Antifa Koordination (AK 36): Über deutsche Pogrome, antifaschistische Strafexpeditionen und sinnentleerte Eventpolitik

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Merkel und Naziskins

Unsere Genoss*innen und Freund*innen von der Antifa Koordination (AK 36) haben einen Text zu den aktuellen rassistischen Pogromen in der BRD veröffentlicht. Schwerpunkt ist neben den Entwicklungen, welche diesen Zustand überhaupt erst möglich gemacht haben auch Event- und Symbolpolitik. Diesen wollen wir euch nicht vorenthalten:

Über deutsche Pogrome, antifaschistische Strafexpeditionen und sinnentleerte Eventpolitik

„Der Lynchmob ist krank vor Neid…“ – In Deutschland herrscht wieder Pogrom-Stimmung

Seit einiger Zeit spitzen sich die rassistisch motivierten Ereignisse im gesamten Bundesgebiet zu. Allein in den vergangenen Tagen wurden wieder zahlreiche zukünftige sogenannte „Asylbewerberunterkünfte“ in Brand gesteckt, beispielsweise in Nauen, Weissach, Leipzig, Berlin und Döbeln…. Die rassistische Hetze deutscher Natur hat in Form der Pogrome im sächsischen Heidenau zudem ein neues Level erreicht. Nazis, besoffene Hooligans und dummdeutsche „Asylkritiker“ (sic!) belagern seit Freitag, von den Bullen ungestört, eine neu eingerichtete Unterkunft für Geflüchtete.
Wir waren erschrocken, aber nicht überrascht, über die seit Freitagnacht eintreffenden Nachrichten aus Sachsens Hinterland. Während der letzten Monate spitzte sich die Lage immer weiter zu, bereits durch Schneeberg und den massenhaften Zulauf bei „Pegida“, spätestens aber durch die Ereignisse in Freital und den Angriff durch Nazis auf das Zeltlager in Dresden, war die Frage nicht mehr, ob sich ein Pogrom in deutscher Tradition wiederholen wird, sondern wann… Weiterlesen »

Hände weg vom Wedding: Selbstverständnis online

hwvw_selbstverstaendnisHände weg vom Wedding: Selbstverständnis online

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Mehr Infos: Hände weg vom Wedding

Das Selbstverständnis der Stadtteilgruppe ist bereits seit einigen Wochen als Broschüre in deutscher/türkischer Sprache in verschiedensten Räumen ausgelegt. Einfach mal einsammeln und reinlesen.

Bis zu diesem unvergesslichen Moment in dem ihr den Text in den Händen haltet, könnt ihr auch mal online einen Blick reinwerfen.

Fotos & Bericht: Tag der offenen Tür in Falkenberg am 24. August

fotos_falkenberg_20150824_05Ein kurzer Bericht vom Tag der offenen Tür in Falkenberg:

Presse:
Hitlergruß vor Flüchtlingsunterkunft (Der Tagesspiegel / 20.08.2015)
Neonazi-Aufmarsch vor Flüchtlingsheim in Berlin blockiert (Berliner Zeitung / 24.08.2015)

Etwas mehr als 300 Menschen kamen heute zum noch nicht eröffneten Containerdorf für Geflüchtete in Falkenberg und nutzten die Gelegenheit, sich das Heim von innen anzuschauen. Schon heute brachten mehrere Personen Spenden für die bald einziehenden Bewohner*innen vorbei. Das Feedback der Teilnehmenden war, bis auf ein paar laute Exemplare, überwiegend positiv. Die Willkommens-Initiative Lichtenberg stellte sich mit einem Infostand vor.

Etwa 70-80 Antirassist*innen demonstrierten heute parallel dazu durch Hohenschönhausen und erklärten ihre Solidarität mit den bald im Heim einziehenden Menschen. Am Ort der Zwischenkundgebung in der Dorfstraße wurden sie von Teilen der Anwohner*innen aus dem Hausvaterweg beschimpft, die keinen Hehl daraus machten, dass sie das Heim am liebsten brennen sehen würden. Viele der Demonstrant*innen zogen anschließend weiter nach Moabit um dort gegen „Bärgida“ zu protestieren. Weiterlesen »

Fotos & Bericht: Antifa-Demo in Heidenau – 23.08.2015

fotos_heidenau_20150823_01Demobericht Heidenau:

Seit Freitag, 21.08.15, gab es im sächsischen Heidenau heftige Ausschreitungen von Rechten wegen einer Geflüchtetenunterkunft, die kurzfristig in einem umgebauten Baumarkt entstand. Es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Rassist*innen warfen unter dem Jubel und dem Applaus der Menge Steine, Flaschen, Feuerwerkskörper und Brandsätze in Richtung des Heims, in dem seit Freitagnacht Geflüchtete untergebracht sind.

Die Polizei konnte oder wollte die Lage nicht unter Kontrolle bringen und ließ den rassistischen Mob sowohl Freitag- als auch Samstagnacht weitgehend gewähren.
Eine linke Gegendemo wurde am Freitag untersagt. Bei einer weiteren Demo und Kundgebung am Samstag kam es zu massiven Polizeikontrollen. Die Kundgebung, die bis in die späten Abendstunden andauerte, wurde durch Polizeistrahler komplett ausgeleuchtet und überwacht, während den Rassist*innen erneut freie Hand gelassen wurde. Weiterlesen »

Fotos & Kurz-Bericht: Nazi-Aufmarsch am 18. August in Hohenschönhausen

fotos_falkenberg_20150818_08Fotos & Kurz-Bericht: Nazi-Aufmarsch am 18. August in Hohenschönhausen

Ein Foto sagt mehr als jede Erklärung.

Trotzdem noch ein paar Ergänzungen. Großzügig geschätzten 18 Neonazis (die auf dem Fußweg durch Hohenschönhausen krochen) standen heute knapp 70 Antirassist*innen entgegen, die an zwei Protestkundgebungen teilnahmen. Wir waren mehr, wir waren bunter, lauter und haben natürlich die besseren Inhalte.
Rassistische Mobilisierungen haben in Hohenschönhausen keine Massenbasis. Das ist das positive Fazit des Tages. Danke allen, die da waren.

Quelle: Antifa Infoportal Lichtenberg

Fotos: Weiterlesen »

„Une vie de lutte – Der Kampf geht weiter“ – Film-Download

uneviedelutte_downloadDownload & Stream | UNE VIE DE LUTTE – Der Kampf geht weiter

Mehr Infos & Downloads: uneviedelutte.blogsport.eu/downloads/
Stream: www.youtube.com/watch?v=8ok8cfXZ4U8
Download: [MP4] [ISO]
Untertitel: [German] [French]

Nun ist es endlich soweit: nach zahlreichen Veranstaltungen in ganz Deutschland steht der Dokumentar-Film „UNE VIE DE LUTTE – Der Kampf geht weiter“ im Internet frei zur Verfügung. Ihr könnt den Film auf YouTube anschauen. Für Veranstaltungen steht der Film aber auch zum Download bereit. Es gibt die *.Mp4-Datei mit dazugehörigen Untertitteln zum Download, wer jedoch (für manche Kinos notwendig) eine BluRay haben möchte, kann sich auch ein fertiges Image runterladen und brennen. Weiterlesen »

Bericht & Fotos – Wedding: Kiezbankett: Selbstorganisierung gegen Entmietungen und soziale Ausgrenzung

kiezbankett_wedding_aug2015_01Kiezbankett: Selbstorganisierung gegen Entmietungen und soziale Ausgrenzung

Mehr Infos: Hände weg vom Wedding

Letzten Freitag veranstalteten wir ein Kiezbankett in der Buttmannstraße in Berlin Wedding. Anlass gab die vor gut einem Jahr vollzogene Zwangsräumung von Tina S.. Über 40 Jahre lebte sie in ihrer Wohnung, die sich in der Buttmannstraße 18 befand. Das Jobcenter hatte damals die Miete zu spät überwiesen. Jetzt wird die Wohnung für mehr als das Doppelte wieder vermietet. Wir haben keinen Bock, dass Menschen gegen ihren Willen aus ihrem Kiez verdrängt werden und andere daran verdienen.

Zusammengekommen sind ab 17 Uhr nette, interessierte Menschen aus der Nachbarschaft sowie Genoss*innen von „Zwangsräumung Verhindern“. In spannenden Gesprächen gab es regen Austausch über die Wohnungslage vor Ort, über Perspektiven der Organisierung sowie Strategien im Umgang mit Mieterhöhung und ihren Folgen – bis spät in die Nacht hinein.

Durch ein Fensterkino gab es Videos und Mitschnitte von vergangenen Zwangsräumungen ebenso wie Videoschnipsel der diesjährigen Antikapitalistischen Demonstration „Organize“. Für einige Stunden entstand so ein solidarischer Raum im Kiez, den wir alle zusammen gestalteten. Weiterlesen »

Indymedia: [B] Weitere Aktionen gegen die Lichtenberger AfD-Kneipe „Zum Bären“

afd_kneipe_lichtenberg01[B] Weitere Aktionen gegen die Lichtenberger AfD-Kneipe „Zum Bären“

Nach der Öffentlichmachung der Kneipe „Zum Bären“, die von der Berlin-Lichtenberger „Alternative für Deutschland“ für ihren monatlichen Stammtisch genutzt wird, gab es weitere Aktionen im Umfeld der Kneipe. So wurden mehrere hundert Schnipsel mit antirassistischen Parolen breitflächig auf dem Kneipengelände und drumherum geworfen. Mit einem Flyer, der in den umliegenden Häusern gesteckt wurde, wurden die Anwohner über das Treiben im „Bären“ informiert. Kein Fußbreit der AfD!

Immer am 2. Dienstag im Monat treffen sich 5-10 Aktivisten der AfD in dem Restaurant am Tierpark. Sie machen das in enger Absprache mit dem Wirt des Restaurants, der über die politische Ausrichtung seiner Gäste informiert ist und ihnen auch mit Technik aushilft, falls sie benötigt wird.

Die AfD ist nicht irgendeine Partei. Sie verschiebt mit ihrer Propaganda gesellschaftliche Diskurse nach rechts und macht Rassismus und Nationalismus breiter diskusfähig. Das war unter dem alten Parteivorstand so und wird sich unter dem neuen nicht anders. Weiterlesen »

Bericht & Fotos – Weißensee: 200 Menschen auf der Straße gegen rassistische Übegriffe

Weißensee: 200 Menschen auf der Straße gegen rassistische Übegriffe

Entlang der Straßenbahnlinie M4 (Buschallee/Hansastraße) kommt es in letzter Zeit vermehrt zu rassistisch motivierten Übergriffen. Allein von Mitte Mai bis Mitte Juli waren es insgesamt drei an der Zahl.

  • 17. Mai 2015: zwei Menschen werden an einer Straßenbahnhaltestelle in der Buschallee von einer Person rassistisch beleidigt und angegriffen. | Info (Tagesspeigel)
  • 01.Juli 2015: Eine Familie wird aus dem „Café By Albert“ von zwei Gästen angegriffen. | Info (Tagesspiegel)
  • 19. Juli 2015: Eine schwangere Person aus Polen wird in der Straßenbahnlinie M4 zwischen den Haltestellen Feldtmannstraße und Malchower Weg beleidigt, bespuckt und nach dem Aussteigen erneut vom Täter angegriffen. | Info (Berliner Kurier)

Aus diesem Anlass riefen antifaschistsiche Gruppen für den 23. Juli zu einer Demonstration auf, an der sich rund 200 Menschen beteiligten. Im Vorfeld der Demonstration kam es zu mehreren rassistischen Äußerungen aus dem „Café By Albert“ in der Buschallee 30. Weiterlesen »

Im Gedenken an Dilsoz Bahar / Kevin Jochim

dilsoz_baharIm Gedenken an Dilsoz Bahar / Kevin Jochim

Texte:
ISKU: „Die Idee des demokratischen Konföderalismus gab mir neue Hoffnung …“
ISKU: „Ich bin stolz auf meinen Sohn“
Young Struggle: Aufruf zur Solidarität! Kevin Jochim wird in unserem Kampf weiterleben
[ALI]: Zum Tod von Dilsoz Bahar, Kevin Jochim
Revolutionäre Aktion Stuttgart: Gedenken wir Kevin Jochim/ Dilsoz Bahar diesen Samstag – gemeinsame Autofahrt aus Stuttgart!

Videos:
Şehîd Dilsoz Bahar
Interview mit Dilsoz Bahar (Kevin Jochim)

Kevin Jochim, in Kurdistan lebte er mit dem Namen Dilsoz Bahar, hat sich im November 2012 den Volksverteidigungseinheiten YPG angeschlossen. Ihn hat die Revolution von Rojava, die Selbstorganisierung der Gesellschaft und das entschlossene Leben der Menschen mobilisiert. Er selbst sagte in einem Video, dass die Idee des demokratischen Konföderalismus ihm eine neue Hoffnung geben konnte.

Jetzt erreichte uns die bittere Nachricht, das Dilsoz Bahar in Rojava von den Terrorbanden des Islamischen Staats getötet worden ist. In der Nacht des 6. Juli 2015 verloren er und 5 weitere Freunde bei einem Angriff des IS im Kanton Cizîrê im Dorf Şergirat im Kreis Silûk ihr Leben.

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