Kategoriearchiv: Antifa-Café Nordost

Vortrag und Antifa-Tresen: Too many Nazis in Prenzlauer Berg

Too Many Nazis in PBerg - Antifa Tresen am 16.9. im Bandito Rosso

Too many Nazis in Prenzlauer Berg
Rechte Locations, Übergriffe, Akteure

Vortrag & Tresen:
Sa. 16.09.2023
Bandito Rosso, Lottumstraße 10A
19:30 Uhr: Open doors | 20 – 21 Uhr: Vortrag | Tresen: all the time

Organisation: North East Antifa (NEA)

Ein Blumengeschäft aus dem Verschwöhrungsideologie- und Reichsbürgersumpf, direkt am Mauerpark? Ein neuer rechter Verlag auf der Prenzlauer Allee? Eventlocations und Bars in denen sich die Querdenkenszene die Klinke in die Hand geben?
Die Pandemie und die mit ihr gewachsenen Verschwöhrungsideologien sind auch am Prenzlauer Berg nicht spurlos vorbeigegangen. Neben einer ganzen Reihe rechter bis rechtsoffener, verstrahlter Polit-Akteure bleiben dem Kiez gleich mehrere Locations der Post-Querdenkenszene als “Hinterlassenschaft” der Pandemiejahre. In diesen kann dieses politische Spektrum aktuell ungestört weiteragieren.
Wir wollen euch ein Update geben, was sich im Bereich rechter Locations in den letzten drei Jahren in Berlin Prenzlauer Berg getan hat. Hierbei werden wir auch darüber Berichten, wie es aktuell um das langjährige Problem rechter Konzerte und Faschokneipen in der Greifswalderstraße bestellt ist.
Zudem geben wir einen Kurzüberblick über rechte Übergriffe im Bezirk und über die Aktivitäten der “III. Weg-Jugend” NRJ. Diese ist in Pankow angesiedelt und war in den letzten Monaten für mehrere Angriffe verantwortlich.
Informiert euch, bringt eure Freund*innen mit und trinkt ein Getränk mit uns am Tresen! Wir freuen uns auf euch.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der “Schaut nicht weg!”-Kampagne statt.

Schaut nicht weg! – Kiezevent gegen rechte Gewalt im Prenzlauer Berg

SCHAUT NICHT WEG!

Zusammenstehen gegen rechte Gewalt.

Prenzlauer Berg nazifrei.

Sa. 30. SEPTEMBER 2023

14:30 Uhr | Kiezevent auf der Greifswalder Straße

(zwischen Mühlenbergcenter und Edeka)

KONZERT | PODIUM | SIEBDRUCK | INFOSTÄNDE | REDEBEITRÄGE | SPIELPLATZ NEBENAN

PODIUM & DISKUSSION

15:30 – 16:30 UHR
Naziterror und rechte Übergriffe. Was tun?!

Weiterlesen →

Antifa-Tresen & Vortrag: Nazis und rechte Netzwerke in den deutschen „Sicherheitsbehörden“

Sa. 19.08.2023 | Bandito Rosso, Lottumstraße 10A
19:30 Uhr: Open doors | 20 – 21 Uhr: Vortrag | Tresen: all the time

Referent*innen: Kampagne „Entnazifizierung Jetzt!“
Organisation der Veranstaltung: North East Antifa (NEA)

Vor drei Jahren hat die Antifa AG der Interventionistischen Linken die Kampagne „Entnazifizierung Jetzt!“ gestartet. Ziel war es herauszufinden, wie groß das Problem rechter Netzwerke in den sogenannten „Sicherheitsbehörden“ in der BRD ist. Wie funktionieren sie? Wie bedrohlich sind sie? Und das schon einmal vorweg: Das Ausmaß des Problems ist riesig.

Eins von vielen eindrücklichen Beispielen ist der Prozess gegen das sogenannte „Nordkreuz“-Netzwerk, bestehend u.a. aus Polizeibeamten. Marco Groß, der Adminstrator des Netzwerkes hortete 55.000* Schuß Munition. 200 Leichensäcke und Ätzkalk wollte das Netzwerk bestellen – die nach dem Mord an ihren politischen Gegner*innen Verwendung finden sollten. Groß kam mit einer Geldstrafe davon. Die Antifaschistin Lina E. wiederum wurde Ende Mai diesen Jahres zu mehr als fünf Jahren Haft verurteilt. Die Beweislage dafür: Ein reiner Indizienprozess, der sich maßgeblich auf die Aussagen eines Vergewaltigers und diverser Neonazis stützt. Auch hier zeigt sich ein Problem in diesem Kontext: Wirkliche Konsequenzen erfahren diese rechten Netzwerke kaum bis gar nicht.

Über 850 Skandale mit Nazis und Rassist*innen in Polizei, Justiz, Bundeswehr und Geheimdiensten haben wir dazu gesammelt und auf unserer Homepage www.entnazifizierungjetzt.de veröffentlicht. Aber das ist nur ein Bruchteil. Die Erkenntnisse unserer dreijährigen Recherche haben wir nun in einer Broschüre zusammengefasst. Bei dem Vortrag im Bandito Rosso möchten wir die Ergebnisse mit euch teilen. Also kommt vorbei!

Und natürlich wird es an diesem Abend auch die Möglichkeit geben, unsere Broschüre kostenlos zu erhalten.

Antifa-Tresen Nord-Ost: Transfeindlichkeit und die (extreme) Rechte

Antifatresen & Vortrag:
Organisation: North East Antifa
mit Analysen gegen Rechts Potsdam (agr_pdm)

Sa. 17.06. | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A)
19:30 Uhr: Open doors | 20 – 21 Uhr: Vortrag | Tresen: all the time

Weltweit konnte die LGBTQI-Bewegung in den letzten Jahrzehnten enorme Gewinne an gesellschaftlicher Akzeptanz und Abbau von staatlicher Diskriminierung erzielen. Der rechte Backlash fällt in vielen Ländern extrem heftig aus. Während in den USA, UK, Russland und Osteuropa der Kampf gegen trans* Personen seit einigen Jahren erbittert geführt wird, scheint das Thema auch in Deutschlands politischer Rechten angekommen zu sein.

Antigenderismus gehört seit geraumer Zeit und Queerfeindlichkeit seit jeher zum festen Bestandteil des rechten Kanons – Transfeindlichkeit jedoch ist eine neue Spielart. Viele Akteur*innen der (extremen) Rechten im deutschsprachigen Raum haben begonnen sich dem Thema anzunehmen. Parallel zum aktuellen gesamtgesellschaftlichen Diskurs, hat es das Potential zu einem neuen Hot-Topic zu werden.

In dem Vortrag sollen die ideologischen Grundlagen beleuchtet werden, die die (extreme) Rechte zum Kampf gegen queere Menschen ausrichtet. Anhand von konkreten Beispielen aus Theorie und Praxis, analysieren wir Zusammenhänge und skizzieren das transfeindliche Narrativ von rechts.

CN: transfeindliche Gewalt, transfeindliche Sprache

Davor, 15 Uhr: Demo gegen rechte Kneipen und rassistische Gewalt im Prenzlauer Berg

No deportation* No IMK – Antifa-Tresen & Info-Veranstaltung

Sa. 20.05. | Bandito Rosso, Lottumstraße 10A

19:30 Uhr: Open doors
20 – 21 Uhr: Vortrag

Organisation: North East Antifa
Mit: No IMK Protest und No Border Assembly (NBA)

NBA kommt zu unserem Tresen und erzählt von ihrem Kampf gegen Abschiebungen, dem geplanten Abschiebezentrum am BER und dem Protestcamp dagegen, das vom 01. – 06.06 direkt neben dem Flufghafen stattfinden wird. Außerdem wird es einen Input zum antirassistischen Protest gegen die deutsche Geflüchtetenpolitik während der Innenministerkonferenz am 15.06 in Berlin geben.

Die NBA ist ein Zusammenschluss von Menschen, die sich gemeinsam gegen Abschiebungen, Rassismus und Grenzen organisieren und Geflüchtete in ihrem Kampf darin auf vielfältige Weise unterstützen (zum Beispiel durch Lagertouren und den Deportation Alarm, einem Kanal, der vor bevorstehenden Sammelabschiebungen warnt).

Kommt vorbei, tauscht euch mit den Aktuvist:innen aus und nehmt Mobi-Material für die bevorstehenden Proteste mit!

Antifa-Tresen Nord-Ost mit Tombola

Gewinne, Gewinne, Gewinne!
Große Antifa-Tombola beim NEA-Tresen

Sa. 21.01.2023 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstr. 10a, Berlin-Pberg)

Die Antifa Nordost (NEA) leitet das neue Jahr mit einer großen Tombola ein. Es erwarten euch tolle Spenden von zahlreichen solidarischen Shops, Verlagen und Kollektiven. Kommt rein, besorgt euch Lose und deckt euch ein mit linken Büchern, Zeitschriften-Abos, Klamotten, Stickern und vielem mehr. Der Gewinn fließt direkt in antifaschistische Politik in Nordost-Berlin. Lose werden bis 23 Uhr ausgegeben.

Dazu natürlich wie immer nette Menschen, günstige Getränke, Kicker und Infostand.

Dank geht raus an:
Antifaschistisches Infoblatt, Der rechte Rand, Opor Streetwear, Konfront Streetwear, Schwarze Socke, Riot-Bike-Rekords, Bahoe-Bücher, Radikal-Fahrräder, Konkret Verlag, Promedia-Verlag, Café Libertad Kollektiv, Papy-Rossa-Verlag, Roter Laden, Schmetterling Verlag, Riot-Store, Black Mosquito

Antifa-Tresen Nord-Ost: (Anti)Weihnachts-Kneipe

(Anti)Weihnachts-Kneipe

Antifa-Tresen:
Sa. 17.12.2022 | 19:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

Indoor-Veranstaltung | Bitte testet euch wenn möglich vorher

Ostberliner Jahresendfeier – Wir wollen bei einem Glühwein oder einem Sterni das Jahr ’22 angemessen feierlich ausklingen lassen. Kommt vorbei wenn ihr Bock auf ein paar (heisse oder kalte) Getränke habt, euch der Weihnachtsrummel nervt oder ihr schonmal die Weltrevolution für nächstes Jahr planen wollt.

Antifa-Tresen und Podium: Remembering Ivan and Carlos

Podium zu rechten Morden und der Antifa-Bewegung in Spanien und Russland

Sa. 19.11.2022
18:00 Uhr: Podium | 20:30 Uhr: Barabend
Bandito Rosso | Lottumstraße 10A (Prenzlauer Berg)

Referent*innen: Antifas aus Madrid und Moskau
Organisation: North East Antifa (NEA)

Mitte der 00er Jahre wurden in mehreren Ländern, in sehr kurzer Zeit hintereinander, Antifaschist*innen von Nazis ermordet. Dies sorgte international dafür, dass das Gedenken an diese Genoss*innen seit dem in einen Zusammenhang gestellt wird. Ihre Gesichter finden sich nebeneinander auf Bannern und Graffitis – um ihrer zu erinnern aber auch um Solidarität mit Antifas in anderen Ländern zu zeigen. Ivan Khuturoskoy und Carlos Palomino sind zwei dieser jungen Antifaschisten, die auf Grund ihrer klaren und praktischen Haltung gegenüber Faschisten in dieser Zeit starben. Ivan 2009 – ermordet in Moskau durch einen Auftragskiller und Carlos 2007 – erstochen in Madrid, als er auf dem Weg zu Protesten gegen einen Faschoaufmarsch einen faschistischen Milizionär auf sein rechtes Shirt ansprach.

Nach diesen Morden veränderte dies die Bewegung in den jeweiligen Ländern. Vormals mehr subukturell geprägte, linke Kreise begannen sich zu organisieren, Strukturen aufzubauen und viele jüngere Menschen stießen zur Bewegung hinzu, die dem Treiben der Faschos nicht länger zusehen wollten. Auch wenn es Parallelen geben mag, so sind die Bedingungen unter denen Antifaschist*innen im Spanischen Staat oder in Russland arbeiten völlig unterschiedlich.

Während sich im Spanischen Staat eine Antifa-Bewegung festigen und Repressionsschlägen zum Trotz regenerieren konnte, hat sich die Situation in Russland für die antiautoritäre Bewegungen in den letzten fünfzehn Jahren hingegen massiv verschlechtert. Das Putin-Regime hat nahezu alle handlungsfähigen Strukturen zerschlagen oder ins Exil getrieben. Im spanischen Staat haben die Genoss*innen hingegen mit einem Weiterleben des Franquismus in nahezu allen gesellschaftlichen Institutionen zu kämpfen. Insondere in den Sicherheitsbehörden und der Justiz. So etwas wie annähernd wertneutrale oder
»faire« Prozesse gegen Linke gibt es de facto nicht.

Seit Mitte der 00er Jahre ist viel passiert. Wir wollen darum mit Genoss*innen der Antifa aus Madrid und Moskau über die Morde in dieser Zeit und die Entwicklung der Antifa-Bewegung reden, ebenso über die politische Rechte, die Rolle des Sttates und die lokalen gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Silvio Meier-Gedenkens am 21.11. und der „Fight Back“-Antifa-Demo am 26.11. statt.

Antifa-Tresen Nord-Ost: Arbeiter*innen-Kneipe

Arbeiter*innen-Kneipe

Antifa-Tresen:
Sa. 15.10.2022 | 19:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

Indoor-Veranstaltung | Bitte testet euch wenn möglich vorher

Das Jahr 2022 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Die letzten Monate waren dabei politisches Dauerprogramm. Daher wollen wir es bei unserem Oktober-Tresen, außerplanmäßig wieder im Bandito Rosso, etwas ruhiger angehen lassen. Diesen Monat wird keine Veranstaltung stattfinden. Ihr könnt einfach bei entspannter Atmosphäre chillen, quatschen und debattieren. Dazu gibt es gekühlte Getränke und gute Musik. Außerdem wird es einen breit ausgestatten Info-Tisch mit gratis Stickern, Broschüren usw. geben (Spenden dürft ihr natürlich trotzdem gerne). Kommt gerne rum.

Tresen: Keine Show für Frauenfeinde und Trump-Fans!

Keine Show für Frauenfeinde und Trump-Fans!

Vortrag zum Auftritt von Jordan B. Peterson und zur amerikanischen Rechten
+ Antifa Tresen

Sa, 17.09.22 | Bandito Rosso (Lottumstraße 10a, Berlin)
Doors: 19:00 Uhr | Veranstaltung: 19:30 Uhr | Tresen: All the time

Indoor-Veranstaltung: Kommt 2G: geimpft oder genesen | Macht bitte, wenn möglich, vorher einen Coronatest.

Es redet: „Keine Show für Täter!“
Es laden ein: North-East Antifa, Keine Show für Täter!, Geradedenken
Es gibt: Soli Cocktails!

Am 29. September kommt Jordan B. Peterson nach Berlin für einen Auftritt im Tempodrom.

Hierzulade kaum bekannt, gilt der Kanadier innerhalb der amerikanischen Rechten als absolute Leitfigur. Jene außerparlamentarische Strömung, die sich verharmlosend „Alt Right“ nennt, war maßgeblich für Donald Trumps Wahlsieg und den Sturm auf das US-Capitol verantwortlich. Inhaltlich ist die „Alt Right“ eine Kernschmelze verschiedenster rechter Ideologiefragmente, mit einer starken Verankerung in digitalen Online-Kulturen. Der Hass auf Frauen, die LGBTQIA*-Community und soziale Gerechtigkeit nimmt innerhalb dieses Ideologiepools eine immer zentraler werdende Rolle ein. Und hier kommt Peterson ins Spiel. Jordan B. Peterson versorgt die „Alt-Right“ mit zahlreichen unwissenschaftlichen Theorien, die mittlerweile den ideologischen Unterbau dieser Bewegung bilden. In seiner viel zitierten „Hummer-Theorie“ behauptet Peterson, dass die Gehirn- und Hormonstruktur von Menschen und Hummern sehr ähnlich ist. So würden Hummer stets Kämpfe um ihr Territorium abhalten und die weiblichen Hummer sich nur mit den Gewinnern dieser Kämpfe umgeben. Diese sexistische Theorie schafft ein Weltbild, in dem sich der Mann ständig im Kampf befindet, was Gewalt im realen Leben nach sich zieht. In der frauenhassenden Subkultur der Incel ist dieses Denken weitverbreitet. Aus dieser Szene kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu tödlichen Anschlägen, wie beispielsweise in Ohio oder Toronto. Diese Melange aus Incels, AfD-Wählern, Trump-Fanboys und „ganz gewöhnlichen“ Frauenfeinden wird am 29. September ins Tepodrom pilgern, um sich in Berlin den einzigen Deutschland-Auftritt ihres Gurusansehen zu können. Dagegen wird es eine feministische und antifaschistische Bündnisdemo der Kampagne „Keine Show für Täter“ geben. Während die AfD hierzulande zwar jeder kennt, ist dieses rechte Spektrum den Leuten hier kaum ein Begriff. Genau darum ist es wichtig sich damit zu beschäftigen, da deren Diskurse und Strategien auch stärker nach Deutschland schwappen und die rechten Bewegungen hierzulande „modernisieren“ werden. Der Vortrag bei unserem Tresen und die Demo gegen Peterson bilden einen Teil dieser nötigen Auseinandersetzung.

Demonstration gegen den Auftritt von Jordan B. Peterson: 29. Sept. 2022 | 18:00 Uhr | Yorkstr./Mehringdamm (Nähe U-Bhf. Mehringdamm, Kreuzberg 61)