Kategoriearchiv: Gedenken

23. Jahrestag des rassistischen Pogroms von Hoyerswerda

tresen_1410Rassismus tötet!
23. Jahrestag des rassistischen Pogroms von Hoyerswerda

Ausstellung, Diskussion, Kneipe
Do, 16.10.2014 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Referet*innen: Initiative „Pogrom 91“
Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & Red & Anarchist Skinheads (RASH)

Vor 23 Jahren, im September 1991 attackierten Neonazis sowie Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt die in Hoyerswerda lebenden DDR-Vertragsarbeiterinnen und -Vertragsarbeiter aus Mosambik und Vietnam sowie Asylsuchende. Bei dem rassistischen Pogrom erhielten die Betroffenen kaum Schutz und Unterstützung – schließlich mussten sie die Stadt verlassen. Es folgte eine Welle rassistischer Gewalttaten, die 1992 in Rostock-Lichtenhagen und Mölln ihren Höhepunkt erreichte. Die Auswirkungen spüren Asylsuchende bis heute: Die Politik reagierte 1993 auf die rassistische Gewalt mit der faktischen Abschaffung des Grundrechts auf Asyl.

An den Jahrestag erinnerte die Initiative “Pogrom 91” in diesem Jahr mit einer bundesweiten Plakataktion. In zahlreichen Städten in ganz Deutschland wurden Gedenkplakate verklebt und Fotos der Plakate eingereicht. Daraus ist eine Ausstellung entstanden, die wir am 16. Oktober ab 20 Uhr im Bandito Rosso zeigen.

Es erwarten euch Infos zur Geschichte des Pogroms und dem lokalen Umgang damit. Weiterhin möchten wir mit euch über die Denkmalsdebatte diskutieren und über den aktuellen Stand zum städtischen Gedenken informieren. Anschließend laden wir zum gemeinsamen Kneipengespräch und -austausch ein.

Gedenkstätten-Tagesfahrt nach Ravensbrück

gedenkstaettenfahrt_ravensbrück_01Gedenkstätten-Tagesfahrt nach Ravensbrück

Sa. 11.10.2014 | 09:00 Uhr | Antonplatz (Weißensee)

Veranstalter*innen: Haus der Jugend “Bunte Kuh” e.V. & VVN-BdA Weißensee/Hohenschönhausen
Kosten: Karten für den Bus sind gegen Spende erhältlich. Schreibt an: bda-weissensee-hsh@web.de
Flyer: [Front] | [Back]

Am 11.Oktober organisiert die Bunte Kuh zusammen mit der lokalen Gruppe der VVN-BdA eine Gedenkstättenfahrt in das ehem. Frauen-KZ Ravensbrück. Nach dem geführten Rundgang durch die Gedenkstätte, werden antifaschistische Initiativen von ihrer Gedenkarbeit berichten.

1.Teil: geleiteter Rundgang über die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

2.Teil: Besuch des ehema. Siemens-Außenlagers und des ehem. Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen zusammen mit antifaschistischen Gedenkinitiativen

Hinfahrt: 09:00 Uhr Treffpunkt am Antonplatz in Weißensee
Rückfahrt: 17:00 Uhr Ankunft am Antonplatz

Friedenslesung anlässlich des Anti-Kriegstages

anti_kriegs_lesungFriedenslesung
Mo. | 01.09.2014 | 19.00 Uhr | Haus der Jugend Bunte Kuh | Bernkasteler Str. 78 | Weißensee

Anlässlich des 75. Jahrestages des Begins des 2. Weltkrieges durch den Überfall Nazideutschlands auf Polen am 1. September, veranstalten wir eine Friedenslesung. Wir werden Erinnerungen von polnischen Menschen über den direkten Kriegsausbruch verlesen. Die Lesung beginnt pünktlich um 19.30 Uhr.

Veranstalter*innen: VVN-BdA Weißensee/Hohenschönhausen

Erich Mühsam neu vertont – Sich fügen heißt lügen

erich_mühsam_neuvertont_web„Sich fügen heißt lügen“ – Erich Mühsam neu vertont

Fr. 19. September 2014 | 18.00 Uhr | Freilichtbühne Weißensee (Große Seestr. 9)
Musik: Der singende Tresen | Lesung: Markus Liske (Gedankenmanufaktur Wort & Ton) | Eintritt frei

Matrerial: Flyer [Vorderseite] | [Rückseite]

Anlässlich des 80. Todestages von Erich Mühsam laden wir zu einem kleinen Kulturprogramm in die Freilichtbühne Weißensee.
Erich Mühsam war Literat und Dichter, Anarchist, Freigeist und vieles mehr. Der Glaube daran, dass der Mensch im Kern gut sei, auch wenn er viel Dummes täte und eine lebensbejahende Einstellung zur Welt waren sein Antrieb.
Dem lebensfrohen und manchem Genuss nicht abgeneigten Mühsam haucht der „Singende Tresen“ mit seinem Programm „Mühsam Blues“ neues Leben ein. Ergänzend leitet Markus Liske anhand verschiedener Anekdoten und Stationen aus dem Leben Erich Mühsams durch den Abend. Neuvertonungen der Gedichte „Schnaps“ und der „Gesang der Vegetarier“ gehören zu den Schmunzlern des Programms. Die Sympathie Mühsams für Bettelnde, Prostituierte, Diebe und andere Ausgegrenzte finden hier eine besondere Betonung.
Mühsams Ansinnen, möglichst unterschiedliche Menschen für den Kampf um Freiheit und Gleichheit zu gewinnen, machte ihn immer wieder zur Zielscheibe rechter Kräfte. So saß er Zeit seines Lebens immer wieder in Haft. Am 10. Juli 1934 wurde er im KZ Oranienburg von den Nazis ermordet, denen Mühsam wegen seiner jüdischen Wurzeln, seiner Weltanschauung und seiner publizistische Tätigkeit verhasst war.

An das Werk der vielschichtigen Persönlichkeit Erich Mühsam wollen wir erinnern, indem wir seine Chansons und Gedichte für einige gemeinsame Stunden wieder zum Leben erwecken.

Veranstalter*innen: North East Antifa (NEA) | Haus der Jugend Bunte Kuh e.V.
Kooperationspartner*innen: Freilichtbühne Weißensee & Lokaler Aktionsplan Weißensee

Terminhinsweise nach dem Mühsam-Abend:
19.30 – 21.30: Uhr Video-Kundgebung gegen den Thor Steinar Laden |Anton Platz

20.30 Uhr: Vorführung des Films „Django“ | Freilich Bühne Weißensee
Eintritt: Erwachsene: 6,50 Euro, Kinder: 3 Euro.

Anfahrt zur Frei Lich Bühne:
Tram 12: bis Rennbahnstr./Berliner Allee | Tram M4/M13 bis Buschallee/Berliner Allee

Infos: www.erichmuehsam.antifa-nordost.org
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Kundgebung: War Rassismus das Motiv?

freibad_Ploetzensee_Facebook_Banner2Kundgebung: War Rassismus das Motiv?
Fr. 08.08.2014 | 17.00 Uhr | Freibad Plötzensee (Nordufer 26) | Wedding

Anfahrt: S-Beusselstraße, Tram M13 Virchov-Klinikum

Als Anneck E. (35) am 19. Juli im Plötzensee ertrank, schaute Mike Z., der Bademeister des Freibades, einfach weg. Er half dem Menschen aus Kamerun nicht. Das Verhalten Mike Z.’s ist kein unglücklicher Zufall, wie es die BetreiberInnen des Freibades darzustellen versuchen. Mike Z. war über Jahre in der Neonaziszene aktiv, unter anderem bei der NPD Neukölln und der Kameradschaft der „Freien Nationalisten Berlin Mitte„. Inzwischen behauptet er aus der Neonaziszene ausgestiegen zu sein. Jedoch hat er sich weder öffentlich von seiner Ideologie und seinen Taten distanziert, noch hat er Szeneinternas preisgegeben. In der aktuelln Berichterstattung findet Mike Z.’s politischer Hinterhrund aktuell keine Erwähnung. Die Betreiber des Strandbades wissen seit Sommer 2013 von Mike Z.’s Neonazi-Hintergrund. Aneks E.’s Tod hätte vieleicht verhindert werden können. Doch statt Mike Z. zu entlassen, verteidigt ihn die Strandbadleitung auch jetzt wieder öffentlich gegen jede Kritik.

Wir fordern darum:
– aktive Aufklärung (Warum wurde dem Ertrinkenden nicht geholfen?)
– die Enlassung von Mike Z.
– eine Thematisierung der Nazi-Verbidungen von Mike Z.
– eine öffentliche Debatte um widerholte rassistische Vorfälle im Freibad Plötzensee Plötzensee

Rassismus tötet! Wir fordern Aufklärung!
VeranstalterInnen: Antifaschistische und antirassistische Gruppen

Material: Online-Banner für Kundgebung am 01.08.2014  | am 07.08.2014 |

Hintergrund-Aktikel:
Verharmlosen und Wegschauen in Plötzensee (Recherche & Aktion), 25.07.2014
Freibad Plötzensee beschäftigt Neonazi (Recherche & Aktion), 07.08.2013

Protest-Aktionen:
Schwimm-Demo (26.07.2014) | Kundgebung (01.08.2014) |

Texte: PM zur Kundgebung am 01.08.2014 |

Presse:
BZ (23.07.2014) | Missy Magazine (24.07.2014) | JW (26.07.2014) | Bild (30.07.2014) | Freitag (03.08.2014) | Neues Deutschland (04.08.2014) |

Bericht: Gedenkdemo für Erich Mühsam

Erich Mühsam-DemoAm 12. Juli 2014 demonstrierten 240 Menschen im Gedenken an den im KZ ermordeten Erich Mühsam in Oranienburg unter dem Motto „Sich fügen heißt lügen!“. Die Demo verstand sich als klar politisches Gedenken und Ergänzung zu den zahlreichen Kulturveranstaltungen rund um Mühsams Todestag. Der Hauptfocus der Aktion richtete sich deshalb auf Mühsam als Anarchisten, Antifaschisten und Freigeist.

Aufgerufen hatten die North East Antifa (NEA), das Kulturzenttrum WB13 und die Anarchosyndikalistische Jugend Berlin (ASJ). An der Demonstration beteiligten sich Menschen aus Brandenburg, Berlin und anderen Bundesländern. Auch Anwohner*innen reihten sich in den Demozug ein.
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12. Juli 2014: Erich Mühsam-Gedenkdemo

muehsamdemo_web3sich fügen heißt lügen

Gedenkdemonstration anlässlich des 80. Todestages von Erich Mühsam

Vor 80 Jahren, am 10. Juli 1934, wurde Erich Mühsam von den Nazis im ehemaligen Konzentrationslager Oranienburg ermordet. Mit einer Gedenkdemonstration durch Oranienburg wollen wir an Mühsam als Menschen und an sein anarchistisches, antifaschistisches sowie freigeistiges Wirken erinnern. Die vielschichtige Persönlichkeit Mühsams ist dabei nur eine unter Unzähligen, die dem Nationalsozialismus zum Opfer fielen. Deshalb wollen wir an diesem Tag auch all jenen gedenken, die keine solche Berühmtheit erlangten und denen ein personifiziertes stetiges Gedenken verwehrt bleibt. Außerdem thematisieren wir gegenwärtige Nazistrukturen und rechte Gewalt in Oranienburg.

Antifaschistische Gedenkdemonstration:
12. Juli 2014 | 13 Uhr | S-Bhf. Oranienburg (bei Berlin)
(Anreise: 11.45 Uhr, S/U-Gesundbrunnen, Abfahrt: 12.15 Uhr)

Erich Mühsam Fest:
12. Juli 2014 | 16 Uhr | ZUKUNFT am Ostkreuz, Laskerstraße 5
www.erichmuehsamfest.de

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Hannover: 1000 Menschen auf Halim Dener-Gedenkdemo

halimdener_demo_2014_5Die North East Antifa und weitere Berliner Gruppen und Initiativen unterstützten die Demo und Kampagne zum 20. Todestag von Halim Dener in diesem Jahr mit Veranstaltungen und einer gemeinsam oragnisierten Anreise aus Berlin.
Halim Dener wurde im Juni 1994 von einem deutschen Polizisten erschossen, da er Plakate mit dem Sybol der kurdischen Organisation ENRK verklebte. An der Demonstration beteiligten sich rund 1000 Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet und unterschiedlichsten politischen Spektren. An dieser Stelle dokumentieren wir den Bericht des Lowerclass Magazine, der den Tag gut zusammenfässt.
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Der Mord an Halim Dener – die tödlichen Folgen des PKK-Verbots

halim_dener_demo_poster_2014Der Mord an Halim Dener – die tödlichen Folgen des PKK-Verbots
11.06.2014 | 20:00 Uhr | Groni 50

Referenten:
Nick Brauns, Journalist
Elmar Millich, Rechtshilfefonds Azadi

Veranstalter*innen: Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin

Vor 20 Jahren wurde der kurdische Jugendlich Halim Dener in Hannover von einem deutschen Polizeibeamten erschossen. Der 16-jährige war erst wenige Wochen vorher vor dem Krieg in Kurdistan geflüchtet, der Anfang der 1990er Jahre mit großer Brutalität und deutschen Waffen geführt wurde. 4 Millionen Kurdinnen und Kurden mussten aus ihrer Heimat fliehen, da ihre Dörfer vom türkischen Militär systematisch zerstört wurden. Viele der nach Deutschland geflüchteten blieben der Arbeiterpartei Kurdistans PKK verbunden und demonstrierten mit bis zu Einhunderttausend Menschen gegen die Unterstützung der deutschen Bundesregierung für den türkischen Staat. So auch Halim Dener. In der Nacht vom 30.06.1994 klebte er Plakate der nationalen Befreiungsfront Kurdistans „ERNK“, die wie alle PKK nahen Organisationen seit 1993 in Deutschland verboten war. Bei der Festnahme durch einen ihn dabei beobachtenden Polizeibeamten in zivil traf ihn unter bis heute nicht geklärten Umständen ein tödlicher Schuss in den Rücken. Wie oft in solchen Fällen wurde der Beamte in einem Prozess schließlich freigesprochen. Mit dieser Veranstaltung soll die Hintergründe des damaligen Geschehens dargestellt und zu einer am 21. Juni in Hannover stattfindenden Demonstration mobilisiert werden.

Halim Dener-Gedenk-Demo:
21. Juni 2014 | 14.00 Uhr | Steintor | Hannover
Anreise:  Zugtreffpunkt für Berlin: 21.06.2014 / 7:45 Uhr / Berlin Alexanderplatz (Gleis 2)

Berliner Aufruf | Kampagne Halim Dener

Unterstützt wird der Aufruf zur Demo am 21.06. in Hannover u.a. von folgenden Gruppen und Initiativen aus Berlin:
KOP (Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt), Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin [ARAB] , North-East Antifascists [NEA] , Antifaschistische Initiative Reinickendorf, Bündnis „Hände weg vom Wedding“, Oury Jalloh Initiative, Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin, No Justice – No Peace

Demo in Berlin-Buch: Kein Ruhiges Hinterland für Nazis

Buch-DemoDemo: Kein Ruhiges Hinterland für Nazis
Fr. 23.05.2014 | 18.00 Uhr | S-Bhf. Buch

Der Pankower Stadtteil Berlin-Buch hat sich in den letzten zwei Jahren zu einem Hotspot rechter Aktivitäten entwickelt. Trotz Aufklärungsarbeit und zahlreicher Veranstaltungen gegen die Bucher Nazi-Strukturen im vergangenen Jahr hat sich das Problem weiter potenziert. Die bisher losen Nazi-Cliquen (Bsp.: „Freie Nationalisten Buch“) haben ihre Kontakte zu Nazis im benachbarten Brandenburger Barnim-Kreis intensiviert und sich den lokalen Pankower NPD-Strukturen angeschlossen. Unterstützung erhalten sie außerdem von Kadern des Nationalen Widerstandes Berlin (NW Berlin). Der Kiez dient ihnen auch als Rückzugsraum für die Beteiligung an Berlinweiten Nazi-Veranstaltungen, da sie in Buch nur mit geringem Gegenprotest zu rechnen haben. Buch ist ein gutes Beispiel dafür, wie es wenigen Nazis gelingt, eine ganzes Stadtviertel mit rechter Propaganda zu dominieren und so eine rechte “Homezone“ zu etablieren. Wir begreifen die Etablierung solcher Angsräume, wie in Hellersdorf, Buch oder Schöneweide, als Teil eines rechten Vormarches, der vor allem auch deswegen funktioniert, weil sich die meisten Anwohner*innen bereits daran gewöhnt zu haben scheinen. Wir wollen uns jedoch nicht damit abfinden und rufen daher jeden*n dazu auf, sich am 23. Mai an der Demonstration gegen die Nazi-Homezone in Buch zu beteiligen.

Mehr Infos demnächst unter: www.niemandistvergessen.blogsport.eu