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[Antifa-Café Nord-Ost] LGBTI zwischen bürgerlicher Integration und revolutionärem Kampf

LGBTI zwischen bürgerlicher Integration und revolutionärem Kampf

Antifa-Tresen & Info-Veranstaltung:
Fr, 13.09.2019 | 19:00 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold (Afrikanische Straße 74 / Wedding)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & re:volt magazine
Mehr Infos: Filipino LGBT Europe & Gabriela-Germany

Flyer: deutsch [#1] [#2] | english [#1] [#2]

[english below]

Die Anliegen der LGBTI*-Bewegung finden hierzulande von der radikalen Linken bis zum bürgerlichen Mainstream zunehmend Anerkennung. Die Rezeption, was aber nun genau der Kern dieser facettenreichen Bewegung ist, ist auch in ihr selbst umkämpft. In den vergangenen Jahren konnte sich so ein liberal-bürgerlicher diversity-Diskurs, wie auch ein pro-imperialistischer und islamfeindlicher Homonationalismus in der LGBTI*-Community etablieren. In der revolutionären Linken ist derweil umstritten, welchen Stellenwert die Bewegung für revolutionäre Politik haben kann. Werden einerseits LGBTI*-Anliegen von Gegner*innen der Identitätspolitik zur Nebensache abgetan, machen Befürworter*innen das Anliegen zunehmend zum Hauptrichtmaß für linke Politik – zumeist abseits jeder Frage von Antikapitalismus und Antiimperialismus. Auf den Philippinen hat sich unterdessen eine sozialistische, antiimperialistische LGBTI*-Bewegung herausgebildet, die klassenkämpferische Politik mit dem Kampf gegen Diskriminierung verbindet.

Wir haben Marlon Lacsamana von der LGBTI*-Organisation „Filipino LGBT Europe“ eingeladen, um über die Situation von LGBTI*s im südostasiatischen Land zu berichten. Er war dort in den so genannten nationaldemokratischen LGBTI*-Massenorganisationen organisiert, die der sozialistischen Bewegung nahe stehen. Er wird mit uns diesen Ansatz der Organisierung und der Verbindung von LGBTI*-Anliegen mit Klassenkampf und Antiimperialismus diskutieren und seine Erfahrungen mit Chauvinismus in der europäischen LGBTI*-Bewegung teilen.

Die Veranstaltung findet im Kontext zum „Philippine Solidarity Month“ auf den Philippinen statt. Diese antifaschistische Kampagne richtet sich gegen den tyrannischen Präsidenten Duterte, der eine unterdrückerische und gewalttätige Politik gegen alle dissidenten Stimmen vorantreibt und eine anhaltende mysogine und LGBTI*-feindliche Haltung an den Tag legt.

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[re:volt] Ein Outing als Dammbruch

Ein Outing als Dammbruch

Anfang Dezember 2018 erschien auf dem der sogenannten „antideutschen“ Strömung [1] zuzurechnenden Blog Friedensdemo-Watch ein Outing-Artikel, welcher mutmaßliche Mitglieder der ehemaligen Berliner Politgruppe Jugendwiderstand (nachfolgend: JW) mit Fotos und Namen veröffentlichte. Aufgezogen wurde das Outing mit mehreren aufeinander folgenden Artikeln in der bürgerlichen Presse wie dem Tagesspiegel, Deutschlandfunk, Heise, rbb und vielen weiteren. Ein vermeintlicher Kopf der Gruppe wurde geoutet, seine Arbeitsstelle offengelegt. Es wurde versucht, sein Arbeitsumfeld gegen ihn in Stellung zu bringen. Dabei wurde in nachträglichen Beiträgen auf Twitter auch nicht Halt vor der Offenlegung persönlicher Beziehungen gemacht.

Teile der Linken dachten sich daraufhin wohl: Wenn selbst bürgerliche Blätter diese Gruppe als „antisemitisch“ etikettieren und für vogelfrei erklären, kann das Outing nicht sonderlich verkehrt gewesen sein. Dabei gilt gerade umgekehrt: Wenn vor allem bürgerliche Blätter und Kanäle sowie der lokale Staatsapparat jubeln, sollte man doch meinen, dass eine radikale Linke aufhorchen müsste. Dass genau das nicht passiert ist, wirft Fragen auf. Was ist der vorgebliche Anlass für die Autor*innen des Blog-Artikels, diese Gruppe in das Licht der Öffentlichkeit zu zerren? Warum ist das Vorgehen, den JW gegenüber dem Staat und der bürgerlichen Öffentlichkeit „zu outen“, grundlegend falsch? Diesem Artikel liegen dabei folgende Ausgangsthesen zu Grunde:

  1. Große Teile der so genannten „(radikalen) Linken“ haben sich im vergangenen Jahrzehnt auf verschiedenen thematischen Feldern sukzessive dem bürgerlichen Mainstream und seinen linksliberalen, staatsbejahenden Positionen angenähert und beziehen daher konsequent Positionen, die einer revolutionären Theorie und Praxis entgegenstehen.
  2. Sie scheuen sich, eben weil sie diese Annäherung inhaltlich vollzogen haben, inzwischen auch praktisch nicht mehr davor, den staatlichen Repressionsapparat zu mobilisieren, um ihre linksliberale, staatstragende Politik in der Bewegung durchzusetzen und Gruppen mit davon abweichendem Anspruch, wie richtig oder falsch deren Agenda im Einzelnen zu bewerten ist, zu delegitimieren beziehungsweise zu kriminalisieren.

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Beats Of Solidarity

09.03.2019, 21:00 Uhr, Lauschangriff, Rigaer Straße 103

Feier des re:volt Magazine zur Finanzierung von Solidaritätsprojekten

DJ-Team Conspiracy of Two (Crossover, Nu Metal, Skatepunk)

DJ-Team Roter Wedding (EBM, Induustrial, Industrial Metal)

Wofür feiern wir?

Einen Tag nachdem wir solidarisch am 8.März mit unseren Genossinnen das Patriarchat und scheiss Arbeitsverhältnisse bestreikt haben, schieben wir eine Soli-Party nach.

Die Rote Hilfe International hat anlässlich des 8. März 2018 die
Celox-Kampagne initiiert. Mit dieser Party sammeln wir Geld, um die Frauen*einheiten in Rojava und Shengal durch die Finanzierung von lebenswichtiger, medizinischer Ausrüstung, in Form von blutstillenden Celox-Verbänden zu unterstützen. Darüber hinaus geht die andere Hälfte der Einnahmen an humanitäre Hilfsprojekte für durch Paramilitärs Vertriebene in Chiapas, Mexiko.

Weitere Infos unter: shengal.xyz