20 Jahre TREND Onlinezeitung – Veranstaltungswochenende

20jahre_trendWir wollen nicht ein Stück vom Kuchen wir wollen die ganze Bäckerei!

Veranstaltungswochenende über Programm und Politik:
Fr, 29.01. – So, 31.01.2016 | K9 (Kinzigstraße 9 / Friedrichshain)

Mehr Infos: Trend Onlinezeitung

Die Veranstaltungen anlässlich des 10- und 15jährigen Erscheinens von TREND dienten jeweils zur Beschäftigung mit Fragen, die nach Meinung von Herausgeber*innenkreis und Redaktion für eine sozialemanzipatorische Politik von zentraler Bedeutung sind. Dies soll auch die Leitlinie für die Veranstaltungen zum 20jährigen Bestehen von TREND sein. Ausgehend von der Marginalisierung der radikalen Linken im Kontext von Alltagspolitik vertraten wir 2005 die Ansicht, dass es zur Überwindung dieses Zustands nötig sei, die nach 1989 entstandenen „kapitalistischen Verhältnisse und Strukturen“ einer „Analyse zu unterwerfen“, um dem Kommunismus eine Perspektive zu geben. Wir schrieben damals: „Dazu gehört vor allem auch eine Neueinordnung der praktischen und theoretischen Erfahrungen der internationalen ArbeiterInnenbewegung ein- schließlich der daraus abgeleiteten Revolutions- und Organisationskonzepte.“

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22.-28. Jan.: Aktionen anlässlich der türkisch-deutschen Kabinettssitzung

kundgebung_kanzleramt_20160122_bannerAufstehen gegen Rassismus, Faschismus und Krieg! Schluss mit Erdogans Staatsterror gegen die Kurden und die demokratische Opposition!

Kundgebung:
Fr, 22.01.2016 | 11:00 Uhr | Kanzleramt (Willy-Brandt-Straße 1 / Tiergarten)

Mahnwachen:
Di, 26.01. – Do, 28.01.2016 | 10:00 – 16:00 Uhr | Platz der Republik 1 / Tiergarten
anschließende Demos: Di, 26.01. & Mi, 27.01.2016

Filmveranstaltung zum Wiederaufbau in Kobanê/Rojava:
Do, 28.01.2016 | 18:30 Uhr | Münzenberg-Saal (Franz-Mehring-Platz 1 / Friedrichshain)

Mehr Infos: Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin
Material: [Aufruf]

Während im Osten der Türkei jeden Tag Zivilisten Opfer eines brutalen Staatsterrors durch Armee und Spezialeinheiten werden, soll am 22.Januar in Berlin eine gemeinsame Kabinettssitzung der Bundesregierung mit der türkischen Regierung stattfinden. Thema ist vor allem der Deal der Bundesregierung mit der türkischen Regierung bei der Abschottung von Europas Grenzen gegen Flüchtlinge. Im Zusammenhang mit den massenhaften sexuellen Übergriffen in Köln verstärkt die Große Koalition die Stimmungsmache gegen Flüchtlinge und will im Schnellverfahren weitere Einschränkungen des Asylrechts beschließen. Faschistische Kräfte werden dadurch ermuntert ihre menschenverachtenden Angriffe auf Flüchtlinge zu verstärken.

Unmenschliche Flüchtlingspolitik verstößt gegen internationales Recht Weiterlesen »

Infoabend: „Stadtguerilla in Lateinamerika und BRD“

fotocaneros„Stadtguerilla in Lateinamerika und BRD – Transfer eines revolutionären Konzepts“

Info-Veranstaltung:
Di, 26.01.2016 | 19:30 Uhr | Bunte Kuh (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)

Nach dem Sieg der kubanischen Revolution im Januar 1959, kam es in fast allen Ländern Lateinamerikas zu revolutionären Bewegungen, die – beeinflusst durch die Guerilla-Strategie der kubanischen Revolutionär*innen – den bewaffneten Kampf als revolutionäres Konzept gegen Imperialismus und Ausbeutung übernahmen. Während die maßgeblich von Ernesto »Che« Guevara entwickelte Guerillatheorie von einem starken Primat der Landguerilla in einem unerschlossenen, unkontrollierbaren Territorium ausging und Guerilla-Einheiten in den Städten nur unterstützenden Charakter beimaß, entwickelte sich vor allem in Uruguay ein neues Konzept – mit dem movimiento de liberación nacional – Tupamaros war die Stadtguerilla geboren. Dieses Konzept wiederum wurde auch von der radikalen Linken in Westeuropa und den USA aufgegriffen. Dort sah mensch sich als Unterstützung ländlicher Befreiungsbewegungen in Asien, Afrika und Lateinamerika im Rahmen eines internationalen, revolutionären Kampfes.In zwei Vorträgen soll betrachtet werden, in wie weit der uruguayische Ansatz als Weiterentwicklung des »kubanischen Weges« oder besser als terroristische Strategie bewertet werden sollte und ob es sich bei der Stadtguerilla in Westeuropa und den USA tatsächlich um einen neuen internationalistischen Ansatz handelte und wo dessen Grenzen lagen. Beleuchtet wird die Thematik in zwei Vorträgen von Fabian Bennewitz & Meas Wolfstatze, zwei internationalistischen Geschichtsstudis
der »Freien« Universität Berlin.

Vortrag 1: Fabian Bennewitz »Das Konzept der Stadtguerilla in Uruguay – Weiterentwicklung des kubanischen Guerillamodells oder neuer urbaner Terrorismus?«

Vortrag 2: Meas Wolfstatze »Stadtguerilla in Lateinamerika und BRD – Über die globale Entwicklung einer urbanen Guerilla«

Kundgebungen: Freiheit für die politischen Gefangenen in Ägypten!

plakat_aegyptische_gefangene_kundgebungFreiheit für die politischen Gefangenen in Ägypten!

Solidaritäts-Kundgebung:
Sa, 23.01.2016 | 14:00 Uhr | Ägyptische Botschaft (Stauffenbergstraße 6-7 / Tiergarten)

Weitere Kundgebungen in Hamburg (Generalkonsulat Mittelweg 183) und Frankfurt am Main (Generalkonsulat Eysseneckstraße34)

Mehr Infos: Freundeskreis Ahmed Said
Mobi-Video: Freiheit für die politischen Gefangenen in Ägypten!

Über 40.000 politische Gefangene sind seit dem Sturz des gewählten Präsidenten Mursi durch das Militär unter Führung von General Sisi hinter Gittern gelandet. Hinzu kommen mindestens 163 Studierende, die verschwunden sind. Die Dunkelziffer liegt weit höher. Von den wenigen Entführten, die inzwischen wieder aus der Haft entlassen wurden, berichteten viele von Folter in den überfüllten Haftanstalten der ägyptischen Polizei. Hassiba Sahraoui, regionale Leiterin von Amnesty International, sprach darum von einer „Gefängnis-Generation“. Der Weg der Jugendbewegung, welche die Revolte des Jahres 2011 maßgeblich angetrieben hatte, führte von der Straße ins Gefängnis. Jetzt, kurz vor dem 25. Januar – Jahrestag der Revolution – überzieht das Sisi-Regime das Land mit einer nie dagewesenen Verhaftungs- und Verfolgungswelle, die sich insbesondere gegen die ehemaligen Revolutionäre und ihre Sympathisanten richtet. Aus Angst vor einem erneuten Aufstand versuchen die Sicherheitskräfte mit allen Mitteln Widerstand im Keim zu ersticken.

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[NEA]-Tresen: „PKK Verbot aufheben“

tresen_1601_bannerPKK Verbot aufheben!

Antifa-Tresen und Info-Veranstaltung:
Do, 21.01.2016 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Referent*innen: Rechtshilfefond Azadi e.V.
Eintritt: frei
Material: [Flyer] | [Banner]

PKK Verbot aufheben!
Vor 22 Jahren wurde in Deutschland das Betätigungsverbot gegen die Arbeiter*innenpartei Kurdistans PKK verhängt und diese im Jahre 2002 auf die Terrorliste der EU und der USA gesetzt. Es folgte eine Welle der Kriminalisierung gegen Kurd*innen mit Ausgrenzung aus dem sozialen und politischen Leben. Zehntausende Verfahren wurden geführt wegen des Zeigens verbotener Symbole oder des Rufens von unerwünschten Parolen auf Demonstrationen. Tausenden Kurdinnen und Kurden wurde aufgrund ihres politischen Engagements die Einbürgerung verweigert oder sie erhielten Ausweisungsverfügungen wegen angeblicher Unterstützung terroristischer Aktivitäten, die sich bei näherem Hinsehen auf die Teilnahme an legalen Demonstrationen und Veranstaltungen beschränkten. Auf der Grundlage des § 129b befinden sich aktuell 7 Kurden in deutschen Gefängnissen, sei es in Untersuchungshaft oder nach Verurteilung zu mehrjährigen Haftstrafen.

Stoppt die Massaker in Kurdistan!
Seit mehreren Monaten verhängt der türkische Staat in den kurdischen Städten wochenlange Ausgangssperren und tötet wahllos die Zivilbevölkerung. Es gab bislang über 200 Tote. Vergleichbar mit der Situation in syrischen Städten feuert das türkische Militär mit Panzern, schwerer Artillerie und auch aus der Luft in die kurdischen Wohngebiete. Zu alldem schweigt die Bundesregierung nicht nur, sondern leistet auch aktiv Unterstützung, indem sie die kurdische Opposition hier in Deutschland verfolgt.

Dazu gibt es wie immer leckeres veganes Essen und wunderbare Soli-Cocktails – dieses Mal für den Kiezladen Friedel 54.

Info-Veranstaltung: In Solidarität mit den politischen Gefangenen in Ägypten

va_ahmedsaid_baizIn Solidarität mit den politischen Gefangenen in Ägypten

Info-Veranstaltung:
Di, 19.01.2016 | 19:30 Uhr | BAIZ (Schönhauser Allee 26A / Prenzlauer Berg)

Mehr Infos: #FreeAhmedSaid
Unterstützer*innen: North-East Antifascists [NEA]
Eintritt: frei

Ein Aktivist aus Ägypten berichtet über den Ägyptischen Aufstand. Dabei geht es insbesondere um die Menschenrechtssituation der politischen Gefangenen. Der libertäre Aktivist, Chirurg und Dichter Ahmed Said wurde am 13.12.2015 mit vier Mitgefangenen zu zwei Jahren Gefängnisstrafe verurteilt. Am 19.11. 2015 war er zusammen mit mehreren Aktivist*innen verhaftet worden. Er hatte an einem friedlichen Protest auf der Brücke des 6. Oktober teilgenommen und sich danach in die Innenstadt von Kairo begeben. Anlass der Kundgebung war der 4. Jahrestag der Schlacht von Mohamed Mahmoud, den fast 5 Tage andauernden Straßenkämpfen während der Revolution 2011, bei denen mindestens 47 Menschen ums Leben kamen und Tausende verletzt wurden. Ahmed hat sich durchgängig sowohl in Ägypten, als auch in Deutschland für Menschenrechte in Ägypten und gegen rassistische Tendenzen in Europa politisch eingesetzt. Er war auch aktiv in der Formierung eines kritischen Netzwerkes von ägyptischen Aktivist*innen im Exil und bemüht um den Aufbau internationaler Solidarität. Diese Arbeit ist durch die Haft unterbrochen worden. Wir fühlen uns diesen Zielen jetzt umso mehr verpflichtet und führen zugleich eine Kampagne zur Freilassung von Ahmed und seinen Mitgefangenen und um auf die unmenschlichen Haftbedingungen aufmerksam zu machen. Durch die Inhaftierung von über 40.000 politischen Gefangenen in Ägypten soll jede Kritik am Regime und ein neuerlicher Aufstand unterdrückt werden. Diese Rechnung darf nicht aufgehen.
Im Anschluss an den Vortrag wird Raum für Diskussionen und Fragen verfügbar sein.

Soli-Party: „Bier gegen Bullen. Love Music – Hate Repression.“

flyer_antirep_soliparty_sub_jan16Bier gegen Bullen. Love Music – Hate Repression.

Soli-Konzert & Party gegen Preression:
Sa, 16.01.2016 | 21:00 Uhr | Subversiv (Brunnenstraße 7 / Mitte)

Material: [Flyer]

Repression, durch das Gewaltmonopol des Staates, egal ob in Form von Kontrollen, Ausrufen von sogenannten „Gefahrengebieten“ oder Festnahmen, sind für den*die Betroffene*n immer beschissen und kosten eine Menge Geld. Um ein bisschen Geld rein zubekommen, kommt ins Subversiv und feiert mit sympatischen linken Bezugsgruppen.

Live Bands:
Ari (Liedermacherin)
Destroyline (Hardcore, Punk)
Patsy Stone (Punk)
Torkel T (Hip Hop)

Aftershow:
Lenki Balboa (Hip Hop Trash, Crossover)
Cordon Bleu (Trash)

Antifa-Block auf der LL-Demo 2016: Solidarisch kämpfen

ll_demo_2016_plakatSolidarisch kämpfen: Antifaschistisch. Antirassistisch. Internationalistisch. Antikapitalistisch.

Antifa-Block auf der LL-Demo 2016:
So, 10.01.2016 | 10:00 Uhr | U-Bahnhof Frankfurter Tor (Friedrichshain)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & Radikale Linke Berlin

Unterstützer*innen: Antikapitalistische nichtweiße Gruppe im Aufbau, internacionalismo21 & Verband der Studierenden aus Kurdistan / Yekîtiya Xwendekarên Kurdistan (YXK) Berlin

Material: [Plakat] | [Flyer Front] [Flyer Back] | [Banner: 468×60] [Banner: 234×60] [Banner: Mobi-Video] [Banner: Videobericht 2015] [Banner: Gedenkrundgang]

Videos: [Mobi-Video 2016] [Videobericht 2015]

Weitere Artikel:
LL-Demo 2016 – Interview in der Jungen Welt: »Wir wollen linke Geschichte nicht aufgeben«
Videobericht von der LL-Demo 2015

Reihe im Antifa-Block:

Wir freuen uns sehr, dass unsere Genoss*innen und Freund*innen vom Internationalistischen Abend und Interbrigadas mit dem Bündnis internacionalismo21 zu Internationalistischen Reihen im Antifa Block unter dem Motto: „EINE BESSERE WELT IST MÖGLICH. Krieg den Kriegsteibern Innen und Außen!“ aufrufen.
Mehr Infos: 10.01.2016: internacionalismo21- Internationalistische Reihen im Antifa Block auf der LL(L)-Demo
Material: [Aufruf] | [Flyer]

Aktionen im Anschluss an die LL-Demo:

Gedenkrundgang auf dem Friedhof der Sozialist*innen mit Bernd Langer: [Banner]
Direkt nach der Demo | Treffpunkt am Transparent des Antifa-Blocks, links vom Aufgang

Lesung von Texten von und über Rosa Luxemburg:
So, 10.01.2015 | 15:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Steg (Tiergarten)

Weitere Veranstaltungen zur Thematik:

Info-Veranstaltung: Klassenkampf im Betrieb [Flyer]
Fr, 08.01.2016 | 19:00 Uhr | Kiez-Treff Mediengalerie (Dudenstraße 10 / Kreuzberg)

Vor fast 97 Jahren, am 15. Januar 1919, wurden die beiden Revolutionär*innen Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg von faschistischen Freikorps ermordet.Mit der alljährlichen Liebknecht-Luxemburg-Gedenkdemonstration und dem antifaschistischen Block geben wir eine Kampfansage und verknüpfen Gedenkpolitik mit praktischen Kämpfen: gegen rassistische Hetze, geistige und reale Brandstiftung, faschistische und imperialistische Bedrohungen – für eine solidarische Gesellschaft jenseits von Staat, Nation und Kapitalismus.Luxemburgs und Liebknechts Analysen und Kämpfe gegen Militarismus, Imperialismus und Rassismus bleiben bis heute wichtige Bezugspunkte radikal linker Politik und sind Ausgang für den Aufbau einer befreiten Gesellschaft.
Der antifaschistische Block möchte emanzipatorische Kämpfe um Würde und Freiheit, jenseits von nationalistischer und kapitalistischer Unterdrückungslogik sichtbar machen und zusammenführen.
Dies bedeutet:

  • Kampf der rassistischen Hetze und Aufmärsche von PEGIDA, BÄRGIDA & Co.!
  • Unterstützt die antifaschistischen Kämpfe in den Außenbezirken! Solidarität mit den Kämpfen der Geflüchteten um Selbstbestimmung und Würde. Auf die Straße gegen Lagerunterbringung, Residenzpflicht, Abschiebungen und rassistische Sondergesetze!
  • Entschlossen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung in den Wahlkämpfen für BVV und Abgeordnetenhaus im September 2016 – Der AfD, NPD, CDU und SPD die rassistischen Mäuler stopfen!
  • Hoch die internationale Solidarität! Unterstützt die Kämpfe der internationalistischen Linken gegen Repression und für Selbstorganisierung – weg mit dem Verbot der PKK! Führen wir die Kämpfe gegen Faschismus, Imperialismus und religiösen Fundamentalismus zusammen.
  • Nie wieder Krieg! Gegen kulturrassistische Hetze und imperialistische Kriege. Zusammen auf die Straße gegen Kriegseinsätze und Waffenexporte!
  • Lassen wir die Stadt rebellieren: Organisieren wir uns kollektiv gegen Zwangsräumungen, rassistische Polizeikontrollen und steigende Mieten.
  • Betriebliche Organisierung und Kämpfe sind die Grundlage für gesellschaftliche Veränderungen.

Blockaden, Demonstrationen, Streiks: Geschichte wird gemacht.  
Auf zur LL-Demonstration 2016, hinein in den Antifa-Block!

„Eure Ordnung ist auf Sand gebaut.“
Rosa Luxemburg

Mobi-Videos:

Solidarisch kämpfen: Hinein in den Antifa-Block! | Mobi-Video zur LL-Demo 2016

Liebknecht-Luxemburg-Demo 2015 | Bericht vom Gedenken am Ehrenmal

Gesamter Aufruf / Weitere Aktionen und Veranstaltungen:

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9. Januar: Kiez-Demo: „HG und M99 verteidigen!“

m99_hg_verteidigen_plakatHG und M99 verteidigen!

Soli-Demo für das M99 & HG:
Sa, 09.01.2016 | 14:00 Uhr | Heinrichplatz (Kreuzberg)

Material: [Plakat]
Mehr Infos: #hg_m99

Seit 1985 gibt es den Laden M99 in der Manteuffelstraße in Berlin-Kreuzberg. Den namensgebenden “Revolutionsbedarf” hat der Ladeninhaber HG bereits vorher verkauft. Mit seiner langen Geschichte ist der M99 heute einer der wenigen Orte, in dem der sprichwörtliche widerständige Geist eines alten Kreuzberges noch zu wehen scheint – auch wenn das Viertel rundrum inzwischen stark durchgentrifiziert ist. Der M99 ist kein Ort, wo es immer nur um’s Konsumieren geht. Hier muss jede*r auch was tun, um die Ware zu bekommen. Jede*r, der*die einmal da war, wird den M99 niemals vergessen, was vor allem an seinem Inhaber HG liegt. Mit voller Hingabe betreibt er seinen Laden und wohnt in den Räumlichkeiten darüber. Eine Zwangsräumung würde seine berufliche und private Existenz vernichten.

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Info-Veranstaltung: „Bonjour, régression!“

m_le_penBonjour, régression! – Frankreich zwischen Attentaten, Notstand und Rechtsruck bei den Regionalwahlen

Info-Veranstaltung:
Fr, 08.01.2016 | 19:00 Uhr | Helle Panke (Kopenhagener Straße 9 / Prenzlauer Berg)

Referent: Bernhard Schmid (Journalist, Paris)
Moderation: Fabian Kunow
Mehr Infos: www.helle-panke.de
Kosten: 2,00€

Genau ein Monat trennte die mörderischen Attentate in Paris vom 13. November 2015 (mit 130 Toten und 350 Verletzten) vom Ausgang der Regionalparlamentswahlen in ganz Frankreich. Deren zweiter Durchgang mit den Stichwahlen fand am 13. Dezember statt. Aus der ersten Runde war die extreme Rechte als Hauptgewinnerin hervorgegangen. Im landesweiten Durchschnitt wurde der Front National (FN) zur stimmenstärksten Partei und überrundet beide großen politischen Blöcke: sowohl die konservativ-wirtschaftsliberale Rechte als auch die Sozialdemokratie und ihre linksliberalen Verbündeten.
Dies ist nicht der einzige Grund zur Beunruhigung. Seit dem 14. November wurde über Frankreich der Notstand verhängt, unter Rückgriff auf eine Gesetzgebung, die aus dem Jahr 1955 stammt und vor dem Hintergrund des Algerienkriegs – des blutigsten aller französischen Kolonialkriege mit erheblichen Auswirkungen auf die „Heimatfront“ – verabschiedet wurde.
Der Ausnahmezustand rechtfertigte u.a. Demonstrationsverbote, da Menschenansammlungen von potenziellen Attentätern gefährdet seien – was seltsamerweise nicht für Einkaufszentren, Multiplex-Kinos und Weihnachtsmärkte zuzutreffen schien. 24 UmweltaktivistInnen wurden im Vorfeld des internationalen Klimagipfels von Paris unter Hausarrest gestellt, was ebenfalls der Notstand (ohne richterliche Anordnung) ermöglicht, und bei einer Demonstration zum Klimagipfel kam es zu 346 Festnahmen. Auch massive Verschärfungen im Ausländerrecht wurden unter dem Vorwand der Terrorabwehr durchgedrückt.
Während viele BeobachterInnen ein Bündnis aus einem Teil der Konservativen und den Rechtsextremen nicht mehr ausschließen und die nächste Regierung rechter als die jetzige ausgerichtet sein dürfte, werden gleichzeitig die Instrumente für eine mögliche autoritäre Krisenverwaltung vorbereitet.

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