Am 16.12.2014 marschierten am frühen Abend rund 120 Rassist*innen durch Hohenschönhausen, das angrenzende Dorf Falkenberg und Ahrensfelde. Der von Berliner NPD-Strukturen angemeldete Aufmarsch richtete sich gegen die geplante Unterbringung von Flüchtlingen in einem sogenannten Container-Dorf in Falkenberg. Geschützt wurden die Nazis von einem massiven Bullenaufgebot aus Berlin und Rheinland-Pfalz, welches eine entschlossene antifaschistische Gegenwehr deutlich erschwerte. Dennoch stellten sich rund 250 Menschen den Nazis entgegen. Es gab fünf angemeldete Kundgebungen entlang der Route und mit mehreren Blockaden wurde versucht, der Aufmarsch zu behindern. Allerdings gingen die Bullen mit äußerster Gewalt gegen diese vor. Auch wenn so ein erstes Zeichen des Protests in Hohenschönhausen gesetzt werden konnte, können wir nicht zufrieden sein. Es hätte mehr Menschen auf der Straße gebraucht, um das Konzept der Bullen ins Wanken zu bringen und die Nazis zu vertreiben.
16. Dez.: 120 Rassist*innen marschieren in Hohenschönhausen
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Frauen-JVA Pankow: Mobbing gegen Gülaferit Ünsal
Die Bundestagsabgeordnete der Linken Ulla Jelpke hat Regierungsdirektor Matthias Blümel in einem Schreiben aufgefordert, den Mobbingvorwürfen nachzugehen, die die revolutionäre Gefangene Gülaferit Ünsal gegen Mithäftlinge und JVA-Bedinstete erhoben hat. Hier der Brief im Wortlaut:
Vorwürfe von Mobbing gegen Gefangene Gülaferit Ünsal (JVA für Frauen – Standort Pankow)
Sehr geehrter Herr Blümel,
von verschiedener Seite wurde ich darüber informiert, dass die in der JVA für Frauen in Berlin, Standort Pankow inhaftierte Strafgefangene Gülaferit Ünsal von Mitgefangenen sowohl auf ihrer Station als auch im Arbeitsbetrieb gemobbt und drangsaliert würde. Auch JVA-Bedienstete haben sich demnach an diesem Spießrutenlauf gegen Frau Ünsal beteiligt oder zumindest weggeschaut, wenn unter ihren Augen derartige Vorfälle stattfanden.
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28. Dezember: 3. Jahrestag des Massakers von Roboski an 34 kurdischen Zivilist*innen
28. Dezember: 3. Jahrestag des Massakers von Roboski an 34 kurdischen Zivilist*innen
Am 28. Dezember 2011 wurden zwischen 21:30 und 22:27 Uhr 34 kurdische Zivilist*innen im Alter von 12 bis 25 Jahren nahe dem Dorf Roboski (türkisch: Ortasu) im Kreis Uludere, durch ein Bombardement türkischer F 16 Kampfflugzeugen ermordet.
In der Veranstaltungsreihe „Es lebe die Freiheit!“ von August bis Dezember diesen Jahres, hatten wir mit den Genoss*innen von „Hände weg vom Wedding“ bereits über diesen Fall informiert.
Mehr zu den Verschleierung, der vermeintlichen Aufklärung und eine Bewertung in einem Text von YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan:
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Junge Welt: »Kompromisslose Haltung«
Nach der Selbstauflösung namhafter Gruppen fordern Göttinger Aktivisten dazu auf, den »Gesamtansatz der Antifa« weiterzudenken
Seit mehreren Monaten debattieren antifaschistische Gruppen in der Bundesrepublik über den Stand und die Zukunft ihrer Bewegung und über neue Strategien. Ein Kongress unter dem Motto »Antifa in der Krise« im April 2014 konnte wohl keine befriedigenden Antworten liefern. Drei bedeutende Antifagruppen aus dem autonomen Spektrum haben sich seither aufgelöst: die Autonome Antifa f aus Frankfurt am Main im Juli, die Antifaschistische Linke Berlin (ALB) einen Monat später und die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin im Oktober. Die Mehrheit der Aktiven aus den drei Zusammenschlüssen hat ihre politische Tätigkeit allerdings nicht eingestellt. Die Frankfurter Antifaschisten firmieren seither unter dem Namen »Kritik und Praxis«, während Aktive aus den beiden Berliner Gruppen sich bundesweiten Bündnissen angeschlossen haben.
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Antifaschistische Linke International [ALI]: Antifa heißt: Weitermachen!
Unsere Genoss*innen von Antifaschistische Linke International [ALI] Göttingen haben einen sehr lesenwerte Text zur Notwendigkeit der Kontinuität des Labels ‚Antifa‘ veröffentlicht. Inhaltlich knüpft dieser an unserem Aufruf zum Antifa-Block auf der LL-Demo 2015 an und wir möchten hiermit zur Verbreitung und zur weiteren Debatte beitragen.
Antifa heißt: Weitermachen!
Von der Notwendigkeit des Antifa-Ansatzes
[Download] des Textes als PDF-Datei
2014 feierte unsere Gruppe ihr 10-jähriges Bestehen mit der Perspektive, kämpferische Politik auch in den nächsten Jahren mit unserem politischen Ansatz und damit auch unter unserem Gruppennamen weiterzuführen. Dies ist innerhalb der gelgenwärtigen Entwicklungen im bundesdeutschen Antifaspektrum keine Selbstverständlichkeit. In diesem Jahr haben sich mehrere Antifagruppen aufgelöst. Von der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], über die Antifa [f] (Frankfurt), die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (arab) hin zur Antifaschistischen Linken Berlin (ALB). Die vielen Auflösungen von Antifagruppen in diesem Jahr sehen wir nicht als einen zufälligen Prozess an, sondern haben den Eindruck dass er unter anderem für eine verbreitete Ratlosigkeit über den Antifa-Ansatz steht. Mit diesem Text wollen wir ein klares und bewusstes Statement für den Antifaschismus als Hauptansatzpunkt linksradikaler Politik leisten.
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[Network]: Kampf der kapitalistischen Repressionsmaschinerie – Solidarität mit Gülaferit Ünsal!
Alle Artikel zum Thema: Gülaferit Ünsal in der JVA für Frauen Pankow
Weitere Artikel (extern): [Indymedia]: Berlin-Lichtenberg – Ballons für Gülaferit
Kampf der kapitalistischen Repressionsmaschinerie – Solidarität mit Gülaferit Ünsal!
10.12.2014
Gülaferit Ünsal befindet sich seit 2011 in Berliner Knästen, insgesamt mehr als drei Jahren in Isolationshaft. Sie wurde im Zusammenhang europaweiter Kooperation der Repressionsorgane von Griechenland nach Deutschland ausgeliefert, nachdem sie sich dort schon mehrere Monate im Knast befunden hatte. Im Mai 2013 wurde sie zu 6,5 Jahren Haft verurteilt, unter dem Vorwurf der Unterstützung und Mitgliedschaft in der linken, revolutionären türkischen Partei DHKP-C.
Nachdem die Klassenjustiz im September diesen Jahres ihre Revision abgelehnt hat, wurde sie in das Gefängnis für Frauen in Berlin-Pankow verlegt. Nun ist zwar ihre Isolation offiziell aufgehoben, doch ist sie weiterhin Druck und Gewalt ausgesetzt. Durch Besuche und Briefe ist bekannt geworden, dass sie massiv von mitgefangenen Frauen, auch unter Aufsicht und Toleranz der Schließer, gemobbt wird.
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Spendenübergabe nach Soli-Abend im SO36
Am Donnerstag, den 04.12.2014 fand im Berliner SO36 ein großer Soli-Abend für Kobanê statt, welcher von der „Berliner Initiative für Kobanê“ organisiert wurde. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und die gesammelten Spenden wurden bereits übergeben. Die Veranstaltung wurde auch durch die North East Antifascists [NEA] & Hände weg vom Wedding unterstützt. Im folgenden dokumentieren wir einen kruzen Bericht und Artikel zur Spendenübergabe:
Von der Spendenübergabe stand am 17. Dezember 2014 eine kurze Zusammenfassung des Berichts des Journalisten Hidir Ates in der kurdischen Tageszeitung Yeni Özgür Politika.
http://www.yeniozgurpolitika.org/index.php?rupel=nuce&id=37284
Hier die Übersetzung seines Berichts:
<<Berliner Initiative für Kobane hat die Erlöse des Soli-Abends am 4. Dezember dem Hilfeausschuss für Kobane in Berlin abgegeben. Im kurdischen Zentrum in Berlin haben die Aktivist_innen M., Z., R. und D. von der Berliner Initiative für Kobane die 1,761,11 € an Ali S. vom Hilfeausschuss für Kobane ausgeliefert. Ali S. bedankte sich bei den Aktivist_innen von der Berliner Initiative für Kobane und bei den beteiligten Künstler_innen an dem Soli-Abend und sagte „das Widerstandssymbol Kobane verdient jegliche Solidarität. Die Hilfe an Kobane ist eine Hilfe an Menschlichkeit“. Die Aktivist_innen von der Berliner Initiative für Kobane teilten mit, dass sie weitere zu erwartende Hilfsbeträge noch zu kommenden lassen werden.>>
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Redebeitrag der [NEA] zum Rassistischen Mord in Limburg: „Es wird mal wieder deutsch in Kaltland“
Dieser Redebeitrag wurde am 08.12.2014 auf der Antira-Demo in Berlin-MaHe verlesen. | Das Motiv war Rassismus
In der Nacht zum 23. Oktober 2014 wurde im hessischen Limburg ein aus Ruanda stammender Mann auf brutalste Weise von Nazis ermordet. Die Polizei will ein rassistisches Motiv zwar immer noch nicht endgültig bestätigen, klar ist aber, dass die drei Täter kurz vor der Tat beim Zeigen des Hitlergrußes fotografiert wurden.
Der 45-jährige Haupttäter, der sich in der Untersuchungshaft das Leben nahm, soll ursprünglich aus Nordosthessen stammen, sich aber regelmäßig in Limburg aufgehalten haben und der Polizei aufgrund von Gewaltdelikten schon länger bekannt sein.
Die zwei 23 und 43 Jahre alten Mittäter sitzen weiterhin in U-Haft.
In der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober haben die Männer das Opfer in der Gemeinschaftsküche ihrer Wohnungslosenunterkunft angegriffen und mit Schlägen und Tritten so hart attackiert, dass es an seinem eigenen Blut erstickte.
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Pankow-Buch: 70 Antifaschist*innen blockierten Anti-Asyldemonstration
Für Donnerstag, den 4. Dezember hatte eine rassistische Anwohner*innen-Initiative zu einem Aufzug aufgerufen, der sich gegen eine neu entstehende Flüchtlings-Containerunterkunft im Berliner Ortsteil Buch richtete. Der Aufmarsch sollte von Karow nach Buch führen.
Zur Blockade
Während sich die Aufmarsch-Teilnehmer*innen gegen 18.30 Uhr zusammen fanden, besetzten rund 70 Antifaschist*innen die Autobahnunterführung am Bucher Ortseingang (Karower Chaussee/Bucher Landstraße). Die Antifaschist*innen entrollten Banner mit der Aufschrift „Geflüchtete willkommen“ und „Rassismus tötet!“.
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Sa, 24.01.: Antifa-Demo im Prenzlauer Berg nach HoGeSa-Treffen
Nazis und Rassisten aufdecken! – Linke Freiräume verteidigen!
Gegen HoGeSa, Nazischläger und rechte Kneipen.
Antifa-Demo:
Sa, 24.01.2015 | 17:00 Uhr | S-Bahnhof Greifswalder Straße (Prenzlauer Berg)
Material: Webflyer | FB-Banner | Termin-Fyler
Am Samstag, den 17. Januar hatten Nazis aus dem Spektrum der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) zu einem „Kennlerntreffen” eingeladen. Die rund 50 Nazis konnten sich unter massivem Polizeischutz in der Kneipe „Stumpfe Ecke“ (Naugarder Straße 15) bis in die Morgenstunden ungestört treffen. Vieles spricht dafür, dass sich die Rechten bereits länger beim Kneipenbetreiber angemeldet hatten und dieser sehr wohl wußte um wen es sich da handelt. Dies verwundert nicht, fiel die Kundschaft des Lokals in der Vergangenheit schließlich öfter durch rechte Pöbeleien auf. Bedrohungen gegen Linke und Migrant*innen sind im Umfeld des Kneipenmilieus in Ost-Prenzlauer Berg und rund um den S-Bhf. Greifswalder Straße keine Seltenheit.
Der Kiez bietet eine vielfältige Erlebniswelt für Nazis und Stammtischrassist*innen, die sich seit der Eröffnung des des Thor Steinar-Ladens „Tönsberg“ auch bis nach Weißensee erstreckt. Gegen HoGeSa, rechte Kneipen und die wachsende rassistische Stimmung wollen wir zusammen auf die Straße gehen – nicht nur in Prenzlauer Berg.
Vormittags:
Fahrrad-Demo: Sa, 24.01.2015 | 12:00 Uhr | Prerower Platz (Hohenschönhausen)
Vortreffpunkt: Sa, 24.01.2015 | 11:00 Uhr | S-Bahnhof Landsberger Allee (Prenzlauer Berg)
Gegen rassistische Mobilmachung, für eine angemessene Unterbringung in Wohnungen, für eine solidarische Nachbarschaft! Infos unter: www.gemeinsam-gegen-rassismus.net
Aktuelles:
– HoGeSa kündigt sich als „Schutz“ für die Kneipe „Stumpfe Ecke“ an: Screenshot
Hintergründe:
– [Indymedia]: Recherche: Prenzlauer Berg – Keine Kneipe für Neonazis!
– PM: Antifa-Demo: HoGeSa, Bärgida und der rassistischen Anti-Asyl-Hetze entgegentreten!
– Foto- und Presse-Auswahl zum HoGeSa-Treffen im Prenzlauer Berg
– PM: 50 Nazis bei HoGeSa-Treffen in Prenzlauer Berg
– Update: HoGeSa-Treffen mit 70 Nazis in Prenzlauer Berger Kneipe / Kommt alle!
– HoGeSa-Treffen im Prenzlauer Berg am Samstag 17.01.2015
– Mitschnitt: Veranstaltung Was tun gegen HoGeSa?!
– Artikel in Neues Deutschland: Paradoxe Folgen des Widerstands
Vollständiger Aufruf:
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