Kategoriearchiv: Infoabend

Weißensee: Aktionswochen für eine offene und vielfältige Stadt

aktionswochen_2014_bannerLicht-Graffiti gegen Nazis – Light Rider vor dem Kino „Toni“
19.09.2014 | 19:00 Uhr | Antonplatz (Weißensee)

Veranstaltungshinweis: „Sich fügen heißt lügen!“ – Erich Mühsam-Abend
19.09.2014 | 18:00 Uhr | Freilichtbühne Weißensee (Große Seestraße 9)
Veranstalter*innen: North East Antifa (NEA)

Theater: „Schöner leben ohne Nazis“ [Flyer]
Mi, 05.11.2014 | Einlass 17:30 Uhr, Beginn 18:00 Uhr | HoF 23 (Langhansstraße 23)

Info-Veranstaltung: „Des Nazis neue Sportklamotten“ [Flyer]
Mi, 26.11.2014 | 20:00 Uhr | Frei-Zeit-Haus Weißensee (Pistoriusstraße 23)

Veranstalter*innen: Bürger*innen-Bündnis „Weißensee gegen rechts!“

Material: Plakat | Flyer | Banner

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Vortrag: Was tun gegen HoGeSa?!

HoGeSa-Zerschlagen2Was tun gegen HoGeSa?!
Vortrag, Diskussion
Do, 20.11.2014 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Referent*innen:
BAFF – Bündnis aktiver Fussballfans
Agentur für soziale Perspektiven e.v. (asp)
North East Antifa (Berlin)

Im Oktober und November marschierten Tausende unter dem Label „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) in Köln und Hannover. Beide Aufmärsche mündeten in gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Die Medienberichterstattungen über HoGeSa zeigen sich nicht selten überrascht über die „Plötzlichkeit“ und zahlenmäßige Stärke jener Bewegung. Die Anzeichen für eine Organisierung des rechten Fußball-Milieus deutete sich jedoch bereist seit vergangenem Jahr an. In der facebook-Gruppe „Weil Deutsche sich’s noch trau’n!“ [1], dem Vorläufer von HoGeSa, sammelten sich bereits zahlreiche Anhänger männerbündischer Strukturen. Als Vorbild fungierte auch zu jenem Zeitpunkt schon die English Denfence League (EDL) [2]. Mit ihrem Minimalkonsens „Anti-Islamisierung“, der engen Anbindung an eine gewaltbereite Fußball-Klientel und die Arbeit über Social Media erlebte die EDL vor einige Jahren einen ähnlichen Auftrieb wie die HoGeSa. Beide treten öffentlich gegen religiösen Fundamentalismus auf – vor allem geht es ihnen jedoch darum, dass eigene Land zu schützen. Das Leid, welches die Menschen in Syrien durch den sogenannten „Islamischen Staates“ erfahren, rückt vollkommen in den Hintergrund. Die PEGIDA-Aufmärsche gegen Islamisierung in Dresden (2.500 Teilnehmer*innen) [3], die Allianzen zwischen Bürgern und Nazis Flüchtlingsunterkünfte [4] und die Wahlergebnisse der AFD zeugen davon, dass Rassismus und reaktionären Denkmustern zunehmend als legitime Einstellungen anerkannt sind.

Im Vortrag wird über Strukturen, ideologisches Selbstverständnis so wie die EDL als Vorbild des HoGeSa-Netzwerkes informiert. Gemeinsam wollen wir darüber diskutieren wie wir der aktuellen Entwicklung entgegenwirken können.

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & Red & Anarchist Skinheads (RASH)
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Info-Veranstaltung: Das PKK-Verbot wird fallen!

banner_va_pkk_verbot_rhDas PKK-Verbot wird fallen!
Geschichte, Auswirkungen und die aktuelle Diskussion des PKK-Verbots

Info-Veranstaltung:
Mo, 17.11.2014 | 19:00 Uhr | Mehringhof (Gneisenaustraße 2A / Kreuzberg)

Flyer

Veranstalter*innen: Rote Hilfe Berlin

Nach der Rettung zehntausender Yeziden vor einem Massaker des IS im Sengal-Gebirge durch Einheiten der PKK und der syrisch-kurdischen YPG, sowie der seit Wochen andauernden Verteidigung von Kobane durch kurdische Kämpfer*innen scheint sich die Sichtweise auf die PKK in deutschen Medien und Politik radikal geändert zu haben. Verschiedene Parlamentarier*innen aller Fraktionen fordern zumindestens eine Neubewertung der PKK, die über Jahrzehnte in Deutschland als Staatsfeind Nummer Eins galt, und liberale Zeitungen titeln „Die PKK gehört zu Deutschland“. Dagegen haben hat sich an der Repression der Sicherheitsbehörden bislang nichts geändert. Erst im August dieses Jahres wurde erneut ein kurdischer Aktivist unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung (§129b) inhaftiert und auch in Berlin werden weiterhin vor allem Jugendliche bei den aktuell zahlreichen Demonstrationen wegen des Rufens verbotener Parolen festgenommen. In der Veranstaltung wird über Hintergründe und Auswirkungen des PKK-Verbots im Kontext der aktuellen Diskussion berichtet und nach Strategien gesucht, das PKK-Verbot endlich abzuschaffen.

Info-und Diskussions-Veranstaltung: „Rojava und der Kampf um die Frauenbefreiung“

va_frauen_rojava„Rojava und der Kampf um die Frauenbefreiung“

Informations-und Diskussions-Veranstaltung:
Do, 13.11.2014 | 19:00 Uhr | Mosaik (Oranienstraße 34 / Kreuzberg)

Veranstalter*innen: Neue antikapitalistische Organisation (NaO)

Wir informieren über die Lage der Frauen in Rojava. Wie steht es um die Gleichberechtigung der Frauen in Rojava? Welche Rolle spielen die Frauen im Kampf? Wie organisieren sich die Frauen im Alltag? Darüberhinaus stellen wir das Buch von A. Öcalan ” Die Befreiung der Frau” vor und diskutieren es kritisch.

Mit einer Vertreterin des kurdischen Frauenrates Berlin Destdan

Für Kinderbetreuung ist gesorgt.

HoGeSa? – WTF?

flyer_hogesa_va_wb13Info-Veranstaltung zum HoGeSa-Netzwerk
Mi, 05.11.2014 | 18:00 Uhr | WB13 (Am Berl 13 / Hohenschönhausen)

Referent*innen: APABIZ
Im Anschluss: Konzert mit Tree House Fire (Ska, Reggae / UK)

Netzwerke militanter Neonazis versorgen die Szene bundesweit und international mit Strategien, Know-How und Waffen für den Untergrundkampf. Sie finanzieren sich nach wie vor über Konzerte und über die Produktion und den Vertrieb neonazistischer Rockmusik. Militante Neonazinetzwerke bieten außerdem Aktivisten der NPD, denen die Partei nicht radikal genug ist, eine politische Heimat.
Im Fokus dieses Abends stehen Hammerskins, Blood & Honour und „Hooligans gegen Salafisten“. Diese Strukturen sind in Deutschland längst verzahnt mit Rockergruppen und dem Milieu der so genannten „Organisierten Kriminalität“.

Antifa-Tresen der [ALJ]: Aktuelle Lage in Rojava

antifa_logoAntifa-Tresen der Antifaschistischen Linken Jugend [ALJ] zur zur aktuellen Lage in Rojava bzw. generell Kurdistan.

Sa, 01.11.2014 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: Antifaschistische Linke Jugend [ALJ]

Bei unserem monatlichen Antifa-Tresen gibts diesmal einen Expert*innen-Vortrag zur aktuellen Lage in Rojava bzw. generell Kurdistan. Nach dem Vortrag gibt es wie immer Tresen mit kühlen Getränken, guter Musik und gratis Kicker. Außerdem wird es Soli-Buttons für Kurdistan geben. Die Einnahmen fließen an fortschrittliche Kräfte vor Ort.

Antifaschistisches Tagesseminar: „Wohin treibt Polen?!“

siempre_antifaAntifaschistisches Tagesseminar: „Wohin treibt Polen?!“

Sa, 25.10.2014 | 11:00 Uhr | Allmende e.V (Kottbusser Damm 25)
Veranstalter*innen:
Bildungswerk der Heinrich Böll Stiftung
Flyer: [Front] | [Back]

Nach der Wende 1989 hat sich Polen zu einem neoliberalen Musterschüler in EU und Nato entwickelt. Die brutale Schocktherapie der 1990er Jahre führte zu einer Verarmung und Deklassierung breiter gesellschaftlicher Schichten und zu einer erstarkenden rechten Bewegung. Dagegen formierte sich Widerstand. Polen wurde zu einem Schauplatz unterschiedlicher Widerstandsbewegungen. Verschiedene Aktivist_innen aus den Bereichen “Antifaschismus”, “Antiüberwachung” und “Soziale Kämpfe” werden die Bewegungen im Kampf gegen die neoliberale Umstrukturierung sowie neofaschistische Tendenzen in Polen vorstellen, über die aktuelle Situation berichten und Raum für gegenseitigen Austausch und Vernetzung geben.

Tagesübersicht:
11.30 Uhr: Begrüßung und Einführungsvortrag
12.30 Uhr: „Nationalismus in Polen“ | Referent*innen: Antifa-Aktivist*innen aus Polen
14.30 Uhr: „Soziale Kämpfe“ | Referent*innen: Inicjatywa Pracownicza
16.30 Uhr: „Linke Kulturpolitik“ | Referent*innen: Martyna Dominiak (Krytyka Polityczna)

Eintritt frei

Weitere Infos:
www.antifa-nordost.org | www.ozzip.pl | www.krytykapolityczna.pl | www.bildungswerk-boell.de

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Info-Veranstaltung: „Es lebe die Freiheit! Solidarität mit Kobanê!“

newroz_va_bethanien_banner01„Es lebe die Freiheit! Solidarität mit Kobanê!“
Friedensprozess und Aufbau basisdemokratischer Strukturen in Nord-Kurdistan und Rojava

Info-Veranstaltung:
Di, 21.10.2014 | 20:00 Uhr | New Yorck im Bethanien (Mariannenplatz 2A / Kreuzberg)

Banner: [1082×567] | [1664×463]
Veranstalter*innen:
North East Antifascists [NEA], Hände weg vom Wedding, YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan, Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin

Im März 2014 waren die Referent_innen Teil einer internationalistischen Delegation, welche mit YXK, dem kurdischen Studierendenverband, Nord-Kurdistan bereiste. Der Fokus der Veranstaltung liegt hauptsächlich auf der politischen Situation in der Region, dem Aufbau basisdemokratischer Strukturen, der Rätesysteme sowie der Frauen- und Jugendbewegung inmitten einer gelebten demokratischen Autonomie und der Repression des türkischen Staats. Es ist nicht der Anspruch, eine umfassende und detaillierte Erläuterung der Geschichte des Widerstandskampfs in Kurdistan wiederzugeben, sondern das Erfahrene mit den Bestrebungen der linken kurdischen Freiheitsbewegung zu verknüpfen und vorzustellen. Ebenfalls wird darauf hingewiesen, die Menschen in der Region nicht als einheitlich denkende oder homogen agierende Masse zu begreifen und Differenzen sowie Widersprüche zwischen politische Strömungen oder Initiativen aufzuzeigen.

Michael Knapp vom Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin bereiste vor einigen Monaten Rojava. Er wird einen Vergleich zum Aufbau der demokratischen Autonomie in West-Kurdistan geben, außerdem einen aktuellen Überblick über die Belagerung von Kobanê durch den IS und die Rolle von Massud Barsani und Süd-Kurdistan beleuchten. Außerdem gibt es Aktuelles zur Situation um Kobanê und die Angriffe des „IS“ sowie die Rolle von Massud Barsani (Süd-Kurdistan).

Bei der Veranstaltung wird es Info-Material zur Thematik geben und die Möglichkeit Kobanê (Rojava) durch Spenden zu unterstützen. Ab 19:30 Uhr ist der Tresen geöffnet, wie immer mit Knabbereien und Schnittchen.

Weitere Veranstaltungstermine im November 2014 folgen in Kürze. Informationen dazu gibt es auf den Websites der Veranstalter*innen.

23. Jahrestag des rassistischen Pogroms von Hoyerswerda

tresen_1410Rassismus tötet!
23. Jahrestag des rassistischen Pogroms von Hoyerswerda

Ausstellung, Diskussion, Kneipe
Do, 16.10.2014 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Referet*innen: Initiative „Pogrom 91“
Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & Red & Anarchist Skinheads (RASH)

Vor 23 Jahren, im September 1991 attackierten Neonazis sowie Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt die in Hoyerswerda lebenden DDR-Vertragsarbeiterinnen und -Vertragsarbeiter aus Mosambik und Vietnam sowie Asylsuchende. Bei dem rassistischen Pogrom erhielten die Betroffenen kaum Schutz und Unterstützung – schließlich mussten sie die Stadt verlassen. Es folgte eine Welle rassistischer Gewalttaten, die 1992 in Rostock-Lichtenhagen und Mölln ihren Höhepunkt erreichte. Die Auswirkungen spüren Asylsuchende bis heute: Die Politik reagierte 1993 auf die rassistische Gewalt mit der faktischen Abschaffung des Grundrechts auf Asyl.

An den Jahrestag erinnerte die Initiative “Pogrom 91” in diesem Jahr mit einer bundesweiten Plakataktion. In zahlreichen Städten in ganz Deutschland wurden Gedenkplakate verklebt und Fotos der Plakate eingereicht. Daraus ist eine Ausstellung entstanden, die wir am 16. Oktober ab 20 Uhr im Bandito Rosso zeigen.

Es erwarten euch Infos zur Geschichte des Pogroms und dem lokalen Umgang damit. Weiterhin möchten wir mit euch über die Denkmalsdebatte diskutieren und über den aktuellen Stand zum städtischen Gedenken informieren. Anschließend laden wir zum gemeinsamen Kneipengespräch und -austausch ein.

Der Kurdische Befreiungskampf zwischen IS-Terror und ausländischer Intervention

va_jelpke_flyerVeranstaltung mit Ulla Jelpke (MdB) und Michael Knapp (Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin)

Do, 09.10.2014 | 19:00 Uhr | Mosaik (Oranienstraße 34)
Veranstalter*innen: Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin [ARAB] & Neue antikapitalistische Organisation (NaO)
Material: [Flyer]

Der Massenmord an den Yeziden im irakischen Shengal-Gebirge hat den Terror des „Islamischen Staates“ (IS) zum Gegenstand der internationalen Debatte gemacht. Die USA reagierten mit Luftangriffen auf IS-Stützpunkte, Deutschland und andere imperialistische Staaten liefern nun Waffen an die Pershmerga-Kräfte des konservativen nordirakischen Kurdenpräsidenten Barzani.
Währenddessen werden die linken Kräfte der kurdischen Befreiungsbewegung weiterhin als „terroristische Vereinigungen“ von Deutschland, der EU und der USA verfolgt, obwohl selbst bürgerliche Beobachter_innen feststellen mussten, dass vor allem die Guerillakräfte der PKK und der syrischen YPG den Völkermord an den Yeziden verhinderten. Weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit kämpfen die kurdischen Selbstverteidigungskräfte der YPG seit Jahren einen blutigen Abwehrkampf gegen die zahlenmäßig überlegenen „Gotteskrieger“ des „Islamischen Staates“ und der „Al Nursa Front“, um die „Rojava“ genannten kurdischen Gebiete in Syrien zu verteidigen.

Dort wird seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges versucht, eine emanzipatorische Alternative zum religiösen Terror des Islamischen Staates und der Unterdrückung durch das Assad-Regime aufzubauen. Basisdemokratie, Selbstorganisation, Konföderalismus und die Überwindung ethnischer und konfessioneller Spaltungen sind die Grundlagen dieses gesellschaftlichen Experimentes.
Michael Knapp (Kurdistan Solidaritätskomitee) war mehrere Monate in Rojava und wird vom Aufbau einer gesellschaftlichen Alternative berichten. Ulla Jelpke (MdB/Linkspartei) ist als erste deutsche Politikerin in den Nordirak geflogen, nachdem sie von den Massakern an den Yeziden hörte, und hat sich dort in Flüchtlingslagern einen eigenen Eindruck gemacht. Sie wird außerdem zur Debatte um deutsche Waffenlieferungen und das PKK-Verbot Stellung nehmen.