Kategoriearchiv: Antifa

Aufruf zur Video-Kundgebung für Rojava

SoliIn Rojava findet seit 2012 ein gesellschaftlicher Prozess hin zur Schaffung einer basisdemokratischen, säkularen Gesellschaft statt. Eine zentrale Rolle spielt in Rojava der Kampf der Frauen gegen patriarchale Unterdrückung. Die Volksverteidigungskräfte YPG und die Frauenverteidigungskräfte YPJ verteidigen Rojava vor den Angriffen des Islamischen Staats (IS). In den drei Kantonen Cizîre, Kobanê und Afrin konnte eine Selbstverwaltungsstruktur errichtet und der Terror des IS gebrochen werden, obwohl dieser insbesondere durch die angrenzende Türkei massive Unterstützung erfährt. Mit der Kampagne »Support Rojava« wollen wir die unterschiedlichen Formen der praktischen Solidarität vom Spendensammeln bis hin zur bewaffneten Verteidigung zusammenführen und in der Öffentlichkeit noch weiter bekannt machen. Am 5. Dezember 2015 findet ein bundesweiter Aktionstag für Rojava statt. In Berlin organisieren wir eine Kundgebung, bei der mit kurzen Videoclips und Beiträgen die unterschiedlichen Facetten der Solidaritätsarbeit und die Entwicklung in Rojava dargestellt werden.

www.support-rojava.org

Video-Kundgebung | Berlin | 5. Dezember 2015 | 16 Uhr | Heinrichplatz

Infoveranstaltung: Graue Wölfe in Deutschland – Almanya’daki bozkurtlar

Mittwoch, 2. 12. 2015, 19:00 Uhr, Südblock, Admiralstraße 1-2, 10999 Berlin

hp_plakatStrukturen und Auftreten des türkischen Ultra-Nationalismus – Türk ultra miliyetciliğin yapıları ve davranışları

In der Kreuzberger Oranienstraße ein Zentrum von Rechtsextremist*innen? Ein Brandanschlag nur ein paar Ecken weiter auf das Büro einer Organisation, die sich für Minderheiten einsetzt, wenige Stunden, nachdem es mit einer großen Feier eingeweiht wurde? Hunderte Nationalist*innen, teils bewaffnet, auf der Jagd nach Linken am Kotti?
Für die Mehrheit der Berliner*innen unvorstellbar.
Das liegt daran, dass wir beim Thema „nationalistische Indoktrination von Jugendlichen“ oder „rechtsextreme Gewalt“ eher an deutsche Neonazis in Berliner Außenbezirken oder in der sächsischen Provinz denken als an den linksgeprägten Multi-Kulti-Bezirk Kreuzberg.
Dabei ist Kreuzberg – wie viele andere von türkischen Einwander*innen geprägte Kieze Aktions- und Agitationsort von türkischen Ultra-Nationalisten und ihren vielfältigen Vereinsstrukturen: den „Grauen Wölfen“.
Auf der Straße sichtbar werden diese Strukturen für die Mehrheit der „Bio-Deutschen“ selten, zielen diese doch vor allem auf die türkische Community. Weiterlesen →

Aufruf des Silvio Meier Bündnis 2015: Stoppt die rassistischen Brandstifter*innen. Antifa bleibt notwendig. In Gedenken an Silvio Meier

SM_Plakat_A221.11. | 13 Uhr Mahnwache | U-Bhf Samariterstraße

21.11. | 15 Uhr Antifaschistische Demonstration | S-Bhf Marzahn / Eastgate

Die Zeiten sind bitter: Nahezu täglich gibt es Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, an den Wochenenden wüten Mobs aus Nazis und rechten Hooligans mit Zustimmung der lokalen Bevölkerung durch deutsche Kleinstädte. An jedem beschissenen Montag grüßt PEGIDA und führt der antifaschistischen Bewegung ihre scheinbare Ohnmacht vor. Anstatt etwas gegen die rassistische Stimmungsmache zu tun, macht der Staat, was er am besten kann: den Dialog mit den Täter*innen suchen und Geflüchtete bekämpfen. Viele fühlen sich an die 90er Jahre erinnert und spätestens seit Heidenau wissen wir, dass sich rassistische Pogrome, wie in Rostock-Lichtenhagen, Mölln oder Hoyerswerda, wiederholen können. Damals gipfelte eine ähnliche Stimmung im Ostberliner Bezirk Marzahn in einem Mord. So wurde 1992 Nguyễn Van Tu von Rassisten erstochen. Höchste Zeit also für uns als Antifaschist*innen schlagkräftige Gegenwehr zu organisieren: Gegen die Rassist*innen, den Staat, und die Gesellschaft, die diese Scheiße überhaupt erst möglich macht. Weiterlesen →

„Braucht Antifaschismus DIE LINKE ?“

Freitag | 20.11.2015 |  19:00 Uhr | Karl-Liebknecht-Haus |  Kleine Alexanderstr. 28 | 10178 Berlin

logo-antifaaktionalt Zwischen Willkommenskultur und klassischer antifaschistischer Arbeit! Die AFD verzeichnet enorm steigende Mitgliederzahlen, der rechte Mob tobt auf deutschen Straßen und Übergriffe auf Geflüchtete sind an der Tagesordnung. Gleichzeitig stoßen Helfende in Flüchtlingsinitiativen und Antifaschist_innen an ihre Grenzen. Zwischen ehrenamtlichen Engagement und antirassistischer Arbeit scheint die Linke als Bewegung derzeit etwas überfordert zu sein. In vielen Bereichen kann oft nur reagiert werden, anstatt wirklich strategisch zu handeln. Das ist so in Dresden und in Berlin – hier auch besonders in den Randgebieten. Antifaschismus hat Wurzeln und eine tiefe Begründung, das heißt Gedenkarbeit und Lernen aus der Vergangenheit, für eine Welt ohne Rassismus, Krieg und Faschismus. Damals wie heute muss dem rassistischen Mob auf der Straße der Raum genommen werden und der geistigen Brandstiftung politisch und auf allen Ebenen etwas entgegen gesetzt werden.

Doch was heißt das konkret? Welche Rolle spielen hier die einzelnen Akteure in und um Berlin und im speziellen DIE LINKE? Wie können wir Antifaschist_innen unsere Zusammenarbeit verbessern, um auf die aktuelle Situation entsprechend reagieren zu können?

Für das Podium sind eingeladen:

Klaus Lederer, DIE LINKE. Berlin
Dirk Stegemann, Berliner VVN-BDA e.V.
Aktive aus der Interventionistischen Linken Berlin
Aktive aus autonomen Antifa-Strukturen
Aktive von linksjugend [‘solid‘]

Gedenken: Rassistische Morde in Marzahn

Nguyễn Van Tu wurde m 24. April 1992 von einem Marzahner Rassisten erstochenDamals wie heute: Rassismus tötet!
Im Gedenken an die Opfer faschistischer und rassistischer Gewalt.
Gedenken an Nguyễn Van Tu und Nguyen Tan Dung
18. November 2015 | Treffpunkt: 17.30 Uhr S-Bhf. Marzahn
Silvio Meier-Demo: Stoppt die rassistischen Brandstifter!
21. November 2015 | 15 Uhr | S-Bhf. Marzahn | Berlin

Es schien eine Zeit lang, als hätte sich der alltagsrassistische Geist der 1990er Jahre im Berliner Großbezirk Marzahn-Hellersdorf etwas gelegt. Doch die massive rechte Hetze, die sich mit der Eröffnung der Geflüchtetenunterkunft in der Carola-Neher-Straße in Hellersdorf Bahn brach, belehrte viele eines Besseren. Den Bau weiterer Unterkünfte, wie der am Blumberger Damm (2014), sowie die Einrichtung von Notunterkünften im Bezirk (2015) nutzen die örtlichen Nazistrukturen, um die Anwohner*innenschaft erneut gegen Geflüchtete zu mobilisieren. Seitdem ist der Bezirk nicht mehr zur Ruhe gekommen. Wöchentlich kommt es seit Herbst 2014 zu rassistischen Aufmärschen und Kundgebungen, die zu ihren Hochzeiten bis zu 1.000 Teilnehmer*innen zählten.

Der derzeitige gesellschaftliche Rechtsruck nährt das Selbstbewusstsein der Rassist*innen und bestärkt sie in ihrem Tun. Für die Vietnamesen Nguyễn Van Tu und Nguyen Tan Dung, die in den Jahren 1992 und 2008 von Marzahner Rassisten erstochen wurden, bedeutete jenes rechte Selbstbewusstsein den Tod.

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Antira-Infocafe in Buch – Filmabend: „Nach dem Brand“

va_reihe_buch_1511Zeit für Veränderung – Antifaschistische Veranstaltungsreihe im Pankower Stadtteil Buch

Filmabend: „Nach dem Brand“
Mi, 11.11.2015 | 19:00 Uhr | Bucher Bürgerhaus (Franz-Schmidt-Straße 8 / Pankow)

Veranstalter*innen: Gemeinsam gegen Rassismus – Pankow
„Nach dem Brand“ | BRD / 50 Min / 2010  | Regie: Malou Berlin | credo:film, NDR, Dokumentation

In Mölln legen am 20. November 1992 Neonazis einen Brand im Haus der türkischstämmigen Familie Arslan. Drei Familienangehörige kommen in den Flammen ums Leben, der Rest kann sich aus dem Haus retten – darunter auch der damals siebenjährige Ibrahim und seine Mutter Hava. Der Vater erreicht den Unglücksort als nur noch die verheerenden Folgen des Brandanschlags zu erkennen sind: Seine Mutter, seine Nichte und auch die kleine Tochter sind dem Brand zum Opfer gefallen.

Die Berliner Filmemacherin Malou Berlin hat die Familie Arslan über mehrere Jahre begleitet. Der Filme “Nach dem Brand” zeichnet ein persönliches Portrait der Überlebenden des Anschlags, ihrem Umgang mit dem Verlust ihrer Angehörigen, ihren Träumen und Wünschen.

Antifa-Tresen mit Mobiveranstaltung

Sa, 4.11.2015 | 19:00 Uhr | Bunte Kuh (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)

1340vDie Berlin Outback Antifa lädt zu ihrem monatlichen Tresen: Kommt zur ersten Info-Veranstaltung für die diesjährige Silvio-Meier-Demo. Dieses Jahr heißt es: „Raus aus der Antifa-Wohlfühlzone, rein in den Außenbezirk! Dahin wo es leider noch brennt!“ Für das leibliche Wohl wird gesorgt und die Bar lädt zu netten Gesprächen bei kühlen Getränken.

Die Veranstaltung wird organisiert von der Berlin Outback Antifa

Gemeinsam den Naziaufmarsch am 31.10.2015 in Halberstadt verhindern!

halberstadt_20151031_flyer_frontCome Together!
Gemeinsam den Naziaufmarsch am 31.10.2015 in Halberstadt verhindern!

Zugtreffpunkte Berlin:
Sa, 31.10.2015 | 06:45 Uhr | Alexanderplatz (Gleis 4) | Abfahrt: 07:01 Uhr
Sa, 31.10.2015 | 07:00 Uhr | Zoologischer Garten (Gleis 3) | Abfahrt: 07:21 Uhr

Mehr Infos: cometogether.blogsport.de
Flyer: [Front] [Back] | [Überkleber]

Der Landesverband von „Die Rechte“ in Sachsen-Anhalt will am 31.10.2015 gegen Geflüchtete hetzend durch Halberstadt ziehen.  „Die Rechte“ versucht so rassistische Einstellungen in der Bevölkerung anzusprechen und hofft auf Stimmen für die Landtagswahl 2016. Die Mitglieder von „Die Rechte“ bestehen aus teils einschlägig bekannten Neonazis aus Sachsen-Anhalt, welche die überalterte NPD verdrängen und im März des nächsten Jahres in den Landtag einziehen wollen. Halberstadt ist als Standort der „Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber“ in Sachsen-Anhalt (ZASt) von den Neonazis bewusst gewählt. Die Nazis versuchen mit konstruierten Zusammenhängen zu suggerieren, der angestammten Bevölkerung würde durch Flüchtlinge, die hier Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, etwas weggenommen werden. Den Menschen, die selbst in prekären Verhältnissen leben, werden Geflüchtete als Ursache für ihre Situation gegenübergestellt. Der Flüchtlingsrat kritisierte die Zustände in der völlig überfüllten ZASt als unmenschlich. Es scheint, als ob die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung die Lage in den Unterkünften bewusst eskalieren lassen, um der Bevölkerung zu suggerieren, dass eine „Flüchtlingswelle“ auf sie zustürze, der Deutschland nicht gewachsen sei. Unterstützen wir Geflüchtete, um sich selbst zu organisieren und sich Gehör zu verschaffen. Beziehen wir Position gegen rassistisches Gelaber und schützen wir uns gegen Übergriffe im Alltag ob nun in Form von staatlicher Abschiebung, sozialer Spaltungsversucher oder rechter Angriffe. Lassen wir nicht zu, dass „Die Rechte“ ihre rassistische Hetze durch Halberstadts Straßen trägt – Blockieren wir den Naziaufmarsch am 31.10.2015!

30. Oktober: No Nation Jam 2015 & 20 Jahre WB13

nonation_2015_plakatNo Nation Jam 2015 & 20 Jahre WB13 mit HipHop, House, Techno und Disko

Soli-Konzert und Party:
Fr, 30.10.2015 | 21:00 Uhr | WB13 (Am Berl 13 / Hohenschönhausen)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & WB13
Material: [Banner] | [Plakat] | [Mixtape-Cover (vorab)]
Website: nonation.nordost.mobi

Damit der Protest gegen rassistische Bürgermobs weiter gehen kann, weil Hohenschönhausens alternatives Jugendzentrum 20 wird und weil HSH einfach stabil bleibt, wird gefeiert! Gute Musik gegen eure Tauschmittel!

LineUp:
– Pyro One
– Matondo
– Daisy Chain
– Spezial K.
– Filou (Berlin Boom Orchestera)
– Team Morgellon

After-Show-Party:
– Alexis (House, Disko)
– Semik (Tecno)

Eintritt: Spende

Hörproben: [Berlin Boom Orchestra – Geh doch!] [Berlin Boom Orchestra] | [Pyro One – Proberaum/Liebfrauenmilch] | [smeik]

Der WB13, Hohenschönhausens alternativer Jugendclub wird 20 Jahre alt. Weil dass gefeiert werden muss, veranstalten wir am 30. Oktober ein HipHop-Konzert mit vielen bekannten Acts. Gleichzeitig wollen wir mit dem Konzert die antifaschistische Arbeit in den Berliner Randbezirken unterstützen. In Hohenschönhausen, Buch oder Marzahn ging es in den letzten Monaten darum schnell auf die rassistischen Mobilisierungen gegen Refugees zu reagieren. Das kostet Geld! Darum: Party gegen eure Tauschmittel!

NO NATION-HIPHOP-MIXTAPE 2015

In diesem Jahr gibt es wieder ein HipHop-Mixtape zum Konzert!

„Kaltland schreibt ein Sommermärschen“ – Anlässlich der, sich zuspitzenden Pogromstimmung und dem staatlichen Willen Geflüchtete noch effektiver abschieben zu können, ist es nötig Widerstand und Gegenkultur zu bilden. Die North-East Antifascists [NEA] und der WB13-Club aus dem Berliner Nord-Osten veröffentlichen darum ein HipHop-Mixtape zum Thema.

Mit: Pyro One, Matondo, Daisy Chain, Spezial K., Filou, Team Morgellon und Features von Johnny Mauser, Refpolk und Soundschnipseln über das dunkle Deutschland und einige seiner Bewohner.

Mixtape: [Stream] [Download]
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NO NATION-MIXTAPE 2015 | Tracklist

01 – Monkey Mob – BITP
02 – Daisy Chain – Kronstadt – Refpolk – The Future is still unwritten
03 – Spezial K, Johnny Mauser, Refpolk – BOOM
04 – SKIT – Heidenau-Sachsen
05 – Matondo – Kein Mensch ist illegal
06 – Daisy Chain – Pame
07 – Daisy Chain – Oplo epilogis
08 – Spezial-K feat. Pyro One – Freier Fall
09 – Matondo – Islam und ich
10 – SKIT – Wiglaf droste – Mit Nazis reden
11 – Pyro One – Sommermärchen
12 – Pyro – Endhaltestelle
13 – Filou(BBO) feat. Darlino und Refpolk – Mörder
14 – Filou – Pegida, Hogesa
15 – Team Morgellon – Typisch Deutsch
16 – Pyro One – Proberaum
17 – SKIT – Livin’n Concrete – in HSH bleiben

NEA Mixtape – “No Nation”-Jam 2015 & 20 Jahre WB13 by Antifa Nordost on Mixcloud

11. September: Gedenken am Antifa-Mahnmal am Weißensee

vvn_gedenken_weissensee_11sepGedenken an die Opfer des Faschismus

Gedenk-Kundgebung:
Fr, 11.09.2015 | 18:00 Uhr | Antifa-Mahnmal am Weißensee (Berliner Allee 125 / Weißensee)

Veranstalter*innen: VVN-BdA Weißensee-Hohenschönhausen

Der zweite Sonntag im September ist der traditionelle Tag des Gedenkens und Erinnerns an die Opfer des Faschismus, initiiert von den Überlebenden der Konzentrations­lager und Zuchthäuser und auf unterschiedliche Weise begangen in Ost und West seit 1945. Wir treffen uns bereits am Freitag, den 11. September 2015, 18:00 Uhr am Denkmal am Weißensee zum Gedenken an die Opfer des Faschismus.