Kategoriearchiv: Kurdistan-Türkei

Antifa-Tresen & Infoveranstaltung zum Kobane-Prozess

ANTIFA NORDOST-TRESEN

Vortrag zum Kobane-Prozess (Referent*innen: ZORA)
+ Kurzinput zu Halim Dener, Bustickets zur Gedenkdemo am 06.07. in Hannover

Sa. 15.06.2024 | Bandito Rosso | Lottumstr. 10A

Ab 19:30 Uhr geöffnet | 20 Uhr Vortrag | im Anschluss Tresen

Vor vier Wochen wurden in der Türkei die Urteile im sogenannten Kobane-Prozess verkündet. In dem Schauprozess wurden Oppositionelle, darunter die Vorstandsmitglieder der HDP, zu drakonischen Strafen verurteilt. Der Vortrag erläutert die politischen Hintergründe des Prozess, die massive Repression des türkischen Staates gegen linke und kurdische Oppositionelle und wirft ein Licht auf die aktuelle politische Lage in der Türkei.

Zudem möchten wir die Veranstaltung nutzen um zur Halim-Dener-Gedenkdemo zu mobilisieren.

Am 30. Juni jährt sich der Todestag von Halim Dener zum 30. Mal. Halim Dener war ein kurdischer Jugendlicher der beim plakatieren in Hannover von einem deutschen Polizisten erschossen wurde.

Halim wurde 1977 in Nordkurdistan geboren und floh aufgrund der brutalen Unterdrückung und Assimilierung durch den türkischen Staat nach Deutschland. In der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 1994, in der Halim erschossen wurde, klebte er gemeinsam mit anderen Plakate gegen das PKK-Verbot, das ein halbes Jahr zuvor erlassen worden war.

Der Fall Halim Dener macht deutlich wie Unterdrückung, Flucht, Rassismus, Repression und Polizeigewalt zusammenhängen. Gleichzeitig steht Halim Dener für Widerstand und gemeinsamen antirassistischen und internationalistischen Kampf.

Am 06.Juli 2024 findet die Bundesweite Demo in Gedenken an Halim Dener in Hannover statt.

Es wird die Möglichkeit geben beim Tresen Tickets für die Busanreise von Berlin nach Hannover zu erwerben.

Demoaufruf, Infos, Hintergründe und Updates:
halimdener.blackblogs.org

Antifa-Tresen & Infoveranstaltung zu den Grauen Wölfen

ANTIFA NORDOST-TRESEN
Vortrag & Tresen
Input/Vortrag zu den Grauen Wölfen und ihrer Organisation in Deutschland

Sa. 20.04.2024 | Bandito Rosso | Lottumstr. 10A

Ab 19 Uhr geöffnet
20 – 21 Uhr Vortrag
Tresen im Anschluss

Vor wenigen Wochen kam es in Belgien während den kurdischen Newroz-Feierlichkeiten (Neujahrsfest) zu gewalttätigen Übergriffen von türkischen Faschisten auf kurdische Festbesucher. Die Übergriffe reihen sich ein in eine lange Liste von brutalen Angriffen türkischer Nationalisten und Faschisten sowohl in Europa als auch in Deutschland. Viele dieser Täter stehen der Ülkücü-Bewegung nahe, die auch als Graue Wölfe bezeichnet werden.
Deren Ideologie setzt sich dabei aus nationalistischen, antisemitischen, rassistischen und rechtsextremistischen Elementen zusammen. Damit einher geht ein extremes Nationalbewusstsein, in welchem das Türkentum als übergeordnete Nationalität und Kultur angesehen wird. Diese Überlegenheitsvorstellung wird durch die Herabwürdigung vermeintlicher Gegner des Türkentums, wie beispielsweise Armenier*innen, Jüd*innen und Kurd*innen ergänzt. Übergriffe wie kürzlich in Belgien sind keine Seltenheit. Auch in Deutschland kommt es regelmäßig zu Anfeindungen, Bedrohungen und Angriffen durch die Grauen Wölfe, vorallem gegen Kurd*innen.
Trotz Verbotsdebatte fehlt es in Deutschland nach wie vor an Wissen und Bewusstsein über die Ideologie, Ziele und Gefahren der Organisierung der Grauen Wölfe.

Der Vortrag soll einen Einblick in die Entstehung, Geschichte und Ideologie der Grauen Wölfe sowie die bestehenden Gefahren geben. Insbesodnere der Hass gegenüber Kurd*innen sowie die zentrale Rolle dieses Feindbilds in der Ideologie der Grauen Wölfe wird dabei thematisiert.

Remember Ivana Hoffmann (Avaşin Tekoşîn Güneş)

Wir gedenken am 7. März Ivana Hoffmann (Avaşin Tekoşîn Güneş).
Ivana Hoffmann war eine junge Internationalistin und Kommunistin, die im Kampf gegen den IS/Daesh in Rojava gefallen ist.

Sie wuchs als Arbeiter*innenkind in Duisburg auf und war schon früh in der Bildungsstreikbewegung sowie in feministischen, antifaschistischen und sozialistischen Kontexten aktiv. Sie schloss sie sich der Jugendorganisation der MLKP an, um als Kommunistin organisiert gegen Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung zu kämpfen.

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Remember Günter Hellstern Rustem Cudi

REMEMBER
GÜNTER HELLSTERN
RUSTEM CUDI

Gefallen am 23.02.2016 in Shaddadi im Kampf gegen den IS.

Fallen on 23.02.2016 in Shaddadi in the fight against IS

– English below –

Heute gedenken wir Günter Hellstern, der als Internationalist im Kampf gegen den IS gefallen ist.

Günter Hellstern (Rustem Cudi) wurde 1969 in Deutschland geboren. Er war aufgrund seiner Biografie und seines Alters eine Besonderheit in den Reihen der Internationalist*innen in Rojava. Er war lange Jahre Soldat in der Bundeswehr und später auch in der Fremdenlegion. Aufgrund der schnellen Ausbreitung des IS und deren extremen Brutalität, entschloss sich Hellstern nach Rojava zu gehen, um sich dem Kampf gegen den IS anzuschließen.

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Şehîd namirin – in Gedenken an Thomas, Kadriye und Diyako

In Berlin kamen Antifaschist*innen und Internationalist*innen zusammen um den gefallenen Guerillakämpfer*innen Azad Şerger (Thomas Johann S.), Asya Kanîreş (Kadriye Tetik) und Koçer Medya (Diyako Saîdî) zu gedenken und um Solidarität mit der kurdischen Befreiungsbewegung zu zeigen.

Solibild für die gefallenen Guerillakämpfer*innen Azad Şerger (Thomas Johann S.), Asya Kanîreş (Kadriye Tetik) und Koçer Medya (Diyako Saîdî)Der gemeinsame Kampf der aus Deutschland, der Türkei und Rojhilat stammenden Revolutionär*innen ist „ein Zeichen für die Geschwisterlichkeit der Völker“ im Kampf für Freiheit und gegen Faschismus, Unterdrückung und Ausbeutung. Gleichzeitig sind sie ein leuchtendes Beispiel für einen gelebten Internationalismus im 21. Jahrhundert. 

 

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Demonstration: Gerechtigkeit für Zohra und Jina!

Gerechtigkeit für Zohra und Jina! – Gerechtigkeit für alle Frauen, von der Berlin bis Teheran!

Feministische Demonstration:
Sa. 29.10.2022 | 15:00 Uhr | U-Bahnhof Eberswalder Straße (Prenzlauer Berg)

Transparente malen:
So. 23.10.2022 | 12:00 Uhr | Garage Pankow (Hadlichstraße 3 / Pankow)

Veranstalter*innen: Young Struggle Berlin & ZORA Berlin

Banner: [#1] [#2] [#3] [#4]

Plakate/Flyer:
– Buchladen zur schwankenden Weltkugel (Kastanienallee 85 / Prenzlauer Berg)
– Pankebuch (Wilhelm-Kuhr-Straße 5 / Pankow)
– Café Cralle (Hochstädter Straße 10A / Wedding)
– Buchhandlung OH*21 (Oranienstraße 21 / Kreuzberg)

Zohra wurde im April in Berlin von ihrem Ex-Mann auf offener Straße ermordet. Die Mitschuld des deutschen Staates liegt auf der Hand: Zohra ist mehrere Male zur Polizei gegangen in der Hoffnung auf Schutz vor ihrem gewalttätigen Ex-Mann. Doch deutsche Behörden blieben tatenlos.

Fünf Monate später hat der iranische Staat Jina ermordet, was militante Frauenaufstände im ganzen Land ausgelöst hat.

Ein halbes Jahr nach dem Femizid an Zohra tragen wir auch in Berlin unsere Wut auf die Straßen! Der Kampf gegen Femizide und für Gerechtigkeit ist derselbe!

Frauen, Leben, Freiheit!

Aufruf:
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Demonstration: Gerechtigkeit für die Opfer vom Völkermord!

15.3.2021, 16:00 Uhr, vorm Zoopalast (Hardenbergstraße 29A

Gerechtigkeit für die Opfer der Völkermords! Genozidverleugnung heißt Fortsetzung des Verbrechen!

Genau vor 100 Jahren, am 15. März 1921 starb Talaat Pascha durch eine Kugel von Soghomon Tehlirian in der Berliner Hardenbergstraße. Wer war Talaat Pascha? Und wer war Tehlirian? Talaat Pascha war einer der drei Hauptverantwortlichen des Genozids von 1915, in dessen Verlauf etwa 1,5 – 2 Millionen Armenier*innen, Assyrer*innen und Griech*innen im damaligen Osmanischen Reich ermordet wurden. Ein ganzes armenisches Volk wurde in der eigenen Heimat systematisch ausgelöscht, während die Mörder auf freiem Fuß blieben. Nach Kriegsende verurteilte ein Gericht in Konstantinopel/Istanbul Talaat Pascha aufgrund seiner Verbrechen zum Tode, er konnte vorher aber mit deutscher Hilfe nach Berlin flüchten. Obwohl Talaat Pascha direkt für die grausamen Deportationen und Massaker verantwortlich war, war es ihm möglich, bis 1921 in einer großen Wohnung in Berlin-Charlottenburg zu leben und offen auf die Straße zu treten, ohne Konsequenzen für das eigene Handeln tragen zu müssen.

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[Indymedia] Im Gedenken an Arkan Hussein Khalaf (RiseUp4Rojava-Statement)

Im Gedenken an Arkan Hussein Khalaf (RiseUp4Rojava-Statement)Unser Statement als RiseUp4Rojava Deutschland in Gedenken an Arkan Hussein Khalaf, einen 15jährigen Ezîden, der am 7. April 2020 in Celle von einem Rechten brutal ermordet wurde.

Unsere Liebe und Solidarität den bedrohten Menschen. Unsere Wut den Rassisten, der Politik und der Staatsgewalt.

Rest in Power. Wir vergessen dich und deinen Namen nicht!

In Gedenken an Arkan Hussein Khalaf

Arkan Hussein Khalaf, der den Genozid seines Volkes durch den IS überlebte und über das Wasser hierher flüchtete, wurde in Deutschland auf brutalste Art und Weise von einem Rechten ermordet.
Nur 7 Wochen nach dem rechten Attentat in Hanau, wurde am Dienstagabend, den 07. April 2020 der 15jährige ezîdische Jugendliche auf offener Straße in Celle erstochen. Der Täter: ein 29jähriger deutscher weißer Mann.
In uns toben Trauer, Schmerz und Wut.

„Wir sind über das Wasser gekommen und hier im Blut ertrunken.“ (Halime Hussein Khalaf) Die Worte von Arkans ältester Schwester lassen uns nur ansatzweise erahnen, wie groß der Schmerz in der Familie sein muss.
Gemeinsam mit seiner Familie floh Arkan im Jahr 2014 vor dem barbarischen Völkermord des sogenannten ‚Islamischen Staat‘ aus dem Şengal über die Türkei und Griechenland nach Deutschland. Neben der Vertreibung von Hunderttausenden von Menschen, versklavte der IS 7000 Frauen und Kinder, von denen bis heute über 3000 verschwunden sind. Ezîden sind eine ethnische Minderheit, die in ihrer Geschichte 73 Genozide erlitten hat.
Unsere Solidarität gilt in dieser schwierigen Zeit der Familie und den Freund*innen von Arkan. Die Polizei hat unterdessen nach eigener Aussage über die brutale Ermordung eines Geflüchteten durch einen Rechten „keine Erkenntnisse über eine ausländerfeindliche oder politisch motivierte Tat“.

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Café Rojava / Radio Rojava: Corona in Rojava / Nordostsyrien

Corona in Rojava / Nordostsyrien – Pandemie, Krieg und Selbstverwaltung

[Online-Stream]

Veranstalter*innen: Café Rojava & Radia Obskura

Online-Banner: [#1] [#2] [#3]

Seit 2013 bauen die Menschen in Rojava eine basisdemokratische, kooperative und geschlechtergerechte Gesellschaft auf. Zum Embargo, türkisch-djihadistischer Invasion und dem Assad-Regime kommt nun noch eine neue Gefahr hinzu:

Das COVID-19. Was bedeutet das für die Bevölkerung vor Ort? Wie funktioniert demokratische Selbstverwaltung in einer Pandemie? Wie funktioniert die Gesundheitsversorgung im freien Rojava in Zeiten von Corona?

Darüber wollen wir mit mehreren Leuten reden, die vor Ort im Gesundheitssystem und der Gesellschaft aktiv sind.

Hinweis: Das Interview mit Jiyan hat sich aufgrund der aktuellen Lage vor Ort leider nicht mehr durchführen lassen.

[Left Report] Audio-Mitschnitte: Fight & Remember – LL-Demo 2020

Audio-Mitschnitte: Veranstaltungen im Rahmen der Mobilisierung zum antifaschistischen-internationalistischen Block der LL-Demo 2020

Im Vorfeld der diesjährigen Demonstration haben die Gruppen des »Fight & Remember!«-Bündnis eine Veranstaltungsreihe organisiert. Im folgenden könnt ihr die drei Veranstaltungen „Gegen Paramilitarismus und reaktionäre Netzwerke“; „Meinst du, die Menschen wollen Krieg?“ und „Antifa-Widerstand in Weißensee und Prenzlauer Berg 1933-45“ anhören.
Alle weiteren Infos zum Bündnis & Block gibt es auf: fightandremember.blogsport.eu

Weitere Artikel:
– Bericht & Fotos: Fight & Remember! – 700 Menschen beim antifaschistischen-internationalistischen Block der LL-Demo
– [Left Report] LL-Demo 2020 | Fight & Remember! In Gedenken an die ermordeten Genoss*innen!
– Fight & Remember! – Antifaschistischer-Internationalistischer Block auf der LL-Demo 2020

Audiomitschnitte:

Diskussionsveranstaltung & Soli-Tresen: „Paramilitarismus und reaktionäre Netzwerke – wieder auf dem Vormarsch?“
Sa, 04.01.2020 | Zielona Góra
Veranstalter*innen: Internationalistischer Abend

Referent*innen:
– Jorge Freytter Florián (Kolumbien / Asociación Jorge Adolfo Freytter Romero – Verein für Studien über politische Gewalt in Lateinamerika)
– Nick Brauns (Journalist und Historiker / Mitherausgeber/Autor des Buches „Partisanen einer neuen Welt – Eine Geschichte der Linken und Arbeiterbewegung in der Türkei“)
– Newroz (kurdischer Aktivist / Paramilitärische Kräfte in Irak und Kurdistan)
– Genoss*in des Bündnis „Fight and Remember“ (über das „Hannibal“-Nazi-Netzwerk von Angehörigen staatlicher Strukturen der BRD)
Moderation: re:volt magazin

Foto-Vortrag: Meinst du, die Menschen wollen Krieg?
Di, 07.01.2020 | BAIZ
Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

Referent*in: Gabriele Senft (geb. 1949, Diplomjournalistin, freischaffende Fotografin, lebt in Berlin)

Info-Veranstaltung: Antifa-Widerstand in Weißensee und Prenzlauer Berg 1933-45
Fr, 10.01.2020 | Offener Raum im KuBiZ
Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

Referent*in: Dr. Günter Wehner (Berliner Historiker, forscht seit den 60iger Jahren zum antifaschistischen Widerstand)