«

»

Veranstaltungsreihe der Roten Hilfe Berlin

What to do in case of fire

Veranstaltungsreihe der Roten Hilfe Berlin 13.05.2017 – 25.06.2017

Veranstalter*innen: Rote Hilfe Berlin

Im Kampf gegen jeden emanzipatorischen Widerstand, greift der Staat auf Schikanen, Einschüchterungen, Kriminalisierungen, anonymisierte Polizeizeugen und traumatisierende Gewalt zurück. An Einsatzmitteln wird dabei nicht gespart. Repression meint immer uns alle, auch wenn sie nur die Einzelne* trifft. Wir laden Euch ein, mit uns gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen der staatlichen Strafverfolgung zu werfen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe wollen wir in einzelnen Veranstaltungen verschiedene Aspekte des Themas Repression geben und konkrete Anknüpfungspunkte erläutern. Wir wollen euch Mut machen, das Thema bei der Planung von eigenen Aktionen miteinzubeziehen.

In diesem Sinne – Schafft Rote Hilfe!
Freiheit für alle politischen Gefangen!

Terminüberblick:

Polizeizeug*innen vor Gericht
Sa, 13.05.2017 | 19:00 Uhr | BAIZ (Schönhauser Allee 26A / Prenzlauer Berg)

Linke aus der Türkei und Kurdistan im deutschen Knast
Fr, 19.05.2017 | 19:00 Uhr | Haus der Demokratie (Greifswalder Straße 4 / Prenzlauer Berg)

Rote Hilfe VoKü mit Film über den Tod von Carlo Giuliani
Fr, 02.06.2017 | 20:00 Uhr | Lunte (Weisestraße 53 / Neukölln)

Geschichte der Roten Hilfe
Sa, 10.06.2017 | 18:00 Uhr | Syndikat (Weisestraße 56 / Neukölln)

Wie mit traumatischen Repressionserfahrungen umgehen
Do, 15.06.2017 | 19:00 Uhr | Kino Regenbogenfabrik (Lausitzer Straße 22 / Kreuzberg)

Repression zum G20 Treffen in Hamburg
23.-25.06.2017 (genauer Termin und Ort stehen noch nicht fest)

Ausführliche Veranstaltungsankündigungen:

Polizeizeug*innen vor Gericht
Sa, 13.05.2017 | 19:00 Uhr | BAIZ (Schönhauser Allee 26A / Prenzlauer Berg)

Zum Auftakt unserer Infotour werden wir uns gemeinsam mit dem Strafverteidiger Martin Henselmann dem Thema der Polizeizeugen im gerichtlichen Strafverfahren widmen. Wie treten diese auf? Welche Wirkung entfalten Sie im Strafverfahren? Was bedeutet dies für den Verlauf eines Strafverfahrens? Welche Gegenstrategien gibt es?

Wir wollen euch dies auch am Beispiel aktueller Fälle erläutern.

Linke aus der Türkei und Kurdistan im deutschen Knast
Fr, 19.05.2017 | 19:00 Uhr | Haus der Demokratie (Greifswalder Straße 4 / Prenzlauer Berg)

Mit Rechtsanwalt Lukas Theune, Azadi, Referent*in zu den ATIK Gefangenen

Die Mehrheit der in Deutschland einsitzenden politischen Gefangenen stammt aus der Türkei. Die Vorwürfe gegen sie sind: Spenden sammeln, Informationsveranstaltungen Konzerte vorbereiten und Demonstrationen organisieren. Lediglich durch den Terrorparagrafen 129b wird diese politische Arbeit illegalisiert. Da eine Verfolgung durch das Justizministerium angeordnet werden muss, nimmt diese Repression eine politische Sonderstellung ein.

Wir informieren über laufende Verfahren und die Inhaftierten.

Rote Hilfe VoKü mit Film über den Tod von Carlo Giuliani
Fr, 02.06.2017 | 20:00 Uhr | Lunte (Weisestraße 53 / Neukölln)

Im Anschluss an die Vokü der Roten Hilfe in der Lunte zeigen wir einen Film der sich mit den Ereignissen um den Tod von Carlo Guilliani bei den Protesten gegen den G8 in Genua beschäftigt.

Geschichte der Roten Hilfe
Sa, 10.06.2017 | 18:00 Uhr | Syndikat (Weisestraße 56 / Neukölln)

Die Rote Hilfe Deutschlands war schon in der Weimarer Republik eine große linke Solidaritätsorganisation, die Ende 1932 fast eine Million Mitglieder umfasste. Nach dem Verbot im Frühjahr 1933 arbeiteten viele RHD-Aktivist*innen in der Illegalität weiter. Für die zahllosen KZ-Häftlinge und ihre Angehörigen wurden Spenden gesammelt, verfolgte und untergetauchte Aktivist*innen mussten mit illegalen Quartieren versorgt oder heimlich über die Grenze ins Exil gebracht werden.

Selbst nach der offiziellen Auflösung der Roten Hilfe Deutschlands im Jahr 1938 führten dezentrale Strukturen die Unterstützung für die Verfolgten fort.

Die Referentin ist Verfasserin der im September 2016 erschienenen Broschüre „‘Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!‘ – Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933“.

Wie mit traumatischen Repressionserfahrungen umgehen
Do, 15.06.2017 | 19:00 Uhr | Kino Regenbogenfabrik (Lausitzer Straße 22 / Kreuzberg)

Wut im Bauch und Widerstand im Sinn – Gemeinsam gestärkt aus traumatischen Repressionserfahrungen hervorgehen

Wie geht man als Mensch und Gruppe gestärkt aus Repressionserfahrungen hervor? Diese Frage wollen wir gemeinsam mit der Gruppe Out of Action diskutieren. Ebenfalls eingeladen ist ein Rechtsanwalt des Legal Teams, welches 2001 in Genua war und über den Umgang mit Polizeigewalt während der G8-Proteste in Genua berichten wird. Vor der Diskussion zeigen wir einen Dokumentationsfilm über die Repression des italienischen Staates gegen die Proteste gegen den G8-Gipfel in Genua.

Repression zum G20 Treffen in Hamburg
23.-25.06.2017 (genauer Termin und Ort stehen noch nicht fest)

Der G20 Gipfel wird, nachdem die Treffen der Mächtigen der Welt lange Zeit im Hinterland statt fanden, wieder mitten in einer Großstadt tagen. Die Staatschefs der wirtschaftlich mächtigsten Nationen werden also im Juli ins Zentrum Hamburgs reisen. Um diese vor jeglichem Protest zu schützen, wird es einen enormen Kraftakt der staatlichen Repressionsorgane geben. Diese werden neben der Infrastruktur in Hamburg ein extra zu diesem Anlass errichtetes Gefängnis und massives personelles Aufgebot von Polizei, Bundeswehr und Nachrichtendiensten auffahren.

Doch auch zum Schutz der Demonstrant*innen wird eine Infrastruktur geschaffen. Es wird einen Ermittlungsausschuss, einen anwaltichen Notdienst, Unterstützung vor den Gefangenensammelstellen, eigene Sanitäter*innen und ein großes Team zur Demonstrationsbeobachtung geben.
Diese Infrastruktur wollen wir euch vorstellen. Dazu wird es aus den Mobilisierungskreisen Informationen zum aktuellen, politischen Stand der Proteste geben.