Kategoriearchiv: Antifa

Infotelefon & Karte gegen den Naziaufmarsch in Weißensee / NPD läuft durch P’Berg / Route & Einschätzung

banner_antonplatz_20160201_twitter5Ab 17:30 Uhr twittern wir & die Infonummer wird geschaltet: 0174 4527148 | Twitter: #aplatz

Für den 1. Februar hat die NPD einen Aufmarsch in Weißensee angekündigt. Um es vorweg zu nehmen: Ob mit Sitzblockaden oder mit anderen Mitteln – Das Ding soll und muss blockiert werden! Mobilisiert für 18.00 Uhr, rund um die Greifswalder Straße!

Aktionskarte von Berlin gegen Nazis als *.pdf Datei.

Kommt zu 18:00 Uhr, rund um die Greifswalder Straße! Nazis Blockieren!

Weitere Hintergründe und Infos:

Route (Stand: 31.01.2016)

Route: S-Bhf. Greifswalder Straße (18.30 Uhr, Auftakt), Greifswalder Straße, Antonplatz (Kundgebung), Langhansstraße, Prenzlauer Promenade, Prenzlauer Allee, S-Bhf. Prenzlauer Allee (Abschluss)

Die NPD hat für 18:30 Uhr eine „Vorabdemo“ ab S-Bahnhof Greifswalder Straße angemeldet. Sie werden von dort aus über die Greifswalder Straße zum Antonplatz laufen. Am Antonplatz wollen die Nazis eine Kundgebung abhalten. Ab da haben sie einen weiteren Aufmarsch angemeldet, der durch Weißensee zurück nach Prenzlauer Berg, zum S- Bhf. Prenzlauer Allee führen wird.

Aus unserer Sicht beabsichtigt die NPD nicht die komplette Strecke zu laufen. Es ist viel wahrscheinlicher, dass sie eine Demo bis zum Antonplatz machen und dort eine Abschlusskundgebung abhalten. Sicher gäbe es auch für sie die Möglichkeit eine verkürzte Route über die Grellstraße zum S- Bhf. Prenzlauer Alle oder zum S-Bhf. Storkower Straße zu nehmen um den Gegenprotest vollkommen „auszutricksen“. Allerdings bewerben sie die Kundgebung auf dem Antonplatz mit Flyern seit zwei Wochen in verschiedenen Teilen des Großbezirks Pankow. Wenn sie dass anvisierte Vorhaben nicht umgesetzt bekommen und unorganisierte Anhänger dort mit den Antifaschist*innen allein rumstehen, wäre das eine Niederlage. Da in der Greifswalder Straße 80B eine neue Unterkunft für Geflüchtete entstehen soll, bietet sich für die NPD dadurch ein inhaltlicher Anknüpfungspunkt. Wahrscheinlich ist also ein Kurzaufmarsch über die Greifswalder Straße zum Antonplatz.

Mobilisierung und Mobilisierungspotential der NPD

Laut der Facebook-Präsenz der NPD Pankow wurde in Weißensee und an der Prenzlauer Promenade in den Briefkästen geflyert. Die Flugblätter tauchten auch in Buch auf. Wenn es um Mobilisierungen außerhalb Buchs ging, klebte die NPD in „ihrer Homezone“ nur Material für allgemeinpolitische Themen wie das Dresden- Gedenken u.a. In Buch werben sie sonst eher selten für Aktionen außerhalb der heimischen Scholle.  Die Kundgebung am Antonplatz ist als Auftaktveranstaltung der Pankower NPD zu werten, für die sie auch intern wahrscheinlich schon länger mobiliseren. Aus dem Nordosten ist darum mit einem Personenpotential von rund 30 bis 40 Nazis und Alltagsrassist*innen zu rechnen. Als Auftaktveranstaltung einen Aufmarsch zu wählen und diesen in Weißensee und Prenzlauer Berg durchführen zu wollen ist als Versuch einer Machtdemonstration zu verstehen. Die Aufmärsche der „Asylbetrüger“-Kampagne der Berliner NPD brachten im letzten Jahr immer 150 bis 200 Nazis zusammen. Hierfür spannt die NPD die Reste ihrer meist brach liegenden Lokalverbände ein und mobilisiert ihr Umfeld aus den „Nein zum Heim“-Initiativen. Auch für die Berliner NPD macht es Sinn ihren Jahresauftakt in Pankow zu starten, da es der einzige noch funktionierende lokale Verband der Nazipartei ist. Der lokale NPD- Vorsitzende Christian Schmidt ist seit Oktober als Mitarbeiter bei Udo Voigt angestellt. Schmidts kündigungssicheres Arbeitsverhältnis stärkt zusätzlich die Nähe zu den Berliner NPD-Strukturen. So administriert er unter anderem die Facebook Präsenz des Landesverbandes.

Straße dicht für Nazis!

Die Erfahrungen der letzten Monate und Jahre zeigt in Berlin ein immer gleiches Bild: Antifa-Gruppen stehen sich mit den Piraten und der Linkspartei zusammen die Beine in den Bauch. Da „Zivilgesellschaft“ und Parteien sich nicht immer um die Anmeldung von Gegenkundgebungen kümmern, aber auch weil es mittlerweile einer Beteiligung aus allen politischen Spektren bedarf, um bei einer Anti-Nazi-Kundgebung mal 50 Teilnehmer*innen zu versammeln, sind Antifa-Strukturen mittlerweile vor allem durch die Organisierung symbolischer Gegenproteste gebunden.

Wir wollen uns nicht mit den Nazis „verabreden“, um sie aus sicherer Distanz anbrüllen zu können. Vielmehr muss es darum gehen den Naziaufmarsch am 1. Februar so gut es geht in seinem Ablauf zu stören! Da das nur zusammen zu schaffen ist laden wir alle Menschen ein, die dieses Ziel mit uns teilen.

Die Kundgebungspunkte werden sich noch bis Montag ändern.
– Aktuelle Routen/Kundgebungsinfos  bei: „Berlin gegen Nazis“
– Ticker am 1. Februar: www.twitter.com/antifanordost | Hastag: #aplatz

Mobilisiert für 18:00 Uhr, rund um die Greifswalder Straße!

North-East Antifascists [NEA], Berlin, 31. Januar 2015

1. Feb.: Schluss mit der Hetze! Keine NPD-Demo in Weißensee!

banner_antonplatz_20160201Schluss mit der Hetze! Wir lassen uns nicht spalten!
NPD-Demo am Antonplatz stören und verhindern!

Aktionen & Gegen-Kundgebungen:
Mo, 01.02.2016 | ab 18:00 Uhr | Antonplatz (Weißensee)

Twitter: #aplatz
Weitere Infos: Berlin gegen Nazis
Weitere Texte: Anwohner*innen-Mobi
Karten (vorab!): [Farbe] [S/W]
Banner: [Web] | [Twitter #1] [Twitter #2] [Twitter #3] [Twitter #4] [Twitter #5] [Twitter #6] | [U-Kreis/Frei-Zeit-Haus]
Material: [Plakat] | [Flyer]
Kopiervorlagen: [Flyer A5] | [Plakat A4]

Für Montag den 01.02.2016, ruft die Pankower NPD zu einer Demonstration auf dem Antonplatz in Weißensee auf. Dies reiht sich ein in eine rassistische Hetzkampagne, welche die NPD-Pankow seit Monaten im Bezirk fährt. Bisher waren sie vornehmlich in den äußeren Stadtteilen wie Blankenburg, Karow und Buch aktiv. Neben dem Aufspielen als „Bürger*innen-Wehr“ und dem Verteilen von Pfefferspray, um die Lage völlig eskalieren zu lassen, macht die NPD-Pankow regelmäßig mit Falschmeldungen auf sich aufmerksam. Nun wollen sie eine Demonstration in Weißensee veranstalten, um auch dort ihre rassistische Hetze zu verbreiten. Die katastrophale Lage für die Geflüchteten in den völlig überfüllten und menschenunwürdigen Unterkünften muss hierbei als Aufhänger für eine überzogene Panikmache vor einer angeblichen Islamisierung herhalten. Die NPD ist somit geistige und reale Brandstifterin. Bereits im Sommer setzte sich die Hetze in die Tat um, als es in der Hansastraße zu mehreren rassistischen Übergriffen auf vermeintlich Geflüchtete kam.  Nachdem sie schon 2014 in der Rennbahnstraße und am Hamburger Platz keinen Erfolg hatten, versuchen sie es nun am zentralen Antonplatz. Wir rufen dazu auf, die Demo zu stören und zu verhindern. Beteiligt euch an den Protesten!

Und nicht vergessen: im September folgen die Berlin-Wahlen: achtete auf weitere Ankündigungen! CDU, SPD, AfD, NPD die rassistischen Mäuler stopfen!

Weißensee bleibt stabil gegen Nazis und Rassismus!
Es bleibt dabei: kein Mensch ist illegal!

 

Weißensee: Anwohner*innen-Flyer gegen NPD-Aufmarsch

plakat_antonplatz_20160201NPD-Kundgebung verhindern, NPD-Wahlkampf blockieren!

Aktionen & Gegen-Kundgebungen:
Mo, 01.02.2016 | ab 18:00 Uhr | Antonplatz (Weißensee)

Twitter: #aplatz
Weitere Infos: Berlin gegen Nazis
Weitere Texte: Anwohner*innen-Mobi
Karten (vorab!): [Farbe] [S/W]
Banner: [Web] | [Twitter #1] [Twitter #2] [Twitter #3] [Twitter #4] [Twitter #5] [Twitter #6] | [U-Kreis/Frei-Zeit-Haus]
Material: [Plakat] | [Flyer]
Kopiervorlagen: [Flyer A5] | [Plakat A4]

Das Wahljahr in Berlin hat begonnen und die NPD will im Wahlkampf mitmischen, indem sie die in den frühen 90er Jahren beliebte rechte Parole “Das Boot ist voll” wieder aus der Versenkung holt und so Stimmung gegen Geflüchtete zu machen versucht.

Schon Ende 2015 startete die NPD ihre Kampagne unter dem Motto “Das Boot ist voll – Asylbetrüger abschieben”. So wurde nicht nur der NPD-Parteitag 2015 unter dieser Losung abgehalten, sondern es fanden zwei Aufmärsche in Berlin-Johannisthal und Marzahn-Hellersdorf statt. Mit dem Motto fantasiert sich die NPD ein Konstrukt eines “überlasteten Deutschlands” herbei, unterstellt Menschen auf der Flucht, dass sie nicht aus einem Schutzbedürfnis heraus fliehen, sondern sich Asyl erschleichen wollten und treibt so die rassistische Hetze in der BRD voran.

Wie sich in der jüngsten Vergangenheit zeigte, trägt die NPD-Kampagne schon Früchte. So hat sich das übliche Mobilisierungspotenzial von 10 bis 20 Teilnehmer_innen bei rechten Demonstrationen inzwischen vervielfacht – bei der NPD-Demo in Johannisthal marschierten 120 Nazis auf – und auch bei der Kundgebung am 01. Februar ist mit 150-200 Teilnehmer_innen zu rechnen. Zudem ist davon auszugehen, dass die NPD ihre Kampagne weiter ausbaut und in der nahen Zukunft weitere rassistische Veranstaltungen plant und abhalten will.

Umso wichtiger ist es, dass wir dem NPD-Wahlkampf von vornherein den Wind aus den Segeln nehmen, indem wir uns den Nazis entgegenstellen!
Deshalb kommt zum Antonplatz in Weißensee, blockiert die Nazis, seid laut, damit sie sich kein Gehör verschaffen können, verhindert diese und alle weiteren rechten Aufmärsche und Kundgebungen!

Aktionen gegen die NPD:
Mo, 01.02.2016 | 18:30 Uhr | Antonplatz (Weißensee)

Aktuelle Infos unter:
www.twitter.com/antifanordost | #aplatz

North-East Antifascists [NEA] | www.antifa-nordost.org

Antifa-Block auf der LL-Demo 2016: Solidarisch kämpfen

ll_demo_2016_plakatSolidarisch kämpfen: Antifaschistisch. Antirassistisch. Internationalistisch. Antikapitalistisch.

Antifa-Block auf der LL-Demo 2016:
So, 10.01.2016 | 10:00 Uhr | U-Bahnhof Frankfurter Tor (Friedrichshain)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & Radikale Linke Berlin

Unterstützer*innen: Antikapitalistische nichtweiße Gruppe im Aufbau, internacionalismo21 & Verband der Studierenden aus Kurdistan / Yekîtiya Xwendekarên Kurdistan (YXK) Berlin

Material: [Plakat] | [Flyer Front] [Flyer Back] | [Banner: 468×60] [Banner: 234×60] [Banner: Mobi-Video] [Banner: Videobericht 2015] [Banner: Gedenkrundgang]

Videos: [Mobi-Video 2016] [Videobericht 2015]

Weitere Artikel:
– LL-Demo 2016 – Interview in der Jungen Welt: »Wir wollen linke Geschichte nicht aufgeben«
– Videobericht von der LL-Demo 2015

Reihe im Antifa-Block:

Wir freuen uns sehr, dass unsere Genoss*innen und Freund*innen vom Internationalistischen Abend und Interbrigadas mit dem Bündnis internacionalismo21 zu Internationalistischen Reihen im Antifa Block unter dem Motto: „EINE BESSERE WELT IST MÖGLICH. Krieg den Kriegsteibern Innen und Außen!“ aufrufen.
Mehr Infos: 10.01.2016: internacionalismo21- Internationalistische Reihen im Antifa Block auf der LL(L)-Demo
Material: [Aufruf] | [Flyer]

Aktionen im Anschluss an die LL-Demo:

Gedenkrundgang auf dem Friedhof der Sozialist*innen mit Bernd Langer: [Banner]
Direkt nach der Demo | Treffpunkt am Transparent des Antifa-Blocks, links vom Aufgang

Lesung von Texten von und über Rosa Luxemburg:
So, 10.01.2015 | 15:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Steg (Tiergarten)

Weitere Veranstaltungen zur Thematik:

Info-Veranstaltung: Klassenkampf im Betrieb [Flyer]
Fr, 08.01.2016 | 19:00 Uhr | Kiez-Treff Mediengalerie (Dudenstraße 10 / Kreuzberg)

Vor fast 97 Jahren, am 15. Januar 1919, wurden die beiden Revolutionär*innen Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg von faschistischen Freikorps ermordet.Mit der alljährlichen Liebknecht-Luxemburg-Gedenkdemonstration und dem antifaschistischen Block geben wir eine Kampfansage und verknüpfen Gedenkpolitik mit praktischen Kämpfen: gegen rassistische Hetze, geistige und reale Brandstiftung, faschistische und imperialistische Bedrohungen – für eine solidarische Gesellschaft jenseits von Staat, Nation und Kapitalismus.Luxemburgs und Liebknechts Analysen und Kämpfe gegen Militarismus, Imperialismus und Rassismus bleiben bis heute wichtige Bezugspunkte radikal linker Politik und sind Ausgang für den Aufbau einer befreiten Gesellschaft.
Der antifaschistische Block möchte emanzipatorische Kämpfe um Würde und Freiheit, jenseits von nationalistischer und kapitalistischer Unterdrückungslogik sichtbar machen und zusammenführen.
Dies bedeutet:

  • Kampf der rassistischen Hetze und Aufmärsche von PEGIDA, BÄRGIDA & Co.!
  • Unterstützt die antifaschistischen Kämpfe in den Außenbezirken! Solidarität mit den Kämpfen der Geflüchteten um Selbstbestimmung und Würde. Auf die Straße gegen Lagerunterbringung, Residenzpflicht, Abschiebungen und rassistische Sondergesetze!
  • Entschlossen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung in den Wahlkämpfen für BVV und Abgeordnetenhaus im September 2016 – Der AfD, NPD, CDU und SPD die rassistischen Mäuler stopfen!
  • Hoch die internationale Solidarität! Unterstützt die Kämpfe der internationalistischen Linken gegen Repression und für Selbstorganisierung – weg mit dem Verbot der PKK! Führen wir die Kämpfe gegen Faschismus, Imperialismus und religiösen Fundamentalismus zusammen.
  • Nie wieder Krieg! Gegen kulturrassistische Hetze und imperialistische Kriege. Zusammen auf die Straße gegen Kriegseinsätze und Waffenexporte!
  • Lassen wir die Stadt rebellieren: Organisieren wir uns kollektiv gegen Zwangsräumungen, rassistische Polizeikontrollen und steigende Mieten.
  • Betriebliche Organisierung und Kämpfe sind die Grundlage für gesellschaftliche Veränderungen.

Blockaden, Demonstrationen, Streiks: Geschichte wird gemacht.  
Auf zur LL-Demonstration 2016, hinein in den Antifa-Block!

„Eure Ordnung ist auf Sand gebaut.“
Rosa Luxemburg

Mobi-Videos:

Solidarisch kämpfen: Hinein in den Antifa-Block! | Mobi-Video zur LL-Demo 2016

Liebknecht-Luxemburg-Demo 2015 | Bericht vom Gedenken am Ehrenmal

Gesamter Aufruf / Weitere Aktionen und Veranstaltungen:

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Info-Veranstaltung: „Bonjour, régression!“

m_le_penBonjour, régression! – Frankreich zwischen Attentaten, Notstand und Rechtsruck bei den Regionalwahlen

Info-Veranstaltung:
Fr, 08.01.2016 | 19:00 Uhr | Helle Panke (Kopenhagener Straße 9 / Prenzlauer Berg)

Referent: Bernhard Schmid (Journalist, Paris)
Moderation: Fabian Kunow
Mehr Infos: www.helle-panke.de
Kosten: 2,00€

Genau ein Monat trennte die mörderischen Attentate in Paris vom 13. November 2015 (mit 130 Toten und 350 Verletzten) vom Ausgang der Regionalparlamentswahlen in ganz Frankreich. Deren zweiter Durchgang mit den Stichwahlen fand am 13. Dezember statt. Aus der ersten Runde war die extreme Rechte als Hauptgewinnerin hervorgegangen. Im landesweiten Durchschnitt wurde der Front National (FN) zur stimmenstärksten Partei und überrundet beide großen politischen Blöcke: sowohl die konservativ-wirtschaftsliberale Rechte als auch die Sozialdemokratie und ihre linksliberalen Verbündeten.
Dies ist nicht der einzige Grund zur Beunruhigung. Seit dem 14. November wurde über Frankreich der Notstand verhängt, unter Rückgriff auf eine Gesetzgebung, die aus dem Jahr 1955 stammt und vor dem Hintergrund des Algerienkriegs – des blutigsten aller französischen Kolonialkriege mit erheblichen Auswirkungen auf die „Heimatfront“ – verabschiedet wurde.
Der Ausnahmezustand rechtfertigte u.a. Demonstrationsverbote, da Menschenansammlungen von potenziellen Attentätern gefährdet seien – was seltsamerweise nicht für Einkaufszentren, Multiplex-Kinos und Weihnachtsmärkte zuzutreffen schien. 24 UmweltaktivistInnen wurden im Vorfeld des internationalen Klimagipfels von Paris unter Hausarrest gestellt, was ebenfalls der Notstand (ohne richterliche Anordnung) ermöglicht, und bei einer Demonstration zum Klimagipfel kam es zu 346 Festnahmen. Auch massive Verschärfungen im Ausländerrecht wurden unter dem Vorwand der Terrorabwehr durchgedrückt.
Während viele BeobachterInnen ein Bündnis aus einem Teil der Konservativen und den Rechtsextremen nicht mehr ausschließen und die nächste Regierung rechter als die jetzige ausgerichtet sein dürfte, werden gleichzeitig die Instrumente für eine mögliche autoritäre Krisenverwaltung vorbereitet.

Frequenzkonsum – Über die Silvio-Meier-Demo, Hintergründe & MaHe

frequenzkonsum_silvio_meier_2016Frequenzkonsum – Über die Silvio-Meier-Demo, Hintergründe & MaHe

21.11. | 13 Uhr Mahnwache | U-Bhf Samariterstraße
21.11. | 15 Uhr Antifaschistische Demonstration | S-Bhf Marzahn / Eastgate

(B) 18.11.2015 – Gedenkrundgang: Rassistische Morde in Marzahn
+ + + linksunten.indymedia.org/de/node/159691

Aufruf des Silvio Meier Bündnis 2015: Stoppt die rassistischen Brandstifter*innen.
+ + + www.antifa-nordost.org/3280/aufruf-des-silvio-meier-buendnis-2015-stoppt-die-rassistischen-brandstifterinnen-antifa-bleibt-notwendig-in-gedenken-an-silvio-meier/

Frequenzkonsum – Über die Silvio-Meier-Demo, Hintergründe & MaHe by Antifa Nordost on Mixcloud

Bericht & Fotos: Gedenken an die Opfer der „Aktion T4“ in Pankow-Buch

Ein Gedenkrundgang in Berlin-Buch

Aufruf: Gedenken an die Opfer der „Aktion T4“ in Pankow-Buch
Bericht: VVN-BdA Pankow

Am Sonnabend, den 17.10.2015, trafen sich über 20 Bürger*innen in Berlin-Buch. Wir gingen gemeinsam zu den Stätten im Bucher Krankenhaus, welche an die „Aktion T4“ erinnern, um der Opfer zu gedenken. Unter dem Motto „Für ein aktives Gedenken in Berlin-Buch. Gedenkspaziergang zur Erinnerung und Mahnung“ hatte das Netzwerk für Demokratie und Respekt Buch-Karow zu einem Gedenkrundgang in Berlin-Buch aufgerufen.

Die „Aktion T4“, die auch heute noch fälschlicherweise als „Euthanasie“ bezeichnet wird, wurde auch in den Bucher Kliniken durchgeführt. Euthanasie bedeutet frei übersetzt der gute Tod.
Während dieses Programmes starben in den Bucher Kliniken in den Jahren 1942/43 fast 10.000 Menschen.
Nach einem kurzen Einführungsvortrag durch die Gruppe North-East Antifascists [NEA], der über den geschichtlichen Hintergrund und besonders über die Rolle der Bucher Klinik informierte, begaben wir uns zu den Gedenkstätten im Klinikum und im Max-Delbrück-Centrum, um dort Blumen niederzulegen. Die Gruppe [NEA] legte im Anschluss auch Blumen am ehemaligen Wohnhaus des von Neonazis im Jahr 2000 ermordeten Erwerbslosen Dieter Eich nieder.

Nach dem Ortsspaziergang trafen sich noch einige Teilnehmer*innen zu einem Austausch im Bürger*innencafé in Buch. Diese Art des Gedenkens wurde von den Anwesenden als sehr gut empfunden. Die Organisatoren können sich vorstellen, diesen Gedenkspaziergang in den kommenden Jahren zu wiederholen und das Ganze auch mit Schüler*innen an einem Projekttag durchzuführen.

Fotos VVN-BdA:

Fotos NEA:

19. Dez: Punk-Rock Soli-Party im Zielona Gora

flyer_zielona_punk_dez2015„I stress you out with punk-rock sound – Hell yeah!“

Soli-Party für von Repression betroffene Antifaschist*innen:
Sa, 19.12.2015 | 22:00 Uhr | Zielona Gora (Grünberger Straße 73 / Friedrichshain)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Flyer

LineUp:
DJ Addicted (Vinyl only)
Stage Boi!tles (sometimes antifascist, always antisocial)
2Drunk2Dance (Punk und so wat)
Special Guest (wirst ja sehn)

Eine antifaschistische Praxis ist bei den Hotspots der Nazis der NPD-Pankow, insbesondere im Nord-Osten Berlins, unverzichtbar. Diese zu nerven gehört zu unseren Hauptaufgaben und die erfüllen wir doch gern. Allerdings ruft konkrete antifaschistische Arbeit auch den Repressionapparat auf den Plan. Also feiert mit uns zu besten Punkrock-Sound (von Platte und aus der Dose) und unterstützt von Repression betroffene Antifaschist*innen.

[NEA]-Tresen: „Antifaschistischer (Video-)Jahresrückblick“

antifatresenAntifaschistischer (Video-)Jahresrückblick

Antifa-Tresen und Videobeiträge:
Do, 17.12.2015 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Eintritt: frei

Gemeinsam wollen wir auf das Jahr 2015 aus antifaschistischer Perspektive zurückschauen. Dazu haben werden wir mehrere Videobeiträge zeigen und mit euch diskutieren: Welche Erfolge konnten dieses Jahr verbucht werden? Wie hat sich die “Antifa-Debatte” auf die Praxis ausgewirkt? Wie weiter 2016? Wir werden einen kleinen Ausblick geben. Dazu leckeres veganes Essen, kühle Getränke und Raum für Vernetzung und Austausch in entspannter Atmosphäre.
Weiterhin gibt es Soli-Cocktails für die Kampagne: „Eine Feuerwehr für Rojava„.

Info-Veranstaltung: „Rechtsruck in Polen“

iv_polen_wahlen_2015„Rechtsruck in Polen“

Info-Veranstaltung:
Mi, 16.12.2015 | 19:00 Uhr | Vierte Welt (Adalbertstraße 4 / Kreuzberg)

Veranstalter*innen: PostKomm | Interventionistische Linke (IL) Berlin | Blockupy
Referent: Dr. Przemek Witkowski
Flyer

Polen rückt nach rechts. Der Wahlsieg von Andrzej Duda bei den Präsidentschaftswahlen im Mai 2015 hat viele überrascht. Als direkte Folge gewann das nationalkonservative Lager die absolute Mehrheit bei den Parlamentswahlen im Oktober unter Führung von Jaroslaw Kaczyński. Auch die nadelstreifen Faschisten der neuen nationalen Bewegung (Ruch Narodowy) schafften mit der rechten Protestpartei des Rocksängers Pawel Kukiz ebenfalls den Einzug in den Sejm.Die Sozialdemokraten erlebten eine historische Niederlage und verpassten, genauso wie andere Linke Kräfte, den Einzug ins Parlament. Damit sind Polens Nationalisten in allen wichtigen Gremien, Ämtern und sonstigen Regierungsstellen vertreten und haben die Befugnisse und die Macht das Land nach ihren Vorstellungen zu einem klerikal-nationalistischen „Paradies“ umzuformen.Während des Wahlkampfes zeigten sich mit aller Offenheit rassistische und islamfeindliche Ressentiments gegen Flüchtlinge und Migrant*innen. Damit ist neben Orbans Ungarn ein weiteres osteuropäisches Land auf dem Weg in ein autoritäres Regime. Mit der Veranstaltung wollen wir der Frage nachgehen, was das für uns als radikale Linke, Feminist*innen und Basisaktivist*innen bedeutet. Welche Ursachen haben dazu geführt und was können polnische und deutsche Aktivist*innen dagegen tun?

Dr. Przemek Witkowski aus Wroclaw ist linker Aktivist/Publizist und arbeitet bei der polnischen Zeitschrift Krytyka Polityczna (KP). KP versucht seit Jahren mit vielfältigen Aktionen im Bereich Kultur und Politik linke Positionen in der Gesellschaft zu verankern. Sie will eine intellektuelle Basis für alternative Bewegungen schaffen und zu neuen kritischen Diskursen in der polnischen Öffentlichkeit anregen. Zur Erfolgsgeschichte des Verlages gehört auch die Gründung zahlreicher Clubs, in denen Filme gezeigt und Diskussionen veranstaltet werden.