North-East Antifascists [NEA] und Radikale Linke Berlin zur Teilnahme am Antifa-Block auf der diesjährigen Liebknecht-Luxemburg-Demonstration auf.
Im Vorfeld der Demonstration und des Blocks unter dem Motto >>Solidarisch kämpfen: Antifaschistisch. Antirassistisch.Internationalistisch. Antikapitalistisch.<< führte die NEA ein Interview mit dem Journalisten Willi Effenberger (u.a. junge welt, Lower Class Magazine)[1]. Jenseits von Revolutionsromantik und unreflektierter Ignoranz gegenüber (inner-linken) Auseinandersetzungen um das „korrekte Gedenken“ an Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und alle ermordeten Revolutionär*innen, obliegt es den progressiven gesellschaftlichen Akteur*innen, gegen die Vereinnahmung linker Geschichte durch reaktionäre Parteien und Organisationen anzukämpfen. Die radikale Linke muss dabei stets aus der Geschichte lernen, um solidarische, libertäre Gesellschaftsbilder verwirklichen zu können. Sie darf linke, widerspruchsvolle Geschichte nicht den regressiven Kräften, bspw. CDU-Opferverbänden etc., überlassen. Nichts erscheint in einer Zeit der politischen Marginalität tragischer, als geschichtslos umhergeworfen zu sein.
Wir betrachten die bevorstehende Gedenkdemonstration somit als Arbeitsauftrag für das gerade erst eingeleitete Jahr und laden die fortschrittlichen Kräfte zu unserem gemeinsamen Block ein.
[W.E.] Sie rufen unter dem Motto »Solidarisch kämpfen« zur Teilnahme an der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration auf. Wofür steht Ihr Motto im Zusammenhang mit der Demonstration?
[NEA] Den Antifablock auf der LL-Demo gibt es jetzt seit drei Jahren, und er setzt sich aus mehreren Antifagruppen und Einzelpersonen zusammen. Durch unsere Teilnahme wollen zeigen, dass die verschiedenen antirassistischen, antifaschistischen und internationalistischen Kämpfe gemeinsam geführt werden müssen. Gerade angesichts des Rechtsrucks in ganz Europa müssen linksradikale Forderungen vertreten werden. Außerdem ist der Antifablock für uns der politische Start ins neue Jahr. Wir werden also auch auf der Demo versuchen, die Leute dazu aufzurufen, 2016 mit uns auf die Straße zu kommen und ihren Protest aus der virtuellen Welt zu lösen, damit wir gemeinsam aktiv werden können.
Am 11.01.2015 fand die Gedenkdemonstration zum 96. Jahrestag der Ermordung der Revolutionär*innen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht statt. Wie jedes Jahr führte die Demonstration vom Frankfurter Tor zum Friedhof Lichtenberg. Teil des Demonstrationszuges war auch ein lautstarker und gut aufgestellter antifaschistischer libertärer Block.
Im Anschluss fand eine Veranstaltung am Gedenkstein für die gefallenen Revolutionär*innen mit Bernd Langer statt, bei der die Geschichte des historischen Antifaschismus beleuchtet wurde.
Hier seht ihr einen Videobericht von der Demo und der anschließenden Friedhofsveranstaltung.
Auch dieses Jahr wird zur Teilnahme am Antifa-Block auf der LL-Demo aufgerufen. Das Mobi-Video dazu findet ihr hier: www.youtube.com/watch?v=r_vIuf_0yGM
Antifa-Block auf der LL-Demo 2016:
So, 10.01.2016 | 10:00 Uhr | U-Bahnhof Frankfurter Tor (Friedrichshain)
Gedenkrundgang auf dem Friedhof der Sozialist*innen mit Bernd Langer: [Banner] Direkt nach der Demo | Treffpunkt am Transparent des Antifa-Blocks, links vom Aufgang
Lesung von Texten von und über Rosa Luxemburg:
So, 10.01.2015 | 15:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Steg (Tiergarten)
Weitere Veranstaltungen zur Thematik:
Info-Veranstaltung: Klassenkampf im Betrieb [Flyer] Fr, 08.01.2016 | 19:00 Uhr | Kiez-Treff Mediengalerie (Dudenstraße 10 / Kreuzberg)
Vor fast 97 Jahren, am 15. Januar 1919, wurden die beiden Revolutionär*innen Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg von faschistischen Freikorps ermordet.Mit der alljährlichen Liebknecht-Luxemburg-Gedenkdemonstration und dem antifaschistischen Block geben wir eine Kampfansage und verknüpfen Gedenkpolitik mit praktischen Kämpfen: gegen rassistische Hetze, geistige und reale Brandstiftung, faschistische und imperialistische Bedrohungen – für eine solidarische Gesellschaft jenseits von Staat, Nation und Kapitalismus.Luxemburgs und Liebknechts Analysen und Kämpfe gegen Militarismus, Imperialismus und Rassismus bleiben bis heute wichtige Bezugspunkte radikal linker Politik und sind Ausgang für den Aufbau einer befreiten Gesellschaft.
Der antifaschistische Block möchte emanzipatorische Kämpfe um Würde und Freiheit, jenseits von nationalistischer und kapitalistischer Unterdrückungslogik sichtbar machen und zusammenführen.
Dies bedeutet:
Kampf der rassistischen Hetze und Aufmärsche von PEGIDA, BÄRGIDA & Co.!
Unterstützt die antifaschistischen Kämpfe in den Außenbezirken! Solidarität mit den Kämpfen der Geflüchteten um Selbstbestimmung und Würde. Auf die Straße gegen Lagerunterbringung, Residenzpflicht, Abschiebungen und rassistische Sondergesetze!
Entschlossen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung in den Wahlkämpfen für BVV und Abgeordnetenhaus im September 2016 – Der AfD, NPD, CDU und SPD die rassistischen Mäuler stopfen!
Hoch die internationale Solidarität! Unterstützt die Kämpfe der internationalistischen Linken gegen Repression und für Selbstorganisierung – weg mit dem Verbot der PKK! Führen wir die Kämpfe gegen Faschismus, Imperialismus und religiösen Fundamentalismus zusammen.
Nie wieder Krieg! Gegen kulturrassistische Hetze und imperialistische Kriege. Zusammen auf die Straße gegen Kriegseinsätze und Waffenexporte!
Lassen wir die Stadt rebellieren: Organisieren wir uns kollektiv gegen Zwangsräumungen, rassistische Polizeikontrollen und steigende Mieten.
Betriebliche Organisierung und Kämpfe sind die Grundlage für gesellschaftliche Veränderungen.
Blockaden, Demonstrationen, Streiks: Geschichte wird gemacht. Auf zur LL-Demonstration 2016, hinein in den Antifa-Block!
„Eure Ordnung ist auf Sand gebaut.“
Rosa Luxemburg
Auswertung: „Totgesagte leben länger!“ Antifa-Block auf der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration am 11.01.2015
Am vergangenen Sonntag fand die traditionelle Liebknecht-Luxemburg-Demonstration in Berlin statt. Mehrere tausend Menschen nahmen auch in diesem Jahr an dieser starken Manifestation unterschiedlichster linker Strömungen teil. Im Anschluss an die Demonstration wurde den beiden toten Arbeiterführer*innen gedacht. Die Rote Nelke, ein Symbol der Arbeiterklasse und Mahnung an durch reaktionäre/ faschistische Freikorps sowie bürgerliche Polizisten ermordete Revolutionäre, wurde Ihnen zu Ehren niedergelegt und säumte den gesamten Zentralfriedhof in Berlin-Friedrichsfelde.
In diesem Jahr gab es wieder einen Antifa-Block auf der Demonstration. Getragen wurde dieser Block unter anderem von der North East Antifa [NEA]. Es zeigte sich, dass das Motto des Blocks, „Totgesagte leben länger“ keine hohle Phrase blieb. So beteiligten sich bei Sturmböen und trotz der frühen Uhrzeit weit über 600 Menschen. Sie alle trugen dazu bei, ein sichtbares Zeichen gegen Faschismus, Imperialismus und Krieg zu setzen. An diesem Tag wurde deutlich, dass die Antifaschistische Aktion lebt und kämpferisch voranschreitet. Während reaktionäre Strömungen und ihre (rechte) Presselandschaft das Konzept „Antifa“ als angeblich „veraltetes Relikt“ versuchen abzuwickeln, bauen wir gemeinsam den Widerstand aus:
– Antifa war, ist und bleibt eine objektive und dringliche Notwendigkeit.
– Antifa ist ein legitimer Abwehrkampf und Bedingung für den weiteren Aufbau einer solidarischen, befreiten Gesellschaft.