Schlagwortarchiv: Gedenken

Mahnwache/Kungdebung: Gedenken an Silvio Meier

Gedenken an Silvio Meier

Mahnwache/Kungdebung:
So. 21.11.2021 | 15:00 Uhr | Silvio-Meier-Straße / Frankfurter Allee (Friedrichshain)

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Musik:
– Christoph (Feine Sahne Fischfilet)

Redebeiträge:
– ein ehemaliger Freund von Silvio
– Ferat Ali Koçak (Seine Familie wurde selbst Ziel eines rechten Anschlages. Er kämpft für die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur rechten Anschlagsserie in Neukölln.)
– Niemand ist vergessen (Gedenkinitiative für Dieter Eich und weitere Opfer rechter Gewalt in Berlin)
– junge Antifaschist:innen (thematisieren und kritisieren den Umgang mit militanten Nazischlägern im sog. „Ballstädt-Prozess“.)
– Außerdem werden die Attentate von Hanau und Halle sowie die Baseballschlägerjahre thematisiert.

Organisiert wird das Gedenken von Menschen, die sich bereits zuvor in unterschiedlicher Form für ein dauerhaftes und aktives Gedenken an Silvio Meier eingesetzt haben.

Mit dem gemeinsamen Gedenken, möchten wir die Erinnerung an Silvio und alle Opfer rechter Gewalt wach halten. Wir wollen durch unser Erinnern an die Ermordeten aufzeigen, dass faschistische Ideologie sich niemals in irgendeiner Form demokratisch befrieden oder kanalisieren lässt. Wir wollen aufzeigen, dass es gerade die hohe Zahl der Ermordeten ist, die klar macht, das Faschisten stets auf die Vernichtung von Menschen abzielen, die sie als „minderwertig“ oder als politische Gegner einstufen.

Gerade deshalb soll das Gedenken an Silvio denen Raum geben, die selber bereits Betroffene rechter Gewalt waren, die sich Nazis entgegen stellen und das Gedenken an die Opfer rechter Gewalt aktiv wach halten.

Bringt Blumen und Kerzen mit.

Antifa-Demo in Lichtenberg: Fight Back

Fight Back – Rechte Strukturen in den Sicherheitsbehörden zerschlagen!

Antifa-Demo:
Sa. 13.11.2021 | 18:00 Uhr | S/U-Bahnhof Lichtenberg

Mehr Infos: fightbackberlin.noblogs.org

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Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 13.11.2021

Silvio Meier, Kurt Schneider, Luke Holland, Eugeniu Botnari, NSU 2.0, Hanau, Halle, die Morde des NSU und der Neukölln-Komplex zeigen nur zu deutlich wozu rechte Chatgruppen, Nazi-SEKs, Drohbriefe und das Geschwafel von Einzelfällen führen. Die faschistische Bedrohung ist offensichtlich. Zusätzlich zu klassisch organisierten Neonazis und faschistischem Potential der Mehrheitsgesellschaft ist einerseits die AfD als parlamentarische Verankerung des Faschismus dazu gekommen. Andererseits wird uns das Ausmaß der nie durchgesetzten Entnazifizierung durch den wöchentlichen Bericht über Nazi-Strukturen bei Bullen und Militär vor Augen geführt. Es ist unsere Pflicht diese Strukturen entschlossen zu bekämpfen und die faschistischen Mörderbanden zu zerstören!

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9. November Gedenken in Weißensee: Never again!

Never again!

Gedenken anlässlich der Pogrome 1938:
Di. 09.11.2021 | 15:00 Uhr | Jüdischer Friedhof Weißensee (Herbert-Baum-Straße 45 / Weißensee)

Kranzniederlegung mit Redebeiträgen von jüdischen Aktivist:innen und der VVN-BdA. Bringt gern selber Blumen mit.

Als Novemberpogrome werden die Terrorakte gegen Jüd:innen, die vor allem am 9. und 10. November 1938 im gesamten Deutschen Reich stattfanden, bezeichnet. Die Gewaltaktionen wurden von der NS-Führung zentral organisiert und mit einem hohen Maß an Eigeninitiative der Angehörigen der SA und SS auf lokaler und überegionaler Ebene durchgeführt.

Dabei wurde ungefähr 400 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Über 1.400 Synagogen und Bet­stuben sowie etwa 7.500 Geschäfte und Wohnungen wurden zerstört, jüdische Fried­höfe und andere Ein­richtungen der Gemeinden wurden verwüstet.

Diese Angriffe auf Jüd:innen und ihr Eigentum geschahen nicht nur unter den Augen ihrer Nachbar:innen, sondern unter deren maßgeblicher Beteiligung.

In den Tagen danach verhaftete die Gestapo etwa 30.000 jüdische Männer und verschleppte sie in Konzentrations­lager, Hunderte wurden dort ermordet oder kamen zu Tode. Über­lebende Häftlinge wurden größten­teils nach einigen Wochen und Monaten erst wieder frei­gelassen.

„Es ist geschehen, folglich kann es wieder geschehen.“ – mit diesen Worten des Auschwitz Überlebenen Primo Levi wird uns bewusst, dass antisemitische und faschistische Gedanken, Reden und Taten nicht nur in der Vergangenheit liegen. Gemeinsam stellen wir uns gegen das Erstarken rechter Kräfte, hier vor Ort in Weißensee, in Berlin, in Deutschland, in Europa und auf der ganze Welt.

Lasst uns darum die Pogrome von morgen schon heute zu verhindern!
Antisemitismus und Rassismus bekämpfen!

Info-Veranstaltung in Pankow-Buch: Wer war Dieter Eich?

Wer war Dieter Eich?

Info-Veranstaltung:
Do. 02.09.2021 | 18:30 Uhr | Stadtteilbibliothek Buch (Wiltbergstraße 19-23 / Pankow)

Mehr Infos: berlin.niemandistvergessen.net
Veranstalter*innen: Gedenktafelkommission Pankow, Museum Pankow & Gedenkinitiative „Niemand ist vergessen“

Flyer: [Front] [Back]

Dieter Eich wurde in der Nacht vom 23. zum 24. Mai 2000 in seiner Wohnung in der Walther-Friedrich-Straße 52 von Neonazis ermordet. Für ihn ist aktuell die Errichtung einer Gedenktafel an seinem ehemaligen Wohnort in Berlin-Buch geplant.

Aus diesem Anlass möchten wir am 2. September in die Stadtteilbibliothek Buch einladen. Bei der Abendveranstaltung wollen wir über die Person Dieter Eich und die Hintergründe seiner Ermordung informieren sowie den Entwurf des Gedenkzeichens diskutieren.

Begrüßung: Bernt Roder & Museum Pankow

Podiumsgespräch: Gedenkinitiative „Niemand ist vergessen“, Fach- und Netzwerkstelle [moskito], Oliver Gaida (Historiker, Berlin) & Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative

anschließend Diskussion

Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen ist eine Teilnahme an der Veranstaltung nur nach vorheriger Anmeldung per Mail an museumsek@ba-pankow.berlin.de oder telefonisch unter (030) 90295-3917 möglich.

Redebeitrag & Fotos: Gedenken an Ernst Thälmann im Prenzlauer Berg

Gedenken an Ernst Thälmann im Prenzlauer Berg

Am Samstag, den 22.08.2021 wurde im Prenzlauer Berg am Ehrenmal an Ernst Thälmann erinnert. Ernst Thälmann war von 1925 bis zu seiner Verhaftung 1933 Vorsitzender Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und wurde vor 77 Jahren am 18. August 1944 im KZ Buchenwald auf direkten Befehl von Adolf Hitler ermordet. Wir beteiligten uns an dem Gedenken mit einem Redebeitrag. Im folgenden dokumentieren wir unseren Redebeitrag und ein paar Fotos.

Redebeitrag der North-East Antifascists [NEA]:

Wir sind heute hier, um Ernst Thälmann zu gedenken. Vor 77 Jahren, ein Dreivierteljahr vor Kriegsende wurde er im KZ Buchenwald von den Nazis ermordet, auf direkten Befehl Adolf Hitlers. Die Nazis behaupteten daraufhin, er sei bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen. Wir wissen, dass das nicht stimmt, die genauen Umstände und das genaue Todesdatum sind aber bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. Zuvor verbrachte er 11 Jahre im Gefängnis und im Zuchthaus. Am 3. März 1933, kurz nach dem Reichstagsbrand wurde er, wie auch viele andere Kommunist*innen, ohne Rechtsgrundlage von den deutschen Faschisten verhaftet – deren Aufstieg er stets bekämpft hatte, wenn auch leider erfolglos. Das müssen wir stets voranstellen, auch um jenen bürgerlichen Kräften entgegenzutreten, die ihn als aktiven Kommunisten diffamieren und in der Vergangenheit etwa immer wieder forderten, dieses Denkmal hier abzureißen.

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Günter-Schwannecke-Gedenkspaziergang am 29.08.2021 in Berlin-Charlottenburg

Einladung zum Günter-Schwannecke-Gedenkspaziergang am 29. August 2021

Gedenkspaziergang:
So. 29.08.2021 | 15:00 Uhr | Pestalozzistraße/Fritschestraße (Charlottenburg)

Mehr Infos: guenterschwannecke.blogsport.eu

Wir rufen auf, am Gedenk-Spaziergang für Günter Schwannecke, Berliner Kunstmaler und ein Todesopfer rechter Gewalt, anlässlich seines 29. Todestages teilzunehmen.

Der Gedenkspaziergang beginnt am 29. August 2021, um 15:00 Uhr, auf dem Günter-Schwannecke-Spielplatz (Pestalozzistraße, Ecke Fritschestraße), in Berlin-Charlottenburg. Auf der Strecke (2,0 km / 1:30 Stunden) werden wir seines Lebens im Kiez gedenken. Wir bitten darum, an den Spielplatz Blumen mitzubringen. Um sich selbst und andere zu schützen, soll eine medizinische Gesichtsmaske mitgebracht werden.

Wir erinnern an Günter Schwannecke und die Umstände seines gewaltsamen Todes. Wir werden den Fall weiterhin recherchieren, aufarbeiten und politisch aufklären sowie öffentlich darüber informieren.

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Fotos & Kurz-Bericht: Gedenkdemonstration für Beate Fischer in Berlin-Wedding & Reinickendorf

Gedenkdemonstration für Beate Fischer in Berlin

Ankündigung: Gedenken an Beate Fischer
Gedenk-Website: berlin.niemandistvergessen.net

Am 23.07.2021 nahmen ca. 70 Menschen an einer Gedenkdemonstration für Beate Fischer teil. Sie wurde am 23. Juli 1994 auf ekelhafteste Weise von vier Nazis ermordet. Die 32-jährige Sexarbeiterin hinterließ eine Familie mit zwei kleinen Kindern.

Wir haben uns sehr gefreut, dass dieses Jahr zum dritten Mal in Folge ein Gedenken stattfinden konnte, das erstmals in Form einer Demo durch den Wedding und Reinickendorf lief. Besonders erfreulich war dabei auch, dass dieses Jahr erstmals die Genoss*innen der Sex Workers Action Group bereits an der Vorbereitung beteiligt waren.

Die Demo lief bunt, laut und kraftvoll vom Gesundbrunnen zur Emmentaler Straße, wo Beates Leben viel zu früh beendet wurde. Auf der Route wurden die Anwohner*innen über den Anlass unserer Demo informiert und wir durften viele positive Reaktionen von Passant*innen auf unser antifaschistisches Gedenken erleben. Auch wurden viele Parolen mit feministischen und Rechte für Sexworker*innen forderndem Inhalt skandiert. Die Demo mündete in ein trauriges, aber würdevolles Gedenken in der Emmentaler Straße, wo eine Gedenkminute abgehalten und Blumen niedergelegt wurden.

Interview mit der [NEA] im Berliner Anstoß der DKP

Interview mit der [NEA] im Berliner Anstoß der DKP

Der aktuellen Ausgabe (3/2021) des Berliner Anstoß, der Zeitung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) Berlin, haben wir ein Interview zum Thema Gedenkarbeit und der Notwendigkeit sich als Antifa mit den Coronaleugner*innen auseinanderzusetzen gegeben. Die vollständige Ausgabe könnt ihr euch hier runterladen.

Interview:

Über antifaschistisches Gedenken im Bezirk und darüber, warum die Antifa sich mit »Coronaleugnern« beschäftigt.
Ein Gespräch mit Nico Steinert von der Antifa Nord-Ost

»Herrschaftskritik hört man oft, Systemkritik jedoch nie«

Wie kam es zur Gründung der Antifa Nord-Ost, warum dieser Name?

Los ging es im Sommer 2007, in der Zeit, als der Staat Prozesse führte gegen Demonstranten, die in Heiligendamm gegen das G8-Treffen, protestiert hatten. Damals haben sich Leute aus verschiedenen Strukturen zusammengefunden, um sozusagen klassische Anti-Nazi-Arbeit zu machen. Und zwar im Bezirk Pankow, sprich im Nordosten Berlins.

Was verstehst du unter »klassischer Anti-Nazi-Arbeit«?

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Gedenkveranstaltung für Esther Bejarano in Berlin-Mitte

Gedenkveranstaltung für Esther Bejarano in Berlin-Mitte

Am 24. Juli 2021 gedachten 150 Antifaschist*innen in Berlin-Mitte an Esther Bejarano. Beiträge gab es von Henning Obens & dem Jüdischen antifaschistischen Bund und Kulturbeiträge von YOK & Tintenwolf. Ein ausführlicher Bericht folgt.

Im Folgenden dokumentieren wir Fotos, Videos, Berichte & Redebeiträge von der Veranstaltung.

Dieser Beitrag wird fortlaufend aktualisiert.

Ankündigung: Gedenkveranstaltung für Esther Bejarano: „Erinnern heißt Handeln.“

Nachruf von Anika Taschke (Rosa-Luxemburg-Stiftung), wurde als Eröffnungsrede verlesen:

«Wir können froh sein, dass wir eine Antifa haben»
Ein Nachruf auf Esther Bejarano von Anika Taschke

Esther Bejarano war KZ-Überlebende, Antifaschistin und Kommunistin. Sie verstarb am 10. Juli 2021 im Alter von 96 Jahren. Es ist eine Zeit um innezuhalten, zurückzublicken und dann in die vor uns liegende Arbeit einzusteigen – weitermachen.

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Gedenkveranstaltung für Esther Bejarano: „Erinnern heißt Handeln.“

„Erinnern heißt Handeln.“

Gedenkveranstaltung für Esther Bejarano:
Sa. 24.07.2021 | 15:00 Uhr | Denkmal für die jüdischen Opfer des Faschismus (Große Hamburger Straße / Mitte)

Live: YOK (Akkordeon) & Tintenwolf (Gedichte)

Intitiativkreis: „Erinnern heisst handeln“
Programm und Informationen unter: www.antifa-nordost.org

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Esther Bejarano verstarb am 10. Juli 2021 im Alter von 96 Jahren in ihrer Wahlheimat Hamburg. Ihre Worte und Taten wollen wir in stetiger Erinnerung halten, sie als Mahnung und Aufruf auffassen. Die große Anteilnahme bei der Trauerfreier am Wochenende in Hamburg, dem großen Presseecho und den Trauerbekundungen im Digitalen, sei es in den Sozialen Medien oder bei dem digitalen Gedenkbuch, welches von dem Auschwitz-Komitee eingerichtet wurde, sind überwältigend. Das alles zeigt auf, welche enorme Rolle unermüdliche Zeitzeug:innen und KZ-Überlebende, wie Esther Bejarano, in unserer heutigen Gesellschaft inne haben. Vor allem sind die Trauer und das breite mediale Echo ein Zeichen, wie stark die Musikerin und politische Aktivistin durch ihre Vorträge und ihre politische Arbeit in ganz Deutschland Menschen beeindruckt und beeinflusst hat.

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