Kategoriearchiv: Beiträge

24.02.: Stattbad Wedding – Kundgebung: Piepgras geh baden!

kundgebung_piepgras„Piepgras geh baden! – Du kannst es nicht!“

Kundgebung:
Di, 24.02.2015 | 15:30 Uhr | Stattbad (Gerichtstraße 65 / Wedding)

Mehr Infos: Hände weg vom Wedding
Weitere Aufrufer*innen: Wir bleiben Alle, Stadt von Unten und Wem gehört Kreuzberg

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, möchte nur zu gern das sogenannte Dragonerareal in Kreuzberg 61 zum Höchstpreis versilbern, für sagenhafte 36 Millionen Euro. Verscherbelt, im wahrsten Sinne des Wortes, wird das öffentliche Eigentum aller Voraussicht nach an einen sich selbst als „Investor“ sehenden „Projektentwickler“ namens Arne Piepgras. Er plant dort angeblich einen „Künstlercampus“. Unter den vielen hemmungslosen Verwertern ist er kein Unbekannter und hat einige „Referenzen“ nachzuweisen.

Die Berliner Zeitung spricht vom „heruntergekommenen Schwimmbad“ im Wedding. Das Geschäftsmodell von Piepgras, nichts investieren und möglichst die MieterInnen im Zwischennutzungsverhältnis abzocken – gespielt wird mit Aufwertung durch künstlerische Nutzung. Das Stadtbad Wedding wurde billig vom Liegenschaftsfonds geschossen, zu einem unschlagbar günstigen Preis. Versprochen wurden Maßnahmen in Millionenhöhe, aber schon bei den sanitären Anlagen scheitert der „Investor“. Weiterlesen →

Demo: „PKK-Verbot aufheben! Kobanê und Rojava verteidigen!“

pkk_verbot_aufheben_demo_plakat„PKK-Verbot aufheben! Kobanê und Rojava verteidigen!“

Demonstration:
Sa, 21.02.2015 | 14:00 Uhr | Potsdamer Platz (Mitte)

Material: [Plakat: 01 / 02] | [Flyer] [Banner]
Weitere Infos: Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin
Aufruf | Çağrı | Bang: deutsch | türk | kurdî (kurmancî)
Presse: Junge Welt: Druck gegen PKK-Verbot

Durch das Verbot der Arbeiterpartei Kurdistans PKK werden seit über 21 Jahren Zehntausende Kurdinnen und Kurden ihrer demokratischen Rechte auf Meinungs-, Organisations-, Versammlungs-, und Pressefreiheit beraubt. Damit wird eine politische Organisation in die Illegalität gezwungen, die als Kern der kurdischen Befreiungsbewegung für eine umfassende emanzipatorische Perspektive im Nahen Osten eintritt, und zwar längst nicht mehr nur für Kurdinnen und Kurden.

So beruhen die radikal-demokratischen Errungenschaften im kurdisch-syrischen Rojava ebenso auf Programmatik und Erfahrung der PKK wie der erfolgreiche Widerstand der Stadt Kobanê gegen die Angriffe der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Nicht zuletzt rettete die PKK zehntausenden Jesidinnen und Jesiden im Shingal-Gebirge das Leben.

Begründet wurde das Verbot 1993 vor allem außenpolitisch, mit der Rücksichtnahme auf den NATO-Partner Türkei. Doch der kurdische Freiheitskampf ließ sich trotz der systematischen Unterdrückung der kurdischen Zivilbevökerung durch die türkische Armee nicht aufhalten. Heute hat die kurdische Bewegung in der Türkei eine solche Stärke und breite Unterstützung der Bevölkerung erreicht, dass Präsident Erdogan und die AKP-Regierung einsehen mussten, dass eine militärische Lösung illusorisch ist. Seit mehr als zwei Jahren schweigen die Waffen auf beiden Seiten weitgehend und Regierungsvertreter führen einen Dialog mit Abdullah Öcalan über eine politische Lösung der kurdischen Frage. Weiterlesen →

Lesungsreihe: Sakine Cansız: „Mein ganzes Leben war ein Kampf“

sakine_lesung_buchcover_webBuchvorstellung, Lesung und Erinnern an SARA, Sakine Cansiz

Lesungen:

Do, 05.02.2015 | 20:00 Uhr | Café Cralle (Hochstädter Straße 10A / Wedding)
im Rahmen des Tresens von: Hände weg vom Wedding

Do, 19.02.2015 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)
im Rahmen des Tresens von: North-East Antifascists [NEA]

Veranstalter*innen: Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin
Referent*innen: Kurdischer Frauenverein Dest Dan e.V. Berlin

Flyer: [Front / Back]

Am 9. Januar 2013 stand die Welt für alle, die der kurdischen Befreiungsbewegung verbunden sind, einen Moment still. Eine ihrer wichtigsten Persönlichkeiten, Sakine Cansız, war gemeinsam mit ihren Genossinnen Fidan Doğan und Leyla Şaylemez bei einem politischen Attentat in Paris ermordet worden. Das hier vorliegende Buch, der erste Band von drei Teilen, verfasste Sakine Cansız in den 1990er Jahren.
Es ist ein bedeutendes Zeitdokument, denn es beschreibt die ersten Schritte einer Revolution aus der Sicht einer ihrer Protagonistinnen und bedeutenden Führungspersönlichkeiten.
Gleichzeitig ist es der erste Teil der Lebensgeschichte einer großartigen Frau.

Weitere Infos zum Buch: Kurdistan Report: Mein ganzes Leben war ein Kampf

Das Buch wird bei den Veranstaltungen erhältlich sein.

Sakine Cansız: „Mein ganzes Leben war ein Kampf“ | 1. Band | Jugendjahre
448 Seiten | Preis: 12,00 Euro | ISBN: 978-3-941012-98-1

Info-Veranstaltung: „Berlin-Buch – Wohlfühlkiez für Nazis und Rassisten!?“

buch_va_jup„Berlin-Buch – Wohlfühlkiez für Nazis und Rassisten!?“

Info-Veranstaltung:
Mo, 16.02.2015 | 19:00 Uhr | JUP (Florastraße 84 / Pankow)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] in Kooperation mit dem Montagscafé des JUP

Berlin–Buch liegt am nordöstlichen Stadtrand Berlins. Schlafstadt, Medizinstandort und Familienbezirk im Grünen. Der an Brandenburg angrenzende Pankower Stadtteil fällt aus der Wahrnehmung der meisten Berliner*innen heraus. So verwundert es nicht, dass die zunehmende Dominanz organisierter Neonazis in Buch nur von wenigen wahrgenommen wird. Dieses Problem schwelt schon seit zwei Jahren und wurde bisher nur von wenigen Akteuren und Zuhörer*innen wahrgenommen. Erst die Mobilisierung gegen die geplanten Flüchtlingsunterkünfte machte es für die Allgemeinheit sichtbar.
In unserer Veranstaltung zeichnen wir die Entstehung der lokalen Nazistrukturen im Bezirk hin zu Neuformierung der Pankower NPD, dokumentieren rechte Übergriffe und Propaganda, so wie die aktuellen rassistischen Proteste gegen Geflüchtete in Buch. Im Anschluss bieten wir euch die Möglichkeit, Gegenstrategien zu entwickeln und euch an geplanten Aktionen zu beteiligen.

Naziaufmarsch in Cottbus verhindern & gemeinsame Anreise aus Berlin

cottbus_150215_bannerNaziaufmarsch in Cottbus verhindern & gemeinsame Anreise aus Berlin

Anreise aus Berlin:
Treffpunkt:
So, 15.02.2015 | 10:20 Uhr | Alexanderplatz | Gleis 1
Abfahrt: 10:40 Uhr

Material: [Aktionskarte]

Infos zu den Gegenprotesten in Cottbus: www.cottbus-nazifrei.info
Infos zur Anreise aus Berlin auf: www.antifa-nordost.org

Seit mehreren Jahren mobilisieren Neonazis am 15. Februar, dem Jahrestag der Bombadierung im 2. Weltkrieg, nach Cottbus zu einem “Gedenkmarsch”. Sie wollen damit am deutschen Opfermythos anknüpfen und somit ihre geschichtsrevisionistische und NS-Verherrlichende Ideologie auf die Straße tragen. Lasst uns gemeinsam den Naziaufmarsch verhindern! Fahrt mit uns aus Berlin nach Cottbus! Unterstützt die Genoss*innen in der Zone, damit auch dieses Trauerspiel endgültig in die Geschichte eingeht.
Es wird eine gemeinsame An- und Abreise geben.

Antifa-Criminals United!

NPD-Aufmarsch Rathaus Pankow wegen Bombardierung Dresdens

antifa_logo_srNPD-Aufmarsch Rathaus Pankow wegen Bombardierung Dresdens

Gegen-Kundgebung:
Fr, 13.02.2015 | 17:30 Uhr | Rathaus Pankow (Breite Straße 24A-26 / Pankow)

Die NPD Pankow will heute der Bombardierung von Dresden gedenken. Seit Ende der 90er Jahre gab es in Dresden eines der größten Neonazi-Aufmärsche in Europa an diesen Tag. Durch jahrelanger antifaschistischer Arbeit und durch das später gegründete Bündnis “Dresden Nazifrei” konnte diese alljährliche Demonstration verhindert werden. Seit ein paar Jahren wurde immer auch ein Täterspurenrundgang in Dresden durchgeführt, um aufzuzeigen, dass Dresden ebenso in das System des Nationalsozialismus verstrickt war, wie alle anderen Städte in dem damaligen Gebiet des Deutschen Reiches auch.

Die NPD Pankow möchte morgen aber an den Mythos des unschuldigen deutschen Volkes anknüpfen, dass 1945 plötzlich von den Alliierten bombardiert wurde. Das viele tausende Zivilist*innen sterben mussten, ist nicht gut zu heißen. Aber die NPD versucht durch ihre morgige Gedenkkundgebung eine Täter-Opfer-Umkehrung, die eine eindeutige Verherrlichung und Verharmlosung des Nationalsozialismus darstellt und die Opfer dieser Herrschaft in Vergessenheit rücken lässt.

Mi, 11.02.: HSH – Nazi-Wohlfühlzonen angreifen!

hsh_20150211_flyerGemeinsam gegen Rassismus – Nazi-Wohlfühlzonen angreifen!

Antirassistische Kundgebung:
Mi, 11.02.2015 | 18:00 Uhr | Egon-Erwin-Kisch-Straße (Vor dem Bürgeramt / Hohenschönhausen)

Vortreffpunkt:
Mi, 11.02.2015 | 17:30 Uhr | S-Bahnhof Ostkreuz (Ausgang Sonntagsstraße / Friedrichshain)

Weitere Infos: www.gemeinsam-gegen-rassismus.net
Live-Ticker am 11.02.2015: www.twitter.com/ai_b_bbg (AntiRa Infoportal // @ai_b_bbg)
Hashtag: #hsh_antira
EA: 030 / 6922222

Material: [Flyer] | [Aktionskarte]

*AKTUELLES:*
Recherche-Beitrag:
„Recherche und Analyse: Gemeinsam gegen Rassismus in Falkenberg“

Am 11.2. wollen Rassisten zum sechsten Mal durch Berlin Neu-Hohenschönhausen laufen. Unter der Führung des NPD-nahen “Berlin wehrt sich”-Bündnisses protestieren sie gegen die Errichtung von zwei Unterkünften für geflüchtete Menschen im Stadtteil. Zogen anfangs noch über hundert Rassisten durch die Straßen, ist es inzwischen nur noch ein Haufen von rund 50 Neonazis. Der Nazi-Protest bröckelt. Doch bis jetzt wurde er von den Bullen immer durchgeprügelt. Das kann sich nur ändern, wenn mehr Menschen ins Randgebiet kommen, um die Aufmärsche ein für alle Mal zu beenden. Überall, wo Nazis marschieren, müssen wir uns ihnen entgegen stellen. Dies ist besonders wichtig, da in der einen Unterkunft bereits geflüchtete Menschen leben, die sich jeden Tag den rassistischen Zuständen gegenüber sehen. Die Zeit ist reif – Antifa Widerstand!

Info-Veranstaltung: Rassistische Mobilmachung

info_va_pegida_baizEine Analyse zu PEGIDA und anderen Asylgegnern in Dresden und Umland

Info-Veranstaltung:
Sa, 07.02.2015 | 18:00 Uhr | BAIZ (Schönhauser Allee 26A / Prenzlauer Berg)

Vortrag von: Antifa Recherche Team Dresden
Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

*AKTUELLES:*
Diskussionsbeitrag der [NEA]:
PEGIDA – Brandstifter in Nadelstreifen(?)

BÄRGIDA, PEGIDA, MAGIDA… das “neue” bundesweite kulturrassistische Phänomen gegen eine vermeintliche Islamisierung bekommt nach den Anschlägen gegen das Satiremagazin Charlie Hebdo neuen Diskurswind. Eine der “Hotspots” der rassistischen Bewegung ist die sächsische Landeshauptstadt.
Dresden reiht sich damit in eine lange Liste sächsischer Orte ein, in denen Bürger immer dann den Arsch vom Sofa bekommen, wenn es gegen Ausländer geht. Mit PEGIDA und ihren Massendemonstrationen besitzt Dresden darüber hinaus aber ein Alleinstellungsmerkmal. Erste Erklärungsansätze aus Politik und Dresdner Wissenschaft sprechen von “besorgten Bürgern”, “Rechtsextremisten” oder “Wutbürgern”, zeigen Verständnis und plädieren für das Ernstnehmen der Sorgen und Ängste. Manche suchen den offenen Dialog, andere kommen mit Sondereinheiten gegen “kriminelle Asylbewerber”. Keinen der Ansätze halten wir für ausreichend, die meisten für falsch.
Den folgenden Fragestellungen wird sich der Vortrag annehmen: Wer protestiert da eigentlich? Welche Gemeinsamkeiten in den Argumentationen sind erkennbar, wo bestehen aber auch gravierende Unterschiede? Und was hat das Geschehen mit 1989 zu schaffen?

[Berlin-Pankow] 200 Menschen auf Silvesterdemo zum Frauenknast

silvesterdemo_2015_bericht…in Solidarität mit der in Pankow inhaftierten Aktivistin Gülaferit Ünsal. Gegen Knastindustrie, Zwangsanstalten und die Auslieferung linker Gefangener.

Am 31. Detember 2014 fanden in Berlin wieder die alljährlichen Silvesterknast-Demos statt.
Dass neben der traditionelle Demonstration zur JVA-Moabit seit einigen Jahren von meheren Demos gesprochen werden kann, ist den Organisator*innen der Silvester-Demo zu verdanken, die seit 2010 den Fokus der Demo auch auf andere Berliner Gefängnisanstalten ausgeweitet haben. So fanden in den Jahren 2010 und 2011, bis zur angekündigten Schließung des Abschiebeknastes Grünau am Silvesternachmittag immer Aktionen vor dem Köpenicker Knastkomplex statt. In den Folgejahren führte die Nachmittagsdemonstration zur Frauen-JVA in Berlin-Lichtenberg [2012 | 2013].

Insbesondere wurde auf die Situation der inhaftierten linken Aktivstin Gülaferit Ünsal aufmerksam gemacht, die seit 2011 unter dem Vorwurf einsitzt, die Revolutionäre Volksbefreiungspartei/-front (DHKP/C) in Deutscland und der Türkei unterstützt zu haben. Die politische Handhabe hierfür liefert der Paragraph 129b, der die sVerfolgung von im Ausland aktiven Organisationen in Deutschland legitimiert. In Berliner Knästen saß sie seit rund drei Jahren in Isolationshaft. Im Mai 2013 wurde sie zu 6,5 Jahren Haft verurteilt. Nach der Ablehung ihres Revisionsantrages wurde Gülaferit im September in den Frauenknast-Pankow verlegt. Weiterlesen →

[NEA]-Redebeitrag: „No love for Stalin“

ll_2015_nolove_banner„No love for Stalin“

Die russische Oktoberrevolution von 1917 kann aus heutiger Sicht sicherlich zunächst als der erste reale Versuch gesehen werden, sozialistische Theorie in der Wirklichkeit zu erproben. Die beteiligten Akteur*innen der Revolution verstanden eine materialistische Geschichtsauffassung, welche den Kern ihrer Überzeugungen bildete und bereits Anfang des 20. Jahrhunderts über eine beachtliche philosophische Tradition verfügte, als konkrete Aufforderung, den Sozialismus aus den Köpfen auf die Straße zu überführen. Die Errichtung eines sowjetischen Staates sollte hierbei nur die erste Stufe des letzten Kapitels einer Geschichte der Klassenkämpfe bilden, von der aus in einer nahen Zukunft der endgültige Sieg des Weltproletariats ausgehen würde. Weiterlesen →