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Nazimorde und rechte Zustände in Magdeburg

20.09.2018 | 20 Uhr | Baiz | Schönhauser Allee 26A | 10435 Berlin

Thorsten Lamprecht, Farid Boukhit, Frank Böttcher, Rick Langenstein – sie alle wurden in Magdeburg von Nazis ermordet. Um der Ermordeten zu gedenken, veranstalten antifaschistische Gruppen am Wochenende des 29. Septembers eine Demonstration in Magdeburg. Mit der Veranstaltung soll für die Demo mobilisiert werden. Neben dem Gedenken an die Ermordeten, soll es darum gehen den Naziterror und Alltagsrassismus aufzuzeigen, der in vielen Gegenden Sachsen-Anhalts völlige Normalität ist. Bei der Bundestagswahl holte die AfD in Sachsen-Anhalt 19,6 Prozent der Stimmen und ist somit nach der CDU zweitstärkste Kraft. Zwischen dem AfD-Landesvorsitzenden André Poggenburg, der ein überzeugter Höcke-Anhänger ist, und Sachsen-Anhalts CDU-Innenminister Holger Stahlknecht gibt es durchaus Unterschiede. Im Hass gegen Linke sehen sich CDU und AfD jedoch vereint. Stahlknecht fordert, alle linken Zentren dicht zu machen. Die AfD wiederum plant im Landtag einen Untersuchungsausschuss gegen Linksextremismus, wobei sie von der CDU unterstützt wird. Anhand des brutalen Überfalls auf das “Autonome Zentrum Kim Hubert” in Salzwedel im Juni und des Angriffs im August auf das “Libertäre Zentrum” in Magdeburg zeigt sich, wie sehr sich der Nazimob auf sachsen-anhaltinischen Straßen durch Konservative und Neue Rechte bestärkt fühlt. Gerade deswegen wird die Demo auch an der Landesparteizentrale der AfD vorbei gehen. In der Veranstaltung wird über die lokale Nazisituation und über die Hintergründe der Nazimorde in Magdeburg informiert.

Präsentiert von der Gruppe: North-East Antifascists [NEA]

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