«

»

Veranstaltungen: Tödliche rassistische Gewalt offenlegen und aufklären

Tödliche rassistische Gewalt offenlegen und aufklären. Gerechtigkeit erkämpfen!

Wedding-Tresen, Lesung & Bericht:
Do, 06.02.2020 | 20:00 Uhr | Café Cralle (Hochstädter Straße 10A / Wedding)

Kampagnenvorstellung & Podiumsveranstaltung:
Di, 11.02.2020 | 19:30 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold (Afrikanische Straße 74 / Wedding)

Veranstalter*innen: Hände weg vom Wedding

Mobi: [#1] [#2]

Als Stadtteilorganisierung „Hände weg vom Wedding!“ schließen wir uns der bundesweiten Kampagne „Death in Custody“ an. Dadurch beteiligen wir uns überregional an der Aufarbeitung tödlicher Polizeiarbeit und drücken unsere Solidarität mit den Hinterbliebenen aus. Oury Jalloh, Hussam Fadl, Rooble Warsame, Matiullah Jabarkhil, Amad Ahmad und viele weitere Namen stehen für den „Tod im Gewahrsam“. Die wahren Hintergründe dieser Tode werden regelmäßig verschwiegen, umgelogen oder ignoriert. Wir fordern: Aufklärung jetzt!

Da viele polizeiliche Ingewahrsamnahmen, vor allem für Schwarze Menschen und People of Color, bereits in rassistischen (Polizei-)Kontrollen auf unseren Straßen und Plätzen ihren täglichen Ausdruck finden, bauen wir mit dieser Kampagne gemeinsame, lokale und antirassistische Netzwerke auf.

In diesem Zusammenhang vergessen wir nicht die anhaltende systematische Verwaltung von Geflüchteten in Asyl-Lagern und „Modularen Unterkünften“ in den Berliner Randbezirken. Für geflüchtete Menschen ist das Lagersystem bereits ein Ausdruck der institutionellen Kontrolle und des gefühlten Gewahrsams. Beleidigungen und Übergriffe durch Polizei und private Sicherheitsdienste werden dabei immer wieder bekannt. Die meisten Vorfälle werden aus Angst vor weiterer Repression, Einschüchterung und gesellschaftlicher Ausgrenzung jedoch nicht gemeldet.

Die rassistischen Zustände in den staatlichen Institutionen sind nicht losgelöst von einem gesellschaftlich weit verbreiteten Rassismus. Und diesem können wir bereits im Kiez gemeinsam etwas entgegensetzen und für Gerechtigkeit kämpfen.

Zusammen machen wir auf die Todesfälle aufmerksam, sorgen für unabhängige Aufklärung und schrauben an solidarischen Netzwerken. Geschlossen gehen wir gegen rassistische (Polizei-)Praxen vor.

Kommende Termine für die lokale Vernetzung:

– Tresenabend „Hände weg vom Wedding“ am 06.02.2020 im Café Cralle
– ausführliche Kampagnenvorstellung „Death in Custody“ am 11.02.2020 im Kiezhaus Agnes Reinhold

Weitere Infos bald unter www.unverwertbar.org
alle solidarischen Interessierten sind herzlich eingeladen!

Den Aufruf zur Kampagne findet ihr bei KOP Berlin (Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt)

Zudem empfehlen wir den Artikel: „Tod in Polizeizelle. Wie starb Rooble Warsame?“

 


 

Wedding-Tresen: Aufklärung jetzt! Solidarität organisieren! Lesung und Berichte von der Kampagne „Death in Custody“

Wedding-Tresen, Lesung & Bericht:
Do, 06.02.2020 | 20:00 Uhr | Café Cralle (Hochstädter Straße 10A / Wedding)

Veranstalter*innen: Hände weg vom Wedding

Ende 2019 haben wir uns als Stadtteilorganisierung entschlossen die bundesweite Kampagne „Death in Custody“ zu unterstützen. Wir veröffentlichten dazu kürzlich eine Erklärung:

„Da viele polizeiliche Ingewahrsamnahmen, vor allem für Schwarze Menschen und People of Color, bereits in rassistischen (Polizei-)Kontrollen auf unseren Straßen und Plätzen ihren täglichen Ausdruck finden, bauen wir mit dieser Kampagne gemeinsame, lokale und antirassistische Netzwerke auf.“

Die Kampagne war bereits dieses Jahr bei der Gedenkdemonstration für Oury Jalloh in Dessau präsent. Hintergrund zur Kampagne:

„Regelmäßig sterben Menschen in Gewahrsam oder durch Polizeischüsse. Offizielle Statistiken werden dazu nicht veröffentlicht. Die Todesfälle der letzten Zeit – Hussam Fadl, Amad Ahmad, Matiullah Jabarkhil, Rooble Warsame, William Tonou-Mbobda, Aman A. – legen aber nahe, dass Menschen of Color ein besonders hohes Risiko laufen, in staatlicher „Obhut“ ihr Leben zu verlieren oder durch die Polizei getötet zu werden.“
Auszug aus dem Kampagnen-Flyer von „Death in Custody“ (2020)

Im Rahmen unserer monatlichen Tresenveranstaltung im Café Cralle laden wir zu einer Lesung aus der Broschüre „Alltäglicher Ausnahmezustand“ ein und wollen aus der Kampagnenperspektive verschiedene Berichte zu Todesfällen in Gewahrsam vorstellen. Der Abend dient vor allem dazu, gemeinsam ins Gespräch zukommen und einen Einstieg zur Unterstützung in die Kampagne zu ermöglichen. Eine ausführliche Kampagnenvorstellung und eine Diskussion um Perspektiven erfolgt am 11. Februar ab 19:30 Uhr im Kiezhaus Agnes Reinhold mit Unterstützer*innen aus Initiativen welche bereits Teil der Kampagne sind.

Zur Unterstützung der Kampagne bieten wir wieder unseren Solidaritäts-Cocktail „Roter Wedding“ an der Bar an.

 


 

Kampagnenvorstellung „Death in Custody“ im Kiez

Kampagnenvorstellung & Podiumsveranstaltung:
Di, 11.02.2020 | 19:30 Uhr | Kiezhaus Agnes Reinhold (Afrikanische Straße 74 / Wedding)

Veranstalter*innen: Hände weg vom Wedding

Am 11. Februar 2020 findet eine Vernetzungsveranstaltung in Form eines Podiums unterstützender Gruppen der bundesweiten Kampagne „Death in Custody“ („Tod in Gewahrsam“) im Wedding statt. Wir als Stadtteilorganisierung im Wedding beteiligen uns offiziell an der Arbeit der Kampagne und veröffentlichten kürzlich eine Erklärung dazu.

Hiermit möchten wir euch herzlich einladen, auch nach unserer Tresenveranstaltung zum Thema weiter in die Diskussion zu kommen um gemeinsame Gegenstrategien zu beleuchten sowie Perspektiven für eine nachhaltige Praxis kennenzulernen. Wichtig ist hierbei auch der Blick auf bereits gesammelte Erfahrungen bestehender Kämpfe. Außerdem wollen wir die Tatorte und Hintergründe bisher bekannter und unbekannter Todesfälle in Gewahrsam beleuchten.

Wir wollen gemeinsam mit euch aktiv werden um Aufklärung zu betreiben und jenseits davon noch viel mehr erreichen…

Beteiligt euch auch am bundesweiten Solidaritäts- und Vernetzungstag in Berlin am 14.03.2020! Mehr Informationen unter www.deathincustody.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://antifa-nordost.org/9382/veranstaltungen-toedliche-rassistische-gewalt-offenlegen-und-aufklaeren/