[neues deutschland] Mord aus rechtem Frauenhass

Gemeinsames Gedenken an Beate Fischer in Reinickendorf Foto: Laura Maikowski

Mord aus rechtem Frauenhass

Nach 25 Jahren wird in Reinickendorf der von Neonazis ermordeten Sexarbeiterin Beate Fischer gedacht

Von Claudia Krieg 24.07.2019, 17:42 Uhr Lesedauer: 3 Min.

An der Residenzstraße Ecke Emmentaler Straße im Bezirk Reinickendorf läuft am frühen Dienstagabend der Berufsverkehr. In minütlichen Abständen landen Jets auf dem nahgelegenen Flughafen Tegel. Ein kleines Plakat weist den Weg zur Emmentaler Straße 97. Dort stehen etwa 35 überwiegend junge Menschen. Manche halten Transparente, andere bauen eine Mikrofonanlage auf. Eine Polizeistreife beobachtet das Geschehen. Die Aufschrift »In Gedenken an Beate Fischer, ermordet am 23. Juli 1994« verweist auf den Anlass der kleinen Kundgebung.

»Viel wissen wir nicht über den Menschen Beate Fischer«, sagt Maja Nowak von der antifaschistischen Initiative »Niemand ist vergessen«. Was man aber weiß, und woran man gemeinsam mit der Beratungsstelle für Prostituierte Hydra und der Gruppe Antifa Nordost an diesem Abend erinnern möchte: Beate Fischer wurde an diesem Ort vor 25 Jahren brutal vergewaltigt und erdrosselt. Vier Neonazis, mit denen sie zunächst freiwillig in die Wohnung in der Emmentaler Straße 97 gegangen sein soll, hatten die Tat gemeinschaftlich begangen. Die Leiche von Beate Fischer legten sie in eine Decke eingewickelt bei den Mülltonnen ab.

Die besagte Wohnung war als Treffpunkt von Neonazis bekannt. Die Ermittlungen in der rechten Szene führten zu den Tätern Oliver P. und Mirko D., die den Mord gestanden. Kurz darauf wurden auch der damals 22-jährige Matthias F. und der zum Zeitpunkt 18-jährige Dirk G. festgenommen. Das Landgericht Berlin verhängte eine lebenslange Haftstrafe für den Haupttäter und neun beziehungsweise zehn Jahre Jugendstrafe für die drei Mittäter. Beate Fischer hinterließ einen Ehemann und zwei Kinder im Alter von damals vier und sechs Jahren. Obwohl das Gericht bei der Verurteilung einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Mord und der neonazistischen Ideologie der Täter herstellte, wurde Beate Fischer erst 2018 offiziell als Opfer rechter Gewalt anerkannt.

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[AK36] In Gedenken an unseren Freund Jakob!

In Gedenken an unseren Freund Jakob!

Manche kannten ihn gut, andere haben ihn nie persönlich kennen gelernt, wieder andere kannten ihn nur vor oder nach seiner Entscheidung in die Berge Kurdistans zu gehen.
Wir haben tiefen Respekt für seine Entscheidung, sein ganzes Leben dem Kampf für die Freiheit und ein besseres Leben für alle Menschen einzusetzen.
In einer Tradition von vielen Internationalist*innen die den Kampf geführt haben, gelebt haben und die die ihn bis heute führen!
So notwendig es ist uns gemeinsam zu organisieren, so wichtig ist es zusammen zu kommen, um gemeinsam zu gedenken und uns somit mit unserer Widerstandsgeschichte auseinander zu setzen, füreinander da zu sein, uns kennen zu lernen und unsere Ideen, Erfahrungen und Gefühle miteinander zu teilen.

Wir rufen euch dazu auf morgen, am 10.Juli nach Hamburg zu kommen und mit uns gemeinsam Jakob Riemer, Şehîd Şîyar Gabar zu gedenken, der heute vor einem Jahr, am 09.Juli in den Bergen Kurdistans gefallen ist.

Wir werden dafür sorgen das die Gefallenen nie vergessen werden, wir werden dafür sorgen, dass ihr Kampf, unser Kampf weiter geführt wird!

Şehîd namirin!

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[Rote Hilfe Berlin] Jugendwiderstand: Rote Hilfe verurteilt Razzia und Outing

Jugendwiderstand: Rote Hilfe verurteilt Razzia und Outing

Am Morgen des 26. Juni führten mehr als 100 Bullen* eine Razzia gegen Genoss*innen durch, die dem jüngst aufgelösten Jugendwiderstand angehört haben sollen. Sie durchsuchten neun Wohnungen in Berlin und Nordrhein-Westfalen. Die Vorwürfe lauten z. B. schwerer Landfriedensbruch und Körperverletzung. Hintergrund ist zum einen eine Auseinandersetzung mit proisraelischen Demonstrant*innen gegen eine Veranstaltung mit der palästinensichen Aktivistin Manal Tamimi im September 2018, zum anderen der Rudolf-Heß-Marsch 2017. Hierbei sollen die beschuldigten Genoss*innen Neonazis* geschlagen und erheblich verletzt haben. Beschlagnahmt wurden laut Angaben der Bullen* Waffen und Vermummungsgegenstände und wie üblich Mobiltelefone und Datenträger.

Die Razzia ist durch eine breite Verbotskampagne in den letzten Monaten politisch vorbereitet worden. Höhepunkt dieser Kampagne war eine weitreichende Outing-Aktion des linken Blogs Friedensdemo-Watch in Zusammenarbeit mit dem Tagesspiegel im Dezember 2018. Der maoistisch orientierte Jugendwiderstand steht nicht nur aus ideologischen Gründen auch in weiten Teilen der linken Szene Berlins in der Kritik, ihm werden auch martialisches Auftreten und Gewalt gegen politische Gegner*innen vorgeworfen.

Wir, die Rote Hilfe Ortsgruppe Berlin, erklären uns solidarisch mit den am 26. Juni angegriffenen Genoss*innen. Zu innerlinken Konflikten beziehen wir als strömungsübergreifende linke Schutz- und Solidaritätsorganisation grundsätzlich nicht Stellung. Wir verurteilen es jedoch, wenn Genoss*innen wie in der Outing-Aktion geschehen planmäßig mit den bürgerlichen Medien zusammenarbeiten, um solche Konflikte für sich zu entscheiden. Dies läuft, wie die Razzia zeigt, auf eine Zuarbeit an den Staatsschutz hinaus. Alle Genoss*innen müssen sich klarmachen, dass solche Denunziationen, letztlich allen Strömungen der Linken verheerend schaden werden.

Quelle: berlin.rote-hilfe.de/jugendwiderstand-rote-hilfe-verurteilt-razzia-und-outing/

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Soli-Party für den Offenen Raum (ORA)

Soli-Party für den Offenen Raum (ORA)

Soli-Party:
Sa, 21.09.2019 | 21:00 Uhr | Bunte Kuh (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)

Veranstalter*innen: Offener Raum (ORA)

Der Offene Raum (ORA) ist ein Veranstaltungsraum für selbstorganisierte Politik und Kultur in Weißensee. Ihr findet uns im KuBiZ in der Bernkasteler Straße 78.

Bands:
Domo Arigato Mr. Roboto (lubber, ripft, zzzt)
Pink Wonder (pinky puky bloody punk)
Uranus Front (dirty stoner riff punk)

VJ:
Treefibet

DJ*s:
Die Axxt & Hägen Daz (garage punk n beatz n roll)

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Veranstaltung: Für ökologische und soziale Gerechtigkeit!

Für ökologische und soziale Gerechtigkeit! Pour la justice écologique et social!

Info-Veranstaltung:
Mi, 18.09.2019 | 19:30 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold (Afrikanische Straße 74 / Wedding)

Veranstalter*innen: Hände weg vom Wedding

Die Bewegung der Gelbwesten (Gilets Jaunes) in Paris, beleuchtet aus der Perspektive der Bilder…

Zwei Journalist*innen der Nachrichtenseite urbanauth.eu reisen nach Wedding: Ohne gelbe Weste, dafür mit explosiven Bildern. Mit großem Interesse haben sie die Sozialbewegung der Gelbwesten über eine Vielzahl von Demonstrationen („Akte“) verfolgt. Sie berichten über Akteur*innen, politische Graffitis und wie sich die Perspektiven der breiten Proteste darstellen. Unveröffentlichte Bildmaterialien von über 10 Akten dienen als roter Faden fü den Vortrag.

Damit verbunden gehen wir der Frage nach, was aus den sozialen Protesten für lokale, antikapitalistische Bewegungen zu lernen ist und welche Anknüpfungspunkte für den weltweiten Klimastreik am 20.09. bestehen. Im Anschluss gibt es ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen.

Gemeinsam zum Klimastreik:

Do, 19.09.2019 | 18:00 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold (Afrikanische Straße 74 / Wedding):
gemeinsam basteln wir Schilder und Transparente für die große Klimastreik-Demo am 20.09.2019

Fr, 20.09.2019 | 11:00 Uhr | Leopoldplatz (Wedding): [Banner] | [Aufruf: Frauen*streik Komitee Berlin]
Treffpunkt für die gemeinsame Anreise zur Klimastreik-Demo ab Brandenburger Tor

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[Antifa-Café Nord-Ost] LGBTI zwischen bürgerlicher Integration und revolutionärem Kampf

LGBTI zwischen bürgerlicher Integration und revolutionärem Kampf

Antifa-Tresen & Info-Veranstaltung:
Fr, 13.09.2019 | 19:00 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold (Afrikanische Straße 74 / Wedding)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & re:volt magazine
Mehr Infos: Filipino LGBT Europe & Gabriela-Germany

Flyer: deutsch [#1] [#2] | english [#1] [#2]

[english below]

Die Anliegen der LGBTI*-Bewegung finden hierzulande von der radikalen Linken bis zum bürgerlichen Mainstream zunehmend Anerkennung. Die Rezeption, was aber nun genau der Kern dieser facettenreichen Bewegung ist, ist auch in ihr selbst umkämpft. In den vergangenen Jahren konnte sich so ein liberal-bürgerlicher diversity-Diskurs, wie auch ein pro-imperialistischer und islamfeindlicher Homonationalismus in der LGBTI*-Community etablieren. In der revolutionären Linken ist derweil umstritten, welchen Stellenwert die Bewegung für revolutionäre Politik haben kann. Werden einerseits LGBTI*-Anliegen von Gegner*innen der Identitätspolitik zur Nebensache abgetan, machen Befürworter*innen das Anliegen zunehmend zum Hauptrichtmaß für linke Politik – zumeist abseits jeder Frage von Antikapitalismus und Antiimperialismus. Auf den Philippinen hat sich unterdessen eine sozialistische, antiimperialistische LGBTI*-Bewegung herausgebildet, die klassenkämpferische Politik mit dem Kampf gegen Diskriminierung verbindet.

Wir haben Marlon Lacsamana von der LGBTI*-Organisation „Filipino LGBT Europe“ eingeladen, um über die Situation von LGBTI*s im südostasiatischen Land zu berichten. Er war dort in den so genannten nationaldemokratischen LGBTI*-Massenorganisationen organisiert, die der sozialistischen Bewegung nahe stehen. Er wird mit uns diesen Ansatz der Organisierung und der Verbindung von LGBTI*-Anliegen mit Klassenkampf und Antiimperialismus diskutieren und seine Erfahrungen mit Chauvinismus in der europäischen LGBTI*-Bewegung teilen.

Die Veranstaltung findet im Kontext zum „Philippine Solidarity Month“ auf den Philippinen statt. Diese antifaschistische Kampagne richtet sich gegen den tyrannischen Präsidenten Duterte, der eine unterdrückerische und gewalttätige Politik gegen alle dissidenten Stimmen vorantreibt und eine anhaltende mysogine und LGBTI*-feindliche Haltung an den Tag legt.

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[ALJ]-Tresen: #tumalwat Reclaim the City!

#tumalwat Reclaim the City!

Antifa- & Soli-Tresen:
Sa, 07.09.2019 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: Antifaschistische Linke Jugend [ALJ]
Mehr Infos: tumalwat.noblogs.org

Unser monatlicher Tresen, dieses mal mit Soli-Getränken für die tu mal wat! Aktionstage im September.

Wie immer gibt es neben gekühltem Bier und Limo auch diverse Longdrinks und Cocktails zum schmalen Taler. Außerdem wie gewohnt Musik aus der Dose, Kicker und einige Brettspiele. Kommt rum!

tu mal wat! | Reclaim the city:
Ein Bündnis verschiedener Gruppen will mit den „Tu mal wat“-Aktionstagen die bestehenden wohnungspolitischen Kämpfe weiter zuspitzen und ihre Vielfältigkeit aufzeigen. Die Aktionstage sollen öffentlich beworbene Veranstaltungen wie Diskussionsrunden, Workshops, Filmabende und Solipartys mit handfester Praxis kombinieren. Thematisch geht es um die Enteignung, die Aneignung, das Sich-Widersetzen und den Erhalt von Räumen und Orten, in Theorie und Praxis.

Den kompletten Aufruf findet ihr hier: tumalwat.noblogs.org/post/category/aufrufe/

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Weisestraßenfest 2019 – Syndikat bleibt! Wir bleiben Alle!

Weisestraßenfest 2019 – Syndikat bleibt! Wir bleiben Alle!

Straßenfest:
Sa, 07.09.2019 | 14:00 Uhr | Weisestraße (Neukölln)

Mehr Infos: weisestrasse.blogsport.de

Das diesjährige Weisestrassenfest steht unter dunklen Vorzeichen. Das Syndikat, aus dessen Dunstkreis vor vielen Jahren die Idee zu diesem Straßenfest – selbstorganisiert, unkommerziell, von Nachbar*innen für Nachbar*innen – entstanden ist, droht nach über 34 Jahren Existenz das Aus. Doch ist dies nur die Spitze des Eisbergs.

Im ganzen Schillerkiez zeigt sich seit Jahren sehr deutlich die hässliche Fratze des Mietenwahnsinns. Einst einer der verrufensten Kieze Neuköllns, ist der Schillerkiez nun Investitonsfläche für Renditejäger*innen und Betongold-Fetischist*innen. Nachbarschaften werden durch explodierende Mieten, Umwandlung in Eigentumswohnungen und Eigenbedarfskündigungen zerstört. Alteingesessenes Kleingewerbe wird Stück für Stück verdrängt und hippe Cafés, Co-Working-Spaces und fancy Shops & Fressbuden bestimmen immer mehr das Straßenbild.

Dabei geht es schon lange nicht mehr um die Bedürfnisse der Nachbarschaft, sondern nur noch um Profit. Überleben, tun nicht die Kneipen, Restaurants und Geschäfte die gebraucht und gewollt werden, sondern die, die die immer absurderen Rendite-Träume der großen Immobilienkonzerne wie Akelius, Convivio, Pears Global & co. befriedigen können. Bleiben können nicht alle Menschen, die dort ihr soziales Umfeld und ihren geliebten Lebensmittelpunkt gefunden haben, sondern nur die, die es sich leisten können.

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Wedding-Tresen: Streiken für ein ganz anderes Klima!

Streiken für ein ganz anderes Klima! Die imperiale Lebensweise vs. Klimagerechtigkeit

Wedding-Tresen & Diskussions- & Info-Veranstaltung:
Do, 05.09.2019 | 20:00 Uhr | Café Cralle (Hochstädter Straße 10A / Wedding)

Veranstalter*innen: Hände weg vom Wedding
Referent*in: Timmo Krüger (Scientist4Future)

Im September präsentieren wir zum monatlichen Tresen im Café Cralle, einen solidarischen Diskussions- und Infoabend im Vorfeld des globalen Klimastreiks am 20. September 2019. Zu Gast ist Timmo Krüger, ein Wissenschaftler der die Initiative Scientist4Future unterstützt:

Grundsätzlich sind sich (fast) alle einig, sowohl in Expert*innenkreisen als auch in der breiten Öffentlichkeit, dass Klimaschutz hohe Priorität besitzt. Weiterhin entwickelten sich in den letzten Monaten und Jahren mit Fridays for Future, Ende Gelände und Extinction Rebellion neue zivilgesellschaftliche Formen des Klimaprotestes, die stark mobilisierend wirken. Dennoch sind die bislang umgesetzten politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen äußerst zahm. Die globalen Treibhausgasemissionen und der Ressourcenverbrauch steigen weiter an. Wie ist diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu erklären?

Einen Erklärungsversuch bietet das Konzept der imperialen Lebensweise, das in letzter Zeit in Bewegungskreisen und von kritischen Wissenschaftler*innen diskutiert wird. Die Stärke des Konzeptes ist, dass es ökologische Fragen mit Gerechtigkeitsfragen verknüpft und dass es Alltagspraxen mit gesellschaftlichen Strukturen zusammen denkt. Timmo Krüger wird in einem kurzen Vortrag in das Konzept der imperialen Lebensweise einführen und erörtern, warum Wachstumsgesellschaften – trotz sich zuspitzender Krisen – weiterhin attraktiv sind und als normal gelten. Im Anschluss an den Vortrag wird es eine offene Diskussion um die im Vortrag aufgeworfenen Fragen und um aktuelle politische Kämpfe geben.

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Kundgebung: Rozbrat Zostaje! / Rozbrat bleibt!

Rozbrat Zostaje! / Rozbrat bleibt!

Soli-Kundgebung:
Mo, 02.09.2019 | 16:00 Uhr | Polnisches Institut Berlin (Burgstraße 27 / Mitte)

Mehr Infos: PostKom & Rozbrat

Video: Rozbrat bleibt! Das älteste besetzte Haus in Polen steht vor der Zwangsräumung (leftvision)

[Spendenaufruf]

Rozbrat, eines der wichtigsten linken Zentren in Polen ist nach 25 Jahren akut bedroht! Es liegt an uns allen es zu verteidigen.

Im Gegensatz zu anderen kulturellen Einrichtungen war das Rozbrat immer autonom. Autonom von staatlichen Institutionen. Ähnlich wie in Berlin ist auch in Polen zu beobachten, dass alternative Einrichtungen aus politischen und ökonomischen Gründen verdrängt werden sollen. Mehrere Generationen von Aktivist*innen, die bei vielen bedeutenden Mobilisierungen und Debatten über gesellschaftliche Themen eine entscheidende Rolle spielten, haben sich im Rozbrart organisiert. In der Vergangenheit haben Aktivist*innen aus dem Rozbrat offensiv und in solidarischer Art und Weise die am meisten ausgegrenzten Bewohner*innen der Stadt, verteidigt und unterstützt. Sie haben Dutzende von Arbeits-, Mieter*innen- und Umweltprotesten angestoßen. Weit über die Szene und über Poznan hinaus, ist das Rozbrat eine wichtige kulturelle und politische Institution in Polen.
Die allgemeinen politischen und gesellschaftlichen Prognosen und Entwicklungen in Polen sind seit Jahren mehr als düster, da nicht nur eine nationalkonservative Regierung an der Macht ist, sondern auch die extreme Rechte immer brutaler und selbsbewusster agieren kann. Zuletzt war dies bei den gewalttätigen Übergriffen gegen LGBTIG-Aktivist*innen in Białystok zu sehen. Autoritäre Tendenzen, innerhalb des Staates durch den Ausbau polizeilicher Befugnisse und brutale Repression wie zum Beispiel gegen linke Klimaaktivist*innen, ermutigen die Rechten.
Die Regierung [PIS] versucht seit Jahren nicht nur Medien und Gerichte für sich zu vereinnahmen, sondern bekämpft auch aktiv die kritische Zivilgesellschaft in Polen.

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