Erklärung der NEA:
Keine Entsolidarisierung mit den Betroffenen von Nazi-Gewalt!
Am 4. September 2018 wurde ein Antifaschist in der U7 am Bayerischen Platz von einer Person niedergestochen, nachdem er diese mit der rechten Symbolik in ihrem Tattoomotiv konfrontierte. Über eine Woche lang erfolgte weder eine Skandalisierung der Tat, noch eine Solidarisierung mit dem Betroffenen aus der linken und antifaschistischen Szene. Auch innerhalb linker Publikationsmedien und »Social«-Media-Seiten wurde der Angriff auf den Antifaschisten nicht thematisiert, obwohl sogar die bürgerliche Presse darauf reagierte. 1 2 3 Als wir davon mitbekamen, veröffentlichten wir eine Solidaritätserklärung. 4
Der Umstand, dass der Betroffene aus dem Umfeld des Jugendwiderstandes kommt 5, führte offensichtlich dazu, dass sich Menschen bewusst nicht mit ihm solidarisierten, obwohl sie sich selbst als Linke, Antifaschist*innen und Kämpfer*innen gegen herrschende Systeme verstehen. Während normalerweise jede Online-Aktivität des Jugendwiderstandes akribisch verfolgt und jeder Text der Gruppe innerhalb kürzester Zeit in »sozialen« Medien zerrissen wird, wurden das Statement zu dem Vorfall und der Versuch der Vereinnahmung durch Rechte offensichtlich bewusst übergangen.
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