Kategoriearchiv: Antifa

Indymedia: „Recherche und Analyse: Gemeinsam gegen Rassismus in Falkenberg“

recherche_falkenberg_headerRecherche und Analyse: Gemeinsam gegen Rassismus in Falkenberg

Zum zweiten Mal wollen Neonazis und Rassisten am Dienstag, dem 6. Januar 2015 durch Hohenschönhausen marschieren. Ihre Demonstration richtet sich nicht nur gegen das geplante Containerdorf für geflüchtete Menschen im Lichtenberger Ortsteil Falkenberg am nordöstlichen Rand Berlins, sondern gegen Flüchtlinge allgemein. Ihre Statements und Sprechchöre machen aus ihrem Rassismus keinen Hehl. “Wir wollen kein Flüchtlingsheim in Falkenberg, und auch sonst nirgends in Deutschland.” – heißt es in einem Beitrag des dazugehörigen Facebook-Auftritts. Die Organisatoren wollen keine maßvolle Unterbringung von Flüchtlingen, um Wohnungen statt Container oder Mitsprache von Anwohnenden, sondern um die Abschottung und Ausweisung aller Menschen ohne deutschen Pass. Diesem Hass und dieser Ignoranz gegenüber Menschen, die ihr Leben aufs Spiel setzen für den Traum eines besseren und sicheren Lebens, setzen wir eine grenzüberschreitende Solidarität entgegen. Weiterlesen →

[NEA]-Interview zur LL-Demo: „Aktuelle und zukünftige Kämpfe zusammenführen“

ll_2015_interview_banner[NEA]-Interview zur LL-Demo: „Aktuelle und zukünftige Kämpfe zusammenführen“

Für den 11. Januar rufen wir auf, sich am Antifa-Block auf der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration zu beteiligen. Die alljährliche Gedenkdemonstration sorgt hierzulande immer wieder für hitzige Diskussionen unter großen Teilen der (radikalen) Linken. Zwischen „Stalinismus-Vorwürfen“ und „linker Sektiererei“ gefangen, ist es dabei gerade an der radikalen Linken, linke Geschichte gegenüber, unter diesen Umständen, der Vereinnahmung und Umdeutung von rechts zu verteidigen. Dabei müssen wir die Perspektive eines gesellschaftlichen Gegenentwurfs jenseits der kapitalistischen Ausbeutung und rassistischen Ausgrenzung entgegenhalten.

Wie im vergangenen Jahr organisieren wir einen Block mit libertären/ antifaschistischen Inhalten. Dies versteht sich sowohl als Gegenperspektive zu bundesweiten Auflösungserscheinungen radikal-linker Organisationsstrukturen. Damit verknüpft sich die absolute Notwendigkeit und Dringlichkeit explizit antifaschistischer Kämpfe von links.
Die vergangenen und bestehenden rassistischen Artikulationen von „PEGIDA“, den Kämpfen von Refugees und der virulenten Anti-Asyl-Hetze zeigen uns beispielhaft einmal mehr, welche Bedeutung das Konzept „Antifa“ als Antipode bzw. antagonistische Kraft gegenüber Staat, Repression und gesellschaftlichen Ausgrenzungsmechanismen hat.
Linke Kämpfe gegen Kapitalismus, Rassismus und für eine solidarische Gesellschaftsperspektive müssen vor diesem Kontext teilweise wiederentdeckt werden.
Totalitarismustheorien und sogenannte Extremismusforscher*innen sind Teil einer reaktionären Tendenz, linke Geschichte und die damit verbundenen sozialen Kämpfe zu suspendieren bzw. der bürgerlichen Herrschaft als „Schreckensbild“ dienlich zu machen. Wer sich seiner Geschichte um progressive Bewegungen berauben lässt, macht sich zuletzt nicht nur geschichtslos, sondern vielmehr zahnlos in der Analyse und Kritik bestehender kapitalistischer Verhältnisse und „inner-linker Widersprüche“.

Um gemeinsam die gesellschaftlichen Vereinzelung, der politischen Marginalisierung sowie der staatlichen Repression entgegenschreiten zu können, müssen wir das Bewusstsein schaffen, aktuelle und zukünftige Kämpfe jenseits identitär-linker Befindlichkeiten zusammenzuführen und die Möglichkeit einer solidarischen gesellschaftlichen Alternative jenseits kapitalistischer und rassistischer Unterdrückungsmechanismen immer wieder vor Augen führen zu können.

Weiterhin gehen wir der Frage nach, warum es bedeutsam ist, linke Geschichte zu verteidigen und sie als Erkenntnisgewinn und Lernprozess begreifbar verstehen zu wollen.

Vor diesem Hintergrund veröffentlichen wir in ein Interview, welches zwei Genoss*innen im Sommer des Jahres 2014 mit der Studierenden Ilanga Mwaungulu (im folgenden I.) im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeit geführt haben. Das nachfolgende Interview ist der Bachelorarbeit bzw. dem transkribierten Interview mit dem Titel „Das Verhältnis antikapitalistischer Linker zum Realsozialismus“ entnommen und an der Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät nachzulesen.

Das gesamte Interview:

Weiterlesen →

16. Dez.: 120 Rassist*innen marschieren in Hohenschönhausen

hsh_rassistischer_aufmarsch_dez14Am 16.12.2014 marschierten am frühen Abend rund 120 Rassist*innen durch Hohenschönhausen, das angrenzende Dorf Falkenberg und Ahrensfelde. Der von Berliner NPD-Strukturen angemeldete Aufmarsch richtete sich gegen die geplante Unterbringung von Flüchtlingen in einem sogenannten Container-Dorf in Falkenberg. Geschützt wurden die Nazis von einem massiven Bullenaufgebot aus Berlin und Rheinland-Pfalz, welches eine entschlossene antifaschistische Gegenwehr deutlich erschwerte. Dennoch stellten sich rund 250 Menschen den Nazis entgegen. Es gab fünf angemeldete Kundgebungen entlang der Route und mit mehreren Blockaden wurde versucht, der Aufmarsch zu behindern. Allerdings gingen die Bullen mit äußerster Gewalt gegen diese vor. Auch wenn so ein erstes Zeichen des Protests in Hohenschönhausen gesetzt werden konnte, können wir nicht zufrieden sein. Es hätte mehr Menschen auf der Straße gebraucht, um das Konzept der Bullen ins Wanken zu bringen und die Nazis zu vertreiben.
Weiterlesen →

Junge Welt: »Kompromisslose Haltung«

ll_2015_presse_jw_antifa»Kompromisslose Haltung«

Nach der Selbstauflösung namhafter Gruppen fordern Göttinger Aktivisten dazu auf, den »Gesamtansatz der Antifa« weiterzudenken

Seit mehreren Monaten debattieren antifaschistische Gruppen in der Bundesrepublik über den Stand und die Zukunft ihrer Bewegung und über neue Strategien. Ein Kongress unter dem Motto »Antifa in der Krise« im April 2014 konnte wohl keine befriedigenden Antworten liefern. Drei bedeutende Antifagruppen aus dem autonomen Spektrum haben sich seither aufgelöst: die Autonome Antifa f aus Frankfurt am Main im Juli, die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) einen Monat später und die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin im Oktober. Die Mehrheit der Aktiven aus den drei Zusammenschlüssen hat ihre politische Tätigkeit allerdings nicht eingestellt. Die Frankfurter Antifaschisten firmieren seither unter dem Namen »Kritik und Praxis«, während Aktive aus den beiden Berliner Gruppen sich bundesweiten Bündnissen angeschlossen haben. Weiterlesen →

Antifaschistische Linke International [ALI]: Antifa heißt: Weitermachen!

ll_2015_text_aliUnsere Genoss*innen von Antifaschistische Linke International [ALI] Göttingen haben einen sehr lesenwerte Text zur Notwendigkeit der Kontinuität des Labels ‚Antifa‘ veröffentlicht. Inhaltlich knüpft dieser an unserem Aufruf zum Antifa-Block auf der LL-Demo 2015 an und wir möchten hiermit zur Verbreitung und zur weiteren Debatte beitragen.

Antifa heißt: Weitermachen!
Von der Notwendigkeit des Antifa-Ansatzes

[Download] des Textes als PDF-Datei

2014 feierte unsere Gruppe ihr 10-jähriges Bestehen mit der Perspektive, kämpferische Politik auch in den nächsten Jahren mit unserem politischen Ansatz und damit auch unter unserem Gruppennamen weiterzuführen. Dies ist innerhalb der gelgenwärtigen Entwicklungen im bundesdeutschen Antifaspektrum keine Selbstverständlichkeit. In diesem Jahr haben sich mehrere Antifagruppen aufgelöst. Von der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], über die Antifa [f] (Frankfurt), die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (arab) hin zur Antifaschistischen Linken Berlin (ALB). Die vielen Auflösungen von Antifagruppen in diesem Jahr sehen wir nicht als einen zufälligen Prozess an, sondern haben den Eindruck dass er unter anderem für eine verbreitete Ratlosigkeit über den Antifa-Ansatz steht. Mit diesem Text wollen wir ein klares und bewusstes Statement für den Antifaschismus als Hauptansatzpunkt linksradikaler Politik leisten. Weiterlesen →

Redebeitrag der [NEA] zum Rassistischen Mord in Limburg: „Es wird mal wieder deutsch in Kaltland“

siempre_antifa_blauDieser Redebeitrag wurde am 08.12.2014 auf der Antira-Demo in Berlin-MaHe verlesen. | Das Motiv war Rassismus

In der Nacht zum 23. Oktober 2014 wurde im hessischen Limburg ein aus Ruanda stammender Mann auf brutalste Weise von Nazis ermordet. Die Polizei will ein rassistisches Motiv zwar immer noch nicht endgültig bestätigen, klar ist aber, dass die drei Täter kurz vor der Tat beim Zeigen des Hitlergrußes fotografiert wurden.

Der 45-jährige Haupttäter, der sich in der Untersuchungshaft das Leben nahm, soll ursprünglich aus Nordosthessen stammen, sich aber regelmäßig in Limburg aufgehalten haben und der Polizei aufgrund von Gewaltdelikten schon länger bekannt sein.
Die zwei 23 und 43 Jahre alten Mittäter sitzen weiterhin in U-Haft.

In der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober haben die Männer das Opfer in der Gemeinschaftsküche ihrer Wohnungslosenunterkunft angegriffen und mit Schlägen und Tritten so hart attackiert, dass es an seinem eigenen Blut erstickte.
Weiterlesen →

Pankow-Buch: 70 Antifaschist*innen blockierten Anti-Asyldemonstration

buch_blockade_01Für Donnerstag, den 4. Dezember hatte eine rassistische Anwohner*innen-Initiative zu einem Aufzug aufgerufen, der sich gegen eine neu entstehende Flüchtlings-Containerunterkunft im Berliner Ortsteil Buch richtete. Der Aufmarsch sollte von Karow nach Buch führen.

Zur Blockade

Während sich die Aufmarsch-Teilnehmer*innen gegen 18.30 Uhr zusammen fanden, besetzten rund 70 Antifaschist*innen die Autobahnunterführung am Bucher Ortseingang (Karower Chaussee/Bucher Landstraße). Die Antifaschist*innen entrollten Banner mit der Aufschrift „Geflüchtete willkommen“ und „Rassismus tötet!“. Weiterlesen →

Sa, 24.01.: Antifa-Demo im Prenzlauer Berg nach HoGeSa-Treffen

demo_greifswalder_webflyerNazis und Rassisten aufdecken! – Linke Freiräume verteidigen!
Gegen HoGeSa, Nazischläger und rechte Kneipen.

Antifa-Demo:
Sa, 24.01.2015 | 17:00 Uhr | S-Bahnhof Greifswalder Straße (Prenzlauer Berg)

Material: Webflyer | FB-Banner | Termin-Fyler

Am Samstag, den 17. Januar hatten Nazis aus dem Spektrum der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) zu einem „Kennlerntreffen” eingeladen. Die rund 50 Nazis konnten sich unter massivem Polizeischutz in der Kneipe „Stumpfe Ecke“ (Naugarder Straße 15) bis in die Morgenstunden ungestört treffen. Vieles spricht dafür, dass sich die Rechten bereits länger beim Kneipenbetreiber angemeldet hatten und dieser sehr wohl wußte um wen es sich da handelt. Dies verwundert nicht, fiel die Kundschaft des Lokals in der Vergangenheit schließlich öfter durch rechte Pöbeleien auf. Bedrohungen gegen Linke und Migrant*innen sind im Umfeld des Kneipenmilieus in Ost-Prenzlauer Berg und rund um den S-Bhf. Greifswalder Straße keine Seltenheit.
Der Kiez bietet eine vielfältige Erlebniswelt für Nazis und Stammtischrassist*innen, die sich seit der Eröffnung des des Thor Steinar-Ladens „Tönsberg“ auch bis nach Weißensee erstreckt. Gegen HoGeSa, rechte Kneipen und die wachsende rassistische Stimmung wollen wir zusammen auf die Straße gehen – nicht nur in Prenzlauer Berg.

Vormittags:
Fahrrad-Demo:
Sa, 24.01.2015 | 12:00 Uhr | Prerower Platz (Hohenschönhausen)
Vortreffpunkt:
Sa, 24.01.2015 | 11:00 Uhr | S-Bahnhof Landsberger Allee (Prenzlauer Berg)

Gegen rassistische Mobilmachung, für eine angemessene Unterbringung in Wohnungen, für eine solidarische Nachbarschaft! Infos unter: www.gemeinsam-gegen-rassismus.net

Aktuelles:
– HoGeSa kündigt sich als „Schutz“ für die Kneipe „Stumpfe Ecke“ an: Screenshot

Hintergründe:

– [Indymedia]: Recherche: Prenzlauer Berg – Keine Kneipe für Neonazis!
– PM: Antifa-Demo: HoGeSa, Bärgida und der rassistischen Anti-Asyl-Hetze entgegentreten!
– Foto- und Presse-Auswahl zum HoGeSa-Treffen im Prenzlauer Berg
– PM: 50 Nazis bei HoGeSa-Treffen in Prenzlauer Berg
– Update: HoGeSa-Treffen mit 70 Nazis in Prenzlauer Berger Kneipe / Kommt alle!
– HoGeSa-Treffen im Prenzlauer Berg am Samstag 17.01.2015
– Mitschnitt: Veranstaltung Was tun gegen HoGeSa?!
– Artikel in Neues Deutschland: Paradoxe Folgen des Widerstands

Vollständiger Aufruf:

Weiterlesen →

Mi, 28.01.: Gemeinsam gegen Rassismus – Nazis aus der Platte jagen

hsh_banner_20150128Gemeinsam gegen Rassismus – Nazis aus der Platte jagen

Antirassistische Kundgebung:
Mi, 28.01.2015 | 18:00 Uhr | Egon-Erwin-Kisch-Straße (Vor dem Bürgeramt / Hohenschönhausen)

Vortreffpunkt:
Mi, 28.01.2015 | 17:30 Uhr | S-Bahnhof Ostkreuz (Ausgang Sonntagsstraße / Friedrichshain)

Mit Live-Auftritt von Mal Elévé (Sänger von Irie Révolté)

Weitere Infos: www.gemeinsam-gegen-rassismus.net

Material: Plakat | Termin-Flyer | Webbanner

Seit Dez. 2014 kommt es regelmäßig zu rassistischen Mobilisierungen in Hohenschönhausen. Der Protest richtetet sich gegen die Errichtung von Flüchtlingsunterkünften in Falkenberg und Neu-Hohenschönhausen. Bereits viermal fanden Neonazi-Aufmärsche statt, die vor allem von der NPD und ihrem Umfeld organisiert wurden. Dazu gab es zahlreiche kleinere Kundgebungen, u.a. von Pro Deutschland. Unterstützt werden sie dabei tatkräftig von der Berliner Polizei. Hand in Hand verbreiten Anwohner und (organisierte) Neonazis ein Klima des Hasses. Selbst vor offenen Gewaltaufrufen wird nicht mehr zurückgeschreckt. Diese stellen gerade für die Bewohner*innen der Notunterkunft in Neu-Hohenschönhausen eine enorme Gefahr dar.

Durch antifaschistische Interventionen konnten die Aufmärsche mit teilweise über zweihundert Teilnehmern stark behindert werden. Jetzt mussten die Neonazis ihren wöchentlichen Aufmarschtermin von Dienstag auf Mittwoch verschieben. An diesen Erfolg müssen wir anknüpfen! Deshalb kommt am Mittwoch, den 28.01.2015, alle nach Hohenschönhausen. Lasst uns gemeinsam auch den neuen Termin der Nazis zum Desaster machen. Dafür brauchen wir allerdings die Unterstützung ALLER antifaschistischen Kräfte in Berlin. Nur zusammen können wir die menschenverachtende Allianz von Neonazis, rassistischen Anwohnern und Polizei durchbrechen.

Info-Veranstaltung & Konzert: „Punkrock – Tanzlust – VOSIFA“

vosifa_konzert_twh_jan15„Punkrock – Tanzlust – VOSIFA“

Info-Veranstaltung & Konzert:
Sa, 24.01.2015 | 18:00 Uhr | Tommy Weisbecker Haus (Wilhelmstraße 9 / Kreuzberg)

Veranstalter*innen: VOSIFA

Material: Flyer

VOSIFA startet in das neue Jahr mit Livemusik. Euch erwartet allerfeinster Punk von „Ladehemmung“, „Val Sinestra“, „Schuttrutsche“, „MCWB“ und „Deaf Valley Drive In“. Die Einnahmen gehen an das „Open Air for Open Minds“, welches am 12.6. und 13.6.2015 erstmals in Buch stattfinden wird. Ziel ist es, dem sich etablierenden, rassistischen Mainstream, ein antifaschistisches Festival entgegen zu setzen.

Der Abend beginnt mit einer Infoveranstaltung des VVN-BdA zum 70. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung.

18:00 Uhr Infoveranstaltung, 20:00 Uhr Konzert.