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Laut und deutlich gegen den rechten Schweigemarsch!

Laut und deutlich gegen den rechten Schweigemarsch!

Fr. 20.11.2020
Antifaschistische Kiezdemo
18:00 Uhr, Mauerpark

So. 22.11.2020
Protest gegen den Aufmarsch
12:00 Uhr, ab S-Bhf. Bornholmer Str.

Unterstützer*innen des Aufrufes:
Antifa (7) Mitte, Antifaschistisches Kaffekränzchen (AKK), BAIZ, Berliner Bündnis gegen Rechts (BBgR), Berlin Leftist Youth (BLY), Bo Merkste Selba?! (DIE LINKE), Brunnenstr. 6/7, Interventionistische Linke Berlin, LAG Antifaschismus DIE LINKE, Linie 206, Leute am Teute e.V., Nationalismus ist keine Alternative (Offenes Treffen), M 29, North East Antifa (NEA), Öko Linke, Pankower Aktivistische Organisation (PAO), Solidarische Jugend Berlin (SJB), Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend Berlin (SDAJ)

You can find the English version of the appeal below.
Die englische Version des Aufrufes finden ihr weiter unten.

Material:

Kopiervorlagen: Flyer | Plakat 01Plakat 02 | Plakat 03 Plakat 04
Online-Banner: Instagram-Banner | Webbanner
Mobivideo: YouTube | Twitter | Instagram
Audio-Aufruf: Instagram | archive.org (streamen & downloaden)
(Spielt den Audio-Trailer von euren Bakonen, wenn der Aufmarsch vorbeizieht!)


german call / deutscher Aufruf

Coronaleugner*innen, radikale Impfgegner*innen und Verschwörungsgläubige demonstrieren seit Monaten Hand in Hand mit rechtsradikalen Gruppen und Parteien, organisierten Neonazis, Reichsbürgern und rechten Hooligans in ganz Deutschland. Sie geben sich dabei als „besorgte Bürger*innen“, Demokrat*innen, die um das Grundgesetz fürchten oder Eltern, die ihre Kinder vor dem „Maskenzwang“ schützen wollen. Hinter dieser Fassade verbreiten sie antisemitische Verschwörungsideologien, offenen Rassismus oder krude Träume von einer „Verfassungsgebenden Versammlung“ und einem neuen Deutschen Reich. Die Ausschreitungen in Leipzig zeigten genauso wie der sogenannte Sturm auf den Reichstag, wie und wo die von diesen Gruppen herbeigesehnte Revolution enden soll. Jedes Mal wieder stehen plötzlich keine besorgten Eltern mehr, sondern bekannte Neonazis in der ersten Reihe.

Diese Demonstrationen und Kundgebungen sind eine Mimikry, eine Inszenierung. Eine ganz besonders absurde Inszenierung dieser rechten Coronaleugner*innen stellt der sogenannte Schweigemarsch dar. Mit viel Abstand und Maske inszenieren sie sich hier als zum Schweigen gebrachte Opfer einer angeblichen Corona-Diktatur und protestieren gegen das Tragen von Masken und alle anderen Maßnahmen zum Infektionsschutz. Dieser Schweigemarsch fand am 10.10. das erste Mal auf dem Kurfürstendamm in Berlin statt. Die Anmelderin Andrea Feuer (Netzwerk Impfentscheid) meldete diesen als „Schweigemarsch gegen Rassismus“ an. Die Opferinszenierung, bei der die Coronaleugner*innen sonst oft mit Symbolen und Anspielungen den Holocaust verharmlosen, indem sie sich mit den verfolgten Jüdinnen und Juden zur Zeit der Naziherrschaft vergleichen, vergreift sich hierbei am Leid von Menschen, die von Rassismus betroffen sind. Andrea Feuer argumentiert, dass Maskenverweigerer in Deutschland „rassistisch“ diskriminiert würden.

Wozu die Teilnehmer*innen des rechtsoffenen Marsches aber tatsächlich schweigen, sind die Coronatoten und die Menschen, die auf Intensivstationen jeden Tag um ihr Leben kämpfen.Wozu sie tatsächlich schweigen, sind die Folgen ihres egoistischen und antisozialen Verhaltens für alle anderen Menschen. Sie schweigen zu den Gefahren für Risikogruppen und zu den verzweifelten Bitten von Ärzt*innen und Pflegepersonal, sich an Hygieneregeln zu halten. Sie schweigen zu den sozialen Kämpfen der Beschäftigten gegen die Folgen der Coronakrise. Vor allem aber schweigen sie zu den Rechten und Neonazis in den eigenen Reihen. Dieses Schweigen werden wir ihnen am 22.11. nicht durchgehen lassen!

Normalerweise suchen sich die Verschwörungsgläubigen und Coronaleugner*innen das Berliner Regierungsviertel oder ähnlich unbewohnte Orte für ihre Aufmärsche aus. Am 22.11. wollen sie nun aber durch den Prenzlauer Berg marschieren. Ihr Marsch startet um 12 Uhr an der Bornholmer Straße und führt dann über die Schönhauser Allee und die Greifswalder Straße. Ziel ist der Pariser Platz. Wir sagen: Diesmal haben sie sich den falschen Kiez ausgesucht! Prenzlauer Berg wird ihnen keine Kulisse für ihre Opferinszenierung bieten. Wir rufen dazu auf, den rechtsoffenen Schweigemarsch lautstark zu stören!

– Kommt am 20.11. zur antifaschistischen Kiezdemo, um die Nachbarschaft zu mobilisieren!

– Hängt am 22.11. Banner und Transparente aus euren Wohnungen!

– Nutzt unsere Kopiervorlagen für Flyer und Poster um den Kiez zu informieren!

– Kommt mit Töpfen, Pfannen und allem was Lärm macht an eure Fenster, Balkone oder raus auf die Straßen! Die rechte Opferinszenierung stören! Laut und entschlossen gegen den rechten Schweigemarsch im Prenzlauer Berg!

 

Fr. 20.11.2020
Antifaschistische Kiezdemo
18:00 Uhr, Mauerpark

So. 22.11.2020
Protest gegen den Aufmarsch
12:00 Uhr, ab S-Bhf. Bornholmer Str.


Bündnis gegen den rechten Schweigemarsch
Infos, Route und Material: www.antifa-nordost.org


englisch call / englischer Aufruf

Loud and clear against the right-wing Silent March!

For months now, Corona deniers, radical anti-vaccination protestors, and conspiracy theorists have been marching side by side with right-wing groups and parties, organized/coordinated neo-Nazis, members of the Reich Citizens (Reichsbürgern) movement and right-wing hooligans across Germany. They present themselves as “concerned citizens”, democrats worried about upholding the Consitution, parents who want to protect their children from “mask restrictions”. Behind this facade they spread anti-Semitic conspiracy theories, racist propaganda or raw dreams of a “constituent assembly” and a new German Reich. The riots in Leipzig, as well as the so-called storming of the Reichstag, have shown how the kind of revolution longed for by these groups is meant to end. And each time the concerned parents suddenly disappear, and the front lines are filled with well-known neo-Nazis.

 

These demonstrations and rallies are an enactment, a staging. One such particularly absurd event staged by these right-wing corona deniars is the so-called silent march. Socially distanced and mask-wearing, they present themselves as silencted victims of an alleged corona dictatorship and protest against the wearing of masks and all other measures against the spread of the virus. This silent march took place for the first time on 10.10. on Kurfürstendamm, a shopping street in the center of Berlin. The self-victimization in which corona deniers often engage, comparing themselves to the Jews persecuted by the Nazi regime, making use of the same symbols and references thus belittling the Holocaust, misapproriates the suffering of those who have been the victims of racism. It was registered as a “Silent March against Racism” by Andrea Feuer (Network for Vaccination Choice/Netzwerk Impfentscheid).

What the participants in these right-wing marches are effectively silencing are the deaths due to corona and those who fight for their lives in intensive care units every day. What they are effectively silencing are the consequences of their selfish and antisocial behavior for everyone else. They are silent about the dangers for high risk groups and the desperate requests by doctors and nursing staff to adhere to hygiene rules. They are silent about the social struggle against the consequences of the corona crisis on workers. Above all, however, they are silent about the right-wingers and neo-Nazis in their own ranks. We will not allow this silence through on November 22!

So far conspiracy theorists and Corona deniers have chosen Berlin’s government district or other non-residential areas for their marches. On November 22 they want to march through Prenzlauer Berg. Their march starts at 12 noon on Bornholmer Straße and then along  Schönhauser Allee and Greifswalder Straße. The end point is Pariser Platz. We’re saying: This time you chose the wrong neighborhood! Prenzlauer Berg will not serve as the stage for their self-victimization. We call on everyone to loudly disrupt the right-wing silent march!
– Come to the antifascist demo on 20 November and mobilize the entire neighborhood!
– Use our flyer and poster templates and keep your neighborhood up to date!
– Hang banners from your windows on 22 November!
Take your pots, pans and anything else that makes noise and come out at your windows, on your balconies or onto the streets! Disturb the right-wing enactment! Loud and determined against the right-wing silent march in Prenzlauer Berg!

Friday 20.11.2020
Antifascist Neighborhood Demo
18:00, Mauerpark

Sunday 22.11.2020
Protest against the march

12:00, at S-Bhf. Bornholmer Str.

 

Alliance against the right-wing silent march

Further info, route and materials:  www.antifa-nordost.org

 

 

 

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://antifa-nordost.org/10836/laut-und-deutlich-gegen-den-rechten-schweigemarsch/