Kategoriearchiv: Beiträge

Audio-Mitschnitt: Veranstaltung mit Nick Brauns zu Rojava

audio_va_rojava_nick_braunsAudiomitschnitt zur Veranstaltung mit Nick Brauns zu Rojava

Mehr Infos: Revolutionäre Perspektive Berlin
Download: MP3 (114 Minuten)

Am 8. Dezember 2015 hat der Journalist und Historiker Nick Brauns einen Vortrag beim Perspektive-Tresen der Revolutionäre Perspektive Berlin zum Thema »Rojava – Realität und Perspektive« gehalten. Es ging bei seinem Beitrag um eine Einschätzung des Projektes Rojava aus marxistischer Sicht. Dabei beleuchtete er zunächst die Geschichte der Revolution in Rojava und analysierte anschließend die aktuelle Situation bezogen auf die Ökonomie und Klassengesellschaft in Rojava. Die Selbstorganisierung in Rätestrukturen, der Aufbau von Kooperativen und der Befreiungskampf der Frauen waren ebenso Thema wie die Rolle der PYD und der Gesellschaftsvertrag. Es wurden Schwierigkeiten und Herausforderungen in Rojava beleuchtet, wie die Frage des Großgrundbesitzes, des Embargos und der taktischen Allianz mit den USA.

Audio-Mitschnitt: Rassismus und die schwierige Suche nach einer Wohnung

hwvw_audio_wohnungsmarktAUDIO: Rassismus und die schwierige Suche nach einer Wohnung

Mehr Infos: Hände weg vom Wedding

Für alle die es nicht geschafft haben hier nun die Möglichkeit die tolle Veranstaltung “Rassismus und die schwierige Suche nach einer Wohnung“ mit Emsal Kilic vom 03.12.2015 nochmal anzuhören (mp3, 18 MB). Die Veranstaltung teilte sich in einen Input von Emsal und einer weiterführenden Diskussion. Um die Privatsphäre der Beteiligten zu bewahren ist hier nur der Mitschnitt des Inputs hörbar. Bei Interesse an dem restlichen Audio bzw. der anschließenden Diskussion, meldet euch unter hwvw[at]riseup.net.

Entschuldigt wenn die Qualität nicht an die letzten veröffentlichen Aufnahmen heranreicht. Der nächste Tresen und Veranstaltung wieder am ersten Donnerstag im Monat den 07.01.2016 im Café Cralle.

Libertärer Podcast – Novemberrückblick 2015 des Anarchistischen Radios

a_radio_bannerLibertärer Podcast – Novemberrückblick 2015 des Anarchistischen Radios

November-Podcast:

aradio.blogsport.de/2015/12/09/libertaerer-podcast-novemberrueckblick-2015/

Diesmal über die Frequenz:
Ein Interview im Rahmen unserer Veranstaltung „Die ägyptische Revolution. Die Mohamed-Mahmoud-Straße und ihre Bedeutung im ägyptischen Aufstand“ vom 19.11.2015 sowie unsere Genoss*innen und Freund*innen der stadtteilpolitischen Initiative „Hände weg vom Wedding“ zu ihren Kämpfen gegen Gentrifizierung, Verdrängung und Rassismus im urbanen Raum.
Weitere interessante und spannende Beiträge warten auf euch!

Mehr Infos: aradio.blogsport.de

29. Feb.: Naziaufmarsch in Hohenschönhausen verhindern!

naziaufmarsch_hsh_20160229_flyer_vorabOb Altbau, ob Platte – Nazis bleiben kacke!
Gemeinsam gegen die NPD-Demo in Hohenschönhausen

Gemeinsame Anreise:
Mo, 29.02.2016 | 17:30 Uhr | S-Bahnhof Ostkreuz (Ausgang Sonntagsstraße / Friedrichshain)

Anlaufpunkte / Kundgebungen für die Gegenaktivitäten:
Mo, 29.02.2016 | 18:00 Uhr:
– Hof vom Nachbarschaftshaus (Ribnitzer Straße 1B / Hohenschönhausen)
mit einer Ausstellung zur ehemaligen „Zentralen Aufnahmestelle“ in der Gehrenseestraße und Musikgruppen
– Zingster Straße / Ribnitzer Straße (Hohenschönhausen)
– S-Bahnhof Wartenberg / Egon-Erwin-Kisch-Straße (Hohenschönhausen)

Infokarte

Aktuelle Infos auf: www.antifa-nordost.org, ah.antifa.de & boba.blogsport.eu
Twitter: #hsh #b2902
Flyer: [Vorab]
Banner: [Twitter #1] [Twitter #2] [Twitter #3] | [Mobi-Video]
Mobi-Video: Mobi-Video 29.02.2016 | Naziaufmarsch in Hohenschönhausen verhindern!

Für Montag den 29. Februar ruft die Berliner NPD zu einem Aufmarsch in Hohenschönhausen (am S-Bahnhof Wartenberg) auf. Die Veranstaltung ist Teil der NPD- Hetzkampagne „Asylflut stoppen!“, zu deren Aufmärschen sich seit Ende 2015 Nazis aus allen Bezirken und dem Berliner Umland versammeln. Die NPD-Aufmärsche in Johannisthal und Weißensee konnten bereits erfolgreich gestoppt werden. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass das so bleibt.

Hohenschönhausen – kein gutes Pflaster für die NPD

Am Anfang 2015 versuchte die Partei bereits getarnt als Bürgerinitiative BIKAC („Bügerinitiative Kein Asylanten-Containerdorf“) gegen die Unterbringung von Menschen auf der Flucht im angrenzenden Falkenberg zu mobilisieren. Während anfänglich noch rund 200 Rassist*innen auf die Straße gingen, war dank kontinuierlicher Gegenaktionen bald nur noch ein kleiner Haufen von NPD-Anhänger*innen übrig. Dieser Haufen ist allerdings sehr hartnäckig und veranstaltete 2015 zahlreiche Kleinstkundgebungen vor allem gegen Geflüchtete. Es ist nun an uns, diesem Treiben erneut einen Riegel vorzuschieben.

Wir lassen uns nicht spalten

Die NPD kommt, um gegen Flüchtlinge zu hetzen. Anstatt tragfähige Lösungen aufzuzeigen, brechen sie alle gesellschaftlichen Problemlagen herunter auf die einfache Formel: „Ausländer raus!“. Doch das Problem sind nicht die Menschen, die nach Deutschland kommen. Das Problem ist eine Politik, die sich schon seit Jahren nicht mehr um soziale Schieflagen kümmert. Die Menschen auf der Flucht können nichts für die vielen schlechtbezahlten Arbeitsplätze ohne Festanstellung, den Jobcenter-Terror, die schlechte Versorgung mit Kita- und Schulplätzen oder die fehlenden bezahlbaren Wohnungen. Was die NPD versucht, ist der Aufbau einer künstlichen Konkurrenz. Menschen, die schon länger in Deutschland leben und immer weniger haben, sollen gegen die ausgespielt werden, die gerade erst nach Deutschland gekommen sind und gar nichts haben. Das wollen wir uns nicht gefallen lassen. Wir erteilen der menschenverachtenden Hetze gegen Geflüchtete eine klare Absage. Egal ob sie heute von der NPD, morgen von der AfD oder übermorgen von anderen kommt. Wir denken, dass alle Menschen ein Recht darauf haben, zu entscheiden, wo sie leben wollen. Deshalb gehen wir nicht nur gegen die NPD auf die Straße, sondern immer auch für ein menschenwürdiges Miteinander in Hohenschönhausen und überall. Es ist wichtig, eine klare Haltung zu zeigen gegen Nazis, Sozialabbau und andere Zumuntungen. Der 29. Februar bietet eine Möglichkeit dafür.

Darum fordern wir alle Nazi-Gegner*innen auf sich der Nazidemo in den Weg zu stellen. Lasst uns versuchen auf ihrer Aufmarschstrecke Platz zu nehmen! Seien wir so laut wie mögich! Bringt Töpfe und andere Lärmgegenstände mit.

Kurz-Ankündigung:

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Veranstaltungsreihe zu den Fallstricken einer emanzipatorischen Regionskritik

logo_antifa_historischFallstricke einer emanzipatorischen Regionskritik

Veranstaltungsreihe:

Der Islamfaschismus in seiner Epoche (Die neue Volksfront gegen den Islam)
Fr, 26.02.2016 | 19:00 Uhr | Bunte Kuh (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)
Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

Einführung in die Religionskritik
Sa, 27.02.2016 | 14:00 Uhr | Café Köpenick (Seelenbinderstraße 54 / Köpenick)
Veranstalter*innen: Projekt Begegnung

Religionskritik als Zugang zum „Islamischen Staat“
So, 28.02.2016 | 19:00 Uhr | WB13 (Am Berl 13 / Hohenschönhausen)
Veranstalter*innen: WB13 & North-East Antifascists [NEA]

Referent: Attila Steinberger
Flyer: [Front] [Back]

Alle Ankündigungstexte: Weiterlesen →

[NEA]-Tresen: Info-Veranstaltungen zur Antifa-Demo in Brandenburg & zur Friedel54

fightingfor20years_flyer_berlinInfo-Veranstaltungen zur Antifa-Demo in Brandenburg & zur Friedel54

Antifa-Tresen und Info-Veranstaltungen:
Do, 18.02.2016 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Referent*innen: Antifa Jugend Brandenburg & Friedel54
Flyer: [Web] [Kopiervorlage]
Eintritt: frei

Infoveranstaltung im Rahmen der „Fighting for 20years“-Kampagne in Brandenburg/Havel. Die Vortragenden werden einen Überblick zu rechter Gewalt in Brandenburg geben und sowohl auf die 90er Jahre als auch auf die heutige Zeit eingehen. Außerdem gibt es Infos zur Demo, die am 20. Februar in Brandenburg stattfindet. Wir hoffen euch bei beiden Terminen zu sehen.

Davor wird die Friedel54 einen Kurz-Input zur aktuellen Situation des bedrohten Kiez-Laden geben. Außerdem habt ihr die Möglichkeit Soli-Stuff zu erwerben.

Danach wie immer Mukke, Kicker, VoKü, Cocktails (dieses mal wieder für die Friedel54) usw. die ganze Nacht.

Antira-Infocafé in Buch – Vortrag: „Fußball grenzenlos gestalten“

va_reihe_buch_1602„Fußball grenzenlos gestalten“

Vortrag und offene Gesprächsrunde:
Mi, 10.02.2016 | 19:00 Uhr | Bucher Bürgerhaus (Franz-Schmidt-Straße 8 / Pankow)

Veranstalter*innen: AKA VOSIFA
Referent*innen: SV Babelsberg 03

Material: [Aushang]

Die Initiative AKA Vosifa plant ein Fußballturnier im Rahmen des Open Air for Open Minds in Buch im Juni 2016. Durch das gemeinsame Fußballspielen wollen wir die Jugendlichen aus dem Bezirk und aus den Geflüchtetenunterkünften in Buch und dem Großbezirk Pankow zusammenbringen.
Darüber möchten wir uns mit allen Interessierten austauschen!

Es wird einen Input-Vortrag zu den Mechanismen verschiedener Diskriminierungsformen im Fußball von dem Fanprojektmitarbeiter des SV Babelsberg 03, Bastian Schlinck, geben. Das Fanprojekt des Vereins setzt sich für eine grenzenlose Fankultur ein und arbeitet den im Fußball verbreiteten Diskriminierungsformen wie Sexismus, Homophobie und Rassismus entgegen.

Thoralf Hönze, Mitinitiator des Flüchtlingsteams Welcome United 03 und Mitarbeiter des SV Babelsberg 03, stellt die politischen und gesellschaftlichen Ursprünge des Vereins und das Projekt WELCOME UNITED 03 vor. Die Mannschaft besteht nur aus Flüchtlingen und spielt seit letztem Sommer als reguläres Team in der Kreisliga. Anhand dieses konkreten Beispiels lässt sich der lange, aber lohnenswerte Weg veranschaulichen, den der Verein gegangen ist, um WELCOME UNITED 03 vollständig in das Vereinsleben zu integrieren.

Anschließend gibt es eine offene Gesprächsrunde mit der Initiative AKA Vosifa darüber, was es vor Ort schon für Aktionen gibt, die unterstützt und erweitert werden können und was für neue Projekte wir uns vorstellen können und zusammen realisieren könnten.

06. Feb. – Demo: „Rebellische Strukturen verteidigen, solidarische Kieze schaffen!“

demo_rigaer94_feb16_plakat„Rebellische Strukturen verteidigen, solidarische Kieze schaffen!“

Freiräume/Antirepressions-Demo:
Sa, 06.02.2016 | Wagenplatz Rummelplatz (Gürtelstraße 26 / Friedrichshain)
Kundgebung: 16:00 Uhr
Demo: 17:00 Uhr

Material: [Plakat] | [Banner]

Weitere Texte:
– Antifa Koordination (AK 36): the kids are still fighting for their hood – Antifa goes Rigaer & M99

Berlin-Friedrichshain im Jahr 2015: Seit November ist es amtlich: der Friedrichshainer Nordkiez ist ein Gefahrengebiet. Die Berliner Autoritäten in Politik und Polizei müssen nach Jahren des unermüdlichen Kampfes endlich ihre Bemühungen aufgeben, die Verhältnisse schön zu reden. Während sie im geförderten Sanierungsgebiet über Jahre erfolgreich versuchten, Investor*innen mit fetten Gewinnversprechen anzulocken, müssen sie nun zugeben, dass die Menschen, die im Nordkiez leben, erbittert Widerstand leisten. Die Konsequenz für die Berliner Politik: Der Kiez wird zum Gefahrengebiet erklärt. Seitdem finden wahllose Personenkontrollen statt, die jederzeit alle treffen können. Den vorläufigen Höhepunkt stellte bisher der Abend des 28.11.15 dar, in der in einer massenhaften Kontrolle 91 Personen kontrolliert, schikaniert, geschlagen und mehrere Personen verhaftet wurden.

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Wedding-Tresen: „Gemeinsam gegen Verdrängung“

wedding_tresen_201602„Gemeinsam gegen Verdrängung – Friedel54 bleibt“

HWVW-Tresen & Info-Veranstaltung:
Do, 04.02.2016 | 20:00 Uhr | Café Cralle (Hochstädter Straße 10A / Wedding)

Veranstalter*innen: Hände weg vom Wedding
Referent*innen: Kiezladen Friedel54

Verdrängung hat viele Gesichter – von Einzelpersonen über ganze Hausgemeinschaften bis hin zu Kiez-Treffpunkten und Läden, alle sind von steigenden Mieten oder Räumungen betroffen. Das Motto “Arme raus – Reiche rein” bestimmt seit vielen Jahren die Berliner Stadtpolitik. Doch es gibt auch vielfältigen Widerstand gegen einen solchen Umbau unserer Kieze. Um uns Inspirationen zu holen, wie der gemeinsame Widerstand gegen Verdrängung aussehen kann, werden in diesem Monat Aktivist*innen aus dem Kiezladen Friedel54 in Berlin Neukölln von ihren Kämpfen gegen die drohende Räumung berichten. Dabei wird es auch darum gehen, wie die Kämpfe in Neukölln, wo der Mietvertrag der Friedel am 30.4. ausläuft, und Wedding, wo es an diesem Tag wieder eine große antikapitalische Demonstration geben wird, im Rahmen eines stadtpolitischen Aktionstages zusammen geführt werden können. Wedding meets Neukölln. One struggle – one fight.

Infotelefon & Karte gegen den Naziaufmarsch in Weißensee / NPD läuft durch P’Berg / Route & Einschätzung

banner_antonplatz_20160201_twitter5Ab 17:30 Uhr twittern wir & die Infonummer wird geschaltet: 0174 4527148 | Twitter: #aplatz

Für den 1. Februar hat die NPD einen Aufmarsch in Weißensee angekündigt. Um es vorweg zu nehmen: Ob mit Sitzblockaden oder mit anderen Mitteln – Das Ding soll und muss blockiert werden! Mobilisiert für 18.00 Uhr, rund um die Greifswalder Straße!

Aktionskarte von Berlin gegen Nazis als *.pdf Datei.

Kommt zu 18:00 Uhr, rund um die Greifswalder Straße! Nazis Blockieren!

Weitere Hintergründe und Infos:

Route (Stand: 31.01.2016)

Route: S-Bhf. Greifswalder Straße (18.30 Uhr, Auftakt), Greifswalder Straße, Antonplatz (Kundgebung), Langhansstraße, Prenzlauer Promenade, Prenzlauer Allee, S-Bhf. Prenzlauer Allee (Abschluss)

Die NPD hat für 18:30 Uhr eine „Vorabdemo“ ab S-Bahnhof Greifswalder Straße angemeldet. Sie werden von dort aus über die Greifswalder Straße zum Antonplatz laufen. Am Antonplatz wollen die Nazis eine Kundgebung abhalten. Ab da haben sie einen weiteren Aufmarsch angemeldet, der durch Weißensee zurück nach Prenzlauer Berg, zum S- Bhf. Prenzlauer Allee führen wird.

Aus unserer Sicht beabsichtigt die NPD nicht die komplette Strecke zu laufen. Es ist viel wahrscheinlicher, dass sie eine Demo bis zum Antonplatz machen und dort eine Abschlusskundgebung abhalten. Sicher gäbe es auch für sie die Möglichkeit eine verkürzte Route über die Grellstraße zum S- Bhf. Prenzlauer Alle oder zum S-Bhf. Storkower Straße zu nehmen um den Gegenprotest vollkommen „auszutricksen“. Allerdings bewerben sie die Kundgebung auf dem Antonplatz mit Flyern seit zwei Wochen in verschiedenen Teilen des Großbezirks Pankow. Wenn sie dass anvisierte Vorhaben nicht umgesetzt bekommen und unorganisierte Anhänger dort mit den Antifaschist*innen allein rumstehen, wäre das eine Niederlage. Da in der Greifswalder Straße 80B eine neue Unterkunft für Geflüchtete entstehen soll, bietet sich für die NPD dadurch ein inhaltlicher Anknüpfungspunkt. Wahrscheinlich ist also ein Kurzaufmarsch über die Greifswalder Straße zum Antonplatz.

Mobilisierung und Mobilisierungspotential der NPD

Laut der Facebook-Präsenz der NPD Pankow wurde in Weißensee und an der Prenzlauer Promenade in den Briefkästen geflyert. Die Flugblätter tauchten auch in Buch auf. Wenn es um Mobilisierungen außerhalb Buchs ging, klebte die NPD in „ihrer Homezone“ nur Material für allgemeinpolitische Themen wie das Dresden- Gedenken u.a. In Buch werben sie sonst eher selten für Aktionen außerhalb der heimischen Scholle.  Die Kundgebung am Antonplatz ist als Auftaktveranstaltung der Pankower NPD zu werten, für die sie auch intern wahrscheinlich schon länger mobiliseren. Aus dem Nordosten ist darum mit einem Personenpotential von rund 30 bis 40 Nazis und Alltagsrassist*innen zu rechnen. Als Auftaktveranstaltung einen Aufmarsch zu wählen und diesen in Weißensee und Prenzlauer Berg durchführen zu wollen ist als Versuch einer Machtdemonstration zu verstehen. Die Aufmärsche der „Asylbetrüger“-Kampagne der Berliner NPD brachten im letzten Jahr immer 150 bis 200 Nazis zusammen. Hierfür spannt die NPD die Reste ihrer meist brach liegenden Lokalverbände ein und mobilisiert ihr Umfeld aus den „Nein zum Heim“-Initiativen. Auch für die Berliner NPD macht es Sinn ihren Jahresauftakt in Pankow zu starten, da es der einzige noch funktionierende lokale Verband der Nazipartei ist. Der lokale NPD- Vorsitzende Christian Schmidt ist seit Oktober als Mitarbeiter bei Udo Voigt angestellt. Schmidts kündigungssicheres Arbeitsverhältnis stärkt zusätzlich die Nähe zu den Berliner NPD-Strukturen. So administriert er unter anderem die Facebook Präsenz des Landesverbandes.

Straße dicht für Nazis!

Die Erfahrungen der letzten Monate und Jahre zeigt in Berlin ein immer gleiches Bild: Antifa-Gruppen stehen sich mit den Piraten und der Linkspartei zusammen die Beine in den Bauch. Da „Zivilgesellschaft“ und Parteien sich nicht immer um die Anmeldung von Gegenkundgebungen kümmern, aber auch weil es mittlerweile einer Beteiligung aus allen politischen Spektren bedarf, um bei einer Anti-Nazi-Kundgebung mal 50 Teilnehmer*innen zu versammeln, sind Antifa-Strukturen mittlerweile vor allem durch die Organisierung symbolischer Gegenproteste gebunden.

Wir wollen uns nicht mit den Nazis „verabreden“, um sie aus sicherer Distanz anbrüllen zu können. Vielmehr muss es darum gehen den Naziaufmarsch am 1. Februar so gut es geht in seinem Ablauf zu stören! Da das nur zusammen zu schaffen ist laden wir alle Menschen ein, die dieses Ziel mit uns teilen.

Die Kundgebungspunkte werden sich noch bis Montag ändern.
– Aktuelle Routen/Kundgebungsinfos  bei: „Berlin gegen Nazis“
– Ticker am 1. Februar: www.twitter.com/antifanordost | Hastag: #aplatz

Mobilisiert für 18:00 Uhr, rund um die Greifswalder Straße!

North-East Antifascists [NEA], Berlin, 31. Januar 2015