„Geschichte wird von den Siegern geschrieben“, lautet ein geflügeltes Wort. Der Tag der deutschen Einheit ist ein gutes Beispiel dafür. Der Tag des Sieges des BRD-Kapitalismus gegen die DDR, des Sieges gegen den Aufbruch vieler Aktiver, den DDR-Sozialismus demokratisch zu reformieren und etwas Eigenes, jenseits des Kapitalismus zu schaffen. Die BRD-Regierung, Konservative, Rechte sowie selbsternannte „Bürgerrechtler*innen“, sind nimmer müde, die Geschichtslüge von der friedlichen Revolution in der DDR und der vermeintlich allgemein herbeigewünschten Waren- und Profitgesellschaft zu erzählen. Als hätte sich die komplette ehemalige DDR-Gesellschaft nichts sehnlicher gewünscht als den Neoliberalismus und eine plötzliche Konkurrenz aller Menschen herbeigejubelt mit dem Ruf „Wir sind das Volk“. Jede*r, der*die einigermaßen klar denken kann, weiß, dass dieser Ausruf eine Selbstermächtigung der Protestierenden war. CDU und Springerpresse schafften es infolge der Einverleibung der DDR, mit ihrer Einheitstümelei und ihren Hetzkampagnen gegen Nicht-Deutsche, die in der faktischen Abschaffung des Rechts auf Asyl gipfelten, rassistische „Volkspolitik“ zu machen. Pogrome gegen Nicht-Deutsche oder als nicht zugehörig Wahrgenommene und Tote waren die Folge. Weiterlesen
Kategoriearchiv: Gedenken
Antifa, Vereinigte Linke und die innerlinke Opposition in der DDR
Am 03. Oktober stehen in Deutschland die Einheitsfeierlichkeiten an. Dabei geht es auch um Diskurshoheit in Bezug zu nationaler Geschichte und damit zum sozialistischen Versuch der DDR. Unser Autor Nestor Machwas beleuchtet im Gespräch mit Dietmar Wolf von der Zeitschrift telegraph die Ereignisse rund um die so genannte „Wende“ und zeigt auf, wie sich die radikale Linke in der DDR positionierte. Gleichzeitig untersucht er die Frage nach der Zusammenarbeit mit antifaschistischen Strukturen aus dem Westen und die Niederlage der „Vereinigten Linken“.
Nestor [re:volt]: Hallo Dietmar, welche Utopien hattet ihr in der Antifa Ostberlin? Was sollte mit der DDR nach der „Wende“ passieren und welche zentralen Perspektiven hatte die DDR-Linke? Weiterlesen
Antifa-Herbstputz der Berliner VVN-BdA
Am Samstag, dem 20. Oktober 2018 um 13:00 Uhr startet die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) ihre diesjährige Herbstkampagne zur Pflege der Gräberanlage für die Opfer und Verfolgten des Naziregimes (VdN-Anlage) auf dem Friedhof Friedrichsfelde. Das Herbstlaub muss weg, Gräber müssen freigeschnitten, Unkraut beseitigt und Grabsteine gereinigt werden. Wer hat, kann auch eigene Arbeitsmittel mitbringen (Eimer, Bürste, Handschuhe, Garten-/ Astschere). Helfer*innen sind jederzeit willkommen.
Samstage:
20. Oktober 2018
27. Oktober 2018
03. November 2018
10. November 2018
jeweils von 13 – 16 Uhr
Helfer/innen sind jederzeit willkommen.
Antifaschistisches Gedenkmeeting in Weißensee
Anlässlich des Tags der Erinnerung und Mahnung (http://www.tag-der-mahnung.de/) treffen wir uns mit der VVN-BdA am Freitag, dem 7. September, um 17:45 Uhr zu unserem traditionellen Gedenkmeeting am „Denkmal für die antifaschistischen Widerstandskämpfer“
am Weißensee (rechts neben dem ehemaligen Kulturhaus Peter Edel).
Infos Zur Geschichte des „Tages der Opfer des Faschimus“ siehe hier >>>
berlin.vvn-bda.de/wp-content/uploads/si…
Unterstützt den Antifa-Aktionstag der Freund*innden der VVN-BdA am 09.September twitter.com/berlin_vvn_bda
11.00 | Auftaktkundgebung “Kein Schlussstrich” am Abgeordnetenhaus von Berlin, es reden u.A. Martina Renner(MdB), Cansel Kiziltepe(MdB)und die NSU-Nebenklageanwältin Antonia von der Behrens
12.00 | Antifaschistischer Fahrradkorso, vorbei an Stätten von Verfolgung und Widerstand
14.00 | Fest der Begegnung
im Begegnungszentrum DTK Wasserturm in Kreuzberg, Kopischstraße 7, 10965 Berlin,
Gedenkaktion am Gedenkstein für Hans Grundig
Anlässlich des 60.Todestag des Künstlers und Antifaschisten Hans Grundig treffen wir uns am 11.September 2018 um 16 Uhr an “seinem” Gedenkstein in der Bernkasteler Straße 78 (13088 Berlin) vor dem KuBiZ. Wir wollen den Gedenkstein säubern, frei schneiden und neu bepflanzen.
de.wikipedia.org/wiki/Hans_Grundig
[Left Report] Dokumentation – Contrahistoria
Dokumentation – Contrahistoria
Weitere Artikel:
– Interview mit Left Report zum Film „Contrahistoria“ (A-Radio Berlin)
– Aktuelle Zustände in Spanien spitzen sich zu (Twitter)
Deutsch:
Contrahistoria – Über das Filmprojekt von Left Report
Derzeit entwickeln wir einen Dokumentarfilm über Ereignisse und Zustände in Spanien aus antifaschistischer Perspektive.
In dem Projekt thematisieren wir das Gedenken an Carlos Palomino, der 2007 in Madrid von einem Faschisten ermordet wurde und zu dessen 10. Todestag im November 2017 eine große Gedenkdemonstration und -konferenz stattfanden, die wir vor Ort begleiteten.
In zahlreichen Interviews, die wir im November 2017 und bei einer zweiten Reise im Mai 2018 führten, berichten Freund*innen und Genoss*innen von Carlos und weitere Antifaschist*innen über faschistische Gewalt, die Repression durch den spanischen Staat, ihre lokalen antifaschistischen Kämpfe und darüber, wie der Franco-Faschismus das Land bis heute prägt.
Sie erzählen eine Geschichte, die der offiziellen Geschichtsschreibung und der Selbstdarstellung der spanischen „Demokratie“ widerspricht, eine Gegengeschichte – Contrahistoria.
Damit wir dieses Projekt verwirklichen können, sind wir weiterhin auf eure Spenden angewiesen! Danke!
[Indymedia] ReUpload | Video: Aktion gegen NSU-Anwalt Nahrath | #Keinschlussstrich
ReUpload | Video: Aktion gegen NSU-Anwalt Nahrath | #Keinschlussstrich
Nachdem das Video innerhalb von 5 Studen gelöscht wurde, gibt es hier nun zwei neue Uploads. Spiegelt das Video, ladet es überall hoch – Kein Schlussstrich und Keine Zensur von praktischer Kritik an Nazis!
Wolfram Nahrath verteidigt im NSU-Prozess seit 2013 Ralf Wohlleben, der dem NSU die Waffe für ihre rassistische Mordserie beschaffte und Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt beim Untertauchen half.
Seit mehreren Jahrzehnten ist Nahrath Verteidiger von Holocaustleugnern und gewaltbereiten Nazis.
Die Nahrath-Familie besteht aus nunmehr rund drei Generationen überzeugter NationalsozialistInnen.
Wer keinen zweiten NSU will, muss jetzt aktiv werden – gegen die HelferInnen des rechten Terrors und ihre Netzwerke.
– Kein Schlussstrich unter den NSU-Komplex!
– Farbe bekennen gegen rechten Terror!
Link zum Video:
1 – Video: www.liveleak.com/view?t=a3diJ_1531326594
2 – Download: www.mediafire.com/file/ov3tn054o3kb5vx/Aktion+gegen+NSU-Anwalt+Nahrath+-+%23Keinschlussstrich.mp4
Infos zu Wolfram Nahrath
www.belltower.news/lexikontext/nahrath-wolfram
de.wikipedia.org/wiki/Wolfram_Nahrath
blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2018/05/18/medienlog-plaedoyer-wohlleben-nahrat-nsu/
Infos zum NSU-Komplex:
www.nsu-watch.info
www.nsuprozess.net
Quelle: de.indymedia.org/node/22751
Kundgebung: Fight Fascism – Remember Heather Heyer
Fight Fascism – Remember Heather Heyer
Kundgebung:
So. 12. August 2018 / 14 Uhr / Berlin
US-Botschaft, Pariser Platz 2, Berlin
Am 12. August 2017 marschierten zahlreiche faschistische Gruppen aus den gesamten Vereinigten Staaten in Charlottsville (Virginia) auf. Ihr Aufzug richtete sich gegen den geplanten Rückbau einer Statue, die an Robert Edward Lee, den Oberst des US-Heeres des konföderierten Heeres erinnert. Die »Konföderierten«, traten für eine Weiterführung der Sklaverei ein und lehnten jedwede Gleichberechtigung nichtweißer Amerikaner ab. Robert Edward Lee galt als erfolgreichster General der konföderierten Armee und war auch privat Sklav*innenhalter. Der Aufmarsch, an dem sich Nationalsozialist*innen, »Identitäre«, Internet-Nazis, KuKluxKlan-Mitglieder und Südstaatenfans beteiligten, war eine Huldigung an Rassentrennung und Sklaverei. Weiterlesen
[re:volt] Mehr als eine Minute des Schweigens
Mehr als eine Minute des Schweigens
Als wir am Nachmittag des 1. Juni auf dem Hügel des Parc de Belleville stehen und über Paris blicken, hängen die Wolken tief und die Stadt liegt grau und neblig vor uns. Der Eiffelturm überragt als graues und in der diesigen Luft unscharf erscheinendes Stahlungetüm alle übrigen Gebäude von Paris und nur die goldene Kuppel des Invalidendoms blitzt als heller Tupfer aus dem verregneten Stadtbild hervor.
Es ist das dritte Mal, dass wir im Zusammenhang mit dem Gedenken an Clément nach Paris reisen. Bevor wir an den geplanten Gedenkveranstaltungen teilnehmen, laufen wir im Nieselregen durch die Stadt und besuchen einige bekannte Orte wieder, die wir mit dem Gedenken an ihn verbinden: das von zahlreichen kleinen Geschäften, Bars und Bistros geprägte alternative und proletarischeViertel Ménilmontant, die bunte Häuserwand, an der Cléments Freund_innen Graffitis im Gedenken an ihn sprühen und die steinerne Gedenkplakette auf dem Friedhof Père Lachaise für die Ermordeten der Pariser Kommune von 1871, die heute noch einen wichtigen historischen Bezugspunkt für viele Pariser Antifaschist_innen darstellt. Anschließend machen wir uns auf den Weg in den Vorort Montreuil, wo in dem linken Nachbarschaftszentrum La Parole Errante die internationale Gedenkkonferenz mit vielen Veranstaltungen stattfindet. In der Halle wird an zahlreichen Ständen Informationsmaterial verschiedener Initiativen und Gruppen wie die Antifastrukturen La Horde und AFA Paris-Banlieue, dem Collectif ViesVolées – Ein Kollektiv, das sich für die Aufklärung von Morden durch Polizist_innen einsetzt -und den Cheminots en Grève (Eisenbahner_innen im Streik) angeboten. Es gibt Essen, Getränke und auf der anderen Seite der Halle ist eine Bühne und eine Zuschauer_innentribüne aufgebaut. Auf dem Plan stehen heute eine Infoveranstaltung über rechte Strukturen und Gruppen in Frankreich sowie ein Podium mit dem Collectif de Mères solidaires, den Madri Per Roma Citta’ Aperta, Madres Contra la Represión und Mamme in Piazza per la Libertà di Dissenso: Das sind allesamt solidarische Zusammenschlüsse von Müttern, die sich für die Freiheit ihrer inhaftierten oder von Repression betroffenen Töchter und Söhne und das Gedenken für von Nazis ermordete Antifaschist_innen einsetzen. Sie nutzen die Konferenz, um von ihren Kämpfen zu berichten und sich untereinander zu vernetzen.
[Left Report] Gedenkdemo zum 5. Todestag von Clément Méric in Paris
Gedenkdemo zum 5. Todestag von Clément Méric in Paris
Video: Gedenkdemo zum 5. Todestag von Clément Méric in Paris
– – – GERMAN – – –
Vom 01.-03. Juni fand in Paris das Gedenkwochenende zum 5. Todestag von Clément Méric statt.
Pariser Antifaschist*innen, Freund*innen und Angehörige Cléments organisierten zu diesem Anlass eine zweitägige internationale Konferenz, eine Gedenkdemonstration, an der sich über 1500 Menschen beteiligten und ein Fußballspiel des Vereins FC Ménilmontant 1871 (MFC 1871).
– – – ENGLISH – – –
From June 1-3 the commemoration weekend on the occassion of the 5th date of death of Clément Méric took place in Paris.
Antifascists from Paris, friends and family members of Clément organized an international two-day conference, a commemoration demonstration with more than 1500 participants and a football match of the FC Ménilmontant 1871 (MFC 1871).
Medien-Übersicht: Dieter Eich Demo 2018
Medien-Übersicht: Dieter Eich Demo 2018
Fotos:
– 23.05.2018 – Dieter Eich-Gedenkdemonstration und versuchte Störaktion der NPD Pankow (Oskar Schwartz)
Video:
– Niemand ist vergessen – Dutzende gedenken Dieter Eich am 23. Mai 2018 (neues deutschland)
Audio:
– „Dieter Eich ist nicht vergessen“ – Gedenkdemo für Neonazi-Opfer in Berlin-Buch (Deutschlandfunk)
Presse:
– Vorwärts gegen das Vergessen (taz / 24.05.2018)
– Dieter Eich ist nicht vergessen (Neues Deutschland / 23.05.2018)
Weitere Artikel:
– [Left Report] Dieter Eich: Späte Anerkennung für einen rechten Mord
Ankündigung:
– Demo in Pankow-Buch: Niemand ist vergessen! – In Gedenken an Dieter Eich
23.05.2018 – Dieter Eich-Gedenkdemonstration und versuchte Störaktion der NPD Pankow
Nachdem Dieter Eich auch von offizieller Stelle als Opfer rechter Gewalt anerkannt wurde, fand auch dieses Jahr wieder die regelmäßige Gedenkdemonstration in Berlin-Buch statt. Circa 200 Personen nahmen an dieser teil und legten Blumen an der Haustür zur Tatwohnung nieder.
Die Gegend um den S-Bahnhof Buch wurde im Vorfeld mit Zetteln und Plakaten der JN/NPD Pankow und dem „3. Weg“ plakatiert. Am Dönerimbiss gegenüber des Auftaktortes sammelten sich circa 15 Neonazis um den Chef der NPD Pankow Christian Schmidt. Diese versuchten im Anschluss die Gedenkminute zu stören. Dabei wurden sie aber von der Berliner Polizei unterbrochen. Eine Person wurde dabei in Gewahrsam genommen. Zum Ende der Demonstration posierten die Übriggebliebenen an einem alten Supermarkt. Viele hatten aber keine Ausdauer in ihrem Aktivismus und sind zuvor gegangen.
Fotos:
![Antifa Nord-Ost | North-East Antifascists [NEA]](https://antifa-nordost.org/wp-content/blogs.dir/8/files/2026/10/cropped-cropped-banner_hoch-1.jpg)