Kategoriearchiv: Antifa

Artikel in Neues Deutschland: Paradoxe Folgen des Widerstands

tresen_1411_artikel_ndIn der Tageszeitung Neues Deutschland ist ein Artikel erschienen, welcher unsere Veranstaltung „Was tun gegen HoGeSa?!“ am Donnerstag (20.11.2014) dokumentiert. Die Veranstaltung fand im Rahmen unseres monatlichem Antifa-Tresen statt, welchen wir zusammen mit den Genoss*innen von Red & Anarchist Skinheads (RASH) Berlin-Brandenburg organisieren. Ein Audio-Mitschnitt wird in kürze hier veröffentlicht.

Paradoxe Folgen des Widerstands
Antifaschisten diskutierten über die Aufmärsche rechter Fußballfans
Der Auftauchen der »Hooligans gegen Salafisten« in Köln hat viele überrascht. Auch Antifaschisten und linke Fußballfans. Über Erklärungen und Gegenstrategien wurde am Donnerstag in Berlin debattiert.

Von Peter Nowak – 22.11.2014

Seit in Köln vor einigen Wochen Tausende unter dem Label »Hooligans gegen Salafisten« (HoGeSa) auf die Straße gegangen sind, häufen sich in den Medien Berichte über diese neue Gruppierung. Glaubt man den Presseberichten sei diese »völlig überraschend aus dem Nichts aufgetaucht«. Auch viele aktive Antifaschisten waren von einem so großen Aufmarsch rechter Fußballfans überrascht. »Ich hatte gehofft, die Ära der rechten Massenaufmärsche wäre in Deutschland vorüber. Seit dem HoGeSa-Auftritt in Köln bin ich mir da nicht mehr so sicher«, brachte am Donnerstagabend ein Teilnehmer einer Veranstaltung in Berlin diese Stimmung auf dem Punkt. Weiterlesen →

Unangemeldete Spontan-Demo gegen Rassisten-Mob

buch_lichterkette_20141113_01Unangemeldete Spontan-Demo gegen Rassisten-Mob

Für den 13. November hatten Anwohner*innen und organisierte Neonazis in Buch zur Lichterkette am Bauzaun der geplanten Flüchtlings-Container-Unterkunft aufgerufen. Dagegen demonstrierten rund 50 Antifaschist*innen am selben Abend in Buch.

Weitere Artikel zur Thematik: [Berlin-Buch: Naziübergriffe häufen sich – Rechte wollen am 17.11. Neonazi-Gegner angreifen] [Nazis und Bürger Hand in Hand – 200 bei Rassisten-Demo in Buch] [Berlin-Buch: Protest gegen Flüchtlinge formiert sich]
Weitere Fotos: [Flickr]

Demo durchs Viertel, Platz besetzt…

Die Donnerstags-Kundgebung der Bucher Rassist*innen fand an diesem Tag zum dritten Mal in Folge statt, zum zweiten Mal in Form einer Lichterkette. Die rassistische „Bürgerinitiative“, die auf Facebook unter dem Namen „Kein Asylanten- Container Dorf in Buch“ agiert, kündigte vergangene Woche an, die Lichterkette wöchentlich durchzuführen.
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Berlin-Buch: Naziübergriffe häufen sich – Rechte wollen am 17.11. Neonazi-Gegner angreifen

2013.05.13_DieterEichDemo_ImbissNazis2Berlin-Buch: Naziübergriffe häufen sich – Rechte wollen am 17.11. Neonazi-Gegner angreifen

Für Montag den 17. November mobilisieren Neonazis und Anwohner*innen zu einen Aufmarsch gegen eine geplante Flüchtlings-Containerunterkunft. Neonazis planen anreisende Neonazi-Gegner*innen anzugreifen.

Am 15. November wurde der SPD-Abgeordneter Rainer-Michael Lehmann in Buch angegriffen.
Security am Baustellengelände des zukünftigen Heims werden immer wieder bedroht.

Provokationen an der Baustelle für Flüchtlings-Container-Dorf

Noch steht die Unterkunft an der Karower Chaussee nicht. Doch schon jetzt wird fast wöchentlich der Baustellenzaun des zukünftigen Container-Dorfes beschädigd. Fünf Unbekannte warfen in der Nacht vom 7. zum 8. November den Zaun gegen drei Uhr um, verbogen ihn und riefen mehrfach „Sieg Heil“. Etwa drei Stunden später beobachteten Zeugen rund 20 Personen, die den wieder aufgestellten Zaun, unter dem Geschrei rassistischer Parolen, erneut umkippten. Der Zaun wurde so stark beschädigt, dass er nicht mehr aufgestellt werden konnte [1]. Einen Tag später wurden Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, die das Baustellengelände bewachten, gegen Mittag von einen jungen Mann bedroht. Nach dem der Täter flüchtete, erschien er gegen 19:00 Uhr erneut in Begleitung eines weiteren Mannes. Die Securitys alarmierten die Polizei, welche den 19-Jährigen festnahm [2].
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27. Dezember: Wieder rassistische Demo in Marzahn

Einfaches RGBDoch keine Weihnachtspause von den Nazis

Vortreffpunkt für gemeinsame Anreise:
Sa, 27.12.2014 | 16:30 Uhr | S-Bahnhof Ostkreuz (Sonntagstraße / Friedrichshain)

Treffpunkt für Gegenproteste:
Sa, 27.12.2014 | 17:30 Uhr | Eastgate (S-Bahnhof Marzahn)

Wieder ruft eine neonazistische Gruppe zu einer Demo gegen „Asylmissbrauch und linke Gewalt“ durch Berlin-Marzahn auf. Diesmal allerdings nicht die selbsternannte „Bürgerbewegung Marzahn“, sondern Nazis und Hools aus deren Umfeld. Unter dem Namen „Ber.Ge.As“ (Berlin gegen Asylmissbrauch) bewirbt die Gruppe auf Facebook für den 27. Dezember eine Demo. Auf der öffentlich einzusehenden Teilnehmer*innenliste haben sich viele Anhänger*innen von HoGeSa und anderen „Nein zum Heim“-Seiten angekündigt.

Auch diese Demonstration wird mit antifaschistischen Gegenprotesten begegnen. Dazu gibt es einen Treffpunkt um 17:30 Uhr am Eastgate (S-Bahnhof Marzahn). Der Vortreffpunkt für solidarische Leute aus der Innenstadt befindet sich 16:30 Uhr am S-Bahnhof Ostkreuz (Ausgang Sonntagstraße).

Bildet Gruppen zur Anreise und vor Ort, passt aufeinander auf und lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen Nazis und Rassist*innen in Marzahn setzen!

Mehr Infos: akmh.blogsport.eu

NEA/RASH-Tresen: „Antifaschistische Aktion – Geschichte einer linksradikalen Bewegung“

tresen_1412Das neue Buch von Bernd Langer:
„Antifaschistische Aktion – Geschichte einer linksradikalen Bewegung“

Buchvorstellung, Tresen, VoKü:
Do, 18.12.2014 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Referent: Bernd Langer
Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & Red & Anarchist Skinheads (RASH)
Material: Flyer (Buch), Flyer (Tresen)
Presse: Neues Deutschland (29.10.2014), Neues Deutschland (01.11.2014)

Das Buch hat 264 Seiten und kostet 16,00€

Unter »Antifa« kann sich wohl jede*r etwas vorstellen. Schwarzer Block gleich Antifa; so vermitteln es zumindest die Medien in falscher Verkürzung. Denn die Geschichte dieser Bewegung reicht weit zurück und ist keineswegs auf Militanz zu reduzieren.
Antifaschismus wurde in Deutschland Anfang der 1920er Jahre als polemischer Kampfbegriff durch die KPD eingeführt. Verstanden wurde darunter Antikapitalismus. Erst Anfang der 1930er Jahre rückte der Kampf gegen die Nationalsozialisten mehr und mehr in den Fokus. 1932 mündete diese Entwicklung in der Gründung der Antifaschistischen Aktion.
In der BRD griffen kommunistische Gruppen in den 1970er Jahren das Emblem wieder auf. Später, von Autonomen übernommen und neu gestaltet, wurde es zum Zeichen der heutigen Antifa. Undogmatisch, radikal und systemkritisch ist Antifaschismus also von jeher viel mehr als nur ein Kampf gegen Nazis.
Dieses Buch liefert den ersten umfassenden Überblick über die Entwicklung der Antifa. Ein Grundlagenwerk für AktivistInnen und all diejenigen, die erfahren wollen, in welcher Tradition Antifaschismus in Deutschland steht.

Hohenschönhausen: Demonstration von Rassisten am 16.12. verhindern!

NaziuafmarschHSH_verhindern_16dez2014Hohenschönhausen: Demonstration von Rassisten verhindern!
Di, 16.12.2014 | ab 19:00 Uhr | Netto-Markt / Egon-Erwin-Kirsch-Straße

Gegenkundgebungen:

1. In der Nähe des Startpunkts: Pablo-Picasso-Straße / Falkenberger Chaussee

2. Vor der Fritz-Reuter-Oberschule: Prendenerstraße / Falkenberger Chaussee

Weitere Anlaufpunkte:

3. Vor dem geplanten Containerdorf: Hausvaterweg Ecke Dorfstraße

4. Vor den Welsegalerien: Vincent-van-Gogh-Straße Ecke Randowstraße

5. Am Ende der Route: Märkische Allee Ecke Klandorfer Straße

Material: [Aufruf zum ausdrucken] [Banner]
Aufruf: [Lichtenberger Bündnis]

Am 16. Dezember 2014 um 19 Uhr wollen Rassist_innen in Hohenschönhausen gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Falkenberg demonstrieren. Aufgerufen wird dazu auf der Facebookseite „Kein Asylanten-Containerdorf in Falkenberg“. Die Betreiber_innen gehören zu einem Berliner Netzwerk, das unter dem Label „Berlin wehrt sich!“ agiert und maßgeblich von organisierten Neonazis getragen wird. Nach zahlreichen Aktivitäten gegen geplante Flüchtlingseinrichtungen in anderen Bezirken versuchen die Rassist_innen, in Hohenschönhausen Fuß zu fassen.

Unter dem Motto „Falkenberg sagt nein zum Heim“ soll es vom Netto-Supermarkt in der Egon-Erwin-Kirsch-Straße bis zum S-Bhf Ahrensfelde gehen. Die Demonstration meldet ein Köpenicker Rassist an.
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Am 15. Dezember Rassist*innen in Marzahn blockieren!

Demomarzahn08122014Rassist*innen in Marzahn blockieren!
Mo, 15.12.2014 | Marzahn

Treffpunkte:

17:00 Uhr – S-/U-Bahnhof Lichtenberg (Vorplatz)
für alle Menschen aus Friedrichshain, Lichtenberg, Mitte, Pankow und Wedding

17:00 Uhr – S-Bahnhof Ostkreuz (Ausgang Sonntagsstraße)
für alle Menschen aus Neukölln, Kreuzberg, Treptow-Köpenick und Schöneberg

18:30 Uhr – S-Bahnhof Ostkreuz (Ausgang Sonntagsstraße)
für alle Menschen, die nicht früher Feierabend machen können

Seit mittlerweile sechs Wochen ziehen nun Nazis zusammen mit rassistischen Anwohner*innen jeden Montag durch Marzahn. Dankbar nahmen sie ein geplantes Containerlager für Geflüchtete zum Anlass, ihre Hetze gemeinsam auf die Straße zu tragen. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass von staatlicher Seite Geflüchteten statt Wohnungen und selbstorganisierten Häusern nur noch eine menschenunwürdige Unterbringung in Containerlagern zugestanden wird, zieht nun auch noch ein rassistischer Mob durch die Straßen. Für uns sind solche Zustände unerträglich! Lasst uns deshalb gemeinsam an den Erfolg vom 22. November anknüpfen und den Aufmarsch der Rassist*innen endlich auch an einem Montag blockieren.
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Soli-Abend im SO36: „Help Kobanê!“

kobane_soli_so36_bannerHelp Kobanê!

Soli-Abend:
Do, 04.12.2014 | 19:30 Uhr | SO36 (Oranienstraße 190 / Kreuzberg)

Veranstalter*innen: Berliner Initiative für Kobanê
Unterstützt durch: Allmende e.V. – Haus alternativer Migrationspolitik und Kultur & AStA TU Berlin

Flyer: [Front] [Back] [PDF]

Die Stadt Kobanê ist von allen Seiten umzingelt: auf drei Seiten von den mörderischen IS-Milizen und auf einer Seite vom türkischen Staat. Alle Minderheiten und alle Menschen, deren Denken nicht der IS-Ideologie entspricht, kämpfen im Norden Syriens um ihr Überleben. Lasst uns an diesem Abend mit Musik und Informationsbeiträgen in Solidarität mit Kobanê zusammenkommen, um die Menschen vor Ort mit unseren Eintrittsgeldern und Spenden finanziell zu unterstützen!

Moderation: Dorothee Krüger & Mattis Nolte

Programm:
Tralalka (OstVolksPolk)
Nupelda (Anatolisch-mesopotamischer Ohrenschmaus)
Saranda (Roma/ Balkan)
Masis Arakelian (Tenor, Komponist, armenische Lieder)
Hozan Aydin (Kurdischer Liedermacher)
GovendaKÎ & Davul-Zurna (Halay für alle)
DJin SEEKYOU

Kurzfilm zu Kobanê
Dr. Gundî Dilberz (YPG-Sprecher)

Demo: Flüchtlinge willkommen in Buch und Karow

BuchfuerdemokratierFlüchtlinge willkommen in Buch und Karow!

Demonstration gegen Rassimsus:
Mo. 01.12.2014 | 18.00 Uhr | „1000 Kleine Dinge“-Markt, nähe Kaufland (Berlin-Buch)

Am Montag, den 1.12., ruft das „Netzwerk für Demokratie und Respekt“ zu einer Demonstration unter dem Motto „Flüchtlinge willkommen in Buch und Karow“ auf. Die Auftaktkundgebung startet um 18 Uhr vor dem Laden „1.000 kleine Dinge“ direkt gegenüber von Kaufland. Alle Menschen aus Buch, Karow und Pankow werden aufgerufen zu kommen um ein eindeutiges Signal zu setzen und Flüchtlingen willkommen zu heißen.
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Nazis und Bürger Hand in Hand – 200 bei Rassisten-Demo in Buch

Rassisten_demo_buchAm 1. November 2014 demonstrierten rund 200 Menschen in Berlin-Buch gegen eine geplante Containerunterkunft für Flüchtlinge.

Die Struktur des Aufmarsches wurde von Berliner und Brandenburger Neonazis organisiert. Als Lautsprecherwagen diente der Kleinbus der Berliner NPD. Auf der Demonstration redeten Mitglieder der NPD-Pankow und am Fronttransparent liefen Akteure der Hellersdorfer Neonazi-Szene, die seit 2013 gegen Flüchtlinge in ihrer Gegend zu Hass und Gewalt anstacheln. Brandenburger Neonazis führten ein Transparent für die jährlich stattfindende Neonazi-Veranstaltung „Tag der deutschen Zukunft“ mit sich und hielten während der Zwischenkundgebung einen Redebeitrag. Während der Pankower NPD-Vorsitzende Christian Schmidt bei seinem Redebeitrag in Buch den Anschein zu erwecken versuchte, dass es sich um ein nicht-rechtes Anliegem handle, klang dies wenige Stunden zuvor, bei der NPD-Kundgebung in Weißensee ganz anders: „der Gedanke des Nationalsozialismus ist noch lange nicht tot. Er lebt in uns weiter. […] Alles für ein freies nationalsozialistisches Deutschland.“. Die verschriftliche Form des Beitrages spart jenen Part der Rede aus, Videoaufzeichnungen belegen jedoch die NS-verherrlichenden Aussagen.
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