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Kurdischer Verlag und Musikvertrieb in Deutschland verboten

 

Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für
Öffentlichkeitsarbeit, 12.02.2019

Der deutsche Bundesinnenminister Horst Seehofer hat heute Morgen ein Verbot gegen den kurdischen „Mezopotamien-Verlag“ und den kurdischen Musikvertrieb „MIR Multimedia GmbH“ erlassen. Die Räumlichkeiten des Buchverlags und des Musikvertriebs in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden seit den rühen Morgenstunden durchsucht. Bereits am 8. März des vergangenen Jahres hatte es im Verlagshaus des Mezopotamien-Verlags über zwei Tage hinweg Durchsuchungen gegeben. Damals waren tausende Bücher durch die deutschen Behörden beschlagnahmt worden.

Kurdischer Dachverband NAVDEM verurteilt das Verbot scharf

Der größte kurdische Dachverband in Deutschland NAVDEM verurteilt das Verbot des Verlags und des Musikvertriebs scharf. Ayten Kaplan, Ko-Vorsitzende von NAVDEM, spricht von einem unerträglichen Ausmaß der
Kriminalisierung kurdischer Vereinigungen in Deutschland: „Die Entscheidung einen Buchverlag zu verbieten und abertausende Bücher zu beschlagnahmen, lässt bei uns Erinnerungen an die dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte wach werden. Herr Seehofer macht mit diesem Verbot erneut deutlich, dass er
sich vor dem geschriebenen Wort fürchtet.“

Tahir Köcer, ebenfalls NAVDEM Ko-Vorsitzender, sieht in der
Verbotsverfügung des deutschen Innenministers eine Fortsetzung der
kurdenfeindlichen Politik der Türkei: „Der türkische Staat versucht seit
Jahrzehnten die kurdische Identität und die kurdische Kultur auszulöschen.
Die kurdische Sprache und Musik werden verboten und verfolgt. Nun hat die
Bundesregierung sich mit diesem Verbot zu einer Fortsetzung dieser
menschenverachtenden Politik auf deutschem Boden entschieden. Das können
h2. und werden wir nicht dulden!

Durchsuchungen: Mezopotamien Verlag und Mir-Musik verboten

Die deutsche Polizei führt erneut Razzien beim Mezopotamien Verlag und beim
Musikproduzenten Mir durch. Das Innenministerium teilte mit, dass die
beiden kurdischen Medieneinrichtungen verboten worden seien.

anfdeutsch.com/aktuelles/durchsuchungen…

Die Polizei durchsucht seit den frühen Morgenstunden erneut den
Mezopotamien Verlag und Mir-Musik. Die Durchsuchungen dauern weiter an.
Nach Angaben des Innenministeriums handelt es sich um den Vollzug einer
Verbotsverfügung. Das Ministerium erklärte, der Mezopotamien Verlag und
MIR-Musik werden damit als „Teilorganisation der 1993 in Deutschland
verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verboten und aufgelöst“. Der
Innenminister Seehofer erklärte: „Gerade weil die PKK trotz des Verbots in
Deutschland weiterhin aktiv ist, ist es notwendig und geboten, die PKK in
ihre Schranken zu weisen und die Einhaltung der Rechtsordnung sicher zu
stellen.“

„Seehofer wandelt auf den Spuren des türkischen Despoten Erdogan“,
kritisiert die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im
Bundestag, Ulla Jelpke, das heute bekannt gewordenen Verbot des kurdischen
Mesopotamien-Verlages. „Das Verbot des kurdischen Verlages ist ein Akt
staatlicher Zensur. Während die Bundesregierung mit Waffenlieferungen an
die Türkei den Krieg gegen die Kurden unterstützt, versucht sie zugleich
authentische Informationen über den kurdischen Befreiungskampf zu
unterdrücken.“

Zuletzt am 8. März 2018 hatte die Polizei den Mezopotamien Verlag und Mir
Multimedia gestürmt und drei Tage lang durchsucht. Dabei wurden
Lastwagenladungen von Büchern, Musik-CDs und Archivmaterial sowie
h2. technischer Ausrüstung beschlagnahmt.

Kurdischer Buchverlag und Musikvertrieb in Deutschland verboten

Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für
Öffentlichkeitsarbeit zu den heutigen Durchsuchungen und dem Verbot des
Mezopotamien Verlags und der MIR Multimedia GmbH.

anfdeutsch.com/aktuelles/kurdischer-bue…

„Der deutsche Bundesinnenminister Horst Seehofer erließ heute Morgen ein
Verbot gegen den kurdischen ‚Mezopotamien-Verlag‘ und den kurdischen
Musikvertrieb ‚MIR Multimedia GmbH‘. Die Räumlichkeiten des Buchverlags und
des Musikvertriebs in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden seit den
frühen Morgenstunden durchsucht“, heißt es in der Pressemitteilung des
Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. Civaka Azad zu den
Durchsuchungen des kurdischen Buchverlags Mezopotamien und MIR Mulimedia.
Das Kurdische Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit in Berlin geht in ihrer
Mitteilung an die Presse auch auf die Durchsuchungen und die Beschlagnahme
von tausenden von Büchern im März vergangenen Jahres ein: „ Bereits am 8.
März des vergangenen Jahres hatte es im Verlagshaus des
Mezopotamien-Verlags über zwei Tage hinweg Durchsuchungen gegeben. Damals
waren tausende Bücher durch die deutschen Behörden beschlagnahmt worden.

Kurdischer Dachverband NAVDEM verurteilt das Verbot scharf

Der größte kurdische Dachverband in Deutschland NAVDEM verurteilt das
Verbot des Verlags und des Musikvertriebs scharf. Ayten Kaplan,
Ko-Vorsitzende von NAVDEM, spricht von einem unerträglichen Ausmaß der
Kriminalisierung kurdischer Vereinigungen in Deutschland: ‚Die Entscheidung
einen Buchverlag zu verbieten und abertausende Bücher zu beschlagnahmen,
lässt bei uns Erinnerungen an die dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte
wach werden. Herr Seehofer macht mit diesem Verbot erneut deutlich, dass er
sich vor dem geschriebenen Wort fürchtet.‘

Tahir Köcer, ebenfalls NAVDEM Ko-Vorsitzender, sieht in der
Verbotsverfügung des deutschen Innenministers eine Fortsetzung der
kurdenfeindlichen Politik der Türkei: ‚Der türkische Staat versucht seit
Jahrzehnten die kurdische Identität und die kurdische Kultur auszulöschen.
Die kurdische Sprache und Musik werden verboten und verfolgt. Nun hat die
Bundesregierung sich mit diesem Verbot zu einer Fortsetzung dieser
menschenverachtenden Politik auf deutschem Boden entschieden. Das können
und werden wir nicht dulden!‘“

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