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Veranstaltungsreihe zu den Fallstricken einer emanzipatorischen Regionskritik

logo_antifa_historischFallstricke einer emanzipatorischen Regionskritik

Veranstaltungsreihe:

Der Islamfaschismus in seiner Epoche (Die neue Volksfront gegen den Islam)
Fr, 26.02.2016 | 19:00 Uhr | Bunte Kuh (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)
Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

Einführung in die Religionskritik
Sa, 27.02.2016 | 14:00 Uhr | Café Köpenick (Seelenbinderstraße 54 / Köpenick)
Veranstalter*innen: Projekt Begegnung

Religionskritik als Zugang zum „Islamischen Staat“
So, 28.02.2016 | 19:00 Uhr | WB13 (Am Berl 13 / Hohenschönhausen)
Veranstalter*innen: WB13 & North-East Antifascists [NEA]

Referent: Attila Steinberger
Flyer: [Front] [Back]

Alle Ankündigungstexte:

Der Islamfaschismus in seiner Epoche (Die neue Volksfront gegen den Islam)

Islamfaschismus als sinnentleerter Begriff für politische Bewegungen im Nahen Osten feiert seit dem Völkermord des IS an den Yeziden und anderen Kriegsverbrechen eine Renaissance. Es ist zwar verständlich, dass bei derartigen Gräueln der Begriff Faschismus emotional verwendet wird, aber deshalb ist er hier trotzdem falsch. Weder taugt dieser Begriff eine Aussage über diese Bewegungen zu geben, noch über ihren strukturellen Aufbau oder die Ursachen. Allerdings erfreut sich dieser Begriff einer viel größeren Beliebtheit als politischer Kampfbegriff, besonders unter den konsequentesten Verfechtern, den Totalitarismustheoretikern, Konservativen, Rechtspopulisten und vermeintlichen Antideutschen. Denen geht es aber ohnehin nicht um eine fundierte gesellschaftliche Analyse. Neu hingegen ist, dass auch Gruppen aus dem antiimperialistischen und anarchistischen Spektrum, die den Begriff bis dato als kulturrassistische Stigmatisierung des Islam ablehnten, jene Begrifflichkeit zur ideologischen Einordnung des Islamischen Staates präferieren.

Mit dem Referenten Attila Steinberger wollen wir einen aufschlussreichen Vortrag über die Unzulänglichkeiten des Konzepts „Islamfaschismus“ anbieten.

Einführung in die Religionskritik

Mit zunehmender Säkularisierung verschob sich die religiöse zur bürgerlichen Ideologie. In anderen Teilen der Welt existieren aber Parteien und Bewegungen, die ihre Interessen weiterhin unter dem religiösen Banner artikulieren. Doch eine so scharfe Trennung zwischen ihnen und bürgerlichen Ideologien gibt es gar nicht, wie man annehmen könnte, gibt es gar nicht, da beiden dieselbe ökonomische Basis zu Eigen ist.

Attila Steinberger wird eine Einführung in die marxistische Religionskritik geben und dies an Beispielen aus der Christlichen Rechten und der NS-Esoterik veranschaulichen. Für den Vortrag sind keine Vorkenntnisse nötig.

Religionskritik als Zugang zum „Islamischen Staat“

Verbreitet sind nutzlose Diskussionen über einen guten oder bösen Islam. Einen gesellschaftsanalytischen Anspruch erheben sie nicht. Unberücksichtigt bleibt dabei, dass über die Religion nur gesellschaftliche Auseinandersetzungen und bestimmte Interessen ausgedrückt werden. Diese Auseinandersetzungen und Ideologien gründen auf der materiellen Basis der jeweiligen Gesellschaft. In der Regel: Welche politischen, sozialen und ökonomischen Ansprüche und Institutionen wie geregelt werden sollen.

Anhand der Religionskritik wird Attila Steinberger einen Zugang zum Verständnis des Islamischen Staates vorstellen.

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