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Ken Jebsen “Coronaleugner:innen und Faschos raus aus dem Kiez!”

Am Donnerstag den 4. Februar gehen wir auf die Straße um gegen Coronaleugner:innen und die Neue Rechte im Prenzlauer Berg und in Mitte zu demonstrieren. Dabei werden wir auch an der Adresse von KenFM vorbeigehen. Kopf hinter der Website, samt der ihr angegliederten Socialmediakanäle, ist Ken Jebsen. Verschwörungserzählungen und das Aufweichen der Politischen Grenzen zwischen links und rechts sind seine Agenda und sein mediales Geschäftsmodell.
“Coronaleugner:innen und Faschos raus aus dem Kiez!” 
Demo: Do. 04.02.2021 / 18.00 Uhr / U-Bhf. Senefelder Platz
Ken Jebsen
KenFM
(Ackerstraße 11)
Ken Jebsen (eigentlich Kayvan Soufi Siavash) behauptet, ein rechts und links gebe es nicht, seine klar antisemitischen Aussagen sprechen aber ganz andere Worte. 
Ein 2012 aufgenommener Audioclip von ihm aus belegt, wie er Jüd:innen als Drahtzieher der imperialen Politik der USA bezeichnet. Auch Hollywood werde von der proisraelischen Lobby kontrolliert bzw. von bekennenden Zionisten geführt, das Ziel sei Israel zuerst.
Neben seinen antisemitischen Aussagen hat er ein inkonsistentes Bild von Links und Rechts. Einerseits sieht er keine Unterschiede und allen Menschen würde ein 3. Weltkrieg gegen eine ausgedachte Machtelite bevorstehen, andererseits greift er linke Medien wie die Junge Welt oder Neues Deutschland an, behauptet, Gewaltandrohungen wären von dort an ihn, seine Tochter und eine:n Mitarbeiter:in verschickt worden.
Auch Jürgen Elsässer, Chefredakteur des neurechten Magazins Compact sieht den Feind links und spricht von Linksterroristennach dem im Dezember 2017 ca 50 Personen gewaltfrei vor seinem Haus/der Compact“-Redaktion protestierten. Bis 2014 unterstützte KenFM das Compact“-Magazin, bis dahin traten Elsässer und Jebsen auch gemeinsam auf den rechtsoffenen “Montagsmahnwachen für den Frieden” auf.
KenFM
Auf Jebsens Website KenFM werden neben seinen Podcasts auch Texte verschiedener Autoren veröffentlicht. Aktuell mit viel Bezug auf die Pandemiesituation.
Diese Texte tragen dann zum Teil Überschriften wie “Der Mundschutz ist das neue Hakenkreuz”.
Auf Ken FM wird zudem behauptet, Impfungen seien nach ein paar Monaten tödlich und die Corona-Pandemie ein Plan der Regierenden, Menschen gleichzuschalten. Auch Rainer Füllmich, Mitbegründer von der “Partei” “Team Freiheit” wurde zu einer Podcastfolge mit Jebsen eingeladen.
Ken Jebsen spricht von sich selbst als Mülltrenner und gibt an, zwischen wichtigen und unwichtigen Nachrichten zu sortieren. Auf KenFM finden sich rassistische, antisemitische oder verschwörungsideologische Texte. Gerhard Wisnewski , Autor beim rechtsesoterischen Kopp-Verlag behauptete auf KenFM die Flüchtlingskrise wäre im Interesse der Desorganisation Deutschlands bewusst herbeigeführt worden, mit massenhaft Migrantenkindern, die nicht lernbereit seien. Jebsen sieht das wohl unkritisch.
Um gegen Antisemitismusvorwürfe vorzugehen, werden Texte über erfundene Hetzkampagnen gegen Jebsen veröffentlicht. Rüdiger Lenz schreibt dabei in einem vermeintlich “ironischen” Textstellt den Juden Jebsen öffentlich an den Pranger, so wie damals, als Juden noch verfolgt werden durften.
Wir dürfen solchen antisemitischen und rassistischen Lügengeschichten keinen Raum lassen.
Neurechte dürfen keine Plattformen erhalten und müssen aus unserem Kiez verschwinden!
Der Kurzartikel ist eine Kooperation zwischen Aktivist*innen der Linksjugend [solid] Kreuzkölln und der NEA. Der Text ist Teil der Mobilisierung für die Demo gegen Coronaleugner: innen am 4. Februar in Prenzlauer Berg/Mitte.

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