Schlagwortarchiv: Antifa

Antifa-Demo in Brandenburg: „Fighting for 20 Years“

fightingfor20years_flyer„Fighting for 20 Years“

Antifa-Demo:
Sa, 20.02.2016 | 11:00 Uhr | Brandenburg Hauptbahnhof

Mehr Infos: fightingfor20years.blogsport.de

Info-Veranstaltungen:
Do, 18.02.2016 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)
Fr, 19.02.2016 | 20:00 Uhr | Kadterschmiede (Rigaer Straße 94 / Friedrichshain)

Mobi-Material Berlin:
Flyer: [Web] [Kopiervorlage]

Zugtreffpunkte (gleicher Zug) | Sa, 20.02.2016:
Berlin-Alexanderplatz | 09:50 Uhr | Abfahrt: 10:03 Uhr | Gleis 2
Berlin-Charlottenburg | 10:05 Uhr | Abfahrt: 10:21 Uhr | Gleis 3
Potsdam-Hauptbahnhof | 10:25 Uhr | Abfahrt: 10:39 Uhr | Gleis 3

Am 7. November 1992 wurde Rolf Schulze in Lehnin von drei Neonazis zusammengeschlagen, ertränkt und verbrannt.

Am 20. Februar 1996 wurde Sven Beuter in Brandenburg an der Havel von einem Neonazi zu Tode getreten.

Diese Morde sind nur zwei von über 180 die seit der Wiedervereinigung in der Bundesrepublik verübt wurden. Beide Fälle eint, dass die Menschen von bekennenden und organisierten Neonazis ermordet worden sind. Beide Männer mussten sterben, weil sie „kein Recht, [haben] unter der strahlenden Sonne zu leben“, wie es einer der Mörder von Rolf Schulze während der Gerichtsverhandlung verlauten ließ.

Rolf Schulze war zu seinem Todeszeitpunkt im Jahre 1992 wohnungslos und schlief häufig auf Bahnhöfen. Des Weiteren ging er keiner geregelten Arbeit nach. Dies allein machte ihn zum potentiellen Opfer. Die drei Täter sahen in ihm nur eine Belastung für die Gesellschaft und befanden daher, dass sie im Sinne dieser agieren, wenn sie ihn misshandelten und in letzter Konsequenz töteten. Aus ihrer Ideologie machten sie während der Gerichtsverhandlung keinen Hehl. Auch gaben sie offen zu in verschieden neonazistischen Gruppierungen aktiv zu sein. Dies lässt die Schlussfolgerung zu, dass ihre Handlung nicht im Affekt geschehen ist, sondern letztendlich die Konsequenz ihrer Weltanschauung ist, in der nur Menschen ein Recht zu leben haben, die einen Mehrwert für die Gesellschaft darstellen. Weiterlesen →

[NEA]-Tresen: Info-Veranstaltungen zur Antifa-Demo in Brandenburg & zur Friedel54

fightingfor20years_flyer_berlinInfo-Veranstaltungen zur Antifa-Demo in Brandenburg & zur Friedel54

Antifa-Tresen und Info-Veranstaltungen:
Do, 18.02.2016 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Referent*innen: Antifa Jugend Brandenburg & Friedel54
Flyer: [Web] [Kopiervorlage]
Eintritt: frei

Infoveranstaltung im Rahmen der „Fighting for 20years“-Kampagne in Brandenburg/Havel. Die Vortragenden werden einen Überblick zu rechter Gewalt in Brandenburg geben und sowohl auf die 90er Jahre als auch auf die heutige Zeit eingehen. Außerdem gibt es Infos zur Demo, die am 20. Februar in Brandenburg stattfindet. Wir hoffen euch bei beiden Terminen zu sehen.

Davor wird die Friedel54 einen Kurz-Input zur aktuellen Situation des bedrohten Kiez-Laden geben. Außerdem habt ihr die Möglichkeit Soli-Stuff zu erwerben.

Danach wie immer Mukke, Kicker, VoKü, Cocktails (dieses mal wieder für die Friedel54) usw. die ganze Nacht.

Infotelefon & Karte gegen den Naziaufmarsch in Weißensee / NPD läuft durch P’Berg / Route & Einschätzung

banner_antonplatz_20160201_twitter5Ab 17:30 Uhr twittern wir & die Infonummer wird geschaltet: 0174 4527148 | Twitter: #aplatz

Für den 1. Februar hat die NPD einen Aufmarsch in Weißensee angekündigt. Um es vorweg zu nehmen: Ob mit Sitzblockaden oder mit anderen Mitteln – Das Ding soll und muss blockiert werden! Mobilisiert für 18.00 Uhr, rund um die Greifswalder Straße!

Aktionskarte von Berlin gegen Nazis als *.pdf Datei.

Kommt zu 18:00 Uhr, rund um die Greifswalder Straße! Nazis Blockieren!

Weitere Hintergründe und Infos:

Route (Stand: 31.01.2016)

Route: S-Bhf. Greifswalder Straße (18.30 Uhr, Auftakt), Greifswalder Straße, Antonplatz (Kundgebung), Langhansstraße, Prenzlauer Promenade, Prenzlauer Allee, S-Bhf. Prenzlauer Allee (Abschluss)

Die NPD hat für 18:30 Uhr eine „Vorabdemo“ ab S-Bahnhof Greifswalder Straße angemeldet. Sie werden von dort aus über die Greifswalder Straße zum Antonplatz laufen. Am Antonplatz wollen die Nazis eine Kundgebung abhalten. Ab da haben sie einen weiteren Aufmarsch angemeldet, der durch Weißensee zurück nach Prenzlauer Berg, zum S- Bhf. Prenzlauer Allee führen wird.

Aus unserer Sicht beabsichtigt die NPD nicht die komplette Strecke zu laufen. Es ist viel wahrscheinlicher, dass sie eine Demo bis zum Antonplatz machen und dort eine Abschlusskundgebung abhalten. Sicher gäbe es auch für sie die Möglichkeit eine verkürzte Route über die Grellstraße zum S- Bhf. Prenzlauer Alle oder zum S-Bhf. Storkower Straße zu nehmen um den Gegenprotest vollkommen „auszutricksen“. Allerdings bewerben sie die Kundgebung auf dem Antonplatz mit Flyern seit zwei Wochen in verschiedenen Teilen des Großbezirks Pankow. Wenn sie dass anvisierte Vorhaben nicht umgesetzt bekommen und unorganisierte Anhänger dort mit den Antifaschist*innen allein rumstehen, wäre das eine Niederlage. Da in der Greifswalder Straße 80B eine neue Unterkunft für Geflüchtete entstehen soll, bietet sich für die NPD dadurch ein inhaltlicher Anknüpfungspunkt. Wahrscheinlich ist also ein Kurzaufmarsch über die Greifswalder Straße zum Antonplatz.

Mobilisierung und Mobilisierungspotential der NPD

Laut der Facebook-Präsenz der NPD Pankow wurde in Weißensee und an der Prenzlauer Promenade in den Briefkästen geflyert. Die Flugblätter tauchten auch in Buch auf. Wenn es um Mobilisierungen außerhalb Buchs ging, klebte die NPD in „ihrer Homezone“ nur Material für allgemeinpolitische Themen wie das Dresden- Gedenken u.a. In Buch werben sie sonst eher selten für Aktionen außerhalb der heimischen Scholle.  Die Kundgebung am Antonplatz ist als Auftaktveranstaltung der Pankower NPD zu werten, für die sie auch intern wahrscheinlich schon länger mobiliseren. Aus dem Nordosten ist darum mit einem Personenpotential von rund 30 bis 40 Nazis und Alltagsrassist*innen zu rechnen. Als Auftaktveranstaltung einen Aufmarsch zu wählen und diesen in Weißensee und Prenzlauer Berg durchführen zu wollen ist als Versuch einer Machtdemonstration zu verstehen. Die Aufmärsche der „Asylbetrüger“-Kampagne der Berliner NPD brachten im letzten Jahr immer 150 bis 200 Nazis zusammen. Hierfür spannt die NPD die Reste ihrer meist brach liegenden Lokalverbände ein und mobilisiert ihr Umfeld aus den „Nein zum Heim“-Initiativen. Auch für die Berliner NPD macht es Sinn ihren Jahresauftakt in Pankow zu starten, da es der einzige noch funktionierende lokale Verband der Nazipartei ist. Der lokale NPD- Vorsitzende Christian Schmidt ist seit Oktober als Mitarbeiter bei Udo Voigt angestellt. Schmidts kündigungssicheres Arbeitsverhältnis stärkt zusätzlich die Nähe zu den Berliner NPD-Strukturen. So administriert er unter anderem die Facebook Präsenz des Landesverbandes.

Straße dicht für Nazis!

Die Erfahrungen der letzten Monate und Jahre zeigt in Berlin ein immer gleiches Bild: Antifa-Gruppen stehen sich mit den Piraten und der Linkspartei zusammen die Beine in den Bauch. Da „Zivilgesellschaft“ und Parteien sich nicht immer um die Anmeldung von Gegenkundgebungen kümmern, aber auch weil es mittlerweile einer Beteiligung aus allen politischen Spektren bedarf, um bei einer Anti-Nazi-Kundgebung mal 50 Teilnehmer*innen zu versammeln, sind Antifa-Strukturen mittlerweile vor allem durch die Organisierung symbolischer Gegenproteste gebunden.

Wir wollen uns nicht mit den Nazis „verabreden“, um sie aus sicherer Distanz anbrüllen zu können. Vielmehr muss es darum gehen den Naziaufmarsch am 1. Februar so gut es geht in seinem Ablauf zu stören! Da das nur zusammen zu schaffen ist laden wir alle Menschen ein, die dieses Ziel mit uns teilen.

Die Kundgebungspunkte werden sich noch bis Montag ändern.
– Aktuelle Routen/Kundgebungsinfos  bei: „Berlin gegen Nazis“
– Ticker am 1. Februar: www.twitter.com/antifanordost | Hastag: #aplatz

Mobilisiert für 18:00 Uhr, rund um die Greifswalder Straße!

North-East Antifascists [NEA], Berlin, 31. Januar 2015

1. Feb.: Schluss mit der Hetze! Keine NPD-Demo in Weißensee!

banner_antonplatz_20160201Schluss mit der Hetze! Wir lassen uns nicht spalten!
NPD-Demo am Antonplatz stören und verhindern!

Aktionen & Gegen-Kundgebungen:
Mo, 01.02.2016 | ab 18:00 Uhr | Antonplatz (Weißensee)

Twitter: #aplatz
Weitere Infos: Berlin gegen Nazis
Weitere Texte: Anwohner*innen-Mobi
Karten (vorab!): [Farbe] [S/W]
Banner: [Web] | [Twitter #1] [Twitter #2] [Twitter #3] [Twitter #4] [Twitter #5] [Twitter #6] | [U-Kreis/Frei-Zeit-Haus]
Material: [Plakat] | [Flyer]
Kopiervorlagen: [Flyer A5] | [Plakat A4]

Für Montag den 01.02.2016, ruft die Pankower NPD zu einer Demonstration auf dem Antonplatz in Weißensee auf. Dies reiht sich ein in eine rassistische Hetzkampagne, welche die NPD-Pankow seit Monaten im Bezirk fährt. Bisher waren sie vornehmlich in den äußeren Stadtteilen wie Blankenburg, Karow und Buch aktiv. Neben dem Aufspielen als „Bürger*innen-Wehr“ und dem Verteilen von Pfefferspray, um die Lage völlig eskalieren zu lassen, macht die NPD-Pankow regelmäßig mit Falschmeldungen auf sich aufmerksam. Nun wollen sie eine Demonstration in Weißensee veranstalten, um auch dort ihre rassistische Hetze zu verbreiten. Die katastrophale Lage für die Geflüchteten in den völlig überfüllten und menschenunwürdigen Unterkünften muss hierbei als Aufhänger für eine überzogene Panikmache vor einer angeblichen Islamisierung herhalten. Die NPD ist somit geistige und reale Brandstifterin. Bereits im Sommer setzte sich die Hetze in die Tat um, als es in der Hansastraße zu mehreren rassistischen Übergriffen auf vermeintlich Geflüchtete kam.  Nachdem sie schon 2014 in der Rennbahnstraße und am Hamburger Platz keinen Erfolg hatten, versuchen sie es nun am zentralen Antonplatz. Wir rufen dazu auf, die Demo zu stören und zu verhindern. Beteiligt euch an den Protesten!

Und nicht vergessen: im September folgen die Berlin-Wahlen: achtete auf weitere Ankündigungen! CDU, SPD, AfD, NPD die rassistischen Mäuler stopfen!

Weißensee bleibt stabil gegen Nazis und Rassismus!
Es bleibt dabei: kein Mensch ist illegal!

 

Weißensee: Anwohner*innen-Flyer gegen NPD-Aufmarsch

plakat_antonplatz_20160201NPD-Kundgebung verhindern, NPD-Wahlkampf blockieren!

Aktionen & Gegen-Kundgebungen:
Mo, 01.02.2016 | ab 18:00 Uhr | Antonplatz (Weißensee)

Twitter: #aplatz
Weitere Infos: Berlin gegen Nazis
Weitere Texte: Anwohner*innen-Mobi
Karten (vorab!): [Farbe] [S/W]
Banner: [Web] | [Twitter #1] [Twitter #2] [Twitter #3] [Twitter #4] [Twitter #5] [Twitter #6] | [U-Kreis/Frei-Zeit-Haus]
Material: [Plakat] | [Flyer]
Kopiervorlagen: [Flyer A5] | [Plakat A4]

Das Wahljahr in Berlin hat begonnen und die NPD will im Wahlkampf mitmischen, indem sie die in den frühen 90er Jahren beliebte rechte Parole “Das Boot ist voll” wieder aus der Versenkung holt und so Stimmung gegen Geflüchtete zu machen versucht.

Schon Ende 2015 startete die NPD ihre Kampagne unter dem Motto “Das Boot ist voll – Asylbetrüger abschieben”. So wurde nicht nur der NPD-Parteitag 2015 unter dieser Losung abgehalten, sondern es fanden zwei Aufmärsche in Berlin-Johannisthal und Marzahn-Hellersdorf statt. Mit dem Motto fantasiert sich die NPD ein Konstrukt eines “überlasteten Deutschlands” herbei, unterstellt Menschen auf der Flucht, dass sie nicht aus einem Schutzbedürfnis heraus fliehen, sondern sich Asyl erschleichen wollten und treibt so die rassistische Hetze in der BRD voran.

Wie sich in der jüngsten Vergangenheit zeigte, trägt die NPD-Kampagne schon Früchte. So hat sich das übliche Mobilisierungspotenzial von 10 bis 20 Teilnehmer_innen bei rechten Demonstrationen inzwischen vervielfacht – bei der NPD-Demo in Johannisthal marschierten 120 Nazis auf – und auch bei der Kundgebung am 01. Februar ist mit 150-200 Teilnehmer_innen zu rechnen. Zudem ist davon auszugehen, dass die NPD ihre Kampagne weiter ausbaut und in der nahen Zukunft weitere rassistische Veranstaltungen plant und abhalten will.

Umso wichtiger ist es, dass wir dem NPD-Wahlkampf von vornherein den Wind aus den Segeln nehmen, indem wir uns den Nazis entgegenstellen!
Deshalb kommt zum Antonplatz in Weißensee, blockiert die Nazis, seid laut, damit sie sich kein Gehör verschaffen können, verhindert diese und alle weiteren rechten Aufmärsche und Kundgebungen!

Aktionen gegen die NPD:
Mo, 01.02.2016 | 18:30 Uhr | Antonplatz (Weißensee)

Aktuelle Infos unter:
www.twitter.com/antifanordost | #aplatz

North-East Antifascists [NEA] | www.antifa-nordost.org

[NEA]-Tresen: „Antifaschistischer (Video-)Jahresrückblick“

antifatresenAntifaschistischer (Video-)Jahresrückblick

Antifa-Tresen und Videobeiträge:
Do, 17.12.2015 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Eintritt: frei

Gemeinsam wollen wir auf das Jahr 2015 aus antifaschistischer Perspektive zurückschauen. Dazu haben werden wir mehrere Videobeiträge zeigen und mit euch diskutieren: Welche Erfolge konnten dieses Jahr verbucht werden? Wie hat sich die “Antifa-Debatte” auf die Praxis ausgewirkt? Wie weiter 2016? Wir werden einen kleinen Ausblick geben. Dazu leckeres veganes Essen, kühle Getränke und Raum für Vernetzung und Austausch in entspannter Atmosphäre.
Weiterhin gibt es Soli-Cocktails für die Kampagne: „Eine Feuerwehr für Rojava„.

Gedenken: Rassistische Morde in Marzahn

Nguyễn Van Tu wurde m 24. April 1992 von einem Marzahner Rassisten erstochenDamals wie heute: Rassismus tötet!
Im Gedenken an die Opfer faschistischer und rassistischer Gewalt.
Gedenken an Nguyễn Van Tu und Nguyen Tan Dung
18. November 2015 | Treffpunkt: 17.30 Uhr S-Bhf. Marzahn
Silvio Meier-Demo: Stoppt die rassistischen Brandstifter!
21. November 2015 | 15 Uhr | S-Bhf. Marzahn | Berlin

Es schien eine Zeit lang, als hätte sich der alltagsrassistische Geist der 1990er Jahre im Berliner Großbezirk Marzahn-Hellersdorf etwas gelegt. Doch die massive rechte Hetze, die sich mit der Eröffnung der Geflüchtetenunterkunft in der Carola-Neher-Straße in Hellersdorf Bahn brach, belehrte viele eines Besseren. Den Bau weiterer Unterkünfte, wie der am Blumberger Damm (2014), sowie die Einrichtung von Notunterkünften im Bezirk (2015) nutzen die örtlichen Nazistrukturen, um die Anwohner*innenschaft erneut gegen Geflüchtete zu mobilisieren. Seitdem ist der Bezirk nicht mehr zur Ruhe gekommen. Wöchentlich kommt es seit Herbst 2014 zu rassistischen Aufmärschen und Kundgebungen, die zu ihren Hochzeiten bis zu 1.000 Teilnehmer*innen zählten.

Der derzeitige gesellschaftliche Rechtsruck nährt das Selbstbewusstsein der Rassist*innen und bestärkt sie in ihrem Tun. Für die Vietnamesen Nguyễn Van Tu und Nguyen Tan Dung, die in den Jahren 1992 und 2008 von Marzahner Rassisten erstochen wurden, bedeutete jenes rechte Selbstbewusstsein den Tod.

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Bericht & Fotos: NPD demonstriert schweigend in Blankenburg – BärGiDa läuft nicht in Prenzlauer Berg

NPD demonstriert schweigend in Blankenburg – BärGiDa läuft nicht in Prenzlauer Berg

Ankündigungen:
– 7. September: Aktionen gegen die NPD in Blankenburg und BÄRGIDA (NEA)
– 7. Sept. 2015: Nazidemos in Prenzlauer Berg und Pankow (NEA)

Presse / Berichte:
– NPD will heute in Blankenburg hetzen (Prenzlberger Stimme / 07.09.2015)
– NPD Kundgebung in Blankenburg (Register Berlin / 07.09.2015)
– Pankower Nazis ohne Zulauf (Prenzlberger Stimme / 08.09.2015)
– Rechte Demos von Polizei durchgesetzt (Neues Deutschland / 09.09.2015)

Für Montag, den 07.09.2015, hatte der NPD-Kreisverband Pankow (KV8), eine “Mahnwache” unter dem Motto “Sicherheit durch Recht und Ordnung – räumt endlich das illegale Z[…]haus im Blankenburger Pflasterweg” angemeldet.
Offiziell beworben wurde diese auch erst am Vormittag des selben Tages über ihre Facebook-Seite. Anlass dafür war eine vermeintlich zugespielte Nachricht einer Anwohnerin aus dem Nordostberliner Stadtteil Blankenburg, welche berichtete, dass ihre Tochter von Roma bedrängt worden wäre. Der Polizei im Großbezirk liegen in diesem Zusammenhang jedoch keine Meldungen o.ä. vor.
Vielmehr reiht sich dies in eine Reihe von rassistischen bzw. anti-romanistischen Aktionen der Pankower NPD ein, wodurch versucht werden soll, Stimmung im Bezirk gegen alles und jede*n, den die Nazis dabei als nicht-weiß oder nicht-deutsch identifizieren, zu schüren und ihre Anti-Asyl-Hetze vor den Kommunalwahlen 2016 weiter in die Öffentlichkeit zu tragen.
So schwadronieren die lokalen Nazis um Christian Schmidt seit Ende August auf Facebook-Seiten gegen ein leer stehendes Gebäude im Blankenburger Pflasterweg, in welchem sie Roma vermuten. Weiterlesen →

Bericht & Fotos – Pankow: 120 Antifaschist*innen protestieren gegen schwadronierende NPD

Pankow: 120 Antifaschist*innen protestieren gegen schwadronierende NPD

Ankündigung:
– 29. August: Keine NPD-Kundgebung in Pankow! (NEA / 28.08.2015)

Presse / Berichte:
– 13 Rechtsextremisten demonstrierten gegen „Überfremdung des Bezirks“ (Der Tagesspiegel / 29.08.2015)
– Protest gegen Nazikundgebung (Prenzlberger Stimme / 30.08.2015)
– Lost in Pankow: Kundgebung der NPD für ein trauriges Häuflein Elend (Ost:Blog / 30.08.2015)

Am Samstag, den 29.08.2015, demonstrierten ganze 13 Nazis vor dem Freibad Pankow in der Wolfshagener Straße 91-93 in Pankow. Der KV8 der NPD hatte zu einer Kundgebung gegen eine vermeintliche Überfremdung aufgerufen. Während der Kundgebung haben die verschiedenen Akteure der rassistischen Anti-Asyl-Proteste in Berlin und Brandenburg Redebeiträge gehalten. Dabei waren Christian Schmidt, der in der Vergangenheit versucht hatte, in Pankow-Buch die Proteste gegen das Container-Lager zu forcieren, was ihm jedoch nur sehr bedingt gelang, woraufhin er die Aufmärsche nach antifaschistischen Interventionen schließlich aufgab. Ihm zur Seite standen Jens Irgang, welcher am 18. und 24. August die Neonazi-Aufmärsche in Hohenschönhausen-Falkenberg koordinierte und Aileen Rokohl von der NPD Barnim-Uckermark. Sonst waren neben Fabian Knop auch der weitere Neonazis der NPD Pankow vertreten, welche u.a. auch an dem versuchten Störung der Dieter Eich Demo 2015 beteiligt waren. Auf ihrer Facebook-Seite fantasierte die NPD-Pankow später wieder, dass sich Anwohner*innen ihrer Kundgebung angeschlossen hätten – eine Behauptung, die sie nach jeder ihrer “Aktionen” aufstellen. Dass die sogenannte “nationale Opposition” jedoch keinen Zulauf in Pankow hat, zeigt die mehr als überschaubare Anzahl der teilnehmenden Neonazis sehr deutlich. Weiterlesen →

Antifa Koordination (AK 36): Über deutsche Pogrome, antifaschistische Strafexpeditionen und sinnentleerte Eventpolitik

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Merkel und Naziskins

Unsere Genoss*innen und Freund*innen von der Antifa Koordination (AK 36) haben einen Text zu den aktuellen rassistischen Pogromen in der BRD veröffentlicht. Schwerpunkt ist neben den Entwicklungen, welche diesen Zustand überhaupt erst möglich gemacht haben auch Event- und Symbolpolitik. Diesen wollen wir euch nicht vorenthalten:

Über deutsche Pogrome, antifaschistische Strafexpeditionen und sinnentleerte Eventpolitik

„Der Lynchmob ist krank vor Neid…“ – In Deutschland herrscht wieder Pogrom-Stimmung

Seit einiger Zeit spitzen sich die rassistisch motivierten Ereignisse im gesamten Bundesgebiet zu. Allein in den vergangenen Tagen wurden wieder zahlreiche zukünftige sogenannte „Asylbewerberunterkünfte“ in Brand gesteckt, beispielsweise in Nauen, Weissach, Leipzig, Berlin und Döbeln…. Die rassistische Hetze deutscher Natur hat in Form der Pogrome im sächsischen Heidenau zudem ein neues Level erreicht. Nazis, besoffene Hooligans und dummdeutsche „Asylkritiker“ (sic!) belagern seit Freitag, von den Bullen ungestört, eine neu eingerichtete Unterkunft für Geflüchtete.
Wir waren erschrocken, aber nicht überrascht, über die seit Freitagnacht eintreffenden Nachrichten aus Sachsens Hinterland. Während der letzten Monate spitzte sich die Lage immer weiter zu, bereits durch Schneeberg und den massenhaften Zulauf bei „Pegida“, spätestens aber durch die Ereignisse in Freital und den Angriff durch Nazis auf das Zeltlager in Dresden, war die Frage nicht mehr, ob sich ein Pogrom in deutscher Tradition wiederholen wird, sondern wann… Weiterlesen →