Schlagwortarchiv: NEA-Tresen

Antifa-Café Nord-Ost: Europa 2019 – Zwischen Rechtsruck und Widerstand

Europa 2019 – Zwischen Rechtsruck und Widerstand

Anitfa-Tresen & Diskussionsveranstaltung:
Fr, 17.05.2019 | 20:00 Uhr | Offener Raum im KuBiZ (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Referent*innen: Bernhard Schmid (Journalist, Autor und Jurist aus Paris) & Aktivist*in von PostKom (Plattform linker Aktivist*innen aus Osteuropa)

Flyer: [Front] [Back]

19:00 – 20:00 Uhr: Rote Hilfe Beratung

Vom 23. bis zum 29. Mai 2019 finden in der Europäischen Union die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Den Hintergrund für das diesjährige Wahlspektakel bilden sich weltweit, wie auch in der EU, zuspitzende Widersprüche. Beinahe überall in Europa erstarken mehr oder weniger offen faschistische und faschistoide Parteien – die rassistische Lega ist Teil der Regierung in Italien, die AfD erzielt auf allen Ebenen immer höhere Wahlergebnisse in der BRD und rechte Parteien wie der Rassemblement National in Frankreich oder die PVV in den Niederlanden sind zum festen Bestandteil des parlamentarischen Systems und des politischen Diskurses in diesen Ländern geworden. In Ländern wie Polen oder Ungarn befinden sich schon seit Jahren extrem rechte Parteien an der Macht.
Gleichzeitig werden die von der Arbeiter*innenbewegung über zwei Jahrhunderte erkämpften Fortschritte von den europäischen Regierungen immer mehr in Frage gestellt und offen attackiert – sei es durch die Aufhebung des Acht-Stunden-Tags, wie in Österreich, oder die „Liberalisierung“ des Arbeitsrechts, wie in Frankreich.
Auch auf gesamteuropäischer Ebene findet eine Verschiebung des politischen Diskurses und seiner realpolitischen Ausdrücke ganz weit nach rechts statt – die Verschärfung des europäischen Grenzregimes durch die geplante Aufrüstung von FRONTEX ist hier nur ein Beispiel.

Gleichzeitig regt sich überall in Europa der Widerstand gegen diese Politik: Die Bewegung der Gelbwesten oder der Widerstand gegen die Arbeitsrechtsreform in Frankreich, der seit Jahren andauernde Kampf der griechischen Bevölkerung gegen das Spardiktat der Troika in Griechenland oder die massiven Proteste gegen eine geplante Verschärfung des Abtreibungsrechts und die aktuelle, auch gegen die rechte Gewerkschaftsführung geführte, Streik der Lehrer*innen in Polen.

Wir möchten diese Entwicklungen aus verschiedenen widerständigen Perspektive beleuchten und über Formen und Möglichkeiten des Widerstands diskutieren.

[NEA]-Tresen: Antifa in Ostberlin – in den 80ern und 90ern

Antifa in Ostberlin – in den 80ern und 90ern

Info-Veranstaltung:
Fr, 15.06.2018 | 19:00 Uhr | M29 (Malmöer Straße 29 / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Referent: Dietmar Wolf (Zeitschrift Telegraph)

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Der staatliche und gesellschaftliche Umbruch 1989/90 war ein Markstein für die heutige Antifa-Bewegung. Unter der Annahme einer gemeinsamen widerständigen Geschichte ost- und westdeutscher Antifaschist*innen wurde in bisherigen Rückschauen allerdings nur wenig beachtet, dass in Ostdeutschland eine eigenständige Bewegung entstand. Einer der Hauptauslöser sich zu organisieren waren die zahlreichen Naziübergriffe auf Punkkonzerte, so zum Beispiel der Angriff auf das »Element of Crime«-Konzert in der Zionskirche im Oktober 1987. Kurz danach gründete sich in Potsdam die erste autonome Antifa-Gruppe in der DDR. Ab Sommer 1990 trafen sich linke Jugendliche in der Kirche von Unten (K.v.U.) um die Gründung der Autonome Antifa Ostberlin zu organisieren. 30 Jahre nach Gründung der ersten unabhängigen Antifa-Gruppen in der DDR bündelt das 2017 erschienene Buch »30 Jahre Antifa in Ostdeutschland« erstmals diesen Themenkomplex. Wir haben einen Autor des Buches eingeladen, der vor allem in der Nachwendezeit in antifaschistischen Kämpfen in Prenzlauer Berg (FAP-Nazi-Kiez Prenzlauer Berg Ost, Nazishop »Harakiri«) und gegen das Nazizentrum in der Weitlingstraße aktiv war.

[NEA]-Tresen: Antifa-Kneipen-Quiz

Antifa-Kneipen-Quiz

Antifa-Tresen & Kneipen-Quiz:
Do, 21.12.2017 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

Material: [NEA-Tresen Programmheft / Herbst 2017]

»Weihnachtstresen«? Darf der unter Linken überhaupt so bezeichnet werden, nur weil das Ding beim Plenum so genannt wird? Diese und andere Gewissensfragen könnt ihr an diesem Abend beim Antifa-Kneipen-Quiz lösen. Da die North East Antifa in diesem Jahr nicht nur zehn Jahre alt wird, sondern auch genauso lange das Bandito mit Veranstaltungen und Barabenden bespielt, werden wir noch einige Fragen aus zehn Jahren Antifa Nordost zu Papier bringen. Wenn ihr also über Allgemein- Fach- und Sinnloswissen rund um linke Bewegung in Berlin verfügt, dann bildet eine Quiz-Bezugsgruppe.

Freut euch auf Glühwein und »weihnachtliches« Essen.

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[NEA]-Tresen: Hoyerswerda – 26 Jahre danach?

Hoyerswerda – 26 Jahre danach?

Antifa-Tresen, Vortrag, Film & Diskussion:
Do, 16.11.2017 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Refrent*innen: »Pogrom 91« & out of focus

Material: [NEA-Tresen Programmheft / Herbst 2017]

Im sächsischen Hoyerswerda vor 26 Jahren: Über mehrere Tage griffen Neonazis gemeinsam mit Bürger*innen die Wohnheime von DDR-Vertragsarbeiter*innen und Geflüchteten an. Bis zu 500 Menschen beteiligten sich an dem rassistischen Pogrom, warfen Steine, Flaschen und Molotow-Cocktails, applaudierten den Angreifenden und riefen rechte Parolen. Die Polizei sah sich nicht in der Lage, die Angegriffenen ausreichend zu schützen, so dass die Bewohner*innen der Unterkünfte schließlich aus der Stadt evakuiert wurden. Bis zu 1.000 Schaulustige verfolgten und bejubelten den Abtransport der Geflüchteten in Bussen. Bundesweit berichteten zahlreiche Medien über die tagelangen Attacken. Nur vereinzelt gab es Versuche, die Angegriffenen zu unterstützen. Auf die Biographien vieler der von dem rassistischen Pogrom Betroffenen hatten die damaligen Geschehnisse dramatische Auswirkungen. Die Ereignisse im September 1991 gelten als wichtiges Sozialisationsmoment vieler Neonazis im Deutschland der Nachwendezeit. Deshalb werden heute die Protagonist*innen des NSU auch als »Generation Hoyerswerda« bezeichnet.

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[NEA]-Tresen: Vortrag zu 100 Jahre Oktoberrevolution

Oktober 1917 – Von der russischen Revolution zum weltpolitischen Konflikt

Antifa-Tresen & Vortrag:
Do, 19.10.2017 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Referent: Sebastian Gerhardt

Material: [NEA-Tresen Programmheft / Herbst 2017]

In der Theorie der Marxist*innen war alles klar. Die Revolutionen sind die »Lokomotiven der Geschichte«: Die Gleise wurden durch die ökonomische Entwicklung gelegt und die Kommunist*innen sollten die Lokomotivführer*innen sein, denn sie »haben theoretisch vor der übrigen Masse des Proletariates die Einsicht in die Bedingungen, den Gang und die allgemeinen Resultate der proletarischen Bewegung voraus.« (Manifest der Kommunistischen Partei). Die realen Revolutionen im Zarenreich entsprachen diesen Vorüberlegungen jedoch kaum. Vortrag und Diskussion zum Ablauf der Ereignisse 1917-1921, zum Verhältnis der russischen Revolution zur Entwicklung des Kapitalismus und zur Rolle der Gewalt.

Sebastian Gerhardt, politischer Aktivist und Autor, Bildungsreferent für die »Topographie des Terrors« und das Deutsch-Russische Museum Karlshorst.

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[NEA]-Tresen: Linkes Kneipen-Quiz: Nazis, Wahlen und anderer Blödsinn

Linkes Kneipen-Quiz: Nazis, Wahlen und anderer Blödsinn

Antifa-Tresen & Kneipen-Quiz:
Do, 21.09.2017 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

In welcher Straße hielten Berliner Nazis ein Haus besetzt? Für welche Modefirma wirbt Christian Lindner? Wie heißt die Katze der Simpsons? Testet euer Wissen rund um die Berliner Naziszene, die Wahlen, sowie euer Allgemeinwissen. Kommt vorbei und bildet Teams.

Es gibt Essen, günstige Getränke und unseren gut sortierten Infotisch.

[NEA]-Tresen: Info-Veranstaltung zum G20 in Hamburg

Shut Down G-20!

Antifa-Tresen und Info-Veranstaltung:
Do, 15.06.2017 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Mehr Infos zum G20: #NoG20 2017, #NoG20 Berlin & Vive le sabotage!

Vom 5. bis 9. Juli finden die Aktionen gegen den G20 Gipfel in Hamburg statt. Kommt vorbei und erfahrt mehr zu den verschiedenen Aktionsformen: Alternativgipfel, Massenhafter Ungehorsam und den Großdemos. Organisiert euch mit uns gegen den Gipfel der selbsternannten Herrschenden und fahrt nach Hamburg. Es wird weiterhin Infos zu Camps/ Schlafmöglichkeiten geben und einen gemeinsamen Austausch zu Erfahrungen beim G8 Gipfel in Heiligendamm (2007) bzgl. Gipfelaktionen und Repressionen.

[NEA]-Tresen: Info-Veranstaltung zu #NoTddZ in Karlsruhe

#NoTddZ in Karlsruhe

Antifa-Tresen und Info- & Mobi-Veranstaltung:
Do, 18.05.2017 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Mehr Infos zur Gegenmobi: notddz.suedwest.mobi

In diesem Monat gibt es bei unserem Tresen ein Info-Veranstaltung zum Naziaufmarsch “Tag der deutschen Zukunft”, der dieses Jahr in Karlsruhe stattfindet und dem Gegenprotest dazu. Im Juni 2017 steht Karlsruhe mit dem sogenannten “Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ) eine der größten Nazidemonstrationen bevor, zu der Neonazis aus der gesamten Bundesrepublik sowie dem europäischen Ausland erwartet werden. Hinter diesem Aufmarsch steckt eine Initiative, die seit nunmehr 9 Jahren zum TddZ aufruft. Unter dem Motto AB IN DEN SÜDEN! wird von Berlin aus zu #NoTddZ mobilisiert. Seid dabei und sichert euch eines der begehrten Tickets zur gemeinsamen Anreise. Im Anschluss wird es wie immer die Möglichkeit geben, ins Gespräch zu kommen und Fragen/ Wünsche zu klären.

[NEA]-Tresen: Film – „The Memoire Of An Invisible Man“

nea_tresen_1610_banner„The Memoire Of An Invisible Man“

Tresen & Filmvorführung:
Do, 20.10.2016 | 20:00 Uhr / 8.00 pm | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Hinweis: Die Veranstaltung findet auf englisch statt, eine deutsche Flüsterübersetzung ist selbstverständlich möglich.

– english below –

Wir zeigen den Film „The Memoire Of An Invisible Man“ welcher das Leben aus der Perspektive von Mr. X, einem Schutzsuchenden aus West-Afrika in Berlin erzählt. Die Bandbreite der Erlebnisse reicht von persönlichen Geschichten, dem “Aufenthaltsstatus” bis hin zur Situation in Berlin u.a. im Görlitzer Park.
Diskussion mit dem Regisseur im Anschluss.
Zusätzlich versorgen wir euch mit leckerem Essen und Getränken zu günstigen Preisen!

This Film tells the story of Mr. X, but his identity, and his face, are never revealed in it. Mr. X is a West-African asylum seeker living in Berlin without a work permit. As his exposure might put him in danger, he is the one holding the camera instead of appearing in front of it. Mr. X shoots the landscapes and people of Berlin to tell stories about the refugee camp in Italy, about his grandmother in West Africa, about his acquaintance with African drug dealers from Görlitzer Park, and about the relationship between him, his legal status and his camera.
Afterwards there will be a discussion with the director.
Additionally we are happy to serve you food and drinks/ beverages for small prices.

[NEA]-Tresen: Lesung „Sakine Cansız: Mein ganzes Leben war ein Kampf, Band 2: Gefängnisjahre“

nea_tresen_1606_buchcoverSakine Cansız: Mein ganzes Leben war ein Kampf, Band 2: Gefängnisjahre

Tresen & Lesung:
Do, 16.06.2016 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Referent*innen: Jinên xwendekar ên Kurdistan (JXK)
Eintritt: frei
Flyer: [Front] [Back]

Sakine Cansız, eines der Grüdungsmitglieder der PKK, wurde mit ihren Genossinnen Fidan Dogan und Leyla Saylemez bei einem politischen Attentat in Paris ermordet. Nun ist der zweite Band erschienen, welchen Sakine bereits in den 1990er Jahren verfasste und erst im Januar 2016 erschien.
Eindrucksvoll wird geschildert, mit welcher gewaltigen Repression der türkische Staat den revolutionären kurdischen und türkischen Bewegungen entgegnete. Der zweite Band ist die Schilderung ihrer Zwangs-Odyssee durch einige der fürchterlichsten Knäste der Türkei – Elazig, Malatya, Diyarbakir, Amasya und Canakkale – er ist ein umfangreiches, faszinierendes und kostbares Zeitdokument, ein zum Teil sehr emotionaler persönlicher Bericht, beeindruckende Analyse – und Mut machende Kampfschrift zugleich.
Die Gefangenen organisieren sich und den überhaupt nicht alltäglichen Alltag. Sie lassen den unmenschlichen Angriff auf ihre Menschlichkeit an gegenseitiger Unterstützung, gegenseitigem Respekt, geschwisterlicher Liebe und revolutionärer Selbstdisziplin abprallen. Inmitten all des faschistischen Drecks gelingt es Sakine immer wieder die Selbstachtung zu wahren, und anderen – vor allem auch Frauen – das Rückgrat zu stärken.

Im Anschluss legen wir gemeinsam mit JXK die Betrachtung auf aktuelle Ereignisse um Repression, Krieg sowie emanzipatorische Selbstorganisierung in Bakur/ Nordkurdistan.

Dabei gibt es leckere, vegane VoKü und kühle Getränke.