Kategoriearchiv: Gedenken

[Left Report] Mord an Walter Lübcke – Kundgebung in Berlin

Mord an Walter Lübcke – Kundgebung in Berlin

Video: Mord an Walter Lübcke – Kundgebung vor der Desiderius-Erasmus-Stiftung in Berlin

Am 02.06.2019 wurde der CDU-Politiker Walter Lübcke auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen (Nordhessen) mit einer Kurzwaffe aus nächster Nähe erschossen.Am 18.06.2019 fand vor der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung in Berlin eine Kundgebung im Gedenken an Walter Lübcke und alle anderen Opfer rechter Gewalt statt.

Es ist momentan davon auszugehen, dass der mutmaßliche Täter Stephan Ernst, dessen DNA-Spuren am Tatort gefunden wurden, Verbindungen in das rechte Terrornetzwerk „Combat 18“ hat.

Möglicherweise war er dort tiefer eingebunden. So pflegte er seit den frühen 2000er Jahren Kontakt mit Stanley Röske, einer zentralen Person des deutschen „Combat 18“-Ablegers.

Sollte sich der Verdacht gegen Ernst erhärten, so reiht sich der Fall in eine lange Reihe jüngster rechter Anschläge und Attentate ein und zeigt, dass das Ausmaß faschistischer Gewalt zunehmend größer wird.

Wir schließen uns der Forderung der Kundgebung an: Stoppt rechte Gewalt – egal, wenn sie trifft!

Kein Schlussstrich!

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Kundgebung: In Gedenken an Beate Fischer

Niemand ist vergessen!
In Gedenken an Beate Fischer – 1994 von Neonazis ermordet

Gedenk-Kundgebung:
Di, 23.07.2019 | 18:00 Uhr | Residenzstraße / Emmentaler Straße (Reinickendorf)

Veranstalter*innen: Niemand ist vergessen! & North-East Antifascists [NEA]

Am 23. Juli 1994 wurde Beate Fischer von drei jungen Neonazis nach stundenlanger Vergewaltigung und Folter ermordet. Die zu diesem Zeitpunkt 32 Jahre alte Beate Fischer kam aus Weißensee und war Mutter zweier Kinder. Beate Fischer war zudem Sexarbeiterin. Ihr Todestag jährt sich in diesem Jahr zum 25. Mal.

Am Abend des 23. Julis 1994, einem Samstag Abend, traf sie am S-Bahnhof Lichtenberg auf die späteren Täter. Nachdem sie (laut Gericht) zunächst freiwillig mit ihnen in die Wohnung in Reinickendorf fuhr, endete der Abend für sie in stundenlanger Vergewaltigungen, Folter, mehreren Mordversuchen und schließlich ihrem Tod. Die Neonazis legten ihren Körper zu den Mülltonnen vor dem Haus. Die Täter wurde im anschließenden Prozess zu Strafen zwischen 10 und 21 Jahren verurteilt. Trotzdem hat das Gericht die politische Dimension des Falls verkannt. Erst 2018 wurde der Mord an ihr als rechte Tat anerkannt. Die Aburteilung Beate Fischers durch die Neonazis als »minderwertig«, die Brutalität des Mordes, der ideologische Hintergrund der Täter und deren unglaubliche Freude an Gewalt waren die Gründe für diese Anerkennung.

Vor allem der Hintergrund der Neonazis war aber ausschlaggebend: Einer der Täter lebte eine Zeit lang im von Neonazis besetzten Haus in der Lichtenberger Weitlingstraße. Das Haus unterstand der Kontrolle der Neoanziorganisation »Nationale Alternative« (NA). An den Wochenenden fuhr er zusammen mit einer Wehrsportgruppe für militärische Übungen ins Berliner Umland. Auch die anderen Täter bewegten sich in rechten Jugendcliquen, die sich im Fußballhoolmilieu sammelten (v.a. Hertha & BFC Dynamo). Die Neonazis, alle zwischen 18 und 24 Jahren alt, ermordeten sie nicht nur aus Frauen*feindlichkeit heraus, sondern auch aufgrund der Stigmatisierung Beate Fischers als Sexarbeiter*in. Beate Fischer war und ist in beiden Hinsichten nie ein Einzelfall gewesen, weder 1994 noch heute.

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[Pankow-Buch] Demonstration anlässlich der 19. Jährung des Mordes an Dieter Eich

Demonstration anlässlich der 19. Jährung des Mordes an Dieter Eich

Dieter Eich wurde in der Nacht vom 23. auf den 24. Mai 2000 von drei Neonazis im Berliner Stadtteil Buch aus sozialchauvinistischen bzw. klassistischen Motiven ermordet. An einer Demonstration 24. Mai 2019 im Gedenken an Dieter Eich nahmen rund 100 Personen teil.

Die Demonstration führte vom örtlichen Bahnhof über eine kleine Ladenstraße entlang von Häuserblocks zur Walter-Friedrich Straße 52, dem Haus, in dem Dieter Eich zur Tatzeit wohnte und in dem er auch von seinen Tätern mit dem Ziel der Tötung aufgesucht wurde. Hier hielten die Teilnehmenden der Versammlung für eine Schweigeminute inne und legten Blumen am Hauseingang nieder. Anschließend ging es auf dem selben Weg wieder zurück zum Bahnhof.

In Redebeiträgen, mit Sprechchören und auf Transparenten wurden die Hintergründe der Tat beleuchtet, die Rechten Strukturen im Bezirk skizziert und auf eine gefährliche Zunahme von Rassismus, Nationalismus, Antifeminismus und kapitalistischer Verwertungslogik in ganz Europa aufmerksam gemacht, welche eben auch die ideologischen Eckpfeiler für den Mord an Dieter Eich und vielen anderen bilden. Die Forderungen, die die durchweg lautstarke Demonstration zum Ausdruck brachte, reichten von einer konkreten Gedenktafel für Dieter Eich bis zu gesamtgesellschaftlicher Solidarität, antifaschistischer Organisierung und einer grundlegenden Veränderung sozialer Verhältnisse.

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[Pankow-Buch] 8. Mai 2019 – Ganztägiges Gedenken an die Befreiung

8. Mai 2019 – Ganztägiges Gedenken an die Befreiung

Rund 250 Menschen gedachten am 8. Mai 2019 den gesamten Tag über der Befreiung vom Faschismus vor 74 Jahren. Im folgenden findet ihr einen längeren Auswertungstext, weiterhin Berichte und Fotos vom Tag.

Berichte & Fotos:
– 08.05.2019 – Gedenken an die Befreiung in Berlin-Buch (Oskar Schwartz)
– Gedenkveranstaltung in Buch zum Tag der Befreiung (DIE LINKE. Pankow)

Ankündigung: 8. Mai 2019 – Gedenken an die Befreiung in Pankow-Buch

Am 8. Mai 2019 gedachten über den gesamten Tag rund 250 Menschen am Sowjetischen Ehrenmal in Pankow-Buch dem 74. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Die Kundgebung wird nun schon seit einigen Jahren in dieser Form von DIE LINKE. Pankow, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschist*innen (VVN-BdA) Pankow & den North-East Antifascists [NEA] organisiert. Diese Veranstaltung steht für uns seit jeher für eine aktive Gedenkarbeit. Das bedeutet einerseits der Befreiung zu gedenken, diese aber auch in einen aktuellen Kontext einzubetten und auch heute gegen Faschismus und Rassismus in jeder Form einzutreten. Pankow-Buch ist seit Jahren ein Hotspot rechter Aktivitäten. Die NPD Pankow beansprucht den Nord-Berliner Stadtteil als ihre „Home-Zone“ und die AfD fuhr hier während der letzten Bundestagswahl 2017 Ergebnisse zwischen 25% und 30% ein. Das Gedenken findet also genau am richtigen Ort statt.

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Pankow-Buch: Gedenk-Demo für Dieter Eich

Gegen Nazis und Sozialchauvinismus!

Antifa-Demo im Gedenken an Dieter Eich:
Fr, 24.05.2019 | 17:00 Uhr | S-Bahnhof Buch (Pankow)
Vorteffpunkt: 16:30 Uhr | S-Bahnhof Gesundbrunnen (Wedding)

Veranstalter*innen: Niemand ist vergessen!, North-East Antifascists [NEA], Antirassistische Initiative Berlin, DIE LINKE. Pankow, Berlin Leftist Youth (BLY), Antifa West-Berlin, Berliner Obdachlosenhilfe Wedding & Basta Erwerbsloseninitiative

In der Nacht vom 23. auf den 24.05.2000, feierten vier Jungnazis eine Wohnungseinweihungsfeier. Bereits vor Beginn der Feierlichkeit beleidigten sie beim Alkoholeinkauf einen Migranten und brüllten »Sieg heil!«-Rufe aus dem Fenster der Wohnung. Im Laufe des Abends beschlossen sie „einen Assi zu klatschen“ und verprügelten den damals 60 jährigen Dieter Eich, welcher im selben Aufgang wohnte. Dieser war zu jenem Zeitpunkt erwerbslos und galt im Viertel als »Trinker«. Später gingen sie ein weiteres Mal in seine Wohnung und erstachen ihn, damit er sie bei der Polizei nicht anzeigen konnte.

Rechte behaupten oft von sich, für sozial schwache Deutsche einzustehen. Die Realität sieht anders aus: Dieter Eich musste sterben, weil er aufgrund seiner Erwerbslosigkeit und seiner Alkoholkrankheit nicht in das rechte Weltbild seiner Mörder passte. Dem Mord lag die nationalsozialistische Vorstellung von »wertem« und »unwertem« Leben zugrunde. Die zahlreichen Angriffe auf Wohnungslose zeigen, dass nicht nur rechte Schläger ihre Opfer aufgrund von Schwäche und »geringer Leistungsfähigkeit« angreifen.

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Kundgebung im Gedenken an Ufuk Şahin

Im Gedenken an Ufuk Şahin

Gedenk-Kundgebung:
So, 12.05.2019 | 13:00 Uhr | Wilhelmsruher Damm 224-228 (Reinickendorf)

Veranstalter*innen: Initiative zum Gedenken an Ufuk Şahin, Niemand ist vergessen!, North-East Antifascists [NEA], Antirassistische Initiative Berlin, Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş, ReachOut, Türkischer Bund Berlin-Brandenburg (TBB), Allmende e.V., Linksfraktion Reinickendorf, Katina Schubert (MdA Fraktion DIE LINKE. Berlin), Basis Antifa Nord [BAN] & Hände weg vom Wedding

Material: [Flyer] | Plakat: [deutsch] [türk]

Mobi: [#1] [#2] [#3]

Aufruf:

Vor 30 Jahren, am 12. Mai 1989,am 12. Mai 1989,von einem Rassisten im Märkischen Viertel ermordet.

Am 12.05.1989 wird Ufuk Şahin, ein 24-jähriger Berliner, Vater eines 2-jährigen Sohnes, im märkischen Viertel auf dem Fußweg vor dem Haus Wilhelmsruher Damm 224 von einem Rassisten aus der Nachbarschaft erstochen. Der Nachbar offenbart bei der Tat und auch wieder im späteren Prozess seine rassistischen Motive.

Unmittelbar nach dem Mord organisieren Angehörige, Freund*innen und Nachbar*innen eine Demonstration: am 19. Mai 1989 ziehen 1500 Menschen durch das Märkische Viertel. Einen Tag später, am 20. Mai demonstrieren fast 10.000 Menschen am Rathaus Schöneberg, dem damaligen Regierungssitz West-Berlins gegen den eskalierenden Rassismus. Schon in den 1980er Jahren häufen sich rassistische Morde in den westdeutschen Großstädten. In der Folge dieses und weiterer Morde beginnen jüngere Berliner*innen, sich in Selbstschutz-Gruppen zu organisieren.

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8. Mai 2019 – Gedenken an die Befreiung in Pankow-Buch

8. Mai 2019 – 74 Jahre Befreiung vom Faschismus

Gedenk-Veranstaltung:
Mi, 08.05.2019 | 17:00 Uhr | Sowjetisches Ehrenmal (Wiltbergstraße / Pankow)
Vortreffpunkt: 16:30 Uhr | S-Bahnhof Pankow

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA], VVN-BdA Pankow, DIE LINKE. Pankow & Kommission für Bürgerarbeit Pankow

Material: [Aufruf] | [Banner] | [Zeitungsanzeige] | [Sticker]

AKTUELLES: Die NPD Pankow hat in Zusammenhang mit unserem Gedenken „kreative Aktionen“ angekündigt. Es kann also von Störaktionen während des Tages ausgegangen werden. In diesem Zusammenhang gab es in der Nacht vom 06. zum 07.05. einen Farbanschlag auf das Sowjetische Ehrenmal in Pankow-Buch [Foto].

Programm am 8. Mai 2019 in Pankow-Buch:

10:30 Uhr: Kranzniederlegung
Im Anschluss: Info-Stand, Musik & Ausstellung
17:00 Uhr: Gedankveranstaltung
Redebeiträge, Chöre, Blumen niederlegen, Musik & Info-Stand

Aufruf:

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Weißensee: Gedenken an die Ermordeten der Märzkämpfe

Gedenken an die Ermordeten der Märzkämpfe

Willi Arndt, Otto Ebert, Erwin Wagner und Peter Wagner – 1919 in Weißensee von rechten Militärs erschossen.

Gedenkveranstaltung:
Fr, 15.03.2019 | 17.30 Uhr | Rennbahnstraße 70 (Weißensee)

Im Anschluß: Antifa-Café, 19.30 Uhr, KuBiz (Bernkasteler Str. 78 / Weißensee) | mit Repressionsberatung der Roten Hilfe Berlin (19:00 – 20:00 Uhr)

Für Brot, Freiheit und Menschenwürde

Das weltweite gegenseitige Niedermetzeln von Menschen, das Sterben der eigenen Familienangehörigen auf den Schlachtfeldern, der anhaltene Hunger im eigenen Land sowie die Mittäterschaft am Krieg durch die Arbeit in der Rüstungsindustrie – all das hatte die Mehrheit der Arbeiter*innen in Deutschland satt. Durch Meuterei im Militär und Massenstreiks, die in einer Revolution mündeten, wurde im November 1918 der Erste Weltkrieg beendet und das Kaiserreich hinweg gefegt. Dies war der Anstoß für die Gründung einer sozialistischen Räterepublik und die Geburtsstunde der ersten deutschen Demokratie. Viele aus der Arbeiter*innenschaft hatten sich schon lange vor diesen Kämpfen politisch radikalisiert. Nicht ausschließlich durch das Lesen linker Schriften, sondern vor allem durch die klare Erkenntnis, dass die Konservativen, die Militärs und Industriebosse sich immer und immer wieder gegen die Interessen der Arbeiter*innen gerichtet hatten. Diese Bedürfnisse waren einfach: Ein Dach über dem Kopf, eine Bezahlung die ausreicht, um die Familie zu ernähren und der Wunsch, kein Kanonentfutter für die Kriege der Reichen zu sein. Für die meisten Arbeiter*innen gab es objektiv keine Gründe, warum sie sich auf die Seite der alten Eliten stellen sollten.
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Mit dem Fahrrad auf Spurensuche – Weißensee in der Novemberrevolution

Samstag | 16 März 2019 | 14 Uhr | Treffpunkt Gedenkstein Rennbahnstraße 70 (neben Carglass) | 13086 Berlin
Mit dem Fahrrad auf Spurensuche – Weißensee in der Novemberrevolution
Eine Fahrradtour mit dem BdA Weißensee-Hohenschönhausen e. V.

weissenseehohenschoenhausen.vvn-bda.de/

Marzahn: AfD-Teilnahme am Auschwitz-Gedenken verhindert

Heute am 26.01.2019 nahmen mehr als 50 Personen aus einem breiten antifaschistischen Bündnis am bezirklichen Gedenken an die Opfer des Faschismus in Berlin-Marzahn teil. Ziel war die Stärkung einer dezidiert antifaschistischen Gedenkpolitik, was auch bedeutet, eine Instrumentalisierung durch die ebenfalls geladene AfD zu verhindern. Dieses Vorhaben wurde umgesetzt. Die Vertreter*innen der AfD mussten im Angesicht der massiven Gegenwehr unverrichteter Dinge abziehen und ihren Gedenkkranz wieder mitnehmen.

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