Schlagwortarchiv: Organize!

Der 30. April und 1.Mai 2020 im Wedding: Für eine soziale und demokratische Lösung der Krise!

Der 30. April und 1.Mai 2020 im Wedding: Für eine soziale und demokratische Lösung der Krise!

Als Stadtteilinitiative „Hände weg vom Wedding!“ sind wir an den letzten beiden Tagen in unserem Kiez präsent gewesen, um unsere Forderungen nach einer demokratischen und sozialen Lösung der Corona-Krise lautstark auf die Straße zu tragen.

Anstatt unserer alljährlichen Kiezdemo am 30. April konnten wir letzten Donnerstag zwar leider nur eine Kundgebung mit 20 Personen am Leopoldplatz durchführen, obwohl wir den Berliner Versammlungsbehörden ein infektionsschutzsicheres Konzept für eine Demonstration mit 100 Teilnehmer*innen vorgelegt hatten. Zudem wurde unsere Kundgebung durch 200 Einheiten der Berliner Polizei in absolut unverhältnismäßiger Art und Weise überwacht. Trotzdem gelang es uns mit der Unterstützung solidarischer Nachbar*innen ein kraftvolles Zeichen gegen die neoliberale Lösung der Corona-Krise und die repressiven Einschränkungen der Grund-und Freiheitsrechte zu setzen. Besonders toll fanden wir die Beteiligung von Nachbar*innen an der eigentlich geplanten Demo-Wegstrecke, an der sich viele Transparente fanden, die sich gegen Mietenwahnsinn und Rassismus aussprachen.

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30.04. – Wedding: Demonstration verhindert? Protest auf die Straße tragen!

Demonstration verhindert? Protest auf die Straße tragen!

Am 30. April gehen wir jedes Jahr zu Tausenden auf die Weddinger Straßen. In der gemeinsamen großen antikapitalistischen Demonstration zeigen wir unsere vielfältigen sozialen Kämpfe: gegen Rassismus und die Stadt der Reichen! Gründe dazu gibt es genug in dieser Stadt, zwischen Mietenwahnsinn und rassistischem Alltag. Da wir in diesem Jahr nicht wie gewohnt unsere berechtigte Wut auf dieses System auf die Straße tragen können, rufen wir dazu auf, stattdessen individuell aktiv zu werden! (Materialien zum Download)

In diesem Jahr ist die Demonstration „Gegen die Stadt der Reichen – Soziale Kämpfe verbinden!“ de facto verboten worden! Unter der Gewalt der sogenannten SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung, sind politische Versammlungen praktisch unmöglich. Nur Kleinstkundgebungen können in Ausnahmefällen erlaubt(!) werden, breite politische Öffentlichkeit wird damit verhindert. Selbst andere, dem Infektionsschutz gerechte, Formen von politischem Protest werden mit Polizeigewalt und Einschüchterungen überzogen. Ein gutes Beispiel liefern die bundesweiten, mit Repression begegneten Aktionen zur Unterstützung der Seenotrettung im Mittelmeer (Seebrücke).

Wir negieren nicht die Infektionsgefahr in dieser kapitalistischen Gesundheitskrise und haben der Versammlungsbehörde aus Selbstschutzgründen ein „Demonstrationskonzept“ vorgelegt, welches die Berliner Bestimmungen sogar noch übertrifft. Dieses Konzept hat die Versammlungsbehörde nicht akzeptiert, wodurch wir gezwungen sind, die geplante Demonstration hiermit offiziell abzusagen.

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Wedding: #Zusammen für Wohnraum

„2 Tage Wedding“ – #Zusammen für Wohnraum

Erzählcafé:
Sa, 08.09.2018 | 15:00 Uhr | AmMa65 (Malplaquetstraße 25 / Wedding)

Kiez-Diskussion:
So, 09.09.2018 | 16:00 Uhr | AmMa65 (Malplaquetstraße 25 / Wedding)

Mehr Infos: Hände weg vom Wedding

Das Netzwerk Zusammen für Wohnraum, ein solidarischer Zusammenschluss von Mieter*innen und Hausgemeinschaften aus Wedding, Moabit und darüberhinaus, ruft zur Meile der Vedrängung auf.
Kommt im Rahmen der Reihe „2 Tage Wedding“ am 08. und 09. September in den Kiez rund um die AmMa65 (Amsterdamer Straße/ Malplaquetstraße).

An beiden Tagen machen wir sichtbar, wie und wo uns Verdrängung durch den kapitalistischen Wohnungsmarkt täglich begegnet. Mit der Open-Air-Ausstellung der Plakatreihe Meile der Verdrängung weisen wir in den Straßen auf vergangene und aktuelle Kämpfe von Mieter*innen hin und entwickeln gemeinsam Solidarität und Praxis für eine Stadt, in der Wohnraum keine Ware ist und mit ihm spekuliert werden kann. Wohnen ist ein Grundrecht und kein Boden der Verdrängung.

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Wedding-Tresen: Google Campus und Start-Ups

Tresen im Juli mit TOP Berlin: Google Campus und Start-Ups

Wedding-Tresen & Info-Veranstaltung:
Do, 05.07.2018 | 20:00 Uhr | Café Cralle (Hochstädter Straße 10A / Wedding)

Veranstalter*innen: Hände weg vom Wedding
Referent*innen: TOP Berlin

Mittlerweile twittern es die Vögel von den Dächern: Die Tech-Industrie kommt nach Berlin und mit ihr prekärere Jobs, Selbstausbeutung und steigende Mieten. Ein Testballon dafür ist der Google Campus in Kreuzberg. Es soll der siebte in der „Campus Family“ werden – zumindest wenn es nach Googles Mutterkonzern Alphabet und dem Berliner Senat geht. Wie das mit Wohnungsnot im Kapitalismus, kalifornischer Ideologie und der Zukunft der digitalen Stadt zusammenhängt, hat die TOP Berlin in einer Broschüre analysiert. Bei unserem monatlichen Hände weg vom Wedding Tresen stellen sie diese Broschüre vor. Außerdem werden wir uns ansehen wo und wie die Tech-Industrie und Start-Up Szene bei uns im Wedding aktiv ist.

Kurz-Bericht & Fotos: »Organize!«-Demo im Wedding

Tausende im Wedding für eine kämpferische und solidarische Nachbarschaft

Unter dem Motto „Widerständig und solidarisch im Alltag – Organize!“ gingen im Berliner Stadteil Wedding am 30.04.18 rund 4000 Menschen auf die Straße. Bereits im Vorfeld der Demonstration kamen viele Initiativen aus dem Wedding in einem Bündnis zusammen um nicht nur dem Protest einen kollektiven Ausdruck zu verleihen, sondern auch um eine ganze Aktionswoche vom 20. – 30.04. durchzuführen (organizeberlin.blogsport.eu).

Eine hoch verschuldete Stadt wie Berlin muss mit aller Gewalt noch mehr Rendite erwirtschaften. Dieser Logik folgend ist es kein Zufall das sich immer mehr Nachbar*innen im Kiez, durch den anhaltenden Ausverkauf der Stadt, einer agressiver Verdrängung ausgesetzt sehen. Die jährliche antikapitalistische Demonstration steht seit 2012 für den Widerstand gegen steigende Mieten, tägliche Zwangsräumungen, rassistische Polizeikontrollen, soziale Ausgrenzung, Überwachung, Rassismus und Jobcenter-Stress. Auch dieses Jahr wird für eine solidarische Alternative zur hilflosen Berliner Wohnungs- und Sozialpolitk mobilisiert.

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Wedding-Tresen: #Zusammensetzen für einen solidarischen Kiez!

#Zusammensetzen für einen solidarischen Kiez!

Wedding-Tresen:
Do, 07.06.2018 | 20:00 Uhr | Café Cralle (Hochstädter Straße 10A / Wedding)

Veranstalter*innen: Hände weg vom Wedding

Diesen Monat nutzen wir den regelmäßigen Tresen im Café Cralle um Nachbar*innen, Freund*innen und Kolleg*innen zu treffen, ohne ein konkretes Rahmenprogramm oder eine Veranstaltung. Wir wollen die Zeit nutzen um solidarische Gespräche zu führen. Aktuelle Kämpfe, also Stress im Alltag, nervende Formulare, Lohn- und Wohnsituation, Jobcenter-Termine sind genau die Themen wofür dieser Abend einen Raum im Kiez bietet. Es bewegt sich was doch der kapitalistische Alltag im Wedding erdrückt unsere Nachbarschaft. Daher müssen wir Lösungen, Alternativen und Perspektiven von unten entwickeln – also kommt vorbei, lernt euch kennen!

Unterstützt widerständige Organisierungsprozesse in der Nachbarschaft z.B. mit einer Spende durch den Genuss unseres Soli-Drinks „Roter Wedding“ an der Bar!

Öffentliche Auswertung und Perspektiven der antikapitalistischen Kiezdemo

Öffentliche Auswertung und Perspektiven der antikapitalistischen Kiezdemo

Auswertung & Diskussion:
Mo, 14.05.2018 | 19:30 Uhr | Groni50 (Groninger Straße 50 / Wedding)

Mehr Infos: Hände weg vom Wedding

Nach der Demo ist vor der Organisierung. Deswegen laden wir euch herzlich ein den kommenden Montag (14. Mai) bei der öffentlichen Auswertung unserer Demonstration „Widerständig und Solidarisch im Alltag – Organize!“ vorbei zuschauen. Lasst uns gemeinsam kennen lernen, vernetzen, organisieren!

Vor zwei Wochen zogen wir mit unserer antikapitalistischen Demonstration durch den Wedding um auf steigende Mieten, Alltagsrassismus und soziale Ausgrenzung, aber auch Selbstorganisierung und Widerständigkeit aufmerksam zu machen. Organisiert wurde die Demonstration jetzt im zweiten Jahr von einem Bündnis verschiedener Gruppen und Einzelpersonen. Wir wollen mit euch die Demo gemeinsam auswerten und schauen, wo wir Rassismus und der zunehmenden Verdrängung aus unseren Kiezen Solidarität im Alltag entgegensetzen können. Dazu schauen wir gemeinsam Videos, sprechen über antikapitalistische Widerstände im Kiez und schmieden Pläne für zukünftige Kämpfe. Lasst uns in entspannter Atmosphäre kennenlernen, austauschen und vernetzen!

Wedding-Tresen: Allein machen sie dich ein!

Allein machen sie dich ein! Kiezsolidarität ist notwendig.

Info-Veranstaltung & Diskussion:
Do, 03.05.2018 | 20:00 Uhr | Café Cralle (Hochstädter Straße 10A / Wedding)

Veranstalter*innen: Hände weg vom Wedding
Referent*innen: Rote Hilfe Berlin

Unbequem und doch gerechtfertigt! Wir als Nachbar*innen im Kiez wissen nur zu gut, wo der Schuh drückt. Mieterhöhung durch die Hausverwaltung, Kündigung wegen Eigenbedarf, Rechtsstreit mit Eigentümer*innen, Kaputtsanierung, Stress mit HartzIV, Stress im Job, rassistische Pöbelleien, Polizeikontrollen am Bahnsteig… usw.

Diese Zustände erfordern gemeinsames Handeln und natürlich praktische Solidarität! Doch es ist darüber zu reden, warum laute Proteste, kritische Kiezveranstaltungen und langfristige Nachbarschaftsarbeit im Alltag von Polizei & Co kriminalisiert werden. Daher laden wir euch zu einem Gespräch und Erfahrungsaustausch ein.

Gemeinsam reden wir über die offene und verdeckte Kriminalisierung unserer Proteste für eine solidarische Stadt von unten sowie Ansätze nachbarschaftlicher Organisierungen. Welche Methoden und Strategien wenden Strafverfolgungsbehörden aber auch die Bezirkspolitik an, um uns klein zu machen, einzuschüchtern und zu spalten?! Erzählt von euren letzten Erfahrungen und Beobachtungen!

Ihr wollt außerdem Rückmeldung, Kritik und Anregungen zu den vergangenen Aktionen und Protesten loswerden? Der Abend gehört uns allen, kommt vorbei und lasst uns reden!

Antikapitalistische Demonstration »Organize!« & Aktionswochen gegen Verdrängung im Wedding

Widerständig und solidarisch im Alltag – Organize!

Antikapitalistische Kiez-Demo:
Mo, 30.04.2018 | 16:00 Uhr | U-Bahnhof Seestraße (Wedding)

Aktionswochen gegen Verdrängung:
Fr, 20. bis Mo, 30.04.2018 | Berlin-Wedding

Veranstalter*innen: Kiez-Bündnis »Organize!«
Aufrufe: [»Organize!«] | [Hände weg vom Wedding]

Plakat: [JPG | PDF] | Flyer: [JPG | PDF] | [Banner] | [Route] | [Mobi-Video]

Am 30.4. gehen wir gemeinsam gegen Verdrängung auf die Straße. Steigende Mieten, Zwangsräumungen und Wohnungslosigkeit, Stress auf dem Amt, Alltagsrassismus und zunehmende Überwachung sind Ausdruck der alltäglichen Gewalt des Kapitalismus. Rechte Parteien und Gruppen wie die AfD spalten durch Nationalismus und Populismus unsere Gesellschaft. Doch auch die rot-rot-grüne Landesregierung spielt spielt mit ihrer Politik diejenigen gegeneinander aus, die ohnehin ausgebeutet und ausgrenzt werden. Rassistische und erniedrigende Kontrollen sind für viele Menschen alltäglich. Überwachung nimmt zu – in sogenannten Gefahrengebieten wird Polizeigewalt zum Normalzustand.

Doch die derzeitige Situation wurde von Menschen gemacht und kann von Menschen verändert werden. Unsere Alternative zur kapitalistischen Stadt ist die „Stadt für Alle“. Wir wollen selbstorganisierte Orte, soziale Zentren, Kinderläden und Jugendclubs statt Luxusprojekte für Wenige. Wir wollen ein Recht auf Wohnen für alle statt Lagerunterbringung. Wir wollen Bewegungsfreiheit statt permanenter Kontrolle. Parteien und Parlamenten geben wir dabei eine klare Absage: Eine wirkliche Veränderung kann nur gemeinsam von unten geschaffen werden.

Unsere Alternative zum staatlichen Versagen ist Solidarität und Selbstverwaltung unserer Viertel und Städte; gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung!

Kiezhaus Agnes Reinhold – Unterwegs: Veranstaltung im Kalabal!k in Kreuzberg

Ein „Kiezhaus Agnes Reinhold“ für den Wedding!

Info-Veranstaltung:
Fr, 06.04.2018 | 20:00 Uhr | Anarchistische Bibliothek Kalabal!k (Reichenberger Straße 63A / Kreuzberg)

Veranstalter*innen: Kiezhaus Agnes Reinhold

Rebellische Kieze brauchen Räume, in denen sich ausgetauscht, vernetzt und organisiert werden kann. In der kapitalistisch verwalteten Stadt werden genau diese Räume immer seltener. Immer stärker werden sie vom Staat unter Druck gesetzt und zwangsgeräumt, wenn sie der Profit- und Renditegier von Eigentümer*innen im Weg stehen.

Wir wollen im Wedding einen Raum aufbauen, der kollektiv verwaltet wird und einer starken stadtteilpolitischen Bewegung zuarbeiten kann. Noch in diesem Jahr ist geplant, das „Kiezhaus Agnes Reinhold“ zu eröffnen.

Also verlieren wir keine Zeit und gehen es an: ein „Kiezladen“ für Weddinger*innen, die ihre Kieze lieber basisverwaltet sehen wollen, anstatt verdrängt, rassistisch ausgegrenzt oder mit hohen Mieten konfrontiert zu werden. Kommt vorbei und lasst uns am Abend gemeinsam Perspektiven der Unterstützung für dieses Projekt ausloten. Gemeinsam schaffen wir Räume des Widerstandes.