Kategoriearchiv: Ankündigung

Antifa-Block auf der LL-Demo 2016: Solidarisch kämpfen

ll_demo_2016_plakatSolidarisch kämpfen: Antifaschistisch. Antirassistisch. Internationalistisch. Antikapitalistisch.

Antifa-Block auf der LL-Demo 2016:
So, 10.01.2016 | 10:00 Uhr | U-Bahnhof Frankfurter Tor (Friedrichshain)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & Radikale Linke Berlin

Unterstützer*innen: Antikapitalistische nichtweiße Gruppe im Aufbau, internacionalismo21 & Verband der Studierenden aus Kurdistan / Yekîtiya Xwendekarên Kurdistan (YXK) Berlin

Material: [Plakat] | [Flyer Front] [Flyer Back] | [Banner: 468×60] [Banner: 234×60] [Banner: Mobi-Video] [Banner: Videobericht 2015] [Banner: Gedenkrundgang]

Videos: [Mobi-Video 2016] [Videobericht 2015]

Weitere Artikel:
– LL-Demo 2016 – Interview in der Jungen Welt: »Wir wollen linke Geschichte nicht aufgeben«
– Videobericht von der LL-Demo 2015

Reihe im Antifa-Block:

Wir freuen uns sehr, dass unsere Genoss*innen und Freund*innen vom Internationalistischen Abend und Interbrigadas mit dem Bündnis internacionalismo21 zu Internationalistischen Reihen im Antifa Block unter dem Motto: „EINE BESSERE WELT IST MÖGLICH. Krieg den Kriegsteibern Innen und Außen!“ aufrufen.
Mehr Infos: 10.01.2016: internacionalismo21- Internationalistische Reihen im Antifa Block auf der LL(L)-Demo
Material: [Aufruf] | [Flyer]

Aktionen im Anschluss an die LL-Demo:

Gedenkrundgang auf dem Friedhof der Sozialist*innen mit Bernd Langer: [Banner]
Direkt nach der Demo | Treffpunkt am Transparent des Antifa-Blocks, links vom Aufgang

Lesung von Texten von und über Rosa Luxemburg:
So, 10.01.2015 | 15:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Steg (Tiergarten)

Weitere Veranstaltungen zur Thematik:

Info-Veranstaltung: Klassenkampf im Betrieb [Flyer]
Fr, 08.01.2016 | 19:00 Uhr | Kiez-Treff Mediengalerie (Dudenstraße 10 / Kreuzberg)

Vor fast 97 Jahren, am 15. Januar 1919, wurden die beiden Revolutionär*innen Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg von faschistischen Freikorps ermordet.Mit der alljährlichen Liebknecht-Luxemburg-Gedenkdemonstration und dem antifaschistischen Block geben wir eine Kampfansage und verknüpfen Gedenkpolitik mit praktischen Kämpfen: gegen rassistische Hetze, geistige und reale Brandstiftung, faschistische und imperialistische Bedrohungen – für eine solidarische Gesellschaft jenseits von Staat, Nation und Kapitalismus.Luxemburgs und Liebknechts Analysen und Kämpfe gegen Militarismus, Imperialismus und Rassismus bleiben bis heute wichtige Bezugspunkte radikal linker Politik und sind Ausgang für den Aufbau einer befreiten Gesellschaft.
Der antifaschistische Block möchte emanzipatorische Kämpfe um Würde und Freiheit, jenseits von nationalistischer und kapitalistischer Unterdrückungslogik sichtbar machen und zusammenführen.
Dies bedeutet:

  • Kampf der rassistischen Hetze und Aufmärsche von PEGIDA, BÄRGIDA & Co.!
  • Unterstützt die antifaschistischen Kämpfe in den Außenbezirken! Solidarität mit den Kämpfen der Geflüchteten um Selbstbestimmung und Würde. Auf die Straße gegen Lagerunterbringung, Residenzpflicht, Abschiebungen und rassistische Sondergesetze!
  • Entschlossen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung in den Wahlkämpfen für BVV und Abgeordnetenhaus im September 2016 – Der AfD, NPD, CDU und SPD die rassistischen Mäuler stopfen!
  • Hoch die internationale Solidarität! Unterstützt die Kämpfe der internationalistischen Linken gegen Repression und für Selbstorganisierung – weg mit dem Verbot der PKK! Führen wir die Kämpfe gegen Faschismus, Imperialismus und religiösen Fundamentalismus zusammen.
  • Nie wieder Krieg! Gegen kulturrassistische Hetze und imperialistische Kriege. Zusammen auf die Straße gegen Kriegseinsätze und Waffenexporte!
  • Lassen wir die Stadt rebellieren: Organisieren wir uns kollektiv gegen Zwangsräumungen, rassistische Polizeikontrollen und steigende Mieten.
  • Betriebliche Organisierung und Kämpfe sind die Grundlage für gesellschaftliche Veränderungen.

Blockaden, Demonstrationen, Streiks: Geschichte wird gemacht.  
Auf zur LL-Demonstration 2016, hinein in den Antifa-Block!

„Eure Ordnung ist auf Sand gebaut.“
Rosa Luxemburg

Mobi-Videos:

Solidarisch kämpfen: Hinein in den Antifa-Block! | Mobi-Video zur LL-Demo 2016

Liebknecht-Luxemburg-Demo 2015 | Bericht vom Gedenken am Ehrenmal

Gesamter Aufruf / Weitere Aktionen und Veranstaltungen:

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9. Januar: Kiez-Demo: „HG und M99 verteidigen!“

m99_hg_verteidigen_plakatHG und M99 verteidigen!

Soli-Demo für das M99 & HG:
Sa, 09.01.2016 | 14:00 Uhr | Heinrichplatz (Kreuzberg)

Material: [Plakat]
Mehr Infos: #hg_m99

Seit 1985 gibt es den Laden M99 in der Manteuffelstraße in Berlin-Kreuzberg. Den namensgebenden “Revolutionsbedarf” hat der Ladeninhaber HG bereits vorher verkauft. Mit seiner langen Geschichte ist der M99 heute einer der wenigen Orte, in dem der sprichwörtliche widerständige Geist eines alten Kreuzberges noch zu wehen scheint – auch wenn das Viertel rundrum inzwischen stark durchgentrifiziert ist. Der M99 ist kein Ort, wo es immer nur um’s Konsumieren geht. Hier muss jede*r auch was tun, um die Ware zu bekommen. Jede*r, der*die einmal da war, wird den M99 niemals vergessen, was vor allem an seinem Inhaber HG liegt. Mit voller Hingabe betreibt er seinen Laden und wohnt in den Räumlichkeiten darüber. Eine Zwangsräumung würde seine berufliche und private Existenz vernichten.

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Info-Veranstaltung: „Bonjour, régression!“

m_le_penBonjour, régression! – Frankreich zwischen Attentaten, Notstand und Rechtsruck bei den Regionalwahlen

Info-Veranstaltung:
Fr, 08.01.2016 | 19:00 Uhr | Helle Panke (Kopenhagener Straße 9 / Prenzlauer Berg)

Referent: Bernhard Schmid (Journalist, Paris)
Moderation: Fabian Kunow
Mehr Infos: www.helle-panke.de
Kosten: 2,00€

Genau ein Monat trennte die mörderischen Attentate in Paris vom 13. November 2015 (mit 130 Toten und 350 Verletzten) vom Ausgang der Regionalparlamentswahlen in ganz Frankreich. Deren zweiter Durchgang mit den Stichwahlen fand am 13. Dezember statt. Aus der ersten Runde war die extreme Rechte als Hauptgewinnerin hervorgegangen. Im landesweiten Durchschnitt wurde der Front National (FN) zur stimmenstärksten Partei und überrundet beide großen politischen Blöcke: sowohl die konservativ-wirtschaftsliberale Rechte als auch die Sozialdemokratie und ihre linksliberalen Verbündeten.
Dies ist nicht der einzige Grund zur Beunruhigung. Seit dem 14. November wurde über Frankreich der Notstand verhängt, unter Rückgriff auf eine Gesetzgebung, die aus dem Jahr 1955 stammt und vor dem Hintergrund des Algerienkriegs – des blutigsten aller französischen Kolonialkriege mit erheblichen Auswirkungen auf die „Heimatfront“ – verabschiedet wurde.
Der Ausnahmezustand rechtfertigte u.a. Demonstrationsverbote, da Menschenansammlungen von potenziellen Attentätern gefährdet seien – was seltsamerweise nicht für Einkaufszentren, Multiplex-Kinos und Weihnachtsmärkte zuzutreffen schien. 24 UmweltaktivistInnen wurden im Vorfeld des internationalen Klimagipfels von Paris unter Hausarrest gestellt, was ebenfalls der Notstand (ohne richterliche Anordnung) ermöglicht, und bei einer Demonstration zum Klimagipfel kam es zu 346 Festnahmen. Auch massive Verschärfungen im Ausländerrecht wurden unter dem Vorwand der Terrorabwehr durchgedrückt.
Während viele BeobachterInnen ein Bündnis aus einem Teil der Konservativen und den Rechtsextremen nicht mehr ausschließen und die nächste Regierung rechter als die jetzige ausgerichtet sein dürfte, werden gleichzeitig die Instrumente für eine mögliche autoritäre Krisenverwaltung vorbereitet.

Wedding-Tresen: In our own words

wedding_tresen_201601In our own words – In unseren eigenen Worten

HWVW-Tresen & Info-Veranstaltung:
Do, 07.01.2016 | 20:00 Uhr | Café Cralle (Hochstädter Straße 10A / Wedding)

Veranstalter*innen: Hände weg vom Wedding

Unter diesem Motto möchten wir unsere nächste Info-Veranstaltung im Café Cralle abhalten. Dieses Motto ist ein Teil des Projekts des International Women Spaces (IWS) und wir möchten uns diesem Motto anschließen. Viel zu häufig wird Politik (auch in linksradikalen Kreisen) an den Menschen vorbei gemacht und die Betroffenen überhört oder gar nicht erst gefragt. Deshalb möchten wir gemeinsam mit dem IWS sowohl Geschichten und Erfahrungen von geflüchteten Frauen* hören. Einige dieser Geschichten und Erfahrungen wurden während eines Projektes gesammelt und im November 2015 in Form eines Buches das erste Mal vorgestellt.

Nach einer Vorstellung des IWS gibt es eine Lesung aus dem Buch “IN OUR OWN WORDS/ IN UNSERENEIGENEN WORTEN” mit einer anschließenden Diskussion.

Zusammen möchten wir über ihr neues Buch reden und uns über verschiedene mögliche Netzwerksstrategien unterhalten. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Eine Flüsterübersetzung (De/En) ist vorhanden. Für weitere Übersetzungen bitte vorher unter hwvw[at]riseup.net anfragen.

English:

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#FreeAhmedSaid – Ägyptischer Aktivist inhaftiert

JailDer ägyptische Aktivist, Chirurg und Dichter Ahmed Said wurde gestern am 19.11. 2015 zusammen mit mehreren Aktivistinnen in Kairo Zentrum verhaftet. Gestern Nachmittag nahm Ahmed an einem friedlichen Protest auf der Brücke des 6. Oktober teil und wurde kurz darauf festgenommen. Anlass war der 4. Jahrestag der Schlacht von Mohamed Mahmoud, den fast 5 Tage andauernden Straßenkämpfen während der Revolution 2011, bei denen mindestens 47 Menschen ums Leben kamen und Tausende verletzt wurden. Die brutalen Zusammenstöße ereigneten sich nachdem die Sicherheitskräfte mit aller Härte begannen, ein friedliches Sit-In auf dem Tahrirplatz gewaltsam aufzulösen. Damals kam es zum massiven Einsatz von Tränengas, Gummigeschossen und scharfer Munition. Ahmed Said war bereits 2011 unter den Revolutionären auf dem Tahrir Platz, die sich gegen das damalige Regime unter Hosni Mubarak auflehnten. Er hat nicht nur selbst an den Demonstrationen teilgenommen, sondern hat auch als Arzt in den provisorischen Feldlazaretten die Menschen versorgt, die von Polizei und Militär brutal attackiert worden sind. Seit 2011 finden jährlich friedliche Proteste zum Jahrestag am 19.11. statt, die immer wieder Zielscheibe von Repression der Militärregierung wurden, die nach Amtsantritt ein Demonstrationsverbot verhängte. Auch die Verhaftung Saids ist Teil der anhaltenden staatlichen Repressionen und massiven Einschränkungen der Meinungs-und Pressefreiheit. Ahmed hat sich seither in Ägypten als auch in Deutschland für Menschenrechte in Ägypten eingesetzt. Ihm und den anderen Gefangenen droht nun eine langjährige Gefängnisstrafe.
Verhaftungsgrund ist ein Verstoß gegen das Anti-Protest-Gesetz, mit dem seit 2013 versucht wird, jede Kritik am ägyptischen Militärregime im Keim zu ersticken und jede Opposition zu illegalisieren.

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22. Dez. – Antimilitaristische Demo: Bundeswehr raus aus Syrien

anti_syrien_krieg_demo_2015_plakatBundeswehr raus aus Syrien: Krieg beginnt hier. Widerstand auch.

Antimilitaristische Demo:
Di, 22.12.2015 | 18:00 Uhr | S/U-Bahnhof Gesundbrunnen (Wedding)

Mehr Infos: antimil.blogsport.eu
Material: [Plakat] | [Banner] | [Aufruf]

Eine Mehrheit des Bundestages hat am 4. Dezember 2015 den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Syrien beschlossen. Mit bis zu 1200 Soldat*innen ist es der momentan größte deutsche Kriegseinsatz. Aufklärungsflugzeuge, Tornado-Kampfjets, ein Tankflugzeug und die Bundeswehrfregatte Augsburg kommen zum Einsatz. Anlass für den Kriegseinsatz ist der Terrorangriff in Paris am 13. November 2015. Der Anschlag wird instrumentalisiert für eine Kriegspolitik nach außen und die massive Einschränkung demokratischer Rechte nach innen.

Der Einsatz der Bundeswehr solle laut Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu dienen, dass sich »Ereignisse wie die Anschläge vom 13. November in Paris nicht wiederholen«. Dabei hat sich gezeigt, dass die militärische Einmischung der imperialistischen Mächte genau das Gegenteil bewirkt hat. Die Kriegseinsätze der westlichen Staaten im Irak, in Libyen, Mali und in Afghanistan haben dazu beigetragen, dass sich islamistische Kräfte immer weiter ausbreiten konnten. Insbesondere der Krieg gegen den Irak 2003 führte zu einer Destabilisierung des Landes und bereitete den Boden für den Islamischen Staat (IS). Weiterlesen →

19. Dez: Punk-Rock Soli-Party im Zielona Gora

flyer_zielona_punk_dez2015„I stress you out with punk-rock sound – Hell yeah!“

Soli-Party für von Repression betroffene Antifaschist*innen:
Sa, 19.12.2015 | 22:00 Uhr | Zielona Gora (Grünberger Straße 73 / Friedrichshain)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Flyer

LineUp:
DJ Addicted (Vinyl only)
Stage Boi!tles (sometimes antifascist, always antisocial)
2Drunk2Dance (Punk und so wat)
Special Guest (wirst ja sehn)

Eine antifaschistische Praxis ist bei den Hotspots der Nazis der NPD-Pankow, insbesondere im Nord-Osten Berlins, unverzichtbar. Diese zu nerven gehört zu unseren Hauptaufgaben und die erfüllen wir doch gern. Allerdings ruft konkrete antifaschistische Arbeit auch den Repressionapparat auf den Plan. Also feiert mit uns zu besten Punkrock-Sound (von Platte und aus der Dose) und unterstützt von Repression betroffene Antifaschist*innen.

[NEA]-Tresen: „Antifaschistischer (Video-)Jahresrückblick“

antifatresenAntifaschistischer (Video-)Jahresrückblick

Antifa-Tresen und Videobeiträge:
Do, 17.12.2015 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Eintritt: frei

Gemeinsam wollen wir auf das Jahr 2015 aus antifaschistischer Perspektive zurückschauen. Dazu haben werden wir mehrere Videobeiträge zeigen und mit euch diskutieren: Welche Erfolge konnten dieses Jahr verbucht werden? Wie hat sich die “Antifa-Debatte” auf die Praxis ausgewirkt? Wie weiter 2016? Wir werden einen kleinen Ausblick geben. Dazu leckeres veganes Essen, kühle Getränke und Raum für Vernetzung und Austausch in entspannter Atmosphäre.
Weiterhin gibt es Soli-Cocktails für die Kampagne: „Eine Feuerwehr für Rojava„.

Info-Veranstaltung: „Rechtsruck in Polen“

iv_polen_wahlen_2015„Rechtsruck in Polen“

Info-Veranstaltung:
Mi, 16.12.2015 | 19:00 Uhr | Vierte Welt (Adalbertstraße 4 / Kreuzberg)

Veranstalter*innen: PostKomm | Interventionistische Linke (IL) Berlin | Blockupy
Referent: Dr. Przemek Witkowski
Flyer

Polen rückt nach rechts. Der Wahlsieg von Andrzej Duda bei den Präsidentschaftswahlen im Mai 2015 hat viele überrascht. Als direkte Folge gewann das nationalkonservative Lager die absolute Mehrheit bei den Parlamentswahlen im Oktober unter Führung von Jaroslaw Kaczyński. Auch die nadelstreifen Faschisten der neuen nationalen Bewegung (Ruch Narodowy) schafften mit der rechten Protestpartei des Rocksängers Pawel Kukiz ebenfalls den Einzug in den Sejm.Die Sozialdemokraten erlebten eine historische Niederlage und verpassten, genauso wie andere Linke Kräfte, den Einzug ins Parlament. Damit sind Polens Nationalisten in allen wichtigen Gremien, Ämtern und sonstigen Regierungsstellen vertreten und haben die Befugnisse und die Macht das Land nach ihren Vorstellungen zu einem klerikal-nationalistischen „Paradies“ umzuformen.Während des Wahlkampfes zeigten sich mit aller Offenheit rassistische und islamfeindliche Ressentiments gegen Flüchtlinge und Migrant*innen. Damit ist neben Orbans Ungarn ein weiteres osteuropäisches Land auf dem Weg in ein autoritäres Regime. Mit der Veranstaltung wollen wir der Frage nachgehen, was das für uns als radikale Linke, Feminist*innen und Basisaktivist*innen bedeutet. Welche Ursachen haben dazu geführt und was können polnische und deutsche Aktivist*innen dagegen tun?

Dr. Przemek Witkowski aus Wroclaw ist linker Aktivist/Publizist und arbeitet bei der polnischen Zeitschrift Krytyka Polityczna (KP). KP versucht seit Jahren mit vielfältigen Aktionen im Bereich Kultur und Politik linke Positionen in der Gesellschaft zu verankern. Sie will eine intellektuelle Basis für alternative Bewegungen schaffen und zu neuen kritischen Diskursen in der polnischen Öffentlichkeit anregen. Zur Erfolgsgeschichte des Verlages gehört auch die Gründung zahlreicher Clubs, in denen Filme gezeigt und Diskussionen veranstaltet werden.

Aufruf zur Video-Kundgebung für Rojava

SoliIn Rojava findet seit 2012 ein gesellschaftlicher Prozess hin zur Schaffung einer basisdemokratischen, säkularen Gesellschaft statt. Eine zentrale Rolle spielt in Rojava der Kampf der Frauen gegen patriarchale Unterdrückung. Die Volksverteidigungskräfte YPG und die Frauenverteidigungskräfte YPJ verteidigen Rojava vor den Angriffen des Islamischen Staats (IS). In den drei Kantonen Cizîre, Kobanê und Afrin konnte eine Selbstverwaltungsstruktur errichtet und der Terror des IS gebrochen werden, obwohl dieser insbesondere durch die angrenzende Türkei massive Unterstützung erfährt. Mit der Kampagne »Support Rojava« wollen wir die unterschiedlichen Formen der praktischen Solidarität vom Spendensammeln bis hin zur bewaffneten Verteidigung zusammenführen und in der Öffentlichkeit noch weiter bekannt machen. Am 5. Dezember 2015 findet ein bundesweiter Aktionstag für Rojava statt. In Berlin organisieren wir eine Kundgebung, bei der mit kurzen Videoclips und Beiträgen die unterschiedlichen Facetten der Solidaritätsarbeit und die Entwicklung in Rojava dargestellt werden.

www.support-rojava.org

Video-Kundgebung | Berlin | 5. Dezember 2015 | 16 Uhr | Heinrichplatz