Antifa-Café Nordost: Brasilien unter Bolsonaro

Brasilien unter Bolsonaro – Auf dem Weg in die Diktatur?

Antifa-Café & Info-Veranstaltung:
Fr, 15.02.2019 | 19.30 Uhr | M29 / Malmöer Str. 29 / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North East Antifa [NEA]
Referent:
Niklas Franzen (»neues deutschland«)

18:00 – 19: Uhr: Repressionsberatung mit der Roten Hilfe Berlin

Material: Banner | Plakatvorlage | Antifa-Café-Programmheft Feb/März 2019 [ Web-PDF | Kopiervorlage-PDF ]

Seit dem 1. Januar ist ein rassistischer, patriarchaler und neoliberaler Waffennarr Präsident von Brasilien: Jair Messias Bolsonaro. Die Wahl von Bolsonaro bedeutet eine politische Wende: moral-konservativ, marktradikal und ultrareaktionär. Bolsonaros Kabinett ist eine bunte Mischung aus Abtreibungsgegner*innen, Verschwörungstheoretiker*innen und Agrarlobbyist*innen. Viele der neuen Minister*innen kommen aus dem Militär und beziehen sich positiv auf die brasilianische Militärdiktatur.
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Antifa News Nordostberlin: AfD in Pankow (Ende 2018)

++ Neues Kurznachrichtenformat ++ Neuer Bezirksvorstand gewählt ++ Neues AfD-Abgeordnetenbüro in Rosenthal ++ Was machen eigentlich die Rechtausleger der AfD Pankow? ++ Rauswürfe und Austritte: Andreas Holder als NPD-Aktivist? ++ AfD-Weihnachtsfeier empfindlich gestört ++ Weihnachtsüberraschung für Späti-Betreiber*innen ++ AfD-Büro angestrahlt ++ Kein Raum der AfD!

Neues Kurznachrichtenformat

Das Jahr 2018 war ereignisreich. Oft so ereignisreich, dass wir zum Teil kaum hinterher gekommen sind die Aktivitäten der Rechten, als auch unsere Aktionen entsprechend für die Öffentlichkeit aufzubereiten. Ein Grund dafür ist auch, dass manche Nachrichten und Informationen sich nicht wirklich für einen ausführlichen Beitrag eignen. Teilweise lassen sich manche Informationen über die lokale Rechte später noch wieder verwenden und in einen größeren Zusammenhang einbinden. So zum Beispiel bei unserer Recherche zur AfD-nahen Gaststätte »Nudelholz«, für die wir auf unser Archivmaterial zurückgeifen konnten. Wer hätte schon wissen können, dass wir bisher unveröffentlichte Infos aus dem Jahr 2010/11 sechs Jahre später noch verwenden würden. Manche Informationen haben aber auch einfach ihre Zeit, sind später nicht mehr von Belang oder aber für die Leser*innen schwer nachzuvollziehen, wenn keine bestehenden Berichte existieren, auf die wir verweisen können. Darum haben wir uns überlegt Aktivitäten der lokalen Rechten in unserem Infoformat »Antifa News Nordostberlin« zusammenzufassen. Hier veröffentlichen wir gesammelte Kurznotizen zu rechten Aktivitäten, als auch über den Widerstand dagegen. Damit machen wir es uns leichter, da wir kürzere Texte schreiben können und euch machen wir es einfacher, weil ihr dadurch schneller an die Infos gelangt.

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Kurdischer Verlag und Musikvertrieb in Deutschland verboten

 

Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für
Öffentlichkeitsarbeit, 12.02.2019

Der deutsche Bundesinnenminister Horst Seehofer hat heute Morgen ein Verbot gegen den kurdischen „Mezopotamien-Verlag“ und den kurdischen Musikvertrieb „MIR Multimedia GmbH“ erlassen. Die Räumlichkeiten des Buchverlags und des Musikvertriebs in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden seit den rühen Morgenstunden durchsucht. Bereits am 8. März des vergangenen Jahres hatte es im Verlagshaus des Mezopotamien-Verlags über zwei Tage hinweg Durchsuchungen gegeben. Damals waren tausende Bücher durch die deutschen Behörden beschlagnahmt worden.

Kurdischer Dachverband NAVDEM verurteilt das Verbot scharf

Der größte kurdische Dachverband in Deutschland NAVDEM verurteilt das Verbot des Verlags und des Musikvertriebs scharf. Ayten Kaplan, Ko-Vorsitzende von NAVDEM, spricht von einem unerträglichen Ausmaß der
Kriminalisierung kurdischer Vereinigungen in Deutschland: „Die Entscheidung einen Buchverlag zu verbieten und abertausende Bücher zu beschlagnahmen, lässt bei uns Erinnerungen an die dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte wach werden. Herr Seehofer macht mit diesem Verbot erneut deutlich, dass er
sich vor dem geschriebenen Wort fürchtet.“

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Antifa-Café Nordost: Gedenken an die Ermordeten der Märzkämpfe

Gedenken an die Ermordeten der Märzkämpfe

Fr, 15.03.2019
Gedenkkudngebung: 17.30 Uhr | Rennbahnstraße 70 (Weißensee)

Antifa-Café im Anschluß: 19.30 Uhr | KuBiz (Bernkasteler Str. 78 / Weißensee) | Repressionsberatung mit der Roten Hilfe Berlin: DIESMAL VON 19:00 – 20:00 UHR!

Veranstalter*innen: North East Antifa [NEA] & Bündnis »Fight and remember«

Material: Banner | Plakatvorlage | Antifa-Café-Programmheft Feb/März 2019 [ Web-PDF | Kopiervorlage-PDF ]

In Folge der Novemberrevolution 1918 kam es im März 1919 in Berlin zu den sogennanten Märzkämpfen. Die Ursache dafür war die massive Unzufriedenheit in den revolutionären Teilen der Arbeiter*innenschaft über die nicht erfüllten Forderungen der Revolution. Dazu zählten die Vergesellschaftung der Schlüsselindustrien und die Einführung des Rätesystems über das sich die Gesellschaft zukünftig organisieren sollte. Während dieser revolutionären »zweiten Welle« kam es in Berlin zu einem regelrechten Massaker durch rechte Militärs. Durch Bewilligung und Duldung von Gustav Noske (SPD) wurden insgesamt 1.200 Menschen von reaktionären Soldaten ermordet.
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400 Menschen erinnern an Auschwitz-Befreiung

Die alljährliche Kundgebung im Gedenken an die Auschwitz-Befreiung am 27. Januar fand auch 2019 unter reger Anteilnahme Pankower Bürger*innen statt. Rund 400 Menschen, mehr als im Vorjahr, versammelten sich am frühen Abend am Ehemaligen Jüdischen Waisenhaus. Viele brachten Kerzen mit. Eindrücke folgen hier und auf lichterkette-pankow.de in den nächsten Tagen, einzelne der gehaltenen Redebeiträge sind hier schon zu lesen

Redebeitrag von Sören Benn, Bezirksbürgermeister von Pankow (Die Linke). Gehalten auf der Gedenkkundgebung am 27.1. 2019 in Berlin-Pankow

Warum erinnern wir Jahr für Jahr wieder an die systematische, industriemäßige Ermordung der Europäer jüdischen Glaubens? Um uns selbst zu kasteien, zu erniedrigen, um uns klein zu halten, einen „Schuldkult“ zu pflegen? Natürlich nicht. Es geht um etwas anderes.

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Gedenken am 27. Januar

Anlässlich der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch sowjetische Truppen am 27. Januar 1945 rufen wir wieder zur alljährlichen Kundgebung in Pankow auf. Weltweit finden am Holocaust-Gedenktag alljährlich Veranstaltungen aus diesem Anlass statt. Treffpunkt in Pankow ist am besagten Sonntag um 18 Uhr das ehemalige Jüdische Waisenhaus in der Berliner Str. 120/121 nahe des Garbatyplatzes. Wir demonstrieren im Bündnis mit der Kommission für Bürgerarbeit Pankow und der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Pankow gegen Antisemitismus und Rassismus sowie für ein solidarisches und gewaltfreies Miteinander. Neben Pankows Bürgermeister Sören Benn und der Studentin Isra Mohamed (Politikwissenschaft/Wirtschaft) wird es auch einen Beitrag eines Redners der Seenotrettungsinitiative Sea-Watch und des Pankower VVN-BdA-Vorsitzenden Mathias Wörsching geben. Im Anschluss an die Kundgebung findet wie jedes Jahr die Schweigeminute auf der Kreuzung Berliner Straße/Breite Straße statt. Informationen auch unter lichterkette-pankow.de

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Digital Awareness – Rechte Medienangriffe und Möglichkeiten antifaschistischer Gegenstrategien

Spätestens seit der Wahl Donald Trumps ist klar: Das Internet ist zu einem der wichtigsten politischen Schlachtfelder geworden und nach wie vor tun sich Linke und Antifaschist_innen schwer auf diesem Feld adäquate Handlungsmöglichkeiten und Gegenstrategien zu finden. Die strategische Nutzung von sozialen Medien war und ist von entscheidender Wichtigkeit für die Alt-Right Bewegung in den USA, für Rechtspopulisten und die Neue Rechte in Europa, sowie für die sich neu formierenden rechten und neofaschistischen Kräfte weltweit. Eine PEGIDA-Kundgebung, egal wie klein, ohne diverse Livestreams ist kaum vorstellbar. Hierbei geht es den rechten Medienmacher_innen von Alt-Right bis AfD vor allem um Deutungshoheit und Diskurs-Bestimmung. Doch zunehmend lässt sich in sozialen Medien und ganz speziell auf YouTube noch eine andere Strategie beobachten. Rechte YouTuber_innen und Parteien nutzen ihre vorgebliche ‚Berichterstattung‘ als Waffe, um politische Gegner_innen einzuschüchtern, zu diffamieren, bloßzustellen oder auszuspionieren.
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Marzahn: AfD-Teilnahme am Auschwitz-Gedenken verhindert

Heute am 26.01.2019 nahmen mehr als 50 Personen aus einem breiten antifaschistischen Bündnis am bezirklichen Gedenken an die Opfer des Faschismus in Berlin-Marzahn teil. Ziel war die Stärkung einer dezidiert antifaschistischen Gedenkpolitik, was auch bedeutet, eine Instrumentalisierung durch die ebenfalls geladene AfD zu verhindern. Dieses Vorhaben wurde umgesetzt. Die Vertreter*innen der AfD mussten im Angesicht der massiven Gegenwehr unverrichteter Dinge abziehen und ihren Gedenkkranz wieder mitnehmen.

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Broschürenrelease »Alle Macht den Räten!«

21.01.2019 | 19:20 Uhr | Cafe Morgenrot | Kastanienallee 85 | Berlin – Prenzlauer Berg

100 Jahre Novemberrevolution, Januaraufstand und Märzkämpfe: Ein Berliner Kollektiv aus Gruppen sowie Einzelpersonen das Jahr 2018 über an einer Broschüre zu diesen verschiedenen Themen gearbeitet. Herausgekommen ist ein umfangreiches 85-seitiges Heft, das historische Ereignisse nachzeichnet und so gut es denn möglich ist, daraus Reflexionen für das Heute ableitet.

»Alle Macht den Räten!« versammelt Texte der Gruppen North East Antifa, Berlin Leftist Youth, Radikale Linke Berlin, FSI Geschichte FU, von Autor*innen wie Gisela Notz und Bernd Langer sowie Redakteur*innen des Re:volt magazines. Bei unserem gemeinsamen Broschürenrelease werden einzelne Autor*innen und Gruppen aus ihren Texten lesen.

Organisation: Fight and remember-Bündnis

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100 Jahre – Streik, Rätemacht & Frauen*kampf!

13. Januar 2019 – Liebknecht-Luxemburg-Demo – Berlin

10.00 Uhr | S/U-Bhf. Frankfurter Tor | Demonstration
Hinein in den antifaschistischen-internationalistischen Block

12.00 Uhr | Friedhof der Sozialist*innen | Gedenken am Revolutionsdenkmal
(anschließend Rundgang zu den Gräbern gefallener Revolutionär*innen)

Material:
Demoplakat [A4] [web] | Aufkleber Streik [A4] [web] Rätemacht [A4] [web] Frauen*streik [A4] [web| Kurzaufruf [web] [PDF] | Veranstaltungsreihe [hier lesen] | Broschüre zu 100 Jahre Revolution[Sonderseite] |

Infos unter: www.fightandremember.blogsport.eu

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