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Demo: You can’t kill the revolution – Fight for Rojava!

You can’t kill the revolution – Fight for Rojava!

Demo gegen die Angriffe auf Rojava:
Do, 10.10.2019 | 18:00 Uhr | Oranienplatz (Kreuzberg)

Mehr Infos: www.riseup4rojava.org & #riseup4rojava

[Live-Ticker] | [Mobi-Video]

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Mit dem verkündeten Truppenabzug der USA aus Nordsyrien wird der Weg frei gemacht für den lang geplanten Vernichtungsfeldzug der Türkei und ihren djihadistischen Milizen gegen die Revolution von Rojava. Zum jetzigen Zeitpunkt steht die zweit-größte NATO-Armee der Welt im kompletten Grenzgebiet und wartet, bis der Abzug der USA vollständig abgeschlossen ist. Dies wird nur noch eine Frage von Stunden, Tagen oder Wochen sein. Hinzukommen über 11.000 Söldner der selbsternannten „Freien syrischen Armee“, die bereitstehen, um in die Föderation Nord-Ostsyrien einzufallen. Neben den stattfinden Truppenverlegungen an die türkisch-syrische Grenze mehren sich Meldungen das, dass syrische Assad Regime zusammen mit Russland, Truppen und schweres Kriegsgerät Richtung Minbic verlegt. Was die Einschätzungen untermauert, dass die Türkei gemeinsam mit Russland plant das Gebiet der Föderation unter sich aufzuteilen und unter türkisches bzw. russisches Protektorat zu stellen.

Die Neo-osmanischen Expansionspläne des AKP-MHP Regimes unter der Führung des Despoten aus Ankara, gegen den einzigen Garanten für ein friedliches und selbstbestimmtes Zusammenleben der Völker des Mittleren Ostens, werden nicht zuletzt zu einer weiteren Stabilisierung und Reorganisierung des selbsternannten „Islamischen Staates“ führen. Mit der Besetzung Afrins im Januar 2018 wird die Politik jener durch die Türkei weitergeführt. Vergewaltigungen und Todesstrafen gehören zur Doktrin der türkischen Besatzungstruppen. Selbiges droht mit dem Einmarsch der Türkei, der Bevölkerung Rojavas. Mit dem kommenden Krieg wird eine neue Phase in der Geschichte der Revolution in Rojava eingeleitet werden.

Eine Geschichte die vor mehr als sieben Jahren in den wirren des syrischen Bürgerkrieges begann und seitdem zum Ausgangspunkt einer Revolution wurde, die für Menschen weltweit Inspiration, Vorbild, Hoffnung darstellt und der gelebte Beweise dafür ist, dass ein Leben basierend auf Selbstorganisation und Geschlechterbefreiung keine Utopie bleiben muss. Mit dem kommenden Krieg droht die Vernichtung der Revolution. Es geht um alles oder nichts. Dessen sollten wir uns bewusst sein und unsere Konsequenzen daraus ziehen. Deutschland war und ist bestehende Front im Krieg gegen die Revolution. Politisch, ökonomisch und militärisch. Denn der Krieg gegen die Revolution beginnt nicht im nirgendwo. Er beginnt in den Produktionsstätten von Rheinmetall in Unterlüß. Er beginnt mit der Werbung zum Töten an der Uni, in der Bahn und auf der Arbeit.

In der aktuellen Situation bedarf es an vielem und alles ist wichtig, so klein und unbedeutend es uns auch vorkommen mag. Alles ist besser als tatenlos und schweigend diesem Wahnsinn gegenüberzustehen. Jeder Flyer der verteilt wird, jedes Transparent was aus dem Fenster hängt. Jedes Gespräch über den Krieg und der Rolle von Deutschland mit der Nachbarin. Jede Demo und Kundgebung. Jeder Akt des zivilen Ungehorsams. Jede Form der direkten Aktion gegen die Profiteure und Teilhaber des Krieges. Den Menschen vor Ort wird es Mut und Kraft geben zu sehen das sich auch in Europa Widerstand regt. So bitter und hart die kommenden Meldungen, Bilder und Berichte auch sein werden, bringt es nichts zu resignieren und sich vom Gefühl der Ohnmacht, die wir hier im Herz der Bestie so oft empfinden, lähmen zu lassen. Sondern unsere Wut dahin zu tragen, wo sie hingehört. Auf die Straße, in die Nachbarinnenschaft, in die Medien und nicht zuletzt in die Produktionsstätten des Krieges. Für den Fall des Einmarsches der Türkei in Nordsyrien wurde bereits ein TagX-Plus1 Konzept ausgerufen. Die verbleibende Zeit sollten wir nutzen. Denn wen wir jetzt nicht handeln, wann dann.

Antifaschistische Koordination 36 | Oktober 2019

Quelle: de.indymedia.org/node/39263

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