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LL-Demo 2018: antifaschistischer-internationalistischer Block

Repression hat Tradition. Widerstand auch!
Mourn for the dead, fight like hell for the living.

Antifa-Block auf der LL-Demo 2018:
So, 14.01.2017 | 10:00 Uhr | U-Bahnhof Frankfurter Tor (Friedrichshain)
Rundgang über den Friedhof: 12:00 Uhr (nach der LL-Demo)

Aufrufer*innen: North-East Antifascists [NEA], Kollektiv Proletarischer Aufstand (KOPRA), Berlin Leftist Youth (BLY), Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland (Nav-Dem), Kurdischer Frauenverein (Dest Dan), Internationalistischer Abend, Fachschaftsinitiative Geschichte der FU Berlin, Café Rojava & Revolutionäre Perspektive Berlin

Website: fightandremember.blogsport.eu

Material: [Plakat] | Banner: [#1] [#2]

Veranstaltungsreihe 2017/2018:

Veranstaltung: »Voneinander lernen, miteinander kämpfen.«
Mo, 04.12.2017 | 20:00 Uhr | Café Morgenrot (Kastanienallee 85 / Prenzlauer Berg)

Rundgang: das »Rote Berlin«
Sa, 06.01.2018 | 13:00 Uhr | Tram-Station: Am Friedrichshain (Prenzlauer Berg)

Film: »Lied der Matrosen«
Di, 09.01.2018 | 20:00 Uhr | Projektraum H48 (Hermannstraße 48 / Neukölln)

Vortrag: »Die Revolution ist keine Partei!«
Do, 11.01.2018 | 19:30 Uhr | Bunte Kuh (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)

Podium: »Freiheit stirbt mit Sicherheit«
Sa, 13.01.2018 | 18:00 Uhr | Festsaal Kreuzberg (Am Flutgraben 2 / Treptow)

Filmreihe zu Revolution und Internationalismus
So, 07.01. / 14.01. / 21.01. / 28.01.2018 | 20:00 Uhr | BAIZ (Schönhauser Allee 26A / Prenzlauer Berg)

>>> [Aufruf] | [Termine] <<<

AUFRUF:

Repression hat Tradition. Widerstand auch!
Mourn for the dead, fight like hell for the living.

Aufruf zum antifaschistischen – internationalistischen Block
auf der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration 2018

Als im Frühjahr 2017 über 400 Nürnberger Berufsschüler*innen die Abschiebung eines Mitschülers nach Afghanistan massiv behinderten, war der Fall groß in den Medien. Sicher auch, weil es keine »typischen Linksradikalen« waren, die sich der Polizei in den Weg gestellt hatten. Fast gänzlich unbemerkt von der Öffentlichkeit sieht sich einer dieser Jugendlichen nun mit der Androhung einer dreimonatigen Haftstrafe konfrontiert. Mit der Verschärfung des Widerstandsparagraphen (§113 StGB) kann ein solches »Schicksal« in Zukunft jede*n treffen, der*die im Handgemenge eine*n Beamt*in schubst oder sich bei Sitzblockaden gegen einen Naziaufmarsch weigert freiwillig aufzustehen. Um das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken, Staatsknechten mehr Spielräume einzuräumen und schlussendlich Widerstand einzuschüchtern, wurden 2017 zahlreiche Gesetzesverschärfungen in regelrechter Akkordarbeit durchgedrückt. Neben der Verschärfung der Handy- und Computerüberwachung (neues TKÜ-Gesetz) und biometrischer Gesichtserkennung ist der neue »Bullenschubserparagraph« nur eine von vielen aktuellen Gesetzesverschärfungen.

Flankiert wird die Diskussion über Terrorgefahr spätestens nach dem G20 Gipfel durch die unsägliche Gleichsetzung von »Links« und »Rechts«, also der bekannten Gleichsetzung von brennenden Autos mit brennenden Flüchtlingsheimen. Bei dieser »Neuauflage« der »Extremismus«-Debatte gehen Konservative vom Schlage Seehofers, faschistische Gruppen und führende Sozialdemokrat*innen eine geradezu harmonische Beziehung ein. Da fordert der SPD-Justizminister schon mal ein »Rock gegen Links« und die Stasi-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen erweitert ihr ohnehin schon reichhaltiges Angebot an Workshops gegen »Links«. So können hier Schulklassen jetzt dem G20-Riot mit der Virtual-Reality-Brille beiwohnen. Nur wer selbst einen notorischen Hass auf alles Linke schiebt, ist in der Lage, die Stasi mit den Ereignissen in der Schanze in Zusammenhang zu bringen. Hat Honecker mitrandaliert? Vielleicht weiß es ja die AfD? Deren Berliner Landesvorsitzender Georg Pazderski ist schließlich seit Oktober offizielles Fördervereinsmitglied der Gedenkstätte, die sich seit jeher den Kampf gegen Links auf die Fahnen schreibt. Das passt wie die Faust aufs Auge. Schließlich fordert die AfD ja, die vermeintliche »Konzentration auf zwölf Unglücksjahre unserer Geschichte« aus dem Geschichtsunterricht zu tilgen. Dass Pazderski und die Berliner AfD derzeit fordern, den »Silvio-Meier-Preis« abzuschaffen, rundet das Bild noch ab. Dies verdeutlicht: Der Kampf gegen Links kommt nicht ohne die Verharmlosung der Naziverbrechen aus. Er benötigt die Delegitimierung der Widerstandskämpfer*innen und des Gedenkens an die Naziverbrechen, um dem Antifaschismus von heute seine Berechtigung abzusprechen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Überwachung der »Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes« (VVN-BdA) durch den bayerischen Verfassungsschutz mit der absurden Begründung, dass diese ihr Handeln aus dem Schwur von Buchenwald ableitet.

Sich eben NICHT auf die Seite von Bullen und Militär, faschistischen Mörderbanden oder Sozialabbau zu stellen, ist jedoch das einzig richtige – auch wenn der Staat am Ende mit Repressionen antwortet. Während der Novemberrevolution 1918/19, also in einer Zeit in der 75% der Bevölkerung in Deutschland noch die fundamentalen Menschenrechte vorenthalten wurden, stellten sich linke Revolutionär*innen auf die richtige Seite. Viele von ihnen wurden genau deshalb ermordet, so auch die KPD-Mitbegründer*innen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Um den Ermordeten zu gedenken und ihre Ideen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, erinnern wir uns ihrer alljährlich auf der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration. Wir rufen euch dazu auf, am Wochenende vom 13. und 14. Januar zusammen mit uns zu diskutieren, auf die Straße zu gehen und gemeinsam zu gedenken.

Wir sind der Meinung, dass der »aktuelle Rechtsruck« und die mit ihm verbundene Einschränkung von Grundrechten, die zunehmende Überwachung und Repression nicht unwidersprochen bleiben kann. Statt Nationalismus setzen wir auf Solidarität. Wir solidarisieren uns mit allen revolutionären Strukturen, welche mithilfe der Terrorparagraphen 129a/b vom deutschen Staat mit Repressionen überzogen werden. So wird derzeit zehn Genoss*innen in München der Prozess gemacht, da ihnen vorgeworfen wird, der in der Türkei bewaffnet kämpfenden, maoistischen TKP/ML anzugehören. Diese ist in der BRD allerdings gar nicht verboten. Wir zeigen uns solidarisch mit den linken Gruppen, die aktuell seitens post-franquistischen spanischen Staat massive Repressionen erfahren. Wir sind solidarisch mit der YPG/YPJ und allen fortschrittlichen Kräften, die dem IS und der türkischen Regierung die Stirn bieten und die für eine neue Gesellschaft ohne Nationalismus und kapitalistisches Wirtschaften kämpfen. Wir stehen an der Seite aller, die es mit dem Kampf gegen Patriarchat und für eine staaten- und klassenlose Gesellschaft ernst meinen. Für die Freiheit aller Menschen! Der Schwur von Buchenwald, wie die Worte Rosa Luxemburgs haben auch heute nichts an ihrer Bedeutung eingebüßt.

»Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.«
(Der Schwur von Buchenwald)

»Die Revolution ist großartig, alles andere ist Quark!«
(Rosa Luxemburg)

Aufrufer*innen:

North-East Antifascists [NEA]
Kollektiv Proletarischer Aufstand (KOPRA)
Berlin Leftist Youth (BLY)
Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland (Nav-Dem)
Kurdischer Frauenverein (Dest Dan)
Internationalistischer Abend
Fachschaftsinitiative Geschichte der FU Berlin
Café Rojava
Revolutionäre Perspektive Berlin

Aufruf unterstützen:
schreibt eine Mail an nea@riseup.net

 


 

VERANSTALTUNGEN:

Veranstaltungsreihe 2017/2018:

Im Vorfeld der Gedenkdemonstration an die Revolutionäre Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg finden im Dezember und Januar immer Veranstaltungen statt, die sich mit dem jeweiligen Schwerpunktthema des antifaschistischen Blocks beschäftigen. Zusammen möchten wir linke, revolutionäre Geschichte sichtbar machen und diese mit aktuellen gesellschaftlichen Ereignissen in Bezug setzen.Internationale Solidarität, der Kampf gegen Militarismus, Repression und erstarkende reaktionäre Bewegungen bilden den schwarz/roten Faden unserer Gedenkpolitik. Wir vertreten eine Friedenspolitik, die klar antimilitaristisch ist, die den Bruch mit den bestehenden Verhältnissen sucht und völkischem Nationalismus eine internationalistische Perspektive entgegenstellt. Nicht zuletzt deshalb, weil Luxemburg und Liebknecht wegen ihrem konkreten eintreten gegen nationalen Chauvinsimus und Kriegstreiberei ihr leben genommen wurde.

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Veranstaltung: »Voneinander lernen, miteinander kämpfen. Internationalismus in der kurdischen Bewegung«
Mo, 04.12.2017 | 20:00 Uhr | Café Morgenrot (Kastanienallee 85 / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: Café Rojava & antifaschistischer–internationalistischer Block

Das Spanien der 30er Jahren, Vietnam oder heute Kurdistan sind Beispiele für die internationalistische Verbindung von Kämpfen. Andrea Wolf, Kevin Jochim und Ivana Hoffman stehen symbolisch für all die Tausenden auf der Welt, die bereit sind ihr Leben für den Wunsch nach Freiheit zu geben – egal wo. Was vor 80 Jahren Spanien war sind heute Kurdistan und der Mittlere Osten. Die PKK treibt dort eine Revolution voran, die eine Hoffnung für uns alle darstellt. Der Kampf für ein freies Leben in Kurdistan wird im Namen aller Menschen geführt.
Wir wollen gemeinsam mit euch über praktische Formen des Internationalismus diskutieren. Dafür möchten wir uns mit dem Beispiel der Kontakte zwischen der Linken in Deutschland und der Kurdischen Bewegung seit den 80er Jahren auseinandersetzen. Was waren und sind Hindernisse, die uns voneinander trennen? Welche Kraft entwickeln wir gemeinsam? Welche gemeinsamen Perspektiven ergeben sich heute für uns?

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Rundgang: das »Rote Berlin«
Sa, 06.01.2018 | 13:00 Uhr | Tram-Station: Am Friedrichshain (Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: antifaschistischer–internationalistischer Block

Rundgang durch Friedrichshain und Lichtenberg, zu Orten des antifaschistischen Widerstandes und der Novemberrevolution.

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Film: »Lied der Matrosen« (1958)
Di, 09.01.2018 | 20:00 Uhr | Projektraum H48 (Hermannstraße 48 / Neukölln)

Veranstalter*innen: Fachschaftsinitiative Geschichte der FU Berlin & antifaschistischer–internationalistischer Block

Film über den Kieler Matrosenaufstand. Mit kritischer Einführung.

Während der Oktoberrevolution 1917 in Russland haben sich deutsche und russische Soldaten verbrüdert. Der Maschinist Henne Lobke und der Heizer Jens Kasten verhindern durch die Entwaffnung ihrer Offiziere, dass ein russischer Frachter versenkt wird. Inzwischen wächst auch in Deutschland die revolutionäre Stimmung. Als die Admiralität die Aktion „Nibelungen“ gegen England befiehlt, um damit die deutsche Flotte der Vernichtung preiszugeben und die revolutionäre Stimmung zu unterdrücken, verweigern sich Matrosen und Soldaten unterschiedlicher politischer Gruppierungen.

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Vortrag: »Die Revolution ist keine Partei! – ultraradikale, linke Strömungen 1918 – 1923 in Deutschland«
Do, 11.01.2018 | 19:30 Uhr | Bunte Kuh (Bernkasteler Straße 78 / Weißensee)

Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & antifaschistischer–internationalistischer Block
Referent: Bernd Langer (Kunst und Kampf)

Vorher: Blumenniederlegung für den Spanienkämpfer Walter Runge und vier November-Revolutionäre, die von rechten Freikorps in Weißensee erschossen wurden. | Vortreffpunkt: Bunte Kuh | 17:00 Uhr

Während des I. Weltkrieges radikalisierten sich im Deutschen Reich politische Fraktionen aus der sozialdemokratischen Bewegung gegen den Krieg. Von Bedeutung war dabei auch der Machtantritt der Bolschewiki im Herbst 1917 in Russland, mit dem die Fackel der Weltrevolution entzündet schien. Als dann im November 1918 eine spontane Volkserhebung in Deutschland, die Monarchie hinweggefegte und den Krieg beendete, gab dies der revolutionären Bewegung weitere Hoffnung. Es begann eine unruhige, von Aufständen geprägte Zeit, in denen Organisierungen wie die Unionisten, die Revolutionären Obleute, der Rote Soldatenbund, IKD, KPD (S), KAPD, und andere eine Rolle spielten. In der Konfrontation mit der Staatsmacht scheiterten jedoch alle Versuche, einen Umsturz zu bewirken.
Der Vortrag beschreibt nicht nur die revolutionären Strömungen sondern stellt auch einzelne Protagonisten vor. Dabei wird sich die Frage nach der Tauglichkeit dieser Ansätze stellen.

Dauer: ca. 2 Std.

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Podium: »Freiheit stirbt mit Sicherheit«
Sa, 13.01.2018 | 18:00 Uhr | Festsaal Kreuzberg (Am Flutgraben 2 / Treptow)

Veranstalter*innen: Bündnis »Freiheit stirbt mit Sicherheit«
Unterstützer*innen: Initaitive »Nein zum Polizeistaat«, Ban Racial Profiling, Entstaion jetzt (Aktionsbündnis gegen den Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum), North-East Antifascists [NEA], Seminar für angewandte Unsicherheit (SaU), Delfina e.V. (Verein für Versammlungsfreiheit und Wahrung der Grundrechte) & Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. (Kampagne »Edî Bese«)
Referent*innen: Sven Adam (Verteidiger im Indymedia Linksunten-Verfahren), Anna Biselli (netzpolitik.org), Martina Renner (MdB, Partei Die Linke), Benjamin Derin (Wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Bereichen Kriminologie und Strafprozessrecht), Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. & North-East Antifascists [NEA]

Podium zu: »Bullenschubser-Paragraph«, Handyausspähung per Staatstrojaner, biometrische Gesichtserkennung, Videoüberwachung, Extremismusdiskurs, Repression gegen kurdische Strukturen – und was wir dagegen tun können. Mit Repressionsberaung im Anschluss.

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Rundgang über den Friedhof, zu Gräbern gefallener Internationalist*innen
So, 14.01.2018 | 12:00 Uhr | Nach der LL-Demo

Veranstalter*innen: antifaschistischer–internationalistischer Block
Referent*innen: »Freunde und Kämpfer der spanischen Republik« & Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland (Nav-Dem)

Thema: Internationalismus, Internationale Brigaden (Spanien, Kurdistan, etc.) mit Nav-Dem & den »Freunde und Kämpfer der spanischen Republik«. Wir treffen uns im Anschluss an die Demo, am Blocktransparent, auf dem Friedhofsvorplatz

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Filmreihe zu Revolution und Internationalismus
So, 07.01. / 14.01. / 21.01. / 28.01.2018 | 20:00 Uhr | BAIZ (Schönhauser Allee 26A / Prenzlauer Berg)

Veranstalter*innen: antifaschistischer–internationalistischer Block & BAIZ
Eintritt: immer kostenlos

Repression hat Tradition. Widerstand auch!
Filmreihe anlässlich des antifaschistischen-internationalistischen Blocks auf der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration am 14.01.2018.

Teil 1/4: 07.01.2018

Rosa Luxemburg
BRD 1985, 123min., R.: Margarethe von Trotta, D.: Barbara Sukowa, Adelheid Arndt, Daniel Olbrychski, Doris Schade, Otto Sander, Jürgen Holtz, Hannes Jaenicke, Jan Biczycki, Winfried Glatzeder, Regina Lemnitz, Barbara Lass, Karin Baal

Obwohl schon über 30 Jahre alt, immer noch die verfilmte Luxemburg-Biographie schlechthin: Im Jahr 1916 blickt die Revolutionärin Rosa Luxemburg im Gefängnis auf ihr Leben zurück und spart dabei auch private Momente nicht aus. Zusammen mit Leo Jogiches engagiert sie sich politisch und setzt sich im russisch besetzten Polen für die Sozialdemokratie ein. Aber Rosa Luxemburgs Arbeit war immer gefährlich, denn sie wendet sich nicht nur gegen die russischen Besetzer Polens, sondern auch gegen die in Europa noch vorherrschende Monarchie. Trotz mehrerer Gefängnisaufenthalte steht Rosa Luxemburg auch später in Deutschland immer für ihre politischen Ideale ein, denn „Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“. Als sie dann im Spartakusbund Bekanntschaft mit Karl Liebknecht macht, kommt es in Deutschland zu einer revolutionären Situation…

Barbara Sukowa wurde 1986 bei den Filmfestspielen in Cannes und beim Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet, bei letzterem gab es auch den Filmpreis in Gold für den Besten Film.

Teil 2/4: 14.01.2018

„Sara – Mein ganzes Leben war ein Kampf“
Kurdistan 2015, 95 Min., R: Dersim Zeravan, Produzentin: Bircan Delal Yildiz

Vor 5 Jahren wurden Sara (Sakine Cansiz), Fidan Dogan und Leyla Saylemez in Paris von einem Agenten des türkischen Geheimdienstes MIT ermordet.
Sara war Gründungs- und Führungsmitglied der Arbeiter*innenpartei Kurdistans (PKK) und mit ihren Genoss*innen aktiv in der Widerstandsbewegung gegen Nationalismus und Rassismus in und außerhalb der Türkei aktiv. Gemeinsam standen sie für den Kampf um Selbstbestimmung und Selbstorganisierung, wie er stärker denn je in den kurdischen Gebieten als eine Bewegung von unten gegen nationalstaatliche Unterdrückung und kapitalistische Ausbeutung geführt wird. Der Film zeichnet das beeidndruckende Leben von Sara nach- vom Aufwachsen in Kurdistan, über den politischen Kampf, die Zeit in türkischen Foltergefängnissen, zu ihrem Exil in Frankreich.

Teil 3/4: 21.01.2018

Memoria Viva – Lebendige Erinnerung (OmU)
Spanien 2014, 120 Min, Regie: Antonio J. García de Quirós Rodríguez, Sabcat Media

Die spanische Confederación Nacional del Trabajo, die CNT, ist eine legendäre Gewerkschaft. Während des Spanischen Bürgerkriegs war sie die Speerspitze gegen den faschistischen Putsch General Francos und gleichzeitig der Motor einer Sozialen Revolution, die zumindest für kurze Zeit zeigte, dass eine menschliche Gesellschaft möglich ist. Bereits in den Jahren zuvor erkämpfte sie Rechte, die in Zeiten des Neoliberalismus wieder utopisch scheinen. Und trotz Niederlage und Repression gibt es sie immer noch. MEMORIA VIVA erzählt die über hundertjährige Geschichte dieser anarchosyndikalistischen Gewerkschaft aus der Sicht ihrer Protagonisten – einfachen Arbeitern und Arbeiterinnen. Mit ihnen erleben wir ihre Geschichte, ihre Kämpfe, ihre Hoffnungen und Erwartungen. Eine Reise in die Utopie derjenigen, die eine neue Welt in ihren Herzen tragen.

Teil 4/4: 28.01.2018

Algier: Mekka der Revolutionäre
Frankreich, 2014, R: Ben Salama

Ab den 1960er Jahren kämpften immer mehr Länder um Unabhängigkeit vom Kolonialismus und Unterdrückung. Befreiungsbewegungen wurden dagegen weltweit von imperialistischen und kolonialen Mächten verfolgt. Ab 1962, im Algerien der Staatspräsidenten Ahmed Ben Bella und Houari Boumediene, fanden viele von ihnen ein politisches Exil in der Hauptstadt Algier. Zahlreiche Niederlassungen von antikolonialen Gruppen, wie dem African National Congress (ANC) mit Nelson Mandela, fanden hier bedeutende Rückzugsräume. Die Dokumentation beleuchtet die Bedeutung Algeriens für verfolgte antikoloniale und antirassistische Bewegungen weltweit.

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