«

»

Unser Feminismus: Antirassistisch & internationalistisch!

Gegen Rassismus und Sexismus!
AfD-Aufmarsch am 17.02.2018 stören und blockieren!

Proteste gegen rassistischen Aufmarsch:
Sa, 17.02.2018 | 14:00 Uhr | Mehringplatz (Kreuzberg)

Mehr Infos: Berliner Bündnis gegen Rechts, Aufstehen gegen Rassismus, Antifa Koordination (AK 36) & Berlin gegen Nazis

AfD-Demoroutenverlauf (BBgR) | Hintergrundinfos (BBgR) | Material (BBgR) | Pressemitteilung (BBgR) | Einschätzung (mbr)

Flyer (AgR): [Web] [PDF] [JPG] | Flyer (Anwohner*innen): [PDF] [JPG]
Plakat (AgR): [Farbe] [S/W]
Banner: [NEA] [BBgR] [AgR #1] [AgR #2] [AK36] [BgN]
Mobi: [#1] [#2] [#3]

Presse:
Überall gegen sexualisierte Gewalt (Neues Deutschland / 16.02.2018)
“Das ist Fake-Feminismus” (taz / 16.02.2018)
Rechte Frauen marschieren auf – linke Feministinnen stellen sich entgegen (Neues Deutschland / 08.02.2018)

[NEA-Aufruf]

Gegen Rassismus und Sexismus!
AfD-Aufmarsch am 17.02.2018 stören und blockieren!

Am 17.02.2018 plant die AfD eine provokante Demo mit dem Titel “Marsch der Frauen”, die ausgerechnet in Kreuzberg starten soll. Organisiert wird das Ganze von der selbst ernannten Frauenrechtsaktivistin und AfD- Anhängerin Leyla Bilge. Bilge konvertierte vom Islam zum Christentum und hetzt nun in klassischer neurechter Manier gegen alles was nicht in ihr Weltbild passt – Geflüchtete, Muslim*a, die Antifa und für einen Schlussstrich unter Deutschlands Vergangenheit – alles Themen, die Leyla während ihrer Auftritte bei der Konferenz des rechtsradikalen Compact Magazins oder vor der rassistischen Bürger*inneninitiative Zukunft Heimat aus Cottbus anspricht, um den deutschen Volkskörper in Wallung zu bringen. Leider ist davon auszugehen, dass sich an dieser nationalistischen und rassistischen Demonstration Teilnehmer*innen im drei- bis vierstelligen Bereich beteiligen werden.

Inhaltlich nichts Neues in Sicht
Leyla Bilge und die AfD versuchen sich als Kämpfer*innen für die Rechte von (deutschen) Frauen zu inszenieren – in Wahrheit ist dies jedoch nur ein Vorwand, um gegen die eigenen Feindbilder mobil zu machen und verschiedenste rechte Kräfte zu bündeln. In Bilges Vorträgen und Reden, die sie im Stile eines weiblichen Björn Höcke aggressiv und wütend an ihr nach Hetze lechzendes Publikum richtet, wird ihre Vision eines völkischen, nationalistisch geprägten Deutschlands sichtbar: An oberster Stelle für alle in diesem Land lebenden, soll das lückenlose Bekenntnis zu Deutschland stehen. Dies beinhaltet für Bilge die Erfüllung des Wehrdienstes, “wie es sich für jeden jungen, deutschen Mann gehört”, sowie auch das Bekenntnis zur “wundervollen Geschichte” Deutschlands. – “Der Deutsche muss endlich wieder wach werden und ein Gefühl für sein Land bekommen”.
Im Weg stehen diesen nationalistischen Fantasien laut Bilge die “80% Flüchtlingsmänner”, eine “Horde unkontrollierter, muslimischer Männer”, die bewusst nach Deutschland kämen um hier in Freiheit zu leben und ihre Gastgeber*innen zu berauben, zu vergewaltigen und zu ermorden.
Auch in denjenigen, die schon in der 3. Generation hier in Deutschland leben und sich nicht zu Deutschland bekennen, sieht Bilge ein tieferes Problem. So plädiert sie in einer ihrer Brandreden dafür, dass Lehrer*innen bei Einschulungen von Kindern mit “migrantischem Aussehen” erst einmal fragen sollen, ob diese “überhaupt deutsch sprechen, wenn sie sie schon als Migranten erkennen”.
Wie es sich für klassische AfDler*innen gehört, dürfen natürlich auch nicht die Portion Selbstmitleid und das Gefühl, ein Opfer zu sein, fehlen: Angeblich wollen seit ihrem Bekenntnis zur AfD die Medien nichts mehr von Bilge wissen. Darüber hinaus kritisiert sie, die Medien würden es verschweigen, dass viele christliche Pfarrer sich nicht trauen würden, öffentlich ihre Symphatien für die AfD zu bekunden. Wie die Medien über etwas berichten sollen, worüber laut ihren Eigenaussagen geschwiegen wird, bleibt Bilges Geheimnis.

Antifeminismus entlarven – Reaktionärer Scheiße den Kampf ansagen!
Seit der Gründung der AfD versteht sich diese als Speerspitze und Stichwortgeberin für den Kampf gegen den von ihr so verhassten “Gender-Terror”. Dies äußert sich nicht nur in der Wahlwerbung, sondern auch bei ihren ideologischen Weggefährt*innen von PEGIDA & Co. Mit unerträglichen Hetzreden wird gegen queere Lebenstile oder das Hinfragen des binären Geschlechterkonstruktes polarisiert. Das hierbei lediglich Sexismus gegen Rassismus ausgespielt werden soll, liegt, wie schon nach den Reaktionen auf die Silversternächte in Köln, auf der Hand. Diese “Alternative” bedeutet nichts anderes als einen Rollback zu Heim und Herd. Dem gilt es emanzipatorische Projekte wie Jinwar (Dorf der freien Frauen*) und eine geschlechterbefreite Gesellschaft, wie sie in Rojava (West-Kurdistan / Nord-Syrien) aufgebaut wird, entgegenzustellen.

Es liegt an uns, Leyla Bilge und die AfD nicht damit durchkommen zu lassen und ihre scheinheiligen Vorwände zu entlarven. Seid kreativ, klärt Leute über die Demo auf, blockiert ihre Route, bepöbelt sie oder verbrennt neben ihrer Demo ein paar Deutschland-Fahnen! Wir haben die einmalige Chance, dafür zu sorgen, dass die Rechten ihre Reise nach Kreuzberg nicht mehr so schnell vergessen.

Unser Feminismus: Antirassistisch & internationalistisch!
Get Organized!

North-East Antifascists [NEA] (Februar 2018)

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://antifa-nordost.org/6943/nicht-in-unserem-namen-kein-feminismus-ohne-antirassismus/