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Café Rojava: Ökologie, Kommune und Widerstand

Ökologie, Kommune und Widerstand

Info-Veranstaltung:
Mo, 02.04.2018 | 19:00 Uhr | Café Morgenrot (Kastanienallee 85 / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: Café Rojava
Referent*innen: Kampagne „Make Rojava Green Again“

Material: [Banner] [Kampagnen-Video]

Diktatur und Kolonialismus haben in Nordsyrien über Jahrzehnte hinweg die ökologische Existenzgrundlagen zerstört. Die Rodung von Wäldern durch das Assad-Regime und der Aufbau riesiger Weizen-Monokulturen verknappen das Wasser und zehren die Böden aus. Ölförderung und die offene Verbrennung von Müll verpesten Wasser und Luft. Und dann ist da der Krieg, der immer auch ein Krieg gegen die Natur ist. Bombardierungen, der Einsatz von Brandkampfstoffen und Uranmunition hinterlassen oft irreversible Schäden. Und nicht zuletzt Erdogans ökonomische Kriegsführung verschlimmert die Probleme: Durch die Staudammprojekte im Norden Rojavas sinkt der Pegel der Flüsse, Steppen machen sich breit.

Mit der Kampagne „Make Rojava Green Again“ will die Internationalistische Kommune (Internationalist Commune of Rojava) diese Probleme gemeinsam mit Partner*innen vor Ort angehen. Die Kampagne soll Rojava wieder grün werden lassen, zehntausende Bäume sollen gepflanzt, und Recyclinganlagen und Abwassersysteme für die Region entwickelt werden.

Aber auch im türkischen Staatsgebiet wird die Umwelt als Teil der Gesellschaft massiv und systematisch geschädigt. Am Beispiel der von Flutung, durch das Ilisu Staudammprojekt, bedrohten kulturhistorischen Stätte Hasankeyf in Bakur/Nordkurdistan wird dies deutlich. Ebenso unterliegt Sûr, die Alstadt des antiken Amed (Diyarbakır), einem kulturell-sozial-ökologischen Zerstörungsprozess. Diese Orte sind seit Jahren symbole des Widerstands, daher wird zu einem globalen Aktionstag am 28.04.2018 aufgerufen!

Zwei Aktivisten berichten über die Hintergründe und Möglichkeiten zur praktischen Solidarität.

Café Rojava: Krieg & Widerstand in Bakur – Tatort Amed/Sûr

Krieg & Widerstand in Bakur – Tatort Amed/Sûr

Ausstellung, Film & Podium:
Mo, 05.02.2018 | 18:00 Uhr | Café Morgenrot (Kastanienallee 85 / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: Café Rojava

Material: [Banner]

Seit 1988 ist die von einer Festungsmauer umgebene Altstadt Suriçi (Sûr) von Amed (Diyarbakır) in Bakur (Nordkurdistan) unter Denkmalschutz gestellt. Seit Juli 2015 ist diese sowie die anliegende Kulturlandschaft Hevselgärten in die Liste der UNSECO-Welterbstätten eingetragen. Heute ist von Sûr kaum noch etwas übrig.

Die Metropole am Tigris wurde im Juli 2015 im Zuge der erneuten Kriegsoffensive des türkischen Staates unmittelbares Ziel mehrerer Militäroperation, ebenso wie u.a. die Städte Cizîr (Cizre), Silopi, Şirnex (Şirnak) und Nisêbîn (Nusaybin). Der Belagerungszustand bis März 2016 und der Beschuss der Bevölkerung durch die türkische Armee und Polizei stellten einen massiven Angriff auf die basisdemokratischen Selbstverwaltungsstrukturen der kurdischen Freiheitsbewegung dar. Anwohner*innen schlossen sich zu zivilen Volksverteidigungseinheiten (YPS) zusammen und leisteten Widerstand. Die bewaffneten Auseinandersetzungen forderten zahlreiche Opfer. Fast 22 000 vertriebene Menschen haben seit den Kämpfen keine eigene Wohnung mehr. Vertreibung, Verfolgung, Zwangsverwaltung und ein verordneter Ausnahmezustand sind seitdem Alltag in Nordkurdistan.

Die Fotoausstellung „SUR“, der Film „Ververoz“ in Anwesenheit des Regisseurs Piran Baydemir und das anschließende Podium u.a. mit der HDP-Politikerin Nursel Aydoğan sollen eine politische Einordnung vornehmen und einen Eindruck von den Kämpfen und der momentanen Situation in Amed/Sûr und Nordkurdistan vermitteln.

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