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Antifa-Tresen Nord-Ost mit Tombola

Gewinne, Gewinne, Gewinne!
Große Antifa-Tombola beim NEA-Tresen

Sa. 21.01.2023 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstr. 10a, Berlin-Pberg)

Die Antifa Nordost (NEA) leitet das neue Jahr mit einer großen Tombola ein. Es erwarten euch tolle Spenden von zahlreichen solidarischen Shops, Verlagen und Kollektiven. Kommt rein, besorgt euch Lose und deckt euch ein mit linken Büchern, Zeitschriften-Abos, Klamotten, Stickern und vielem mehr. Der Gewinn fließt direkt in antifaschistische Politik in Nordost-Berlin. Lose werden bis 23 Uhr ausgegeben.

Dazu natürlich wie immer nette Menschen, günstige Getränke, Kicker und Infostand.

Dank geht raus an:
Antifaschistisches Infoblatt, Der rechte Rand, Opor Streetwear, Konfront Streetwear, Schwarze Socke, Riot-Bike-Rekords, Bahoe-Bücher, Radikal-Fahrräder, Konkret Verlag, Promedia-Verlag, Café Libertad Kollektiv, Papy-Rossa-Verlag, Roter Laden, Schmetterling Verlag, Riot-Store, Black Mosquito

Fotos und Kurzbericht: Kundgebung zum Trans Day of remembrance

Am Sonntag den 20.11 versammelten wir uns zum trans day of remembrance in Marzahn vor dem Unfallkrankenhaus Berlin, um mit einer kämpferischen Kundgebung allen ermordeten trans Menschen zu gedenken. Den Ort wählten wir symbolisch als einen Ort, an dem Ella Nik Bayan, die sich im vergangenen Jahr aufgrund der Trans- und Geflüchtetenfeindlichkeit, die ihr entgegenschlug, selbst in Brand setzte, auch nach ihrem Tod noch Transfeindlichkeit erfuhr. Mit uns zusammen gedachten den Ermordeten über 80 Menschen.

In den Redebeiträgen von NEA, Zora, Pride Rebellion und der Internationalen Jugend ging es um die Trans- und Geflüchtetenfeindlichkeit, die Ella entgegenschlug, die Ermordung Maltes aus transfeindlichen Motiven auf dem CSD-Münster in diesem Jahr, die institutionalisierte Unterdrückung, die trans Menschen nach wie vor erfahren und den Zusammenhang von Patriarchat, Kapitalismus und Transfeindlichkeit. Außerdem stellte sich die Initiative Queere Begegnung vor, die in Marzahn-Hellersdorf aktiv ist und seit diesem Jahr in der machBar 37 einen regelmäßigen Treffpunkt anbietet, der allen Menschen offensteht und ein queerer Safe Space sein soll.

Am Ende der Kundgebung zündeten wir Kerzen an und gedachten gemeinsam den Ermordeten mit einer Schweigeminute.

Wir danken allen, die trotz des kalten Wetters an diesem wichtigen Tag mit uns zusammengekommen sind und möchten das Gedenken auch im nächsten Jahr fortführen.

Aufruf und Hintergrundinfos: Trans Day of remembrance – Niemand ist vergessen!

Fotos:

CARLOS PALOMINO | 15 JAHRE BEI DIR // 15 AÑOS CONTIGO

CARLOS PALOMINO | 15 JAHRE BEI DIR // 15 AÑOS CONTIGO

[DE] Am 15. Jahrestag des Todes von Carlos Palomino sind wir nach Madrid gefahren, um ihm zu gedenken und unsere Genoss*innen zu unterstützen.

Wir werden Dich nicht vergessen,
15 Jahre mit Dir!

[ES] En el 15º aniversario de la muerte de Carlos Palomino, fuimos a Madrid para recordarle y apoyar a nuestros compañeros.

No te olvidaremos,
¡15 años contigo!

CONTRAHISTORIA: www.leftside.media/contrahistoria/

LeftSide.Media / November 2022

Podium: Antifa damals und heute

Fr. 25.11.2022
18:00 Uhr | Schreina 47 | Schreiner Straße 47 (Friedrichshain)

Organisation: Schreina-Kollektiv

Ein Generationenaustausch zwischen Antifaschist*innen die in den 90er und 00er Jahren in Ostberlin, u. a. in Friedrichshain aktiv waren und Aktivist*innen der heutigen antifaschistischen Jugendbewegung.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Silvio Meier-Gedenkens am 21.11. und der „Fight Back“-Antifa-Demo am 26.11. statt.

Mahnwache: Niemand ist vergessen! In Gedenken an Silvio Meier

21.11.2022 | 18:00 Uhr | U-Bhf-Samariterstr./Silvio Meier-Str.

Organisation: AG Silvio Meier-Gedenken

Silvio Meier hat sich in linken, selbstorganisierten Bewegungen in den späten 1980ern und frühen 90er Jahren engagiert. Er war Teil der linken DDR-Opposition und hat die Umweltbibliothek mitgegründet, das Element of Crime-Konzert 1987 in der Zionskirche mitorganisiert und war Teil der Ostberliner Hausbesetzer*innenbewegung.

Bereits beim »Element of Crime«-Konzert war er mit einem Angriff von Neonazis konfrontiert. Angesichts des erstarkenden Rassismus und Neofaschismus im sogenannten wiedervereinigten Deutschland stellte er sich Neonazis aktiv entgegen. Sein Eintritt gegen diese zunehmende Rechtsentwicklung kostet ihn am 21. November 1992 sein Leben.

Am Abend des 21.11.1992 war Silvio Meier mit drei Freund*innen auf dem Weg zu einer Party. Auf dem U-Bahnhof Samariterstraße trafen sie auf eine Gruppe junger Neonazis, von denen eninige rechte Aufnäher trugen. Silvio Meier und seine Freund*innen stellten sie zur Rede und rissen einem der Faschos den Aufnäher von der Jacke. Durch den Streit hatten sie die letzte U-Bahn verpasst und wollten den Bahnhof wieder verlassen. Auf der Mittelebene warteten die Neonazis und stachen auf Silvio und seine Freund*innen ein. Silvio starb kurze Zeit später. Bereits am Tag nach der Tat richteten seine Freund*innen eine Mahnwache am U-Bahnhof Samariter Straße ein. Seit mehr als zehn Jahren erinnert auch eine Straße an Silvio Meier und ein Preis für Zivilcourage trägt seinen Namen. Seit Silvios Tod erinnert im U-Bahnhof eine Gedenktafel an ihn. Sie musste immer wieder gegen die Schändung von Nazis oder Demontagen durch die BVG verteidigt werden. Die Tafel gibt es heute noch und sie erinnert an Silvio – so wie die Mahnwache, die jedes Jahr an seinem Todestag dort stattfindet.

Als Vorbereitungskreis des Mahnwache rufen wir zur antifaschistischen »Fight Back«-Demo auf. Diese beginnt am 26.11.2022, um 18 Uhr am U-Bhf Samariterstraße. Sie geht nach Lichtenberg und richtet sich gegen die dortigen Locations und Rückzugsorte der militanten Naziszene.

Film & Gedenkbild: »Sad But True – In Erinnerung an unseren Freund Ivan«

Mi. 16.11.2022
19:00 Uhr: Gemeinsames Foto vor Gedenkgraffiti
20:00: Filmstart
den ganzen Abend: Punkrocktresen
Bunte Kuh | Bernkastelerstr. 78 (Weißsee)

Zu Gast: eine russische Genossin aus Ivan Khuturoskoys ehemaligem Umfeld

Specials: Solibowle und linke Punkmusik aus Russland

Organisation: Punk-Tresen der Bunten Kuh

Am 16.11. 2009 wurde Ivan »Vanya« Khutorskoy im Treppenhaus zu seiner Wohnung von einem Neonazi erschossen. Als »Bonecrusher« war er in der Moskauer Antifa-Szene bekannt und schützt in seiner Rolle als antifaschistischer Security, Punk- und Hardcore-Shows vor Naziangriffen.

Der Film ist ein Porträt einiger Freunde über Ivan selbst und ein Bericht über seine Ermordung. Er erzählt jedoch nicht nur über den Verlust eines Freundes und Genossen, sondern gibt auch einen Einblick in die Situation des Moskauer Punk-Untergrunds der 2000er-Jahre und die Bedingungen, unter denen die antifaschistische Bewegung in Russland in dieser Zeit agierte.

»Sad But True« zeigt dies durch das Prisma der traurigen Geschichte eines Einzelnen, die für das Schicksal von Vielen steht, die ihren Einsatz für die Bewegung mit dem Leben bezahlen mussten. Doch Ivans Geschichte steht auch für alle, die trotz dieser Bedrohung an ihre Ideale und Ziele glauben und eine neue Szene aufgebaut haben. So ist Sad But True sowohl ein Film über den Kampf für den Antifaschismus unter lebensbedrohlichen Umständen, als auch über die Entstehung einer wehrhaften, politischen und positiven Punk-Subkultur in Russland.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Silvio Meier-Gedenkens am 21.11. und der „Fight Back“-Antifa-Demo am 26.11. statt.

Den rechten Terror in Neukölln stoppen! – Fight back!

Kundgebung

Mo. 14.11.2022
8.30 Uhr | Amtsgericht Tiergarten 1, Wilsnackerstr. 4

Organisation: antifaschistische Gruppen

Seit Ende August läuft der Prozess gegen Sebastian Thom und Thilo Paulenz, die Haupttäter der rechten Neuköllner Anschlagsserie.

Dass Nazis über zehn Jahre Hauswände von Menschen besprühen, deren Autos anzünden, ihre Läden einwerfen und ihre Familien einschüchtern konnten, war kein Zufall. Die Ermittlungsbehörden haben nicht nur weggesehen, sondern die Angriffe politisch gedeckt. Involviert war und ist ein Netzwerk aus Richtern, Ermittlern und Beamten aus der Abteilung »Politisch motivierte Straftaten« (PMS), die den Neuköllner Nazis wissentlich freie Hand ließen. Warum? Weil die Nazis das taten und tun, was ihren eigenen autoritären und rechten Vorstellungen entspricht.

Dass es überhaupt zu einem Prozess kommt – nach über 10 verdammten Jahren – ist nur dem Druck der Betroffenen und den antifaschistischen und antirassistischen Bewegungen in Berlin zu verdanken.

Am 14.11. findet der nächste Prozesstermin im laufenden Gerichtsverfahren statt.

An diesem Tag ist der Neuköllner Neonazi Maurice Pollei (ex NPD-Schutzzone) als Zeuge geladen, um gegen die Haupttäter auszusagen. Pollei hatte im Juli vergangenen Jahres einen Mann rassistisch beleidigt und ihm mit eine Cuttermesser in den Hals gestochen. In diesen Prozess gab er sich selbst als reumütigen. Er, der er SS-Tattoo und Totenkopf-Ring trägt und Hitler verehrt versuchte seine tiefe Verbundenheit zur NS-Ideologie herunterzuspielen. Sein Verhalten sei auf sein schweres Leben und Drogen zurück zu führen. Über die verbotene Naziterrgruppe »Combat 18«, mit deren Shirtaufdruck er öffentlich auf Demos auftrat, sagte er, dass er dachte, dass es sich bei »Combat 18« um ein Metallband handle.
Sein Anwalt ist niemand geringeres als der bekennende Nationalsozilist Wolfram Nahrath. Aus diesem Grund ist am 14. November mit vielen Nazis im Gerichtssaal zu rechnen.

Wir werden darum gerade an diesem Tag vor und im Gericht Präsenz zeigen um die Betroffenen der Anschläge zu unterstützen.

Die Busanreise zum Gedenken in Mölln findet im Rahmen des Silvio Meier-Gedenkens am 21.11. und der „Fight Back“-Antifa-Demo am 26.11. statt.

Tresen: Keine Show für Frauenfeinde und Trump-Fans!

Keine Show für Frauenfeinde und Trump-Fans!

Vortrag zum Auftritt von Jordan B. Peterson und zur amerikanischen Rechten
+ Antifa Tresen

Sa, 17.09.22 | Bandito Rosso (Lottumstraße 10a, Berlin)
Doors: 19:00 Uhr | Veranstaltung: 19:30 Uhr | Tresen: All the time

Indoor-Veranstaltung: Kommt 2G: geimpft oder genesen | Macht bitte, wenn möglich, vorher einen Coronatest.

Es redet: „Keine Show für Täter!“
Es laden ein: North-East Antifa, Keine Show für Täter!, Geradedenken
Es gibt: Soli Cocktails!

Am 29. September kommt Jordan B. Peterson nach Berlin für einen Auftritt im Tempodrom.

Hierzulade kaum bekannt, gilt der Kanadier innerhalb der amerikanischen Rechten als absolute Leitfigur. Jene außerparlamentarische Strömung, die sich verharmlosend „Alt Right“ nennt, war maßgeblich für Donald Trumps Wahlsieg und den Sturm auf das US-Capitol verantwortlich. Inhaltlich ist die „Alt Right“ eine Kernschmelze verschiedenster rechter Ideologiefragmente, mit einer starken Verankerung in digitalen Online-Kulturen. Der Hass auf Frauen, die LGBTQIA*-Community und soziale Gerechtigkeit nimmt innerhalb dieses Ideologiepools eine immer zentraler werdende Rolle ein. Und hier kommt Peterson ins Spiel. Jordan B. Peterson versorgt die „Alt-Right“ mit zahlreichen unwissenschaftlichen Theorien, die mittlerweile den ideologischen Unterbau dieser Bewegung bilden. In seiner viel zitierten „Hummer-Theorie“ behauptet Peterson, dass die Gehirn- und Hormonstruktur von Menschen und Hummern sehr ähnlich ist. So würden Hummer stets Kämpfe um ihr Territorium abhalten und die weiblichen Hummer sich nur mit den Gewinnern dieser Kämpfe umgeben. Diese sexistische Theorie schafft ein Weltbild, in dem sich der Mann ständig im Kampf befindet, was Gewalt im realen Leben nach sich zieht. In der frauenhassenden Subkultur der Incel ist dieses Denken weitverbreitet. Aus dieser Szene kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu tödlichen Anschlägen, wie beispielsweise in Ohio oder Toronto. Diese Melange aus Incels, AfD-Wählern, Trump-Fanboys und „ganz gewöhnlichen“ Frauenfeinden wird am 29. September ins Tepodrom pilgern, um sich in Berlin den einzigen Deutschland-Auftritt ihres Gurusansehen zu können. Dagegen wird es eine feministische und antifaschistische Bündnisdemo der Kampagne „Keine Show für Täter“ geben. Während die AfD hierzulande zwar jeder kennt, ist dieses rechte Spektrum den Leuten hier kaum ein Begriff. Genau darum ist es wichtig sich damit zu beschäftigen, da deren Diskurse und Strategien auch stärker nach Deutschland schwappen und die rechten Bewegungen hierzulande „modernisieren“ werden. Der Vortrag bei unserem Tresen und die Demo gegen Peterson bilden einen Teil dieser nötigen Auseinandersetzung.

Demonstration gegen den Auftritt von Jordan B. Peterson: 29. Sept. 2022 | 18:00 Uhr | Yorkstr./Mehringdamm (Nähe U-Bhf. Mehringdamm, Kreuzberg 61)

Mitschnitt: Vortrag zur Antikriegsbewegung in Russland

Viel wird über den Krieg in der Ukraine berichtet, über die Antikriegsbewegung in Russland jedoch so gut wie gar nicht. Dabei ist einiges los, es brennen kriegswichtige Anlagen und Rekrutierungsbüros, entgleisen Züge, Soldaten sabotieren ihre Fahrzeuge. Es gibt alternative Berichterstattung im Netz und Demonstrationen, die eine für russische Verhältnisse ungeahnte Größen haben. Dietmar Lange von der Gruppe Postkom hat bei unserem Tresen im Juli 2022 einen Überblick über die Haltung der russischen Linken zum Krieg gegeben und über die jüngsten Ereignisse berichtet.

Der Vortrag lässt sich nun hier nachhören:

Mitschnitt: Infoveranstaltung zu türkischem Nationalismus im Wedding

Im Rahmen der Demonstration Keine netten Nachbarn! Gegen jeden Fundamentalismus! Gegen jeden Antifeminismus! haben wir am 17.06.2022 einen Vortrag mit Ferat Koçak zu türkischem Nationalismus und Faschismus im Wedding inklusive historischer Einordnung organisiert.

Er lässt sich nun hier nachhören: