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Info-Veranstaltung: „Wie der Maoismus nach Westberlin kam“

mao_kretsche„Wie der Maoismus nach Westberlin kam – Ein Blick zurück nach vorn“

Info-Veranstaltung:
Fr, 08.07.2016 | 19:30 Uhr | Bunte Kuh (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & TREND Onlinezeitung
Referent: Karl-Heinz Schubert (TREND Onlinezeitung)

Trend-Rückblick: Wie der Maoismus nach Westberlin kam

Durch die Jugend- und Studentenbewegung der 1960er/70er Jahren bekamen die Mao Tsetung Ideen eine zentrale Bedeutung in linken und linksradikalen Zusammenhängen. Insbesondere in der Gestalt der sogenannten K-Gruppen formte sich daraus der politische Maoismus in der BRD und Westberlin als eine revolutionäre Bewegung, die sich mit Bezug auf die Mao Tsetung Ideen und den Sozialismus in China scharf von den als Revisionisten bezeichneten Kommunisten Moskauer Prägung abgrenzten. Die Auflösung der KPD (1980) und des KBW (1983) markieren das Ende des politischen Maoismus in der BRD.  Im Nachgang zu Aufarbeitungsversuchen von Ex-Maoisten wie z.B. Gerd Koenens „Das rote Jahrzehnt“ (2001) verfasste Hennig Böke 2007 ein Taschenbuch, das einen kursorischen Überblick über die weltweite Geschichte des Maoismus bereitstellte. 2009 erschien Richard Corells Untersuchung der in der VR China von Mao inszenierten Kulturevolution (1966-1976).

Zwar bestand die 1984 gegründete Revolutionary Internationalist Movement (RIM) als bekennende maoistische Organisation noch bis 2011, kam aber nie über das Niveau eines Mini-Zirkels hinaus. Übriggeblieben ist die MLPD als eine bundesweit agierende Organisation mit maoistischem Gedankengut.

Gegenwärtig entstehen in Deutschland jenseits der MLPD wieder politische Minizirkel, die sich explizit als Teil einer weltweiten MLM (marxistisch-leninistisch-maoistischen) Bewegung verstehen und den Maoismus als politische Bewegung in der BRD reanimieren wollen. Siehe dazu: www.demvolkedienen.org

Inspiriert von diesen jüngsten Entwicklungen wird Karl-Heinz Schubert – ausgehend von seinen persönlichen Erfahrungen mit dem Maoismus der 1960er/70er Jahren – aufzeigen, welche Mao-Texte damals Schlüsseltexte für das Entstehen der maoistischen Bewegung in der BRD und Westberlin waren. Daran anknüpfend wird er im Sinne von Bruch und Kontinuität darstellen, welche theoretischen und politisch-praktischen Schriften Mao Tsetungs noch heute für eine sozialrevolutionäre politische Intervention bedeutsam sind. Dabei  wird er den politisch-ideologischen Zustand  sozialemanzipatorischer Zirkel der 1960er/70er Jahre mit dem antikapitalisch-revolutionärer Gruppen heute vergleichen.

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