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Kiezrundgang zu den Märzkämpfen 1919 in Lichtenberg

So. 12. März | 14.30 Uhr
Remise in der „Magda“
Magdalenenstr. 19, 10365 Berlin

Länge: ca. 2 – 2,5 km
Dauer: 1,5 – 2 h

Material:
[Plakat farbig | Kopiervorlage s/w] [Slides für Social Media: 1, 2, 3, 4, 5]

1919 erlebte Berlin den vielleicht größten Generalstreik seiner Geschichte. Trotz der hohen Beteiligung von rund 700.000–800.000 Streikenden liegt er, was die Erinnerung angeht, noch immer etwas im Schatten der doppelten Ausrufung der Republik am 9. November 1918 und der Niederschlagung des Januaraufstandes sowie der Ermordung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs Anfang 1919. Wir können an den Märzkämpfen 1919 nicht nur die Selbstermächtigung der Arbeiter*innen – oft auch über ihre Parteiführungen hinweg – im Streik erkennen, sondern auch die ungeheure Brutalität der Reaktion.

Reichswehrminister Gustav Noske (SPD) erteilte einen Schießbefehl, auf dessen Konto ein Großteil der 1.200 Toten der Märzkämpfe zurückzuführen ist. Rechte Freikorpsverbände veranstalteten ein regelrechtes Blutbad. Besonders heftig tobten die Kämpfe in Lichtenberg, weshalb wir auf diesem Rundgang ein paar der Schauplätze im Bezirk besuchen wollen. Dabei wollen wir zum einen der toten Genoss*innen gedenken, aber auch aufzeigen, welche Perspektiven revolutionäre Bewegungen hatten (und haben), welche Organisationsformen sich aus der Praxis des Generalstreiks ergaben und welche Parallelen evtl. zu heutiger Politik zu ziehen sind.

Das Erinnern an diese Ereignisse ist auch ein wichtiger Teil antifaschistischer Geschichtsarbeit. Schließlich ebnete die Niederschlagung der einzigen sozialistischen Revolution auf deutschem Boden durch die SPD-Führung und rechte Militärs langfristig den Weg für den späteren Aufstieg des deutschen Faschismus.

Kommt zum Kiezspaziergang im Gedenken an die ermordeten Revolutionär*innen und Arbeiter*innen.

Revolutionäre und antifaschistische Geschichte aneignen und verteidigen!

Den politischen Streik umsetzen!

North East Antifa (NEA)
antifa-nordost.org

Wir stellen den Gedenkrundgang in den Rahmen der Kampagne „100 Jahre Krise, wo bleibt der Aufstand?“

Wir freuen uns, wenn sich weitere Organisationen dem Rundgang anschließen und diesen bewerben.

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