Kategoriearchiv: Beiträge

Antikapitalistische Walpurgisnacht 2015: Aktionswoche im Wedding

walpurgisnacht_2015_aktionswoche_01Aktionswoche im Wedding

Noch bevor die Demonstrationen am 30.04. und 1.Mai stattfinden könnt ihr euch in die anstehende Aktionswoche hineinstürzen. Yalla! Aber seht selbst:

Veranstalter*innen: Hände weg vom Wedding
Flyer: [Front] [Back]

Termine:

Graffiti Jam und Demobasteln: „All Colours Are Beautiful!“
Fr, 24.04.2015 | 16:00 Uhr | Nettelbeckplatz (Wedding)

Kiezrundgang: Berlin zwischen Gentrifizierung und Selbstorganisierung von unten
Sa, 25.04.2015 | 15:00 Uhr | Leopoldplatz (Wedding)

Info-Veranstaltung: „Von Madrid bis Berlin“
Sa, 25.04.2015 | 20:00 Uhr | ExRotaprint (Gottschedstraße 4 / Wedding)

Open-Air-Kino: „Buy, Buy Sankt Pauli“
So, 26.04.2015 | 17:00 Uhr | Leopoldplatz (Wedding)

VoKü & Film: Stadtpolitischer Schwerpunkt
Mo, 27.04.2015 | 20:00 Uhr | Groni50 (Groninger Straße 50 / Wedding)

Info-Veranstaltung: „Organize! – weltweite Perspektiven von Selbstorganisierung“
Di, 28.04.2015 | 20:00 Uhr | ExRotaprint (Gottschedstraße 4 / Wedding)

Antikapitalistische Demonstration: „Organize!“
Do, 30.04.2015 | 18:30 Uhr | Leopoldplatz (Wedding)

Alle Ankündigungstexte lesen: Weiterlesen →

Lesung: Sakine Cansız: „Mein ganzes Leben war ein Kampf“

lesung_sakine_jwBuchvorstellung und Erinnern an Sakine Cansiz (Sara)

Lesung:
Mi, 29.04.2015 | 19:00 Uhr | Junge Welt Ladengalerie (Torstraße 6 / Mitte)

Veranstalter*innen: Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin, Junge Welt & Kurdischer Frauenverein Dest Dan e.V. Berlin
Referent*innen: Kurdischer Frauenverein Dest Dan e.V. Berlin
Moderation: Nick Brauns
Eintritt: 5,00 € ermäßigt: 3,00 €

Am 9. Januar 2013 wurde die Mitbegründerin der Arbeiterpartei Kurdistans PKK und Symbolfigur der kurdischen Frauenbewegung Sakine Cansiz (Parteiname Sara) gemeinsam mit ihren Genossinnen Fidan Dogan und Leyla Saylemez bei einem politischen Attentat in Paris ermordet. Auf Deutsch ist jetzt der erste Band ihrer Lebenserinnerungen „Mein ganzes Leben war ein Kampf“ erschienen. Darin schildert die 1958 in Dersim geborene Sakine Cansiz ihre Jugendjahre, erste politischen Schritte vor dem Hintergrund gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen revolutionären Linken, Faschisten und dem Staat aber auch ihre Flucht aus familiären Zwängen…

Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung Hohenschönhausen

liberation15_gedenken_hshBefreit.

Lesung:
Di, 21.04.2015 | 18:00 Uhr | Schloss Hohenschönhausen (Hauptstraße 44 / Hohenschönhausen)

Veranstalter*innen: VVN-BdA Weißensee-Hohenschönhausen & Förderkreis Schloss Hohenschönhausen

Lesung anlässlich der Befreiung Hohenschönhausens, das damals noch ein Teil des Bezirks Weißensees war und am 21. April von der Roten Armee bereit wurde. An Hand der Erlebnisberichte von Zeitzeugen sollen persönlichen Erfahrungen und der Ablauf der Befreiung des Bezirks dargelegt werden.

[NEA]-Tresen: „Night Will Fall“

tresen_1504_bannerNight Will Fall – Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen

Film-Abend:
Do, 16.04.2015 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

1945 entdecken die Alliierten bei ihrem Vorstoß über Europa die ersten Konzentrationslager. Aus dem Entsetzen über die Grausamkeiten entsteht das Bedürfnis alles zu dokumentieren. Britische, amerikanische und russische Kamerateams beginnen mit ihren Aufnahmen. 1945 sollte aus dem Projekt mit dem nüchternen Titel German Concentration Camps Factual Survey eine Dokumentation über deutsche Gräueltaten entstehen, um sie der deutschen Bevölkerung und deutschen Kriegsgefangenen vorzuführen. Bekannte Regisseure und Produzenten wie Alfred Hitchcock, Billy Wilder und Sidney Bernstein wurden beauftragt, aus dem Rohmaterial schonungslose Dokumente der Todeslager zu erschaffen. Die politischen Vorzeichen ändern sich jedoch und der so gut wie fertig geschnittene Film landet unvollständig in den Archiven des Londoner Imperial War Museum. Vor dem HinterGrund des Kalten Krieges schien es plötzlich nicht mehr opportun, die Bevölkerung nachhaltig mit ihren eigenen Verfehlungen zu konfrontieren. Die Aufnahmen bekommt jedoch nie jemand zu GSesicht.

Der Dokumentarfilm »Night Will Fall« zeigt die Wiederherstellung des Films und rekonstruiert zugleich mit Hilfe von Zeitzeugen die Befreiung der Konzentrationslager 1944/45. »Night Will Fall« erzählt die Geschichte von einem anderen Film, der nie gezeigt wurde – weil er zu grausam war, aber auch weil er dem (taktischen) Antikommunismus der Aliierten weichen musste. „Night Will Fall“ ist ein Weg, sich der Sprachlosigkeit zu nähern, die doch eine Antwort verlangt.

Hinweis: Der Film enthält zahlreiche Aufnahmen aus den befreiten KZ’s, die für manche Zuschauer*innen verstörend wirken können.

Soli-Party für Hände weg vom Wedding

wedding_soliparty_xb_april2015Soli-Party für Hände weg vom Wedding

Trash-Soli-Party:
Sa, 11.04.2015 | 22:00 Uhr | X-B-Liebig (Liebigstraße 34 / Friedrichshain)

Veranstalter*innen: Hände weg vom Wedding

DJ’s:
– Creatures of the Night

Um die anstehenden Aktionen rund um den 30.04.2015 im Wedding zu ermöglichen brauchen wir eure Unterstützung. Darum gibts im XB-Liebig die ganze Nacht den fettesten Trash-Sound der Stadt auf die Ohren, und zwar von den unverwechselbaren Creatures of the Night!

NEA-Soliparty am 11. April in den BLO Ateliers

party_blo_april_flyer_webSoliparty gegen Randgebietsrepressionen im Berliner Outback.

Soli-Konzert & Party:
Sa, 11.04.2015 | 20:00 Uhr | BLO Ateliers (Kaskelstraße 55 / Lichtenberg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Flyer: [Web] [S/W]

Die BLO-Ateliers sind 10 Minuten Fußweg vom Ostkreuz weg.

Punkrocksause ab 20:00 Uhr mit:
– Düb (Funky Hardcore aus Berlin)
– Lötfett (Assipunk aus dem Spreewald)
– Der Schwund (Punk aus Berlin).

In die Nacht getanzt wird mit 80s, 90s Trash von:
– Cordon Bleu (stadtbekannt & elegant)
danach Techno:
– Bastian Kurzweil (Dienstagswelt)
– Krachtigall spezial (Krachtigall)
– Stante Pede (Floorfliegen)

VOSIFA Trash-Soli-Party

vosifa2015_konzert_schreina_flyer_frontVOSIFA Trash-Soli-Party

Soli-Party:
Fr, 10.04.2015 | 22:00 Uhr | Schreina47 (Schreinerstraße 47 / Friedrichshain)

Veranstalter*innen: VOSIFA
Fyler: [Front] [Back]

Davor: Info-Veranstaltung der [NEA] zu Nazis in Buch

Wir laden euch herzlich zu unserer nächsten Super-Soli-Sause am 10.04. ein: Dit Rappelt wieder einmal im Friedrichshain! Dieses mal mit geballtem Trash in der Schreina. An den Turntables haben wir für euch mal wieder exorbitant wunderbare DJ-Sahnehäubchen und zwar:

– Die Spiritussis (Urban Hits, Trash)
– Süss & Niedlich (HipHop, Rap, Dancehall, Reggae)
– Kobold#1 Feat. Special Guest (All Times, 80s, 90s, Pop’n’Rock)

Wie immer unterstützt ihr damit das Open Air for Open Minds, das dieses Jahr in Berlin Buch stattfinden wird. Los gehts erstmal also mit einer Infoveranstaltung der [NEA] zu den Machenschaften der Nazis in Buch und warum es wichtig ist, dort antifaschistische Arbeit zu betreiben.

Info-Veranstaltung: „Berlin-Buch – Wohlfühlkiez für Nazis und Rassisten!?“

buch_va_schreina_flyer„Berlin-Buch – Wohlfühlkiez für Nazis und Rassisten!?“

Info-Veranstaltung:
Fr, 10.04.2015 | 20:00 Uhr | Schreina47 (Schreinerstraße 47 / Friedrichshain)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

Im Anschluss: VOSIFA Soli-Party

Berlin–Buch liegt am nordöstlichen Stadtrand Berlins. Schlafstadt, Medizinstandort und Familienbezirk im Grünen. Der an Brandenburg angrenzende Pankower Stadtteil fällt aus der Wahrnehmung der meisten Berliner*innen heraus. So verwundert es nicht, dass die zunehmende Dominanz organisierter Neonazis in Buch nur von wenigen wahrgenommen wird. Dieses Problem schwelt schon seit zwei Jahren und wurde bisher nur von wenigen Akteuren und Zuhörer*innen wahrgenommen. Erst die Mobilisierung gegen die geplanten Flüchtlingsunterkünfte machte es für die Allgemeinheit sichtbar.
In unserer Veranstaltung zeichnen wir die Entstehung der lokalen Nazistrukturen im Bezirk hin zu Neuformierung der Pankower NPD, dokumentieren rechte Übergriffe und Propaganda, so wie die aktuellen rassistischen Proteste gegen Geflüchtete in Buch. Im Anschluss bieten wir euch die Möglichkeit, Gegenstrategien zu entwickeln und euch an geplanten Aktionen zu beteiligen.

Gedenken im Prenzlauer Berg: Dietrich Bonhoeffer zum 70. Todestag

bonhoefferDietrich Bonhoeffer zum 70. Todestag

Gedenkveranstaltung:
Do, 09.04.2015 | 17:00 Uhr | Dietrich-Bonhoeffer-Straße / Bötzowstraße (Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: VVN-BdA Prenzlauer Berg, Pro Kiez Bötzowviertel, Friedensglockengesellschaft Berlin & Antifa Prenzlauer Berg
Redebeiträge: Nils Huchthausen (Pfarrer) & Dr. Joachim Poweleit (Historiker)

Die Bezirksorganisation Prenzlauer Berg des Berliner VVN-BdA e.V., der Bürgerverein Pro Kiez Bötzowviertel e.V., die Friedensglockengesellschaft Berlin e.V. und die Antifa Prenzlauer Berg erinnern gemeinsam anlässlich des 70. Jahrestages der Ermordung von Dietrich Bonhoeffer in einer Gedenkveranstaltung am Donnerstag, dem 9. April 2015, um 17.00 Uhr an der Dietrich-Bonhoeffer-/Ecke Bötzowstraße an das Leben und Wirken des mutigen Antifaschisten und evangelischen Theologen, der als bekanntester Vertreter der Bekennenden Kirche zusammen mit Überlebenden aus dem Umfeld konservativer und militärischer Kreise und des 20. Juli auf ausdrücklichen Befehl Hitlers nach einem Scheingerichtsprozeß kurz vor Kriegsende am frühen Morgen des 9. April 1945 im KZ Flossenbürg von der SS ermordet wurde.

Wir laden alle Anwohner*innen ein, an der öffentlichen Ehrung teilzunehmen; Blumen sind erwünscht.

Antifa-Debatte: Nicht jammern, Antifa aufbauen!

nea_logoBeitrag der North-East Antifascists [NEA] zur aktuellen Debatte um das Konzept Antifa. In der Tageszeitung Neues Deutschland erscheint dazu zur Zeit eine Artikelreihe unter dem Titel: „Antifa in der Krise?„. Unseren Beitrag, in einer gekürzten Variante gibt es hier.

Nicht jammern, Antifa aufbauen!

Es wird wieder diskutiert in der radikalen Linken – immerhin. An der Gretchenfrage nach der Aktualität und Sinnhaftigkeit des Konzepts Antifa als Organisationsform scheiden sich die Geister, als Reaktion lösen sich Gruppen auf, treten neue amorphe Gebilde zutage. Das Geschrei ist groß – doch warum eigentlich? Es ist zu hören, die Krise habe die antifaschistische Bewegung tief getroffen, eine Krise ihrer eigenen Unzulänglichkeit, des Scheiterns an den eigenen Ansprüchen und der gesellschaftspolitischen Realität, will mensch denjenigen glauben, die innerhalb der Debatte die Position einnehmen, Antifaschismus als Organisation sei nicht länger zeitgemäß für die radikale Linke. Andere halten dagegen, verweisen auf die Notwendigkeit und Aktualität explizit antifaschistischen Engagements in Zeiten von AfD, PEGIDA und eines Europa heimsuchenden Rechtsrucks.

Mögen die Positionen kontrovers sein, bemerkenswert ist, dass die Gruppen und Personen, die maßgeblich an dieser Debatte beteiligt sind, eine relativ lange Vergangenheit mit und in der Antifa-Szene haben. Sie waren Teil ihrer Erfolge und sind jetzt ebenso hautnah Teil ihrer Krise.

So pathetisch es klingen mag: unser aller „Leben“ innerhalb der radikalen Linken, die Hassliebe zu ihr, der Spagat zwischen den eigenen politischen Utopien und den realen Widersprüchen beim Überführen dieser – als Kritik, als Kämpfe – in die Gesellschaft, prägen die Debatte genauso mit, wie analytisch-pragmatische Überlegungen über die Sinnhaftigkeit des organisierten Antifaschismus heute. Weiterlesen →