Stadthistorischer Spaziergang: Hausbesetzungen in Friedrichshain

So. 27.11.2022 | 12 Uhr | U Samariterstraße (Ausgang Mainzer Str.)

Anlässlich des Gedenkens an Silvio Meier findet am 27.11. ein Kiezspaziergang durch Friedrichshain statt, in dem die Geschichte der Hausbesetzungen im Bezirk erzählt und die entsprechenden Orte begangen werden.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Silvio Meier-Gedenkens am 21.11. und der „Fight Back“-Antifa-Demo am 26.11. statt.

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Antifa-Demo: Fight Back!

Fight Back – Damals wie Heute: Antifa bleibt Handarbeit!

Antifa-Demo:
Sa. 26.11.2022 | 18:00 Uhr | U-Bahnhof Samariterstraße (Friedrichshain)

Weitere Termine:

Kundgebung vor Gericht (Neukölln-Komplex)
Mo. 14.11.2022 | 09:30 Uhr | Amtsgericht Tiergarten (Turmstraße 91 / Tiergarten)

Mahnwache 30 Jahre Mord an Silvio Meier
Mo. 21.11.2022 | 18:00 Uhr | Silvio-Meier-Straße (Friedrichshain)

Podiumsdiskussion: Antifa damals und heute?
Fr. 25.11.2022 | 18:00 Uhr | Schreina47 (Schreinerstraße 47 / Friedrichshain)

Website: fightbackberlin.noblogs.org
Kontakt: fightback-bln[at]riseup.net

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Aufruf:

Fight Back – Damals wie Heute: Antifa bleibt Handarbeit!

Vor dreißig Jahren wurde Silvio Meier von einem Neonazi an der U Samariterstraße ermordet, weil er nicht tolerieren wollte, dass sich Neonazis durch Berliner Straßen bewegen. Und vor knapp zwei Jahren wurde Lina verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft, weil sie ebenfalls gegen faschistische Strukturen aktiv wurde. Parallel erstarken Neonazis, Faschist_innen und andere Rechte überall in Deutschland: in Mecklenburg-Vorpommern, wo eine Geflüchtetenunterkunft in Brand gesetzt wurde, in Thüringen, wo Brandsätze und Hakenkreuze an und um Unterkünfte auftauchen und eben auch im angeblich ach so weltoffenem Berlin, in dem es 2021 laut Berliner Register 4.841 rechte Vorfälle gab.

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Podium: Antifa damals und heute

Fr. 25.11.2022
18:00 Uhr | Schreina 47 | Schreiner Straße 47 (Friedrichshain)

Organisation: Schreina-Kollektiv

Ein Generationenaustausch zwischen Antifaschist*innen die in den 90er und 00er Jahren in Ostberlin, u. a. in Friedrichshain aktiv waren und Aktivist*innen der heutigen antifaschistischen Jugendbewegung.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Silvio Meier-Gedenkens am 21.11. und der „Fight Back“-Antifa-Demo am 26.11. statt.

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Berlin fährt zum Mölln-Gedenken

Busanreise zum 30. Jahrestag des rassistischen Anschlags in Mölln

Organisation: Niemand ist vergessen

Am 23. November 1992 starben die zehnjährige Yeliz Arslan, die 14-jährige Ayşe Yılmaz und die 51 Jahre alte Bahide Arslan bei einem Brandanschlag von Neonazis in Mölln.
Seit vielen Jahren führt die Familie Arslan ein selbstorganisiertes Gedenken in Mölln durch. Dies ist eine Reaktion darauf, dass die Stadt Mölln die Familie schon lange nicht mehr in die Planungen des städtischen Gedenkens einbezieht. Wir werden darum nach Mölln fahren, um die Angehörigen der Ermordeten und die Überlebenden an diesem schweren Tag mit ihrer Trauer nicht allein zu lassen und an ihrer Seite zu stehen.

Wir möchten euch bitten, dass ihr die Busanreise in euren Gruppen und Freundeskreisen thematisiert. Fahrt mit uns nach Mölln und ermutigt auch andere mitzufahren.

Busanreise:
Mi. 23.11.2022 | 10:30  Uhr | Ostbahnhof
Abfahrt: Busparkplätze an der Koppenstraße | Das Gedenken beginnt um 14:30 Uhr und geht bis 18:30 Uhr. Um 19:00 Uhr gibt es eine kritische Teilnahme der Familie am städtischen Gedenken.

Bustickets:
– kosten 10 – 15 €
– und sind in diesen Buchläden erhältlich:
️OH 21 | Oranienstr. 21 (Kreuzberg)
️Zur Schwankenden Weltkugel | Kastanienallee 85 (P-Berg)

Corona is not over
Wir bitten euch, während der Fahrt eine FFP2-Maske zu tragen.

Die Busanreise zum Gedenken in Mölln findet im Rahmen des Silvio Meier-Gedenkens am 21.11. und der „Fight Back“-Antifa-Demo am 26.11. statt.

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Mahnwache: Niemand ist vergessen! In Gedenken an Silvio Meier

21.11.2022 | 18:00 Uhr | U-Bhf-Samariterstr./Silvio Meier-Str.

Organisation: AG Silvio Meier-Gedenken

Silvio Meier hat sich in linken, selbstorganisierten Bewegungen in den späten 1980ern und frühen 90er Jahren engagiert. Er war Teil der linken DDR-Opposition und hat die Umweltbibliothek mitgegründet, das Element of Crime-Konzert 1987 in der Zionskirche mitorganisiert und war Teil der Ostberliner Hausbesetzer*innenbewegung.

Bereits beim »Element of Crime«-Konzert war er mit einem Angriff von Neonazis konfrontiert. Angesichts des erstarkenden Rassismus und Neofaschismus im sogenannten wiedervereinigten Deutschland stellte er sich Neonazis aktiv entgegen. Sein Eintritt gegen diese zunehmende Rechtsentwicklung kostet ihn am 21. November 1992 sein Leben.

Am Abend des 21.11.1992 war Silvio Meier mit drei Freund*innen auf dem Weg zu einer Party. Auf dem U-Bahnhof Samariterstraße trafen sie auf eine Gruppe junger Neonazis, von denen eninige rechte Aufnäher trugen. Silvio Meier und seine Freund*innen stellten sie zur Rede und rissen einem der Faschos den Aufnäher von der Jacke. Durch den Streit hatten sie die letzte U-Bahn verpasst und wollten den Bahnhof wieder verlassen. Auf der Mittelebene warteten die Neonazis und stachen auf Silvio und seine Freund*innen ein. Silvio starb kurze Zeit später. Bereits am Tag nach der Tat richteten seine Freund*innen eine Mahnwache am U-Bahnhof Samariter Straße ein. Seit mehr als zehn Jahren erinnert auch eine Straße an Silvio Meier und ein Preis für Zivilcourage trägt seinen Namen. Seit Silvios Tod erinnert im U-Bahnhof eine Gedenktafel an ihn. Sie musste immer wieder gegen die Schändung von Nazis oder Demontagen durch die BVG verteidigt werden. Die Tafel gibt es heute noch und sie erinnert an Silvio – so wie die Mahnwache, die jedes Jahr an seinem Todestag dort stattfindet.

Als Vorbereitungskreis des Mahnwache rufen wir zur antifaschistischen »Fight Back«-Demo auf. Diese beginnt am 26.11.2022, um 18 Uhr am U-Bhf Samariterstraße. Sie geht nach Lichtenberg und richtet sich gegen die dortigen Locations und Rückzugsorte der militanten Naziszene.

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Trans Day of remembrance – Niemand ist vergessen!

Aufruf zur Kundgebung: Internationaler Tag zur Erinnerung an die Opfer von Transfeindlichkeit
Kundgebung
20.11 15:00 Uhr
vor dem Unfallkrankenhaus Berlin
Warener Straße 1, 12683 Berlin

Gemeinsame Anreise:
14:20
U Bahnhof Frankfurter Allee
(Treffpunkt: am Gleis)

327 ermordete trans Menschen wurden zwischen dem 1. Oktober 2021 und dem 30. September 2022 vom Trans Murder Monitoring registriert. Über 95% der ermordeten Menschen waren trans Frauen oder transfeminine Menschen, von der Hälfte wird gewusst, dass sie als Sexarbeiter:innen arbeitete bzw. arbeiten mussten. 65% wurden rassifiziert, 36% der Ermordeten innerhalb der EU waren Migrant:innen. Da die Daten aus Medienberichten gewonnen werden und diese häufig das gesellschaftlich normative Geschlecht angeben oder schlicht nicht bekannt ist, dass die Person trans war, dürfte die Zahl der Ermordeten noch deutlich höher liegen.

Jeder einzelne dieser Menschen ist einer zu viel. Die Zahlen spiegeln auch die hohe Misogynie, den Rassismus, Hass auf Migrant:innen und die überdurchschnittlich häufig prekären Lebensbedingungen von trans Menschen wider, die durch die institutionalisierte und gesellschaftliche Diskriminierung in unsichere und gewaltvolle Arbeitsverhältnisse gedrängt werden, um ihren Lebensunterhalt irgendwie sichern zu können.

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Antifa-Tresen und Podium: Remembering Ivan and Carlos

Podium zu rechten Morden und der Antifa-Bewegung in Spanien und Russland

Sa. 19.11.2022
18:00 Uhr: Podium | 20:30 Uhr: Barabend
Bandito Rosso | Lottumstraße 10A (Prenzlauer Berg)

Referent*innen: Antifas aus Madrid und Moskau
Organisation: North East Antifa (NEA)

Mitte der 00er Jahre wurden in mehreren Ländern, in sehr kurzer Zeit hintereinander, Antifaschist*innen von Nazis ermordet. Dies sorgte international dafür, dass das Gedenken an diese Genoss*innen seit dem in einen Zusammenhang gestellt wird. Ihre Gesichter finden sich nebeneinander auf Bannern und Graffitis – um ihrer zu erinnern aber auch um Solidarität mit Antifas in anderen Ländern zu zeigen. Ivan Khuturoskoy und Carlos Palomino sind zwei dieser jungen Antifaschisten, die auf Grund ihrer klaren und praktischen Haltung gegenüber Faschisten in dieser Zeit starben. Ivan 2009 – ermordet in Moskau durch einen Auftragskiller und Carlos 2007 – erstochen in Madrid, als er auf dem Weg zu Protesten gegen einen Faschoaufmarsch einen faschistischen Milizionär auf sein rechtes Shirt ansprach.

Nach diesen Morden veränderte dies die Bewegung in den jeweiligen Ländern. Vormals mehr subukturell geprägte, linke Kreise begannen sich zu organisieren, Strukturen aufzubauen und viele jüngere Menschen stießen zur Bewegung hinzu, die dem Treiben der Faschos nicht länger zusehen wollten. Auch wenn es Parallelen geben mag, so sind die Bedingungen unter denen Antifaschist*innen im Spanischen Staat oder in Russland arbeiten völlig unterschiedlich.

Während sich im Spanischen Staat eine Antifa-Bewegung festigen und Repressionsschlägen zum Trotz regenerieren konnte, hat sich die Situation in Russland für die antiautoritäre Bewegungen in den letzten fünfzehn Jahren hingegen massiv verschlechtert. Das Putin-Regime hat nahezu alle handlungsfähigen Strukturen zerschlagen oder ins Exil getrieben. Im spanischen Staat haben die Genoss*innen hingegen mit einem Weiterleben des Franquismus in nahezu allen gesellschaftlichen Institutionen zu kämpfen. Insondere in den Sicherheitsbehörden und der Justiz. So etwas wie annähernd wertneutrale oder
»faire« Prozesse gegen Linke gibt es de facto nicht.

Seit Mitte der 00er Jahre ist viel passiert. Wir wollen darum mit Genoss*innen der Antifa aus Madrid und Moskau über die Morde in dieser Zeit und die Entwicklung der Antifa-Bewegung reden, ebenso über die politische Rechte, die Rolle des Sttates und die lokalen gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Silvio Meier-Gedenkens am 21.11. und der „Fight Back“-Antifa-Demo am 26.11. statt.

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Film & Gedenkbild: »Sad But True – In Erinnerung an unseren Freund Ivan«

Mi. 16.11.2022
19:00 Uhr: Gemeinsames Foto vor Gedenkgraffiti
20:00: Filmstart
den ganzen Abend: Punkrocktresen
Bunte Kuh | Bernkastelerstr. 78 (Weißsee)

Zu Gast: eine russische Genossin aus Ivan Khuturoskoys ehemaligem Umfeld

Specials: Solibowle und linke Punkmusik aus Russland

Organisation: Punk-Tresen der Bunten Kuh

Am 16.11. 2009 wurde Ivan »Vanya« Khutorskoy im Treppenhaus zu seiner Wohnung von einem Neonazi erschossen. Als »Bonecrusher« war er in der Moskauer Antifa-Szene bekannt und schützt in seiner Rolle als antifaschistischer Security, Punk- und Hardcore-Shows vor Naziangriffen.

Der Film ist ein Porträt einiger Freunde über Ivan selbst und ein Bericht über seine Ermordung. Er erzählt jedoch nicht nur über den Verlust eines Freundes und Genossen, sondern gibt auch einen Einblick in die Situation des Moskauer Punk-Untergrunds der 2000er-Jahre und die Bedingungen, unter denen die antifaschistische Bewegung in Russland in dieser Zeit agierte.

»Sad But True« zeigt dies durch das Prisma der traurigen Geschichte eines Einzelnen, die für das Schicksal von Vielen steht, die ihren Einsatz für die Bewegung mit dem Leben bezahlen mussten. Doch Ivans Geschichte steht auch für alle, die trotz dieser Bedrohung an ihre Ideale und Ziele glauben und eine neue Szene aufgebaut haben. So ist Sad But True sowohl ein Film über den Kampf für den Antifaschismus unter lebensbedrohlichen Umständen, als auch über die Entstehung einer wehrhaften, politischen und positiven Punk-Subkultur in Russland.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Silvio Meier-Gedenkens am 21.11. und der „Fight Back“-Antifa-Demo am 26.11. statt.

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Film: Mölln 1992 – »Der Zweite Anschlag«

Mo. 14.11.2022
19:30 Uhr | BAIZ | Schönhauser Allee 26A (Prenzlauer Berg)

Organisation: Niemand ist vergessen

Mölln 1992 – »Der Zweite Anschlag«
Rassistische Gewalt in Deutschland. Eine Anklage der Betroffenen.
Dokumentarfilm | Deutschland, 2018 | 62min. | Regie: Mala Reinhardt
Sprache: Deutsch und Türkisch mit englischen Untertiteln

»Der zweite Anschlag« erinnert an rassistische Gewalt in Deutschland seit den 1980er Jahren aus einer bislang vernachlässigten Perspektive: Jener der Verwandten, Betroffenen und Überlebenden. Für sie kommt das Nicht-Gehört-Werden von Seiten der Gesellschaft und der Behörden nach dem eigentlichen Gewaltakt einem „zweiten Anschlag“ gleich. Der Film zeigt ihre Bewältigungsstrategien, die gegenseitige Solidarität und Unterstützung und ihren Widerstand gegen das Vergessen.

Das Haus von Ibrahim Arslans Familie wurde 1992 durch einen rassistischen Brandanschlag zerstört – seine Großmutter, Mutter und Schwester starben dabei. Um nicht in einer Asylunterkunft zu landen, bezog der restliche Teil der Familie das Haus nach dessen Sanierung neu. Für Ibrahim Arslan bedeutet das, täglich an den Verlust seiner Lieben erinnern zu werden. Nun erinnert zwar eine Plakette an der Hauswand an den Anschlag, aber zu den offiziellen Gedenkveranstaltungen wird er, der inzwischen in Schulen als Zeitzeuge spricht, nach wie vor nicht eingeladen.
Dieselbe bittere Erkenntnis zog die in den 1980ern als Vertragsarbeiterin in die DDR eingewanderte Vietnamesin Mai Phương Kollath nach dem Brandanschlag auf die Unterkunft ihrer vietnamesischen Kolleg*innen 1992 in Rostock-Lichtenhagen. Um die Verstorbenen wie auch ihre eigenen Erlebnisse nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, erhebt sie ihre Stimme und spielt Theater am Maxim-Gorki Theater in Berlin: »Ich will den Leuten da draußen sagen, was es mit mir macht. Und ich lass mich nicht fertig machen.«
Vor neutralem Hintergrund kommen die Betroffenen in Mala Reinhardts Dokumentarfilm zu Wort. Sie alle eint die Wut über die unzureichende Aufklärung der rassistisch motivierten Angriffe, die versagende politische Unterstützung und das Bedürfnis, das Trauma auf eine bestimmte Art und Weise zu verarbeiten und hörbar zu machen. Viele der Interviewten engagieren sich in der selbstorganisierten Initiative »NSU-Komplex auflösen«, die organische Anklage gegen die Täter erheben will, an einer würdigen Erinnerungskultur arbeitet und für eine Sichtbarmachung von einheitlichem Rassismus auftritt. Auf das der zweite Anschlag endlich aufhört.

Es wird am Jahrestag des Mölln-Anschlages eine Busanreise zum Gedenken in Mölln geben. Der Bus fährt am 23.11. um 9:00 Uhr vom Ostkreuz. Tickets gibt es für 10 Euro in den Buchläden OH21 und Schwankende Weltkugel.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Silvio Meier-Gedenkens am 21.11. und der „Fight Back“-Antifa-Demo am 26.11. statt.

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Den rechten Terror in Neukölln stoppen! – Fight back!

Kundgebung

Mo. 14.11.2022
8.30 Uhr | Amtsgericht Tiergarten 1, Wilsnackerstr. 4

Organisation: antifaschistische Gruppen

Seit Ende August läuft der Prozess gegen Sebastian Thom und Thilo Paulenz, die Haupttäter der rechten Neuköllner Anschlagsserie.

Dass Nazis über zehn Jahre Hauswände von Menschen besprühen, deren Autos anzünden, ihre Läden einwerfen und ihre Familien einschüchtern konnten, war kein Zufall. Die Ermittlungsbehörden haben nicht nur weggesehen, sondern die Angriffe politisch gedeckt. Involviert war und ist ein Netzwerk aus Richtern, Ermittlern und Beamten aus der Abteilung »Politisch motivierte Straftaten« (PMS), die den Neuköllner Nazis wissentlich freie Hand ließen. Warum? Weil die Nazis das taten und tun, was ihren eigenen autoritären und rechten Vorstellungen entspricht.

Dass es überhaupt zu einem Prozess kommt – nach über 10 verdammten Jahren – ist nur dem Druck der Betroffenen und den antifaschistischen und antirassistischen Bewegungen in Berlin zu verdanken.

Am 14.11. findet der nächste Prozesstermin im laufenden Gerichtsverfahren statt.

An diesem Tag ist der Neuköllner Neonazi Maurice Pollei (ex NPD-Schutzzone) als Zeuge geladen, um gegen die Haupttäter auszusagen. Pollei hatte im Juli vergangenen Jahres einen Mann rassistisch beleidigt und ihm mit eine Cuttermesser in den Hals gestochen. In diesen Prozess gab er sich selbst als reumütigen. Er, der er SS-Tattoo und Totenkopf-Ring trägt und Hitler verehrt versuchte seine tiefe Verbundenheit zur NS-Ideologie herunterzuspielen. Sein Verhalten sei auf sein schweres Leben und Drogen zurück zu führen. Über die verbotene Naziterrgruppe »Combat 18«, mit deren Shirtaufdruck er öffentlich auf Demos auftrat, sagte er, dass er dachte, dass es sich bei »Combat 18« um ein Metallband handle.
Sein Anwalt ist niemand geringeres als der bekennende Nationalsozilist Wolfram Nahrath. Aus diesem Grund ist am 14. November mit vielen Nazis im Gerichtssaal zu rechnen.

Wir werden darum gerade an diesem Tag vor und im Gericht Präsenz zeigen um die Betroffenen der Anschläge zu unterstützen.

Die Busanreise zum Gedenken in Mölln findet im Rahmen des Silvio Meier-Gedenkens am 21.11. und der „Fight Back“-Antifa-Demo am 26.11. statt.

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