Şehîd namirin – in Gedenken an Thomas, Kadriye und Diyako

In Berlin kamen Antifaschist*innen und Internationalist*innen zusammen um den gefallenen Guerillakämpfer*innen Azad Şerger (Thomas Johann S.), Asya Kanîreş (Kadriye Tetik) und Koçer Medya (Diyako Saîdî) zu gedenken und um Solidarität mit der kurdischen Befreiungsbewegung zu zeigen.

Solibild für die gefallenen Guerillakämpfer*innen Azad Şerger (Thomas Johann S.), Asya Kanîreş (Kadriye Tetik) und Koçer Medya (Diyako Saîdî)Der gemeinsame Kampf der aus Deutschland, der Türkei und Rojhilat stammenden Revolutionär*innen ist „ein Zeichen für die Geschwisterlichkeit der Völker“ im Kampf für Freiheit und gegen Faschismus, Unterdrückung und Ausbeutung. Gleichzeitig sind sie ein leuchtendes Beispiel für einen gelebten Internationalismus im 21. Jahrhundert. 

 

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Antifa-Tresen & Vortrag: Nazis und rechte Netzwerke in den deutschen „Sicherheitsbehörden“

Sa. 19.08.2023 | Bandito Rosso, Lottumstraße 10A
19:30 Uhr: Open doors | 20 – 21 Uhr: Vortrag | Tresen: all the time

Referent*innen: Kampagne „Entnazifizierung Jetzt!“
Organisation der Veranstaltung: North East Antifa (NEA)

Vor drei Jahren hat die Antifa AG der Interventionistischen Linken die Kampagne „Entnazifizierung Jetzt!“ gestartet. Ziel war es herauszufinden, wie groß das Problem rechter Netzwerke in den sogenannten „Sicherheitsbehörden“ in der BRD ist. Wie funktionieren sie? Wie bedrohlich sind sie? Und das schon einmal vorweg: Das Ausmaß des Problems ist riesig.

Eins von vielen eindrücklichen Beispielen ist der Prozess gegen das sogenannte „Nordkreuz“-Netzwerk, bestehend u.a. aus Polizeibeamten. Marco Groß, der Adminstrator des Netzwerkes hortete 55.000* Schuß Munition. 200 Leichensäcke und Ätzkalk wollte das Netzwerk bestellen – die nach dem Mord an ihren politischen Gegner*innen Verwendung finden sollten. Groß kam mit einer Geldstrafe davon. Die Antifaschistin Lina E. wiederum wurde Ende Mai diesen Jahres zu mehr als fünf Jahren Haft verurteilt. Die Beweislage dafür: Ein reiner Indizienprozess, der sich maßgeblich auf die Aussagen eines Vergewaltigers und diverser Neonazis stützt. Auch hier zeigt sich ein Problem in diesem Kontext: Wirkliche Konsequenzen erfahren diese rechten Netzwerke kaum bis gar nicht.

Über 850 Skandale mit Nazis und Rassist*innen in Polizei, Justiz, Bundeswehr und Geheimdiensten haben wir dazu gesammelt und auf unserer Homepage www.entnazifizierungjetzt.de veröffentlicht. Aber das ist nur ein Bruchteil. Die Erkenntnisse unserer dreijährigen Recherche haben wir nun in einer Broschüre zusammengefasst. Bei dem Vortrag im Bandito Rosso möchten wir die Ergebnisse mit euch teilen. Also kommt vorbei!

Und natürlich wird es an diesem Abend auch die Möglichkeit geben, unsere Broschüre kostenlos zu erhalten.

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Bericht: Gedenken an Beate Fischer – Femizide und faschistische Gewalt verhindern!

Am 23.07 gedachten ca. 50 Menschen vor dem Haus in der Emmentaler Straße 97, anlässlich des 29. Jahrestages ihrer Ermordung, Beate Fischer. Beate Fischer wurde am 23.07.1994 in einer Wohnung des Mehrfamilienhauses von vier Faschisten auf grausamste Weise gefoltert, vergewaltigt und schließlich ermordet. Das Tatmotiv der in den faschistischen Hausbesetzungen der Weitlingstraße und dem rechten Hooliganmilieu aktiven Täter war Misogynie und Sozialdarwinismus. Sie sahen Beate Fischer aufgrund ihrer damaligen Tätigkeit als Sexarbeiterin als „minderwertig“ und ihnen unterlegen an. Erst 2018 wurde Beate Fischer von staatlicher Seite aus als Opfer rechter Gewalt anerkannt.

In den Redebeiträgen, die während des Gedenkens gehalten wurden, ging es um den Mord an Beate Fischer (Offenes Antifa Treffen Berlin), Misogynie in rechten Strukturen (North East Antifascists), Femizide in Berlin (Solidaritätsnetzwerk), rechte Gewalttaten in Reinickendorf (Register Reinickendorf) und das Patriarchat an Schulen (Internationale Jugend).

Durch das jährliche Gedenken der letzten Jahre wurde der Femizid an Beate Fischer wieder einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Nach wie vor geht eine Gefahr durch Faschisten für alle Menschen aus, die nicht in deren rassistisches, antisemitisches, frauen- / queerfeindliches und sozialdarwinistische Weltbild passen. Der 23.07 bleibt daher weiterhin ein Datum für uns sich kämpferisch gegen faschistische und patriarchale Gewalt zu stellen und an die davon Betroffenen zu erinnern. Niemand ist vergessen!

Fotos:

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Barrio Antifascista auf der Fiesta de Solidaridad

Sa. 29.07.2023 | 14 -22 Uhr
Parkaue Lichtenberg, Nähe S+U Bhf. Frankfurter Allee

Berliner Antifa-Gruppen, das Zielona Góra und die Rote Hilfe sind gemeinsam mit mehreren Soli- und Infoständen auf der traditionellen Kuba-Solidaritäts-Fiesta.

Neben den Fiesta-Soli-Ständen des Stadtteilladen Zielona Góra mit Kuchen, Rum-Verkostung und der beliebten Chili con Soja, werden unsere Antifa-Stände mit Merch, Infos und mehr für die Solidarität mit verfolgten Antifas eintreten:

▪️ Für die Repressionsbetroffenen des Antifa-Ost-Verfahrens
▪️ Für die von Repression betroffenen Antifas von Budapest

Es gibt einen Siebdruck-Stand mit Soli-Shirts und ab 15:30 eine Antifa-Info-Veranstaltung mit Inputs zur aktuellen Repression gegen Antifaschist*innen im Infozelt (Kleine Bühne).

Die Soli-Aktion für die von Repression betroffenen Antifas wird von Rote Hilfe e.V. OG Berlin unterstützt.

Bands auf der Fiesta:

Gipsy Mafia (Roma Rap)
Probably Nancy (Clit-Rock)
Kai Degenhardt (Folk)
FRAC (HipHop Cádiz)
The Klaxon (Ska Colombia)
Mayito Rivera (Rumba Cubana)

danach: Solitresen im Zielona Gora

Komplettes Programm auf der Seite von Cuba Si

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Gedenken an Beate Fischer

Gedenkkundgebung:
So, 23.07.2023 | 15 Uhr | U-Bhf. Residenzstraße, Berlin-Reinickendorf

Info-Veranstaltung zu den Hintergründen der Tat:
Di, 18.07.2023 | 19 Uhr | Café Cralle (Hochstädter Straße 10A, Berlin-Wedding)
[Sharepic]

Am 23. Juli 1994 ereignete sich in der Emmentaler Straße 97, in Berlin-Reinickendorf, ein Femizid. Beate Fischer wurde von drei jungen Faschisten auf brutalste Weise nach stundenlanger Vergewaltigung und Folter ermordet. Die zu diesem Zeitpunkt 32 Jahre alte Beate Fischer kam aus Weißensee und hinterließ zwei Kinder.

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Filmvorführung: »Brucia ancora dentro«

Zwanzig Jahre nach der Schwarzen Nacht in Mailand, mit Dax in unseren Herzen
Vent’anni dalla Notte Nera di Milano, con Dax nel cuore
Twenty years after Milan’s black night, with Dax in our hearts

Dokumentarfilm über Davide »Dax« Cesare, der am 16. März 2003 von Nazis ermordet wurde.
Film documentario su Davide »Dax« Cesare, assassinato dai nazisti il 16 marzo 2003.
Film documentary about Davide »Dax« Cesare, who was murdered by Nazis on March 16, 2003.

23.7.2023 | Berlin

Uhrzeit / Ora / Time:
open doors: 19.30 / podium: 20.00 / start: 21.45

Location / Luogo:
Mensch Meier (Garten) Storkower Str. 121, 10407 Berlin

Anreise / Arrivo / Arrival:
S-Bhf. Storkower Str. (S 41, S42, S8, S85)

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Remember Stonewall

Remember Stonewall
Fight back!
against anti-queer oppression, racism and capitalism

– Veranstaltungsreihe –

 

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Kundgebung: Keine Show für Täter – you will not silence us!

Kundgebung gegen sexualisierte Gewalt im Showbusiness und patriarchale Strukturen in der Justiz

Freitag, 30.06.23 | 17 Uhr | Tamara-Danz-Str. 11, Berlin (bei der Mercedes-Benz Arena)

Die Cancel Culture schlägt wieder zu! Ihr Ziel: Personen von der Gesellschaft auszuschließen und mundtot zu machen. Doch bei den Gecancelten handelt es sich nicht etwa um die Täter, sondern um die Betroffenen sexualisierter Gewalt.

Anstatt Tätern jene Macht zu entziehen, die ihre Übergriffe begünstigten oder gar erst möglich gemacht haben, wird ihnen weiterhin eine Bühne gegeben. Auf dieser können sie ihre Rape-Witze reißen, sexistische Kommentare droppen oder die Vergewaltigungsfantasien ihres lyrischen Ichs zum Besten geben. Sie machen weiter wie gehabt und können den kurzen öffentlichen Tumult um ihre Person als lästige Episode abhaken. Unterstützt in dieser Selbstdarstellung werden die Täter dabei von Gesellschaft und Medien. Es kommt nicht etwa zu einem öffentlichen Druck, der den Tätern die Bühne für weitere Taten entzieht und sie dazu drängt sich mit ihren Taten und ihren toxischen / übergriffigen Verhaltensweisen auseinanderzusetzen. Ganz im Gegenteil erhalten sie in seitenlangen Interviews die Möglichkeit, sich in ihrem Selbstmitleid zu suhlen, zu schwören, sich nicht erklären zu können, woher die ganzen Anschuldigungen plötzlich kommen und Betroffene lächerlich und unglaubwürdig erscheinen zu lassen. So betreiben sie systematisch öffentliche Täter-Opfer Umkehr.
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Gemeinsam gegen die Festung Europa!

Die geplante Asylrechtsverschärfung verhindern!

Am 09.06. haben die Innenminister:innen der EU-Mitgliedstaaten sich auf eine weitere EU-weite Verschärfung des Asylrechtes geeinigt. Der endgültige Inhalt des Abkommens steht noch aus, die Eckpunkte wurden jedoch bereits veröffentlicht. Im nächsten Schritt wird das Gesetz im EU-Parlament besprochen, im Februar 2024 ist der Abschluss des Verfahrens geplant. Die Festung Europa rüstet weiter auf und schottet sich ab gegenüber den Menschen, die aufgrund von Verfolgung, Krieg, Armut oder inhumanen Lebensbedingungen aus ihren Herkunftsländern fliehen müssen. An den Fluchtursachen dieser Menschen sind die EU-Mitgliedsstaaten häufig beteiligt: durch (neo)koloniale Ausbeutung, Waffenlieferungen, aktive Kriegsbeteiligung, Unterstützung autoritärer Regime, der Anheizung des Klimawandels durch den hohen CO2-Ausstoß europäischer Großkonzerne etc. Die Liste ist lang.

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Antifa-Tresen Nord-Ost: Transfeindlichkeit und die (extreme) Rechte

Antifatresen & Vortrag:
Organisation: North East Antifa
mit Analysen gegen Rechts Potsdam (agr_pdm)

Sa. 17.06. | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A)
19:30 Uhr: Open doors | 20 – 21 Uhr: Vortrag | Tresen: all the time

Weltweit konnte die LGBTQI-Bewegung in den letzten Jahrzehnten enorme Gewinne an gesellschaftlicher Akzeptanz und Abbau von staatlicher Diskriminierung erzielen. Der rechte Backlash fällt in vielen Ländern extrem heftig aus. Während in den USA, UK, Russland und Osteuropa der Kampf gegen trans* Personen seit einigen Jahren erbittert geführt wird, scheint das Thema auch in Deutschlands politischer Rechten angekommen zu sein.

Antigenderismus gehört seit geraumer Zeit und Queerfeindlichkeit seit jeher zum festen Bestandteil des rechten Kanons – Transfeindlichkeit jedoch ist eine neue Spielart. Viele Akteur*innen der (extremen) Rechten im deutschsprachigen Raum haben begonnen sich dem Thema anzunehmen. Parallel zum aktuellen gesamtgesellschaftlichen Diskurs, hat es das Potential zu einem neuen Hot-Topic zu werden.

In dem Vortrag sollen die ideologischen Grundlagen beleuchtet werden, die die (extreme) Rechte zum Kampf gegen queere Menschen ausrichtet. Anhand von konkreten Beispielen aus Theorie und Praxis, analysieren wir Zusammenhänge und skizzieren das transfeindliche Narrativ von rechts.

CN: transfeindliche Gewalt, transfeindliche Sprache

Davor, 15 Uhr: Demo gegen rechte Kneipen und rassistische Gewalt im Prenzlauer Berg

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