[re:volt] Ein deutsches Trauerspiel

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Ein deutsches Trauerspiel

Vor unser aller Augen entfaltet sich derzeit ein reaktionärer Militärputsch in Bolivien. Es ist offensichtlich, dass mit diesem Schritt innere wie auch äußere Feinde eines vergleichsweise milden linken Entwicklungsparadigmas in die Offensive gehen und dass sie dies schon im Voraus geplant haben. Dies geht aus geleakten Audioaufnahmen hervor. Den Akteuren geht es darum, sich eines Hindernisses für ihre Interessen zu entledigen: Direkt nach Regierungsantritt im Jahre 2006 hatte die Regierung Morales alle extraktiven Schlüsselindustrien verstaatlicht, die vormals hauptsächlich transnationalen Unternehmen gehörten. Es handelt sich dabei keineswegs um Peanuts: Bolivien besitzt laut Eigenaussagen 70 Prozent des weltweiten Lithium-Bestandes. Dieser Schritt der Verstaatlichung hatte – trotz einer Reihe an international erwirkten Strafzahlungen seitens Bolivien an transnationale Unternehmen – die Verdreifachung des bolivianischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) zur Folge. Lithium-Abbaurechte wurden dabei in letzter Zeit nur noch mehr an Unternehmen vergeben, die mit bolivianischen Staatsunternehmen als gleichberechtigten Partnern zusammen arbeiten. Kurz vor dem derzeit sich voll im Gange befindenden Putsch waren dies hauptsächlich Unternehmen aus China. Dieses relativ unabhängige nationale Entwicklungsmodell reduzierte die Armut im statistisch gesehen ärmsten Land Lateinamerikas massiv. Auch hier reden wir von keinen Kleinigkeiten. Laut Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) reduzierte sich die Anzahl der Menschen unter der Armutsgrenze zwischen 2005 und 2018 von 59,6 Prozent auf 34,6 Prozent – eine Reduzierung, die sogar der nicht als Freund der Armen und Notleidenden bekannte IWF als „eindrucksvoll“ bezeichnet. Im gleichen Zeitraum fiel die Zahl der unter extremer Armut leidenden Menschen von 37,7 Prozent auf 17,1 Prozent. Das sind nicht nur Zahlen. Konkret heißt das, dass hunderttausende Menschen in Bolivien heute erstmals ihre Tage nicht im reinen Überlebenskampf zubringen müssen, sondern gesellschaftliche – und das heißt auch politische – Teilhabe erleben können. Die Wirtschaftspolitik der Umverteilung und partiellen Nationalisierung wurde konsequenterweise auch von einer Politik der Demokratisierung und der Stärkung der Rechte der armen Bevölkerungsteile, insbesondere aber der Indigen@s begleitet: Sprachen und Kosmogonien [Erklärungsmodelle zum Ursprung der Welt, Mythen und Erzählungen; Anm. Red.] der indigenen Völker wurden auf Verfassungsebene anerkannt und der spanischen Sprachen beziehungsweise der katholischen Religion rechtlich gleichgestellt. Die 36 indigenen Völker Boliviens machen insgesamt mehr als die Hälfte der Bevölkerung des südamerikanischen Landes aus.

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[Kein Raum] AIB-Beitrag: Die „Kein Raum der AfD“ Kampagne

Foto: Oskar Schwartz

AIB-Beitrag: Die „Kein Raum der AfD“ Kampagne

Die antifaschistische Kampagne „Kein Raum der AfD“ gründete sich im Jahr 2017 in Berlin mit dem Ziel, der Infrastruktur der rechten Partei erhebliche Dämpfer zu verpassen. Bis heute konnte die Kampagne erreichen, dass rund 50 geplante Veranstaltungsorte die extrem rechten Gäste nach Interventionen vor die Tür setzten.

Auch vorher gab es zwar schon Aktionen gegen die AfD und deren Infrastruktur, neu war jedoch das konzentrierte Vorgehen als Kampagne mit unterschiedlichsten Unterstützer_innen. Den Kampagnenstart markierte eine Demonstration am 1. April 2017 im Berliner Stadtteil Weißensee. Diese richtete sich nicht nur gegen die von der AfD Berlin-Pankow genutzten Restaurants „Zum Nudelholz“ und „Heinersdorfer Krug“ sowie die Arztpraxis des Lichtenberger AfD-Vorsitzenden, sondern auch gegen den damaligen „Thor-Steinar“-­Laden und die Kanzlei des neonazistischen Anwalts Wolfram Nahrath, der im NSU-­Prozess den Angeklagten Ralf Wohlleben verteidigt hatte.

Seit Beginn der Kampagne ist das Ziel, den Rechten ihre Räume zu nehmen, geblieben. Hierbei geht es nicht allein um öffentliche Räume, sondern um alle Räumlichkeiten, die von der Partei für ihre politische Arbeit genutzt werden. Mit dieser Zielsetzung und der Anwendung verschiedenster Mittel aus der „antifaschistischen Trickkiste“ konnten weitere positive Effekte beobachtet werden: Die Absage von Parteitagen und -treffen erschwert die politische Arbeit und bestehende Konflikte innerhalb der AfD werden dadurch verschärft. Auch die Einbindung von Sympathisant_innen und Neumitgliedern wird erschwert, wenn Kennenlerntreffen ausfallen oder Veranstaltungen von Antifaschist_innen und einem Polizeiaufgebot begleitet werden.

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[re:volt] Das Geschäft mit der Flucht

Das Geschäft mit der Flucht

Auch in diesem Jahr sind wir als Medienpartner*innen an einem Broschürenprojekt aus Berlin beteiligt. In der zum 30. Jahr des „Mauerfalls“ erscheinenden Broschüre „Deutschland ist Brandstifter! Gegen den BRD-Imperialismus und den Mythos Friedliche Revolution“ steuern wir als re:volt magazine unter anderem den nachfolgenden Text zu BRD-Imperialismus und Migrationspolitik bei. Release der Broschüre ist am Donnerstag, den 7. November 2019 um 19:30 Uhr im Zielona Góra (Grünberger Straße 73 / Friedrichshain).

Carola Rackete, Pia Klemp, Claus-Peter Reisch – die Namen einiger Kapitän_innen, deren Boote und Crewmitglieder in den letzten Jahren zehntausende Menschen auf dem Mittelmeer versorgten, kennt hierzulande fast jeder_r. Gegen sie wurden, zumeist seitens des italienischen Staats, Verfahren wegen „Beihilfe zur illegalen Einwanderung“ eingeleitet. Neben einer – leider zu erwartenden – Wand an Hass und Drohungen von rechts erhalten die Angeklagten aber auch vielfältige politische und finanzielle Unterstützung. Im ganzen Diskurs um Fluchthilfe bleibt allerdings oft eines unbeachtet: Migrant_innen aus nicht-EU-Ländern sind nicht nur Opfer der europäischen Migrationspolitik, sondern werden auch als Fluchthelfer_innen massiv kriminalisiert. Während bislang kaum europäische Angeklagte rechtskräftig verurteilt wurden, werden wöchentlich Gerichtsprozesse gegen Personen aus anderen Ländern geführt, die wegen Schmuggel angeklagt sind. Diese werden zu Höchststrafen verurteilt. Die Organisation Border Monitoring hat im Frühsommer 2019 Zahlen zu den Verfahren auf der griechischen Insel Lesbos veröffentlicht. Anhand der Beobachtung von 41 Prozessen kommen sie zu folgenden Ergebnissen: Ein Gerichtsverfahren dauert im Durchschnitt 28 Minuten, die durchschnittliche Verurteilung beträgt 44 Jahre Gefängnis und über 370 000 Euro Strafe.

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[re:volt] Die DDR und der neue Faschismus [II]

Die DDR und der neue Faschismus [II]

Im vorangegangen Beitrag wurde darauf hingewiesen, dass eine kritisch-solidarische Aufarbeitung des Sozialismus in der DDR fehlt und deshalb Erklärungsansätze für den Rechtsruck in der Linken populär sind, die sich allzu oft mit bürgerlichen Positionen überschneiden. Doch fehlt nicht nur die solidarisch-kritische historische Aufarbeitung. Zu einem Verständnis der Virulenz des Rechtsradikalismus im Osten Deutschlands mangelt es auch an Verständnis für die Rolle des westdeutschen Staates, seiner strategischen Zielstellung als gesamtdeutscher Staat und seinem Verhältnis zum parallel laufenden neofaschistischen Aufbau. In einem zweiten Teil soll nun die Frage des Verhältnisses zwischen Abwicklung des Sozialismus, Entwicklung eines gesamtdeutschen Nationalismus, Wiedereinstieg in die Weltpolitik als imperialistische Macht und faschistischem Aufbau Thema sein. Auch dieser Artikel erscheint, wie sein Vorgänger in der zum 30. Jahr des „Mauerfalls“ erscheinenden Broschüre „Deutschland ist Brandstifter! Gegen den BRD-Imperialismus und den Mythos Friedliche Revolution“.

Abwicklung der DDR und Nationale Wiedergeburt

Mit der Annexion der DDR 1989 begann die umfassende Demontage des sozialistischen Staates. Zunächst wurden sämtliche staatlichen Institutionen von Personen gesäubert, die als überzeugte Kommunist*innen eingestuft wurden und de facto Berufsverbote eingeführt. Die frei gewordenen Stellen besetzten zumeist vorbildliche westdeutsche Demokrat*innen. [1] Danach setzte die Abwicklung der DDR-Wirtschaft über die Treuhand ein. Waren bereits zuvor Viele aufgrund ihrer politischen Überzeugungen aus ihren Berufs- und Lebensbiografien gerissen worden, folgte nun die zweite Welle der Repression. Aus den blühenden Landschaften entwickelten sich Binnen-Migrations-Gebiete mit kollabierender sozialer, kultureller und ökonomischer Infrastruktur. Gleichzeitig setzte eine Institutionalisierung des antikommunistischen Diskurses ein – mit dem Ziel der nachhaltigen Delegitimierung des sozialistischen Staats als zweite deutsche Diktatur in direkter Kontinuität zum NS-Faschismus. Damit waren auf drei Ebenen – personell-strukturell, ökonomisch und ideologisch – die Weichen auf eine umfassende Delegitimierung gestellt. Einzig im politischen Raum hielt sich mit der SED-Nachfolgerpartei PDS ein gewisser Widerstand und Trotz als politischer Ausdruck gegen die, als aufoktroyiert empfundene, westdeutsche Erzählung.

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[re:volt] Die DDR und der neue Faschismus [I]

© leninisstillaround

Die DDR und der neue Faschismus [I]

Auch in diesem Jahr sind wir als Medienpartner*innen an einem Broschürenprojekt aus Berlin beteiligt. In der zum 30. Jahr des „Mauerfalls“ erscheinenden Broschüre „Deutschland ist Brandstifter! Gegen den BRD-Imperialismus und den Mythos Friedliche Revolution“ steuern wir als re:volt magazine unter anderem den ersten Teil des nachfolgenden Textes zu einem scharf umkämpften Diskursfeld bei: Der Frage um die kritisch-solidarische Aufarbeitung des Realsozialismus in der DDR (Teil I) und dessen Verbindung zu Rechtsruck und neuem Faschismus (Teil II). Release der Broschüre ist am Donnerstag, den 7. November 2019 um 19:30 Uhr im Zielona Góra (Grünberger Straße 73 / Friedrichshain).

Ein Plädoyer für eine kritisch-solidarische Debatte

Geht es um die DDR, scheiden sich in der deutschen Linken die Geister. Auch 30 Jahre nach dem Kollaps des Sozialismus werden Diskussionen um die Frage des Charakters des ostdeutschen Staates unsachlich und feindselig geführt, wie die Debatte um die Ausgaben der Rote Hilfe Zeitung „Siegerjustiz“ (RHZ 4/2016) einerseits und „Wenn wir brüderlich uns einen…“ (RHZ 1/2019) andererseits zeigt. Sei es nun im Bezug zur konkreten historischen Situation, in der der ostdeutsche, sozialistische Staat entstand und in dessen weltpolitischer Konstellation er sich bewegen musste. Sei es zu den fortschrittlichen, wie defizitären und repressiven Formen, die er historisch annahm und auch zwangsläufig annehmen musste. Selten kommt eine Debatte zu diesen Fragen ohne den Vorwurf des Antikommunismus durch Traditionskommunist*innen einerseits oder die komplette Delegitimierung als von vornerein zum Scheitern verurteiltes Projekt – oder gar als linker Totalitarismus – seitens undogmatischer Linker andererseits aus. Dieser feindselig geführte Debattenstand zieht sich bis weit hinein in andere Kampffelder der Linken. So auch bis in die Debatte um den Rechtsruck, der in den so genannten neuen Bundesländern seit Jahren immer schärfere Formen annimmt.

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Kneipen-Quiz: Antifa-Tresen Nord-Ost goes Straße der Besten

Antifa-Tresen Nord-Ost goes Straße der Besten

Kneipen-Quiz:
Sa, 21.12.2019 | 20:00 Uhr | BAIZ (Schönhauser Allee 26A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

[Flyer] | [Preise]

Für unseren Jahresabschlusstresen sind wir in der Prenzlauer Berger Kiezkneipe BAIZ zu Gast. Um dem sich seinem Ende nähernde Jahr einen würdigen Abschluss zu geben, haben wir wieder einmal ein Quiz auf die Beine gestellt und freuen uns, dieses im Rahmen der „Straße der Besten“, dem traditionellen Kneipenquiz der BAIZ, präsentieren zu dürfen. Es erwarten euch spannende Fragen aus den verschiedensten Themenfeldern. Allen teilnehmenden Freund*innen und Genoss*innen winkt nicht nur die Ehre, den „Straße der Besten“-Wanderpokal in die Höhe recken zu dürfen, sondern darüber hinaus wird es auch viele andere großartige Preise geben! Und für kühle Getränke und entspannte Atmosphäre ist in der BAIZ sowieso gesorgt.

Wir freuen uns auf viele mutige Quizer*innen!

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Soli-Party: 10 Jahre [ALJ]

10 Jahre ALJ: Die Party!

Soli-Party:
Sa, 14.12.2019 | 21:00 Uhr | Kadterschmiede (Rigaer Straße 94 / Friedrichshain)

Veranstalter*innen: Antifaschistische Linke Jugend [ALJ]

Kaum zu glauben, aber seit der Gründung der Antifaschistischen Linken Jugend im Zuge der Silvio Meier-Demonstration 2009 sind unglaubliche 10 Jahre vergangen. Gemeinsam wurde viel erlebt, organisiert und diskutiert..
Zu diesem feierlichen Anlass laden wir am 14. Dezember in die Kadterschmiede.

Musikalisch bleiben wir uns treu. Ab 21:00 Uhr werdet ihr mit feinstem Punkrock, Hiphop, Reggaeton und Trash beschallt.

DJ*anes unter anderem:
DJ Hölzi (Trash)
queerbeat
Mutti Cool (HipHop)
Kontrafetti (Happy Hardcore)

Außerdem:
Glücksrad
Cocktails
special ALJ-Drink
Eintritt? freiwillige Spende!
uvm…

Widerstand ist wunderbar
Ⓐ Komm zur Jugendantifa ☭

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Demo: Solidarität mit dem Widerstand von Rojava

Von Berlin bis nach Kurdistan: Solidarität mit dem Widerstand von Rojava

Soli-Demo:
Sa, 14.12.2019 | 13:00 Uhr | U-Bahnhof Bernauer Straße (Mitte)

Der türkische Angriffskrieg in Nordsyrien/Rojava ist weitgehend aus den deutschsprachigen Medien verschwunden. Die politische Tagesordnung wird längst von anderen Themen bestimmt. Doch der Krieg vor Ort geht weiter und mit ihm die Kriegsverbrechen des türkischen Staates und seiner dschihadistischen Partner gegen die Zivilbevölkerung Nordsyriens. Erst am 2. Dezember wurden durch Bombardierungen der Türkei zehn Zivillisten, darunter acht Kinder im nordsyrischen Tel Rifat getötet. Insgesamt 300.000 Menschen befinden gegenwärtig aufgrund andauernder Angriffe wie diesen auf der Flucht.

Neben den Kurd*innen sind es Mitglieder der christlichen und ezidischen Bevölkerungsgruppen in Nordsyrien, die ihre Heimat meist ohne Hab und Gut hinter sich lassen mussten, um nicht den dschihadistischen Partnern der Türkei in die Hände zu fallen. Unterdessen siedelt die Türkei in die von ihnen besetzten Gebiete in Nordsyrien die Angehörigen ihrer islamistischen Verbündeten an. Letztere sind die großen Gewinner der türkischen Invasion. Selbst die Überreste des sogenannten Islamischen Staates, der unter großen Opfern von den kurdischen und arabischen Kämpfer*innen der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) militärisch besiegt wurde, können sich nun in dem von der Türkei geschaffenen Chaos neuorganisieren.

Wir wollen das Schweigen und die Untätigkeit gegen diesen verbrecherischen Krieg des türkischen Staates In Nordsyrien/Rojava durchbrechen. Wir fordern eine Ende des Besatzungskrieges in Nordsyrien und einen vollständigen Rückzug der Türkei aus den Gebieten. Und wir solidarisieren uns ausdrücklich mit dem Widerstand von Rojava! Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, rufen wir euch dazu auf, mit uns gemeinsam, auf die Straße zu gehen und an der Demonstration „Stoppt den Krieg in Rojava – Schluß mit der Besatzung“ teilzunehmen.

Stoppt den Krieg in Rojava – Schluß mit der Besatzung

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AKK-Tresen: Von Weimar bis heute

Von Weimar bis heute – Völkische Ideologie und Nationalismus: Eine deutsche Tradition

Antifa-Tresen, Info-Veranstaltung & Film:
Mi, 11.12.2019 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: Antifa Kaffeekränzchen [AKK]

Input vor dem Film: Angriff auf die VVN-BdA – zur aktuellen Situation und antifaschistischen Handlungsmöglichkeiten

Völkische Ideologie erlebt, bis in die sogenannte Mitte der Gesellschaft, seit Jahren ein massives Comeback. Faschist*innen aller Couleur, AfD, Identitäre, rechte YouTube-„Stars“ und neurechte Vordenker*innen von Schnellroda bis Bornhagen haben völkischen Nationalismus und vor allem die rassistische Erzählung des sogenannten „großen Austauschs“ auf Marktplätzen, in Universitäten und im Deutschen Bundestag wieder sag-, denk- und diskutierbar gemacht. Welche Parallelen sich zwischen diesem neuen Aufleben völkischer Ideologie heute und der Situation in der Weimarer Zeit finden lassen, untersucht der Dokumentarfilm aus dem Jahr 2019.

Vor dem Film werden Genoss*innen der Berliner VVN-BdA einen Input zur aktuellen Situation und dem Angriff auf die VVN-BdA durch den Entzug der Gemeinnützigkeit geben. Am 4. November hatte das Finanzamt Berlin der VVN-BdA die Gemeinnützigkeit entzogen. Damit verbunden sind vorerst enorme Steuernachforderungen und auch zukünftig drohen wesentlich höhere steuerliche Belastungen. Damit ist die VVN-BdA akut in ihrer Existenz bedroht. Welche Konsequenzen hat dieser Angriff für die Arbeit der VVN-BdA und anderer antifaschistischer Initiativen? Welche Rolle spielt die AfD oder andere rechte Akteur*innen bei solchen Angriffen? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es für Antifaschist*innen, sowohl in Bezug auf die aktuelle Solidaritätsarbeit für die VVN-BdA, als auch in Hinblick auf zukünftige Angriffe auf Vereine und Initiativen? Zu Perspektiven und Strategien möchten wir uns mit Euch und den Genoss*innen der VVN-BdA austauschen.

Nicht nur politisch wird es gerade kälter und deutscher. Um euch aufzuwärmen gibt es daher bei unserem Dezember-Tresen warme Suppe aus deutschen Containern zum antifaschistischen Soli-Preis. Kommt vorbei, wärmt euch auf, informiert und vernetzt euch! Die Zeiten sind hart, aber unser Brot ist noch härter!

Wir freuen uns auf Euch!

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Veranstaltungsreihe von PostKom

Veranstaltungsreihe von PostKom

30 Jahre nach dem Runden Tisch in Polen: Der rechte Aufbruch und die Ergebnisse der Sejm-Wahlen
Di, 19.11.2019 | 19:00 Uhr | Haus der Demokratie (Greifswalder Straße 4 / Prenzlauer Berg)
Veranstalter*innen: PostKom & AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West

Feministische Bewegung in Polen
Di, 03.12.2018 | 19:00 Uhr | BAIZ (Schönhauser Allee 26A / Prenzlauer Berg)
Veranstalter*innen: PostKom

Emigracja: Polnische Migration in Berlin
Mi, 11.12.2019 | 19:00 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold (Afrikanische Straße 74 / Wedding)
Veranstalter*innen: PostKom & Hände weg vom Wedding

[Flyer] [Flyer: Kiezhaus] | [Banner]

Alle Ankündigungstexte:

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