[NEA]-Tresen: Vortrag zu 100 Jahre Oktoberrevolution

Oktober 1917 – Von der russischen Revolution zum weltpolitischen Konflikt

Antifa-Tresen & Vortrag:
Do, 19.10.2017 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]
Referent: Sebastian Gerhardt

Material: [NEA-Tresen Programmheft / Herbst 2017]

In der Theorie der Marxist*innen war alles klar. Die Revolutionen sind die »Lokomotiven der Geschichte«: Die Gleise wurden durch die ökonomische Entwicklung gelegt und die Kommunist*innen sollten die Lokomotivführer*innen sein, denn sie »haben theoretisch vor der übrigen Masse des Proletariates die Einsicht in die Bedingungen, den Gang und die allgemeinen Resultate der proletarischen Bewegung voraus.« (Manifest der Kommunistischen Partei). Die realen Revolutionen im Zarenreich entsprachen diesen Vorüberlegungen jedoch kaum. Vortrag und Diskussion zum Ablauf der Ereignisse 1917-1921, zum Verhältnis der russischen Revolution zur Entwicklung des Kapitalismus und zur Rolle der Gewalt.

Sebastian Gerhardt, politischer Aktivist und Autor, Bildungsreferent für die »Topographie des Terrors« und das Deutsch-Russische Museum Karlshorst.

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Zionskirche: Remember 1987

Eine Veranstaltung zur Erinnerung an den Neonaziüberfall auf das Punkkonzert in der Zionskirche vor 30 Jahren

Veranstaltungen und Konzert:

Diskussionsrunde mit Mitgliedern der Band „Element of Crime“:
Fr, 13.10.2017 | 20:00 Uhr | Zionskirche (Zionskirchplatz / Mitte)

Punkkonzert mit den Bands „The Movement“, „Hans Am Felsen“ & „Max.Antikrist“
Sa, 14.10.2017 | 19:00 Uhr | Zionskirche (Zionskirchplatz / Mitte)

Am 17. Oktober 1987 fand in der, damals weitgehend ungenutzten, Zionskirche ein Punkkonzert mit der Ostberliner Band „Die Firma“ und der Westberliner Band „Element of Crime“ statt. Organisiert wurde es von einigen Leuten aus dem Kreis der Umweltbibliothek (ansässig im alten Gemeindehaus der Zionskirche) und der KvU (Kirche von Unten – damals noch obdachlos, später Villa Elisabeth).
Überregionale Bekanntheit erlangte es allerdings durch einen Überfall von Neonazis auf die Besucher gegen Ende des Konzertes. Da es damals schon gute Kontakte nach Westberlin gab,wurde in den dortigen Medien darüber berichtet und die DDR konnte das Ereignis nicht mehr stillschweigend übergehen. Zum ersten Mal musste die DDR zugeben eine neonazistische Subkultur zu haben.

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Podium: Strategien und Konzepte gegen die AfD

Strategien und Konzepte für den alltäglichen Kampf gegen AfD

Podiumsdiskussion:
Mo, 09.10.2017 | 20:00 Uhr | BAIZ (Schönhauser Allee 26A / Prenzlauer Berg)

Podium: North-East Antifascists [NEA], VVN-BdA, Interventionistische Linke (IL) & linksjugend [’solid]

Strategien und Konzepte für den alltäglichen Kampf gegen AfD, neue & alte Rechte und die schleichende Verrohung der Zivilgesellschaft Egal ob und mit wie viel Prozenten es der AfD gelungen ist in den Bundestag einzuziehen, was die Neue Rechte als völkische Rebellion verkauft wird uns noch lange beschäftigen… die sogenannte Mitte der Gesellschaft ist peu a peu weiter und weiter nach Rechts gerückt, der gläserne Bürger wird begrüßt, täglich neue Tote an den Grenzen Europas mittlerweile mit einem Schulterzucken in Kauf genommen, G20 ist schon wieder Vergangenheit und mit einem heißem Herbst ist nicht zu rechnen wenn Merkel zum vierten Mal in Folge Kanzlerin geworden sein wird. Dass das ein Grund zum Gähnen ist, ist so klar wie falsch, die Langeweile muss ein Ende haben und dazu beizutragen ist weder unmöglich noch schwierig und kostet auch nicht unbedingt viel Zeit. Über gangbare alltagstaugliche Strategien des Widerständigen und die vielfältigen Möglichkeiten sich zu deutlich zu positionieren und im öffentlichen Raum Zeichen zu setzen diskutieren u.a. Vertreteri*nnen der NEA, des VVN-BdA, IL, Linksjugend Solid.

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Kein Raum der AfD: Demo gegen Ratskeller in Charlottenburg

Rechter Infrastruktur den Stecker ziehen! Licht aus für Rechte Infrastruktur in Charlottenburg!

Antifa-Demo gegen Ratskeller in Charlottenburg:
Sa, 23.09.2017 | 15:00 Uhr | Savignyplatz (Charlottenburg)

AfD-Wahlparty stören:
So, 24.09.2017 | 17:00 Uhr | Ratskeller (Otto-Suhr-Allee 102 / Charlottenburg)

Der Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ist seit vielen Jahren bedeutender und sicherer Rückzugsort für alte und Neue Rechte. Hier vernetzen sich Unternehmer_innen, Parteifunktionäre der AfD sowie elitäre Rechte aus dem Umfeld der »Jungen Freiheit« und arbeiten an ihren Traum von einem völkischen Deutschland. Dass sich in diesem Bezirk die AfD gründete ist kein Zufall. Viele Kader der AfD wohnen hier, haben ihre Kanzlei im Bezirk oder Jobs in der »Bibliothek des Konservatismus«, der JF-Redaktion oder im »Berliner Medienvertrieb«, welcher u.a. die JF und das völkische Magazin »eigentümlich frei« vertreibt. Die Wege sind kurz, die Verbindung zwischen Partei, Zeitung, Stiftung und Bibliothek eng.

Durch die Schwächung des marktradikalen Flügels werden Rassismus, Antifeminismus und Nationalismus in der AfD inzwischen unverhohlen zur Schau gestellt und zum Markenzeichen stilisiert. Nicht nur ideologisch, sondern auch personell bildet die AfD mittlerweile das gesamte rechte Spektrum der BRD ab. Vom unbekannten Millionenspender über Faschisten wie Björn Höcke bis hin zur Antifeministin Beatrix von Storch – in der AfD sind sie alle zu Hause. Und der Berliner Westen wird immer mehr zum Zentrum ihres menschenverachtenden Handelns.
Der Ratskeller in der Otto-Suhr-Alle 102, Tür an Tür mit dem Rathaus Charlottenburg-Wilmersdorf, ist einer der Orte, an dem sich die AfD regelmäßig trifft. Hier wird geplant, vernetzt, Wahlkampf gemacht und gefeiert. Hier findet der monatliche »landesweite Stammtisch« statt, an dem sich neben AfD-Größen, auch Mitglieder der Identitären Bewegung und der Deutschen Burschenschaft rege beteiligen. Am Abend nach der Bezirksverordnetenwahl 2016 war der Ratskeller the place to be für alle Rassist_innen aus der Mitte unserer Kieze.
Der nächste große Termin wird die Wahlparty am Abend des 24.09.2017 sein.

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[NEA]-Tresen: Linkes Kneipen-Quiz: Nazis, Wahlen und anderer Blödsinn

Linkes Kneipen-Quiz: Nazis, Wahlen und anderer Blödsinn

Antifa-Tresen & Kneipen-Quiz:
Do, 21.09.2017 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA]

In welcher Straße hielten Berliner Nazis ein Haus besetzt? Für welche Modefirma wirbt Christian Lindner? Wie heißt die Katze der Simpsons? Testet euer Wissen rund um die Berliner Naziszene, die Wahlen, sowie euer Allgemeinwissen. Kommt vorbei und bildet Teams.

Es gibt Essen, günstige Getränke und unseren gut sortierten Infotisch.

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„Marsch für das Leben“? – What the fuck!

„Marsch für das Leben“? – What the fuck!

Queer-Feministische Demo gegen den „Marsch für das Leben“:
Sa, 16.09.2017 | 10:30 Uhr | Wittenbergplatz (Schöneberg)

Mehr Infos: What the fuck!

„Marsch für das Leben“? – What the fuck!
Abtreibungen legalisieren – Weg mit Paragraph 218!
Für den 16. September 2017 mobilisieren „Lebensschützer“ zu einem „Marsch für das Leben“ in Berlin. Wir rufen zu Protesten gegen den „Marsch“ auf. Letztes Jahr kamen 5.000 Menschen zusammen, die für ein generelles Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen auf die Straße gingen und ihr christlich-fundamentalistisches Weltbild zelebrierten. „Lebensschützer“ wollen Abtreibungen verbieten, hetzen gegen queere Menschen und wollen die heterosexuelle Familie als wichtigste Stütze der Gesellschaft halten.

Noch immer kein Recht auf Abtreibung?! What the fuck!?
„Lebensschützer“ behaupten, Leben retten zu wollen. Doch wer das Leben ungewollt schwangerer Menschen schützen will, muss Abtreibungen legalisieren! In Deutschland sind Abtreibungen noch immer illegal und nur unter bestimmten Voraussetzungen straffrei (§218 Strafgesetzbuch). Repressive Abtreibungsregelungen zwingen Menschen in vielen Ländern (wie z.B. Polen) zu illegalen Schwangerschaftsabbrüchen. Doch diese sind oft teuer und stellen ein hohes gesundheitliches Risiko dar, teilweise bis hin zum Tod. Auch in Deutschland gibt es Regionen, in denen es schwierig ist, eine Abtreibung zu bekommen, etwa weil Krankenhäuser sich weigern.

Familie als Keimzelle der Nation?! WTF!
Den Zwang zur heterosexuellen Familie leiten die „Lebensschützer“ aus der Bibel ab. Es soll demnach nur zwei von Natur aus unterschiedliche Geschlechter geben, mit klar verteilten Rollen in Familie und Gesellschaft. Sex soll der Fortpflanzung dienen und ausschließlich in der Ehe zwischen Mann und Frau stattfinden. Deshalb stellen Feminist*innen, queere Personen und Linke für „Lebensschützer“ eine Gefahr dar, weil sie sich für ein selbstbestimmtes Leben und gegen die Unterdrückung von sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten einsetzen. Mit der Parole „Willkommenskultur für Ungeborene“ machen „Lebensschützer“ zudem deutlich, wer bei ihnen willkommen ist: lieber Ungeborene als Geflüchtete.

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Info-Veranstaltung: Never Without Us

Der Kampf gegen Abtreibungsverbote in Polen und Türkei (en/dt)

Info-Veranstaltung:
Do, 14.09.2017 | 19:00 Uhr | JUP (Florastraße 84 / Pankow)

Eine Veranstaltung im Rahmen von: What the fuck!

This info event includes presentation of ongoing documentary project „Never Without Us“. It seeks to broaden the discussion within Poland where the abortion law is tried to be tightened and where women are rising against it, while to share resistance experiences with women from countries like Turkey where the legal and safe abortion right has the risk of vanishing away. Parts from ongoing documentary project will be shown, explaining both the situation in Poland and the experience of feminist film making process where participants are learning from each other on the way.Followingly there will be short information part about the struggle for safe abortion right in Turkey in 2012 and the current the situation there. After there will be presentation from Ciocia Basia, an organization which supports women travelling from Poland to access safe abortion in Berlin practically.

Es wird eine Flüsterübersetzung auf deutsch geben.

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Linkes Sommerkino: »Die Angst wegschmeißen«

»Die Angst wegschmeißen«

Input & Open-Air-Kino:
Fr, 08.09.2017 | 20:00 Uhr (Input) 21:00 Uhr (Beginn) | Freilichtbühne Weißensee (Große Seestraße 8-10 / Weißensee)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA], Freie Arbeiter*innen Union (FAU) Berlin, Berlin Migrant Strikers, Hände weg vom Wedding, BASTA – Erwerbslosenberatung & Freilichtbühne Weißensee
Unterstützer*innen: Buchladen zur schwankenden Weltkugel

Material: [Plakat #1] [Plakat #2] | [Programmheft] | [Banner #1] [Banner #2] | [F-Book] | [Trailer]

I/D 2015, 80 min | Original mit deutschem Untertitel | Regie: Rosa Cannone & Johanna Schellhagen | Prodoktion: Labournet.tv

deutsch / german

Seit 2008 ist Norditalien Schauplatz ungewöhnlicher Ereignisse. Unternehmen, Politik und Medien nutzen den Kriseneinbruch, um die bröckelnden Arbeiter*innenrechte auszuhöhlen; auf der anderen Seite formiert sich ein lebendiger und schlagkräftiger Widerstand. Ausgerechnet den prekären und größtenteils migrantischen Arbeiter*innen in der Logistikbranche gelingt es, sich durch solidarische und effektive Organisierung aus ihrer Isolation und ihren erniedrigenden Arbeitsverhältnissen herauszukämpfen. »Ich redete seit 2012 mit den Mädels, denn ich hatte von der Gewerkschaft SI Cobas gehört. Aber es gab da eine große Angst, denn sie bringen dich in eine Situation der Unterwürfigkeit. Du bist versklavt. Sie machen dir solche Angst, dass du nichtmal mehr »A« sagst. Du sagst gar nichts mehr, du arbeitest Stück für Stück für Stück… Ich sprach also mit den Mädels und ich weiß nicht, wie es kam: Es war ein Glück.« (Yoox Arbeiterin, aus dem Film)

Die Filmemacher*innen werden anwesend sein. Ab 20:00 Uhr wird es einen inhaltlichen Input zur Selbstorganisation migrantischer Arbeiter*innen und zur Entstehung des Films geben.

 

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Open Air for Open Minds 2017

Open Air for Open Minds 2017

Open-Air-Festival:
Sa, 02.09.2017 | 15:00 Uhr | WB13 (Am Berl 13 / Hohenschönhausen)

Veranstalter*innen: AKA VOSIFA & WB13
Eintritt: Frei

Banner: [#1] [#2]

Endlich…!
Das Open Air for Open Minds ist wieder da!
Ganz ungewohnt mit Zeit- und Ortswechsel, und zwar der schöne Spätsommer und das noch schönere wb13 in Berlin – Hohenschönhausen!

Erwarten tut euch wie immer ein phänomenales musikalisches Programm, Workshops, Infoveranstaltungen, Stylebattle und vieles mehr!

Umsonst und draußen

LineUp:

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02.09.: Naziaufmarsch in Hellersdorf stoppen!

Raus auf die Straße gegen den Naziaufmarsch am 2. September in Hellersdorf

AKTUELLES:
Der Aufmarsch wurde von den Nazis abgesagt!

Gegen-Kundgebung:
Sa, 02.09.2017 | 13:00 Uhr | Alice-Salomon-Platz (Hellersdorf)
VORTREFFPUNKT: Frankfurter Allee

Nazi-Demo: 14:00 Uhr | U-Bahnhof Hellersdorf

Plakat: [Web] [Kopiervorlage]
Banner: [BgN]

Mehr Infos: Antifa Kollektiv Marzahn-Hellersdorf [AKMH] & Berlin gegen Nazis
Twitter: [#b0209]

Presse: Berlin: Prozess als Rückblick in die Zeiten der Angst (Störungsmelder / 11.08.2017) | Marzahner Neonazi verurteilt (taz / 16.08.2017)

Das große Nazi-Quiz von Marzahn-Hellersdorf:
Mi, 30.08.2017 | 20:00 Uhr | BAIZ (Schönhauser Allee 26A / Prenzlauer Berg)

Am 2. September wollen wieder Nazis durch unseren Kiez marschieren und ihr faschistisches Gedankengut auf die Straße tragen.
Wir rufen euch dazu auf, mit uns gemeinsam den Naziaufmarsch in Hellersdorf zu stören.

Neonazistische Entwicklung im Bezirk

Marzahn-Hellersdorf ist in den letzten Jahren erneut zu einem Sinnbild rassistischer Mobilisierungen geworden. Angefangen mit den hinlänglich beschriebenen „Nein zum Heim“-Protesten gegen Geflüchtetenunterkünfte 2013 bis 2015, begleitet von bis dato beispielloser Internethetze und riesen Aufmarschgröße (bis zu 1000 in Marzahn) sowie einer Vielzahl von rassistisch motivierten Angriffen. auf Geflüchtete und politische Gegner*innen. In den letzten zwei Jahren hat sich aus „Bürgerbewegung“, Teilnehmer*innen der Proteste und ehemaligen „NW-Berlin“ Mitgliedern ein fester Kern von Neonazis gebildet, der sich hauptsächlich in den Parteien NPD und Dritter Weg, sowie dem im Stil der „Autonomen Nationalisten“ auftretenden „Antikapitalistischen Kollektivs“ organisiert hat.Durch die Mobilisierungen der letzten Jahre ist eine ideologisch gefestigte und bundesweit gut eingebundene Naziszene entstanden. Die Zeit der Großdemonstrationen von Nazis mit Bürgeranschluss ist zwar vorbei. Die weit verbreiteten rassistischen Einstellungen in der Bevölkerung spiegeln sich jedoch im Wahlerfolg der AfD im Bezirk wieder, die bei den letzten Wahlen 2016 23% erreichte.

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