Schlagwortarchiv: Friedel 54

Redebeitrag HWVW: „Ob Wedding, Neukölln oder Friedrichshain: Gefahrengebiete selber machen!“

hwvw_redebeitrag_gefahrengebieteRedebeitrag unserer Freund*innen und Genoss*innen von Hände weg vom Wedding unter dem Titel „Ob Wedding, Neukölln oder Friedrichshain: Gefahrengebiete selber machen!“, welcher auf der Freiräume/Antirepressions-Demo am 06.02.2016 in Friedrichshain verlesen wurde:

Ob Wedding, Neukölln oder Friedrichshain: Gefahrengebiete selber machen!

Was wir hier in Friedrichshain jeden Tag erblicken, wenn wir zu Freund*innen gehen, Veranstaltungen besuchen oder einfach nur nach Hause wollen, lässt erahnen, wie sich der Staat und seine Schergen die Zukunft der kapitalistischen Stadt vorstellen. Menschen, die sich den Verwertungslogiken entziehen wollen, aufgrund von Einkommen oder vermeintlich “falschen Nationalitäten” nicht zum Schick des ach so aufstrebenden Berlins beitragen, werden seit Jahren kategorisch verdrängt. Nun überbieten sich Politik und Bullenschaft an neuem Irrsinn: Während die Einen, “den Autonomen”- und nicht etwa der Gentrifizierung- die Schuld am Wegzug ihrer Nachbar*innen geben, fahren die Anderen die Schiene, dass  eine gezielte Aufwertung gekoppelt mit repressiven, kontrollwütigen Klima , wonach (Zitat) “die Linken schon von allein gehen würden”.

Wir haben keinen Bock darauf, dass missliebige Häuser gestürmt werden, Polizeischikanen und Kameraüberwachung unsere Bewegungen observieren und einschränken; durch steigende Mieten mehr und mehr Menschen verdrängt werden. Und wofür das alles? Für die Wiederwahl der CDU und SPD bei den Berlin-Wahlen im September? Für die Sicherheit kapitalistischer Wohnungsunternehmer*innen? Für satte Rendite mit Eigentumswohnungen und Gated Communities? Was erst in Hamburg und nun in Berlin seitens der Schweine erprobt wurde und wird, bedeuten die abgespeckten Versuche der Aufstandsbekämpfung im städtischen Raum.

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[NEA]-Tresen: Info-Veranstaltungen zur Antifa-Demo in Brandenburg & zur Friedel54

fightingfor20years_flyer_berlinInfo-Veranstaltungen zur Antifa-Demo in Brandenburg & zur Friedel54

Antifa-Tresen und Info-Veranstaltungen:
Do, 18.02.2016 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Referent*innen: Antifa Jugend Brandenburg & Friedel54
Flyer: [Web] [Kopiervorlage]
Eintritt: frei

Infoveranstaltung im Rahmen der „Fighting for 20years“-Kampagne in Brandenburg/Havel. Die Vortragenden werden einen Überblick zu rechter Gewalt in Brandenburg geben und sowohl auf die 90er Jahre als auch auf die heutige Zeit eingehen. Außerdem gibt es Infos zur Demo, die am 20. Februar in Brandenburg stattfindet. Wir hoffen euch bei beiden Terminen zu sehen.

Davor wird die Friedel54 einen Kurz-Input zur aktuellen Situation des bedrohten Kiez-Laden geben. Außerdem habt ihr die Möglichkeit Soli-Stuff zu erwerben.

Danach wie immer Mukke, Kicker, VoKü, Cocktails (dieses mal wieder für die Friedel54) usw. die ganze Nacht.

06. Feb. – Demo: „Rebellische Strukturen verteidigen, solidarische Kieze schaffen!“

demo_rigaer94_feb16_plakat„Rebellische Strukturen verteidigen, solidarische Kieze schaffen!“

Freiräume/Antirepressions-Demo:
Sa, 06.02.2016 | Wagenplatz Rummelplatz (Gürtelstraße 26 / Friedrichshain)
Kundgebung: 16:00 Uhr
Demo: 17:00 Uhr

Material: [Plakat] | [Banner]

Weitere Texte:
– Antifa Koordination (AK 36): the kids are still fighting for their hood – Antifa goes Rigaer & M99

Berlin-Friedrichshain im Jahr 2015: Seit November ist es amtlich: der Friedrichshainer Nordkiez ist ein Gefahrengebiet. Die Berliner Autoritäten in Politik und Polizei müssen nach Jahren des unermüdlichen Kampfes endlich ihre Bemühungen aufgeben, die Verhältnisse schön zu reden. Während sie im geförderten Sanierungsgebiet über Jahre erfolgreich versuchten, Investor*innen mit fetten Gewinnversprechen anzulocken, müssen sie nun zugeben, dass die Menschen, die im Nordkiez leben, erbittert Widerstand leisten. Die Konsequenz für die Berliner Politik: Der Kiez wird zum Gefahrengebiet erklärt. Seitdem finden wahllose Personenkontrollen statt, die jederzeit alle treffen können. Den vorläufigen Höhepunkt stellte bisher der Abend des 28.11.15 dar, in der in einer massenhaften Kontrolle 91 Personen kontrolliert, schikaniert, geschlagen und mehrere Personen verhaftet wurden.

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Wedding-Tresen: „Gemeinsam gegen Verdrängung“

wedding_tresen_201602„Gemeinsam gegen Verdrängung – Friedel54 bleibt“

HWVW-Tresen & Info-Veranstaltung:
Do, 04.02.2016 | 20:00 Uhr | Café Cralle (Hochstädter Straße 10A / Wedding)

Veranstalter*innen: Hände weg vom Wedding
Referent*innen: Kiezladen Friedel54

Verdrängung hat viele Gesichter – von Einzelpersonen über ganze Hausgemeinschaften bis hin zu Kiez-Treffpunkten und Läden, alle sind von steigenden Mieten oder Räumungen betroffen. Das Motto “Arme raus – Reiche rein” bestimmt seit vielen Jahren die Berliner Stadtpolitik. Doch es gibt auch vielfältigen Widerstand gegen einen solchen Umbau unserer Kieze. Um uns Inspirationen zu holen, wie der gemeinsame Widerstand gegen Verdrängung aussehen kann, werden in diesem Monat Aktivist*innen aus dem Kiezladen Friedel54 in Berlin Neukölln von ihren Kämpfen gegen die drohende Räumung berichten. Dabei wird es auch darum gehen, wie die Kämpfe in Neukölln, wo der Mietvertrag der Friedel am 30.4. ausläuft, und Wedding, wo es an diesem Tag wieder eine große antikapitalische Demonstration geben wird, im Rahmen eines stadtpolitischen Aktionstages zusammen geführt werden können. Wedding meets Neukölln. One struggle – one fight.

[NEA]-Tresen: „PKK Verbot aufheben“

tresen_1601_bannerPKK Verbot aufheben!

Antifa-Tresen und Info-Veranstaltung:
Do, 21.01.2016 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Referent*innen: Rechtshilfefond Azadi e.V.
Eintritt: frei
Material: [Flyer] | [Banner]

PKK Verbot aufheben!
Vor 22 Jahren wurde in Deutschland das Betätigungsverbot gegen die Arbeiter*innenpartei Kurdistans PKK verhängt und diese im Jahre 2002 auf die Terrorliste der EU und der USA gesetzt. Es folgte eine Welle der Kriminalisierung gegen Kurd*innen mit Ausgrenzung aus dem sozialen und politischen Leben. Zehntausende Verfahren wurden geführt wegen des Zeigens verbotener Symbole oder des Rufens von unerwünschten Parolen auf Demonstrationen. Tausenden Kurdinnen und Kurden wurde aufgrund ihres politischen Engagements die Einbürgerung verweigert oder sie erhielten Ausweisungsverfügungen wegen angeblicher Unterstützung terroristischer Aktivitäten, die sich bei näherem Hinsehen auf die Teilnahme an legalen Demonstrationen und Veranstaltungen beschränkten. Auf der Grundlage des § 129b befinden sich aktuell 7 Kurden in deutschen Gefängnissen, sei es in Untersuchungshaft oder nach Verurteilung zu mehrjährigen Haftstrafen.

Stoppt die Massaker in Kurdistan!
Seit mehreren Monaten verhängt der türkische Staat in den kurdischen Städten wochenlange Ausgangssperren und tötet wahllos die Zivilbevölkerung. Es gab bislang über 200 Tote. Vergleichbar mit der Situation in syrischen Städten feuert das türkische Militär mit Panzern, schwerer Artillerie und auch aus der Luft in die kurdischen Wohngebiete. Zu alldem schweigt die Bundesregierung nicht nur, sondern leistet auch aktiv Unterstützung, indem sie die kurdische Opposition hier in Deutschland verfolgt.

Dazu gibt es wie immer leckeres veganes Essen und wunderbare Soli-Cocktails – dieses Mal für den Kiezladen Friedel 54.