Kategoriearchiv: Berichte

Fotos: Antifaschistisch-internationalistischer Block auf der LL-Demo 2022

Antifaschistisch-internationalistischer Block auf der LL-Demo 2022

Am Sonntag, den 09. Januar 2022, gedachten in Berlin wieder Tausende den beiden von reaktionären Freikorps ermordeten Revolutionär*innen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Auch in diesem Jahr haben wir wieder den Antifaschistisch-internationalistischer Block organisiert, an dem sich ca. 800 Menschen beteiligten und somit einen der größten Blöcke auf der Demonstration. Ein ausführlicher Bericht des Bündnisses folgt in kürze. Bis dahin dokumentieren wir an dieser Stelle Fotos von der Demo.

Mehr Infos: lldemo.fightandremember.org

Fotos von North-East Antifascists [NEA]:

Fotos 1-3: Antifa-Block auf der LL-Demo
Fotos 4-5: Gedenken am ehemaligen Revolutionsdenkmal
Fotos 6-8: Gedenken in Tiergarten (15.01.2022)

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[Antifa Info Blatt] Berlin: Razzia bei Arnulf Priem

Arnulf Priem (mitte) am 20. April 1993 bei einer Neonazi-Feier in Mainz-Gonsenheim.

NS-Szene | AIB 132 / 3.2021 | 08.12.2021
Berlin: Razzia bei Arnulf Priem
Am 2. Juli 2021 stürmte das SEK die Wohnung des bekannten Neonazis Arnulf Priem in der Schönerlinder Straße in Berlin-Buch. Anlass der Durchsuchung war die ARD-Reportage „Der Traum vom Umsturz“ über den Aufbau der militanten Neonaziszene in den 1990er Jahren.

North East Antifascists (NEA)

Priem stellte hier sein Tattoo des SS-Obergruppenführers Eugen Heydrich zur Schau, prahlt mit einer Uhr mit Nazisymbolik und einem Ring, den das Konterfei von Adolf Hitler ziert. Neben dieser Uhr und dem Ring wurden bei der Durchsuchung auch eine Schreckschusswaffe sowie ein Luftdruckgewehr beschlagnahmt. Nicht das eigenständige Interesse der Polizei an der Reportage, sondern deren Zuschauer:innen aus der Bevölkerung gaben den Hinweis auf die zur Schau gestellte NS-Symbolik.

Dabei ist bekannt, dass es der 73-jährige Priem liebt sich vor Pressevertreter:innen genau darüber als ungebrochener Kämpfer zu inszenieren. So tritt er in der Dokumentation „Neonazis gegen Geld“ (Report Mainz, 2013) mit einem SS-Totenkopf am Stirnband vor die Kamera. Auf die Frage „Im Herzen sind sie Nationalsozialist?“ antwortet er „Ja, durch und durch.“

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[Indymedia] Corona – von einem komischen Format zu einem merkwürdigen Buch…

Corona – von einem komischen Format zu einem merkwürdigen Buch…

Seit kurzem ist ein Buch auf dem Markt: „Corona und linke Kritik(un)fähigkeit – Kritisch-solidarische Perspektiven „von unten“ gegen die Alternativlosigkeit „von oben“.
Herausgeber:innen: Gerhard Hanloser, Peter Nowak, Anne Seeck
Hier zum Buch beim Verlag AG Spak, das im Buchladen Schwarze Risse am 23.November 21 vorgestellt wird.

Und hier ein unzufriedener Beitrag über die dazugehörige Veranstaltungsreihe aus 2020/2021…

In der Buchbeschreibung heißt es

„Ist die gesellschaftliche Linke staatstreu geworden und reiht sich ein ins „Gemeinsam gegen Corona“? Das war eine der Leitfragen, welche die HerausgeberInnnen seit Dezember 2020 in einer Veranstaltungsreihe mit Gästen digital diskutiert haben.“

Wir haben einige dieser Beiträge online verfolgt und waren über viele dort vertretene Positionen nicht sonderlich entzückt… Die Protagonist:innen begaben sich in die Rolle, als linke Aktivist:innen und Theoretiker:innen alles einmal kritisch aufrollen zu wollen und dabei auch besonders auf die eigene Szene zu schauen. In der Linken breit geteilte Positionen wie Kritik am profitorientierten Gesundheitsystem oder geforderte Unterstützung für prekäre und besonders betroffene Menschen wurden hier als Haltungen dargestellt, die angeblich viel zu wenig beleuchtet würden. Dabei waren die ersten linken Proteste auf der Straße nach Ausbruch der Pandemie genau mit diesen Themen befasst: Klinikproteste, Moria Auflösen etc….

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Fotos & Bericht: Kundgebung gegen das evangelikale Café Mandelzweig am 30.10.2021 im Wedding

Kundgebung gegen das evangelikale Café Mandelzweig am 30.10.2021

Am Samstag, den 30 Oktober 2021 fand vor dem evangelikalen Café Mandelzweig in der Seestraße 101 in Berlin Wedding eine Kundgebung gegen den rechten Treffpunkt, den in der Querdenken-Bewegung bekannten Betreiber des Cafes, den rassistischen Prediger Christian Stockmann, sowie gegen die Nutzung des Cafes als Treffpunkt für zahlreiche Gruppen aus dem rechtsoffenen Pandemieleugner*innen-Spektrum statt. Organisiert wurde die Kundgebung von der Initiative „Weg mit dem Cafe Mandelzweig!“. Es beteiligten sich zahlreiche lokale Gruppen, Parteien und Einzelpersonen aus dem Kiez, sowie Anwohner*innen des rechten Treffpunkts. Redebeiträge hielten die Initiative „Weg mit dem Cafe Mandelzweig!“, die North East Antifa, Anwohner*innen, die von ihren Erfahrungen mit den teilweise aggressiven Besucher*innen des Café Mandelzweig berichteten, sowie ein Pfarrer aus dem Kiez.

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[Indymedia] [B] Anquatschversuch vom Verfassungsschutz am 26.10. in Berlin

[B] Anquatschversuch vom Verfassungsschutz am 26.10. in Berlin

Wir möchten hier einen Anquatschversuch des Verfassungsschutzes dokumentieren, der gestern (26.10.2021) in Berlin-Moabit stattgefunden hat.

Die betroffene Person verließ am Mittag ihre Wohnung zum Einkaufen. Etwa drei Minuten von ihrem Zuhause entfernt wurde sie von zwei Personen angequatscht, Personenbeschreibung unten. Der Mann sprach sie mit ihrem Namen an und nachdem sie diesen bestätigte fragt er, ob sie sich einmal unterhalten können. Auf die Frage, worum es denn ginge zeigte der Mann seinen Dienstausweis vom Verfassungsschutz (kleine grüne Karte mit Foto) und meinte, er wolle über „diese eine Demo… die Besetzung…“ reden. Die betroffene Person sagte nun klar, dass sie nicht mit den Beamt*innen reden wolle und ging weg. Sie wurde noch einen Block weiter verfolgt, dann bogen die Beamt*innen ab.

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[Kontrapolis] Ein Rassist vor dem Herrn – der rechte Prediger Christian Stockmann

Ein Rassist vor dem Herrn – der rechte Prediger Christian Stockmann

In der Seestraße 101 in Berlin betreibt der (gemeinnützige!) Mandelzweig e.V. das Cafe Mandelzweig. Dort sitzen neben dem Verein auch die „Mandelzweig-Gemeinde“ und die „Christen im Widerstand“. Das Cafe Mandelzweig ist für die Szene der rechten Pandemieleugner*innen und Impfgegner*innen ein wichtiger Treffpunkt. Im Zuge der Recherchen zu dem rechten Treffpunkt Cafe Mandelzweig in Berlin Wedding und dem evangelikalen Prediger Christian Stockmann sind wir auch auf den privaten Blog von Christian Stockmann gestoßen. Der Blog liegt auf der Webseite des Mandelzweig e.V., ist von dort aus nicht direkt verlinkt und trägt den Namen „Christians Blog“. Der Blog wird seit 2018 von Stockmann nicht mehr aktualisiert, zeigt aber sehr gut seine Entwicklung und Ansichten in den Jahren 2014-2018. Was sich nach der Lektüre des Blogs ohne Zweifel sagen lässt, ist, dass Christian Stockmann sich nicht erst, wie manch andere seiner Mitstreiter*innen, während der Corona-Pandemie politisch nach rechts entwickelt hat, sondern schon 2014 eindeutig rechtsradikale, rassistische und vor allem islamfeindliche Positionen vertrat.

Der Blog beginnt mit einem kurzen Eintrag vom 16. August 2014, in dem Christian Stockmann schreibt: „Uns muß klar sein, dass jeder überzeugte Moslem kaum Schuldgefühle bei eine Vergewaltigung einer europäischen Frau hat, da ihm Seine Religion klar macht, dass alle weißen Frauen (ohne Kopftuch) Huren sind und nichts anderes verdienen als vergewaltigt zu werden.“ [sic]

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Redebeitrag & Fotos: Gedenken an Ernst Thälmann im Prenzlauer Berg

Gedenken an Ernst Thälmann im Prenzlauer Berg

Am Samstag, den 22.08.2021 wurde im Prenzlauer Berg am Ehrenmal an Ernst Thälmann erinnert. Ernst Thälmann war von 1925 bis zu seiner Verhaftung 1933 Vorsitzender Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und wurde vor 77 Jahren am 18. August 1944 im KZ Buchenwald auf direkten Befehl von Adolf Hitler ermordet. Wir beteiligten uns an dem Gedenken mit einem Redebeitrag. Im folgenden dokumentieren wir unseren Redebeitrag und ein paar Fotos.

Redebeitrag der North-East Antifascists [NEA]:

Wir sind heute hier, um Ernst Thälmann zu gedenken. Vor 77 Jahren, ein Dreivierteljahr vor Kriegsende wurde er im KZ Buchenwald von den Nazis ermordet, auf direkten Befehl Adolf Hitlers. Die Nazis behaupteten daraufhin, er sei bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen. Wir wissen, dass das nicht stimmt, die genauen Umstände und das genaue Todesdatum sind aber bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. Zuvor verbrachte er 11 Jahre im Gefängnis und im Zuchthaus. Am 3. März 1933, kurz nach dem Reichstagsbrand wurde er, wie auch viele andere Kommunist*innen, ohne Rechtsgrundlage von den deutschen Faschisten verhaftet – deren Aufstieg er stets bekämpft hatte, wenn auch leider erfolglos. Das müssen wir stets voranstellen, auch um jenen bürgerlichen Kräften entgegenzutreten, die ihn als aktiven Kommunisten diffamieren und in der Vergangenheit etwa immer wieder forderten, dieses Denkmal hier abzureißen.

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Fotos & Kurz-Bericht: Gedenkdemonstration für Beate Fischer in Berlin-Wedding & Reinickendorf

Gedenkdemonstration für Beate Fischer in Berlin

Ankündigung: Gedenken an Beate Fischer
Gedenk-Website: berlin.niemandistvergessen.net

Am 23.07.2021 nahmen ca. 70 Menschen an einer Gedenkdemonstration für Beate Fischer teil. Sie wurde am 23. Juli 1994 auf ekelhafteste Weise von vier Nazis ermordet. Die 32-jährige Sexarbeiterin hinterließ eine Familie mit zwei kleinen Kindern.

Wir haben uns sehr gefreut, dass dieses Jahr zum dritten Mal in Folge ein Gedenken stattfinden konnte, das erstmals in Form einer Demo durch den Wedding und Reinickendorf lief. Besonders erfreulich war dabei auch, dass dieses Jahr erstmals die Genoss*innen der Sex Workers Action Group bereits an der Vorbereitung beteiligt waren.

Die Demo lief bunt, laut und kraftvoll vom Gesundbrunnen zur Emmentaler Straße, wo Beates Leben viel zu früh beendet wurde. Auf der Route wurden die Anwohner*innen über den Anlass unserer Demo informiert und wir durften viele positive Reaktionen von Passant*innen auf unser antifaschistisches Gedenken erleben. Auch wurden viele Parolen mit feministischen und Rechte für Sexworker*innen forderndem Inhalt skandiert. Die Demo mündete in ein trauriges, aber würdevolles Gedenken in der Emmentaler Straße, wo eine Gedenkminute abgehalten und Blumen niedergelegt wurden.

Gedenkveranstaltung für Esther Bejarano in Berlin-Mitte

Gedenkveranstaltung für Esther Bejarano in Berlin-Mitte

Am 24. Juli 2021 gedachten 150 Antifaschist*innen in Berlin-Mitte an Esther Bejarano. Beiträge gab es von Henning Obens & dem Jüdischen antifaschistischen Bund und Kulturbeiträge von YOK & Tintenwolf. Ein ausführlicher Bericht folgt.

Im Folgenden dokumentieren wir Fotos, Videos, Berichte & Redebeiträge von der Veranstaltung.

Dieser Beitrag wird fortlaufend aktualisiert.

Ankündigung: Gedenkveranstaltung für Esther Bejarano: „Erinnern heißt Handeln.“

Nachruf von Anika Taschke (Rosa-Luxemburg-Stiftung), wurde als Eröffnungsrede verlesen:

«Wir können froh sein, dass wir eine Antifa haben»
Ein Nachruf auf Esther Bejarano von Anika Taschke

Esther Bejarano war KZ-Überlebende, Antifaschistin und Kommunistin. Sie verstarb am 10. Juli 2021 im Alter von 96 Jahren. Es ist eine Zeit um innezuhalten, zurückzublicken und dann in die vor uns liegende Arbeit einzusteigen – weitermachen.

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[Kontrapolis] Coronaleugnung, Antifeminismus und rechte Christen raus aus dem Kiez! Weg mit dem rechten Treffpunkt „Cafe Mandelzweig“ in Berlin Wedding!

Coronaleugnung, Antifeminismus und rechte Christen raus aus dem Kiez! Weg mit dem rechten Treffpunkt „Cafe Mandelzweig“ in Berlin Wedding!

Kopiervorlagen: [Plakat | Flyer] | Web: [Plakat/Flyer]

Christian Stockmann: Hitlergruß, NS-Relativierung und Beten für die AfD

Fundamentalistische Christen gewinnen nicht erst seit der Corona-Pandemie gefährlich an Einfluss in Gesellschaft und Politik, dazu genügt schon ein Blick in die USA. Der fundamentalistische Prediger Christian Stockmann ist seit Beginn der sogenannten Querdenken-Bewegung eine ihrer zentralen Figuren. Er stand schon auf den ganz großen Querdenken-Bühnen im Sommer 2020. Bekannt ist er in der Bewegung vor allem für sein Lied „Wach auf Deutschland (geliebtes Deutschland)!“. Doch auch im Hintergrund organisiert Stockmann von Anfang an mit. Aus seiner politischen Haltung macht er dabei kein Geheimnis. Nach eigener Aussage (BR24 09/2020) wählt der Prediger AfD und seine extrem rechten Positionen lässt er auch regelmäßig in seine Predigten und Videos einfließen. Stockmann betreibt die Youtube-Kanäle „Mandelzweig Medien“ und „Glory Media“. In seinen Predigten leugnet Stockmann nicht nur die Gefährlichkeit des Corona-Virus, er macht sich auch über Menschen lustig, die an dem Virus verstorben sind. „Das ist ein kleiner Pup“ sagt Stockmann über die Opfer der Corona-Pandemie in einer seiner Reden. Gefolgt wird die Aussage von Gelächter. Covid-19 hält Stockmann für ein harmloses Erkältungsvirus. Er und seine Familie hätten die Infektion bereits durchgemacht und seien daher immun, behauptet Stockmann.

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