21. März – Demo: Den rechten Terror Stoppen!

Den rechten Terror stoppen! – Der AfD die Räume nehmen!

Demonstration am internationalen Tag gegen Rassismus:
Sa, 21.03.2020 | 13:00 Uhr | U-Bahnhof Rudow (Neukölln)

Die Demonstration ist abgesagt!

[Veranstaltungsreihe]

Mehr Infos: rechtenterrorstoppen.noblogs.org
Kontakt: rechtenterrorstoppen [a] riseup.net
Hashtag: #rechtenterrorstoppen

Aufrufer*innen: Kein Raum der AfD!, North-East Antifascists [NEA], Antifa Kaffeekränzchen [AKK], Solidarische Jugendbewegung Berlin (SJB) & Jugend Antifa Süd-Berlin

Banner: [#1] [#2] [#3]

Nur neun Monate nach dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) und nur fünf Monate nach dem rechten Terroranschlag in Halle, schlug am 19. Februar ein Faschist im hessischen Hanau erneut zu. Der Täter ging gezielt in zwei Shisha-Bars und schoss auf die Besucher*innen der Cafés. Insgesamt zehn Menschen riss der rassistisch und misogyn motivierte Anschlag aus dem Leben – neun davon mit Migrationshintergrund. Besonders die radikale Rechte um die AfD glänzt damit, die Tat auf die psychische Verfasstheit des Mörders zu reduzieren, und dabei die in der Vergangenheit stets von allen Parteien der »bürgerlichen Mitte« bemühte Erzählung zu bedienen, es handele sich um einen Einzeltäter. Doch für uns steht bei dieser, wie auch bei vergangenen Taten fest: Die AfD, bürgerliche Hetz-Medien und der rassistische Diskurs um die »Migrationsfrage«, oder eine vermeintliche »Flüchtlingskrise« der etablierten Politik haben am 19. Februar mitgeschossen.
Wenn die Frage gestellt wird, ob der Täter Teil eines Netzwerks gewesen sei, dann würden wir das ganz klar mit »Ja« beantworten. Nicht etwa ein neonazistisches Terrornetzwerk, wie Combat 18, der NSU oder das Hannibal-Netzwerk, die allesamt Kontakte zum Staatsapparat pflegten. Aber ein alltagsrassistisches Netzwerk, das ihn mit der ideologischen Munition aus seinem Waffenarsenal belieferte, die er für diese Gewalttat benötigte. Wie bei den rechten Terroranschlägen von Oslo (Norwegen, 2011), Christchurch (Neuseeland, 2019) und Halle (2019) veröffentlichte der Attentäter von Hanau ein von Rassismus, neofaschistischen Verschwörungstheorien und neoliberalem Sozialchauvinismus triefendes Manifest. In diesem spricht er dezidiert davon, ganze Ethnien auszulöschen, vor allem in Afrika, Zentralasien, im Mittleren und Nahen Osten. Ganz im Jargon eines Thilo Sarrazin (SPD) teilt er Menschen in »leistungsfähige« und angeblich »nicht-leistungsfähige« Kulturkreise ein. Zwar wird nicht direkt auf »den Islam« Bezug genommen, aber: In der Aufzählung der Länder, deren Bevölkerungen »komplett vernichtet werden müssen«, wie der Täter schreibt, sind hauptsächlich solche mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit. Weiterhin spricht er Menschen, die bereits seit Generationen hier leben, ab, »Deutsche« zu sein, und propagiert deren Vernichtung. Dazu gesellt sich dann eine von der radikalen Rechten über Web-Foren, wie etwa »4Chan«, geschürte Frauen- und LGBTI*-Verachtung. Die politische Inspiration für seine Mordtat bezog der Täter von Hanau also direkt aus den Timelines der neofaschistischen Neuen Rechten, von rechtsradikalen Youtubern und dem omnipräsenten, rassistischen AfD-Diskurs. Die Anschlagsziele wiederum lieferten ihm die Hetze in Tagesspiegel, Focus und eine rassistische Kommunalpolitik, die seit Monaten einen Feldzug gegen Shisha-Bars als vermeintliche Orte der so genannten »Clankriminalität« führen.

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Perspektive-Tresen: März 1920: Rote Ruhr

März 1920: Rote Ruhr

Tresen & Info-Veranstaltung:
Di, 24.03.2020 | 19:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Die Veranstaltung muss aufgrund der aktuellen Situation leider ausfallen.

Veranstalter*innen: Revolutionäre Perspektive Berlin
Referent*in: Ulrich Peter

Flyer: [Front] [Back] [PDF]

Am 13. März 1920 putschte der rechte Politiker Wolfgang Kapp gegen die Weimarer Republik mit Unterstützung von großen Teilen des Militärs, um eine monarchistische Diktatur zu errichten. Die Reichswehr verweigerte der Regierung aus SPD, DDP und Zentrum die Unterstützung. Die Regierung floh, der Generalstreik wurde ausgerufen, vielerorts griffen die Arbeitenden zu den Waffen und innerhalb kurzer Zeit war der Putsch abgewehrt. Im Ruhrgebiet kam es zu einem Aufstand der Arbeiter*innen, die die Putschisten besiegten und sie aus dem Industriegebiet vertrieben. Es entstand eine »Rote Ruhrarmee« aus etwa 50 000 Menschen und es bildeten sich Vollzugsräte, die Verwaltungsaufgaben übernahmen und das gesellschaftliche Leben neu gestalten wollten. Die militärische Niederschlagung des Ruhr-Aufstandes wurde mit aller Brutalität durchgeführt, es gab Massenerschießungen und unzählige Todesurteile. In den 1970er Jahren hat der Historiker Erhard Lucas drei Bände zur Märzrevolution veröffentlicht. 2020 hat die Buchmacherei eine Neuauflage dieser seit Jahren vergriffenen Werke herausgebracht.

Wir haben Ulrich Peter eingeladen, der daran mitgearbeitet hat. Er wird den Verlauf der Märzrevolution darstellen und dabei auch die Rolle der Parteien SPD, USPD, KPD und der syndikalistischen Kräfte beleuchten.

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Veranstaltungsreihe: Free Them All!

Repression ist nur das letzte Wort, wenn wir es hinnehmen – Free Them All!

Veranstaltungsreihe:

Podiumsdiskussion über rassistische Polizeigewalt
Sa, 01.02.2020 | Schule für Erwachsenenbildung (Gneisenaustraße 2A / Kreuzberg)

Antifa-Café Nord-Ost: »Free Angela Davis and all Political Prisoners«
Fr, 14.02.2020 | 20:00 Uhr | Offener Raum im KuBiZ (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)
Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Banner: [Farbe] [S/W] | Programm-Heft: [Web] [Kopiervorlage] | Mobi: [#1] [#2] [#3] [#4]

Nacho Movie Night
So, 16.02.2020 | 19:00 Uhr | B53/55 (Braunschweiger Straße 53/55 / Neukölln)

Afroamerikanische Selbstorganisierung seit den 1960ern
Fr, 21.02.2020 | 19:00 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold (Afrikanische Straße 74 / Wedding)
Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

Antifa West-Berlin Tresen: Die moderne Form der Sklaverei als Gefängnisindustrie
Fr, 28.02.2020 | 20:00 Uhr | Schloß19 (Schloßstraße 19 / Charlottenburg)
Veranstalter*innen: Antifa West-Berlin

Info-Veranstaltung mit: Johanna Fernandez (Sprecherin von Mumia Abu-Jamals Verteidigung)
Do, 19.03.2020 | 19:00 Uhr | Schule für Erwachsenenbildung (Gneisenaustraße 2A / Kreuzberg)

Die Veranstaltung muss aufgrund der aktuellen Situation leider ausfallen.

Mehr Infos: freethemallberlin.nostate.net

Aktuelles: Johanna Fernandez redet über Mumia Abu-Jamal

Banner: [#1] [#2]

Aufruf & Ankündigungstexte:

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Solidaritätstreff: Hart am Limit. Soziale Arbeit im Kapitalismus

Hart am Limit. Soziale Arbeit im Kapitalismus

„Solidaritätstreffen Soziale Arbeit“: Betriebsratsarbeit in der Sozialen Arbeit
Mi, 18.03.2020 | 19:30 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold (Afrikanische Straße 74 / Wedding)

Die Veranstaltung muss aufgrund der aktuellen Situation leider ausfallen.

Veranstalter*innen: Hände weg vom Wedding

Wer ist dieser Betriebsrat? Das gemeinsame Einstehen für bessere Arbeitsbedingungen hat bei vielen freien Trägern der Sozialen Arbeit keinen einfachen Stand. Häufig stehen sich Geschäftsführung und Belegschaft zu nah und beuten sich mit dem Verständnis „man sei eine Familie“ oft selbst aus. Dabei gibt es viele Stressfaktoren: befristete Finanzierungen, unsichere Arbeitsverhältnisse, unklare Regelungen beim Träger, zu wenige Projektgelder, diffuse Aufgabenfelder und häufig viel zu niedrige Löhne bei immer teurerer Miete und Versorgung.

Grundlegende Rechte auf Arbeit können nur gemeinsam erstritten und erkämpft werden.
Im Solidaritätstreff gehen wir der Frage nach, wie wir uns gemeinsam trotz Ausbeutung unserer Arbeitskräfte „für die gute Sache“ empowern können. Wir wollen handlungsfähig werden!

Wo sind die Chancen und Grenzen von Betriebsratsarbeit? Was können wir als Lohnabhängige tun, um unsere Arbeit im Kapitalismus zumindest ein wenig erträglicher zu machen? Wir sammeln Expertisen und dokumentieren sie für aktuelle und kommende Kämpfe in der Sozialarbeit. So gehen wir und nachfolgende Kolleg*innen gestärkt in die Auseinandersetzungen.

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Veranstaltungsreihe zu 100 Jahre Kapp-Putsch

100 Jahre Kapp-Putsch

Veranstaltungen der [NEA] im Rahmen der Veranstaltungsreihe:

Antifa-Café Nord-Ost: Staat und Nazis Hand in Hand – Rechter Terror in Berlin
Fr, 13.03.2020 | 20:00 Uhr | Offener Raum im KuBiZ (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)
Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Banner 1: [Farbe] [S/W] | Banner 2: [Farbe] [S/W] | Programm-Heft: [Web] [Kopiervorlage]

Die Veranstaltung muss aufgrund der aktuellen Situation leider ausfallen. Es wird allerdings einen Audiomitschnitt des Podium geben, welcher in kürze Online geht.

Vortrag und Mitbringbrunch: Hanniball’s Schattenarmee – ein rechtes Netzwerk in Staat, Polizei und Bundeswehr
So, 15.03.2020 | 15:00 Uhr | Offener Raum im KuBiZ (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
[Banner]
Download: [»Hannibal«-Studie]

Die Veranstaltung muss aufgrund der aktuellen Situation leider ausfallen.

Weitere Veranstaltungen:

Info-Veranstaltung: 100 Jahre Kapp-Putsch – 100 Jahre Generalstreik
Mo, 09.03.2020 | 19:30 Uhr | Rote Insel (Mansteinstraße 10 / Schöneberg)
Veranstalter*innen: Antifa West-Berlin, Jugend-Antifa Schöneberg [JANOSCH] & SZA
[Flyer]

Kundgebung des Bündnis:
100 Jahre Kapp-Putsch – 100 Jahre Generalstreik – Massenstreik gegen Faschismus und Militarismus
Sa, 14.03.2020 | 15:00 Uhr | Kaiser-Wilhelm-Platz (Schöneberg)
[Redner*innen]

Mehr Infos & Veranstaltungen: 1918unvollendet.blogsport.eu

[Veranstaltungsflyer]

Ankündigungstexte, Aufruf…

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Soli-Konzert zum Tag der politischen Gefangenen

Soli-Konzert zum Tag der politischen Gefangenen

Soli-Konzert:
Fr, 13.03.2020 | 20:00 Uhr | Schwester Martha (Bethaniendamm / Kreuzberg)

Veranstalter*innen: Rote Hilfe Berlin

LineUp:
GÖLDI
Roim- und Stroifahrzeuge
Lés Pünks
Falsos Positivos
Pest Chords

Dieses Jahr findet unsere 18.3. Party schon am 13.3.2020 statt. Wir laden dazu ab 20.00 ins Schwester Martha (Ex Rauchhaus) am Bethaniendamm 28 ein. Wie jedes Jahr unterstützen wir mit dem Erlös politische Gefangene und ihren Kampf in den Knästen.

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Wedding: Feministische Streik- und Protestwoche

Feministische Streik- und Protestwoche im Wedding vom 03.-11. März 2020

Kiezküche:
Di, 03.03.2020 | 18:00 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold (Afrikanische Straße 74 / Wedding)

Streik-Tresen:
Do, 05.03.2020 | 20:00 Uhr | Café Cralle (Hochstädter Straße 10A / Wedding)

Mobilisierungsaktion:
Sa, 07.03.2020 | 12:00 Uhr | Leopoldplatz & Müllerstraße (Wedding)

Streikposten:
So, 08.03.2020 | 10:00 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold (Afrikanische Straße 74 / Wedding)

Frauen*kampftagdemo: [Aufruf]
So, 08.03.2020 | 14:00 Uhr | Leopoldplatz (Wedding)

Treffen: „Feministische Gewerkschaftsarbeit“
Mi, 11.03.2020 | 18:00 Uhr | FAU-Lokal (Grüntaler Straße 24 / Wedding)

Mehr Infos: Hände weg vom Wedding

Das Frauen*streik-Komitee Wedding organisiert rund um den 8. März 2020, dem internationalen Frauen*kampftag, eine feministische Streik- und Protestwoche im Wedding. Hier das Rahmenprogramm:

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AKK-Tresen: Feminismus und Antifa

Antifa-Infotresen zum Internationalen Frauen*kampftag Berlin 2020

Antifa-Tresen & Info-Veranstaltung:
Mi, 04.03.2020 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: Antifa Kaffeekränzchen [AKK]
Referent*innen: f_antifa Brandenburg [fabb] & Bündnis Frauen*kampftag Berlin

Unsere kapitalistische, patriarchale Gesellschaft ist seit jeher gekennzeichnet durch Ungleichheit, Diskriminierung, Rassismus, Ausgrenzung und Unterdrückung der Frau*. Um sich gegen diese Machtverhältnisse zu wehren, begannen Frauen* bereits vor 230 Jahren, sich für eine Gleichstellung der Geschlechter auf sozialer, politischer und wirtschaftlicher Ebene einzusetzen. Aus dieser frühen Frauenbewegung heraus entstand der Frauen*kampftag, der in Deutschland erstmalig am 19. März 1911 stattfand. Zunächst war das Frauenwahlrecht eine der zentralen Forderungen und wurde im November 1918 festgeschrieben. Seit 1921 findet der internationale Frauenkampftag am 8. März statt. Jährlich tragen an diesem Tag weltweit Frauen*, alle durch das patriarchale System diskriminierte Personen und sich solidarisierende Männer ihren Kampf gegen Ausgrenzen, Diskriminierung, Rassismus Unterdrückung und patriarchale Strukturen auf die Straße.

Trotz über 100 Jahren Frauen*kampftag, ist Sexismus in allen Bereichen der Gesellschaft weiter an der Tagesordnung. Obwohl es in antifaschistischen Zusammenhängen vielleicht anders zu erwarten wäre, spiegelt sich der gesellschaftliche Sexismus auch hier wieder. Trotz antisexistischer Positionierung, findet sich Mackertum, offener und versteckter Sexismus und die klassische Rollenaufteilung von Männern und Frauen* in Struktur und Arbeit vieler antifaschistischer Gruppen wieder. Zwar gibt es einen hohen Anteil organisierter Frauen*, dennoch wurden und werden auch autonome Strukturen häufig von Männern dominiert.
Um diesen Zuständen etwas entgegenzusetzen und den Feminismus im antifaschistischen Kampf zu stärken, gründeten sich in den späten 80ern und frühen 90ern feministische Antifagruppen. Doch Ende der 90er war diese Entwicklung wieder rückläufig. In den letzten Jahren entstanden erneut zahlreiche F_antifagruppen, in denen Frauen, Lesben, inter- und nicht-binäre sowie trans-Personen sich organisieren.

Antifaschismus war und ist nicht nur ein Kampf gegen rechts, sondern muss immer auch eine Kritik an den bestehenden Herrschaftsformen, einen entschlossenen Kampf für Feminismus, gegen Sexismus und Patriarchat beinhalten. Feminismus und Antifaschismus müssen als gemeinsamer Kampf betrachtet werden.

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Wedding: Protestzelt in Solidarität mit den Kolleg*innen der CFM

Protestzelt in Solidarität mit den Kolleg*innen der CFM – Gegen Outsourcing und Befristung!

Protestzelt mit Programm:
Di, 03.03.2020 | 11:00 Uhr | Eingang Virchow-Klinikum (Augustenburger Platz 1 / Wedding)

Mehr Infos: Hände weg vom Wedding

Als Stadtteilorganisierung wollen wir die seit mehreren Jahren kämpfenden Kolleg*innen aus dem ausgegliederten Reinigung- und Logistikbereich „CFM – Charité Facilit Mangement GmbH“ in ihrem aktuellen Arbeitskampf unterstützen. Über die Situation im Betrieb und die Auseinandersetzungen mit der Charité berichtete letztes Jahr ein Kollege bei der Veranstaltung „Outsourcing macht krank!“ (Audio zum Anhören). Wir unterstützen ebenfalls die Berliner Kampagne gegen Outsourcing und Befristung und beteiligen uns daher solidarisch an dem Protestzelt in Solidarität mit den Kolleg*innen am Mittwoch den 3. März 2020 vor den Virchow-Klinikum:

Die Kampagne gegen Outsourcing und Befristung organisiert kurz vor der anstehenden Betriebsversammlung der CFM (Charité Facility Management GmbH) ein Protestzelt vor dem Cahrité Campus Virchow-Klinikum in Berlin-Wedding. Wir wollen unsere Solidarität mit den kämpfenden Kolleg*innen zum Ausdruck bringen und im laufenden Arbeitskampf für „Ein Krankenhaus, eine Belegschaft und einen Tarifvertrag!“ zusammenkommen.

Der bisherige Programmplan:

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[Left Report] Macht und Gewalt

Macht und Gewalt – Der Mord an Maria durch die Berliner Polizei

Am vergangenen Freitag wurde die 33-jährige Maria in ihrer Wohnung in Berlin-Friedrichshain von Polizeibeamten erschossen.
Die Polizei behauptet, der Schütze hätte in Notwehr gehandelt, da Maria ihn mit einem Messer bedroht hätte, doch AnwohnerInnen äußern Skepsis gegenüber dieser Darstellung. (1)
Zudem gibt es Hinweise darauf, dass die Polizei bewusst Falschmeldungen zu dem Fall und einer kurz darauf stattfindenden öffentlichen Versammlung betroffener Menschen verbreitete. (2)

Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen die Polizei Schüsse auf Menschen mit psychischen Erkrankungen abgibt, von denen angeblich eine Bedrohung ausgegangen sei. (3) Für die Polizei eine heikle Situation: als Inhaberin des staatlichen Gewaltmonopols bezieht sie ihre Legitimation hauptsächlich aus dem Vertrauen der Bürger*innen in sie als Schutzmacht. Wie fatal wäre es da für sie, wenn diese Bürger*innen auf den Gedanken kommen könnten, dass von Polizist*innen eine potenziell tödliche Bedrohung für eben die Menschen ausgeht, deren Leben sie angeblich schützt?

Tödliche Schüsse durch Polizeibeamt*innen werfen Fragen nach dem genauen Ablauf der Ereignisse auf, die sich diese nicht gern stellen lassen. Der ihnen vom Staat verliehene Machtvorschuss in Bezug auf die Deutungshoheit steht in diesen Momenten auf der Kippe. Um die Kontrolle über die öffentliche Wahrnehmung der Situation wieder zu erlangen, wendet die Polizei, gern unterstützt von Boulevard-Presseerzeugnissen wie der „Bild“, Desinformationstaktiken an, in denen der Verweis auf eine angebliche Bedrohungssituation und den Drogenkonsum der vermeintlichen Angreiferin üblicherweise ausreicht, um die Öffentlichkeit zu beruhigen.
In Marias Fall haben sich einige Menschen nicht bereit erklärt, solcherlei Darstellungen unhinterfragt stehen zu lassen und begonnen, Fakten zu sammeln, die den Erklärungen der Polizei zum Ablauf des Einsatzes widersprechen (4) und setzen damit den Hebel genau dort an, wo die Polizei in Erklärungsnot geraten könnte.

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