Gemeinsam gegen rassistische Gewalt
Kundgebung:
So. 27.11.2016 | 14.00 Uhr | Mauerpark (Gleimstraße 55, 10437 Berlin-Prenzlauer Berg)
U-Bhf. Eberswalder Straße, U-Bhf. Bernauer Straße
Veanstalter*innen: Reachout Berlin, North East Antifa [NEA]
Knapp zwei Monate sind nun vergangen seit dem gewalttätigen und rassistischen Übergriff von 200 BFC-Dynamo-Fans auf die 40-köpfige Gruppe eines Kulturvereins aus Kamerun am Mauerpark. Hätten Opferberatungsstellen, Antifa und die Geschädigten des Angriffs nicht beständig auf den Übergriff hingewiesen, wäre darüber gar nicht berichtet worden. Während es gelang, dass einzelne Zeitungen den Vorfall aufgriffen und die offensichtlichen Lügen der Polizei in Frage stellten, stritt diese den Vorfall weiterhin ab. Auf eine Anfrage der Partei „Die Linke“ behauptete die Polizei, es sei zu keinen Angriffen gekommen. Dass dieser Angriff in dieser Form stattgefunden hat, steht durch Aussagen von Betroffenen, Opfern und Zeug*innen sowie behandelnden Ärzten außer Frage. Am selben Abend wurden fünf Kameruner*innen am U-Bhf. Bernauer Straße ebenfalls von BFC-Fans angegriffen. Einem der Betroffenen wurde eine Flasche ins Gesicht geschleudert. Die Polizei schaute nicht nur zu, sondern leugnet jetzt auch noch einen Zusammenhang mit den rassistischen Ausschreitungen kurz zuvor. Nicht besser verhält es sich mit den Verantwortlichen des BFC. Auf die Einladung zu einer gemeinsamen Pressekonferenz, reagierten diese mit einer Absage. Besprochen werden die Vorfälle jedoch erst bei der nächstgrößeren Vereinssitzung im Juni 2017.
Wir fordern:
– eine Auseinanderetzung des BFC mit seiner rechten Fanszene und konkrete Maßnahmen gegen rechte Übergriffe;
– keine Verharmlosung rechter Übergriffe durch die Polizei!
Reachout Berlin [Opferberatungsstelle] | www.reachoutberlin.de
North East Antifa [NEA] | www.antifa-nordost.org
![Antifa Nord-Ost | North-East Antifascists [NEA]](https://antifa-nordost.org/wp-content/blogs.dir/8/files/2026/10/cropped-cropped-banner_hoch-1.jpg)
Am 24.9.2016 versammelten sich vor dem Mauerpark Eingang an der Eberswalder Straße rund 150 Menschen um gegen den rassistischen Übergriff von ca. 200 BFC- Dynamo Fans auf eine Gruppe von Menschen aus Kamerun zu protestieren. Die Polizei konnte die Menschen in dieser Situation nicht ausreichend schützen und hielt es weder für nötig den Angegriffenen medizinische Hilfe zur Verfügung zu stellen und Personalien von Nazis auf- oder selbige gar in Gewahrsam zu nehmen. Als Krönung dieses kollektiven Wegschauens dementierten die Cops dann sogar am 5.9.2016 im Tagesspiegel, dass es zu Übergriffen und Verletzungen kam. Erst im Nachhinein und durch Druck der antirassistischen Beratungsstelle Reachout leitete dann auch der polizeiliche Staatsschutz Ermittlungen ein. Da in der Situation keine Ingewahrsam- oder Festnahmen gemacht wurden und die Berliner Polizei sich in der Vergangenheit nicht gerade durch einen sensiblen Umgang mit rassistischen Übergriffen hervorgetan hat, ist nicht davon auszugehen, dass die Ermittlungen dazu führen werden, dass die aggressiven und militanten Nazis wenigstens zur juristischen Rechenschaft gezogen werden.
