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Broschüre: „Dunkelziffer Unbekannt 2017“ – Rassismus und rechte Gewalt in Marzahn-Hellersdorf

Autor*innen: Antirassistische Registerstelle der ASH Berlin

Download: PDF [1.610 KB] | Online lesen: bei issuu.com

Im Frühling 2016 veröffentlichten wir Dunkelziffer Unbekannt #1. Dem vorausgegangen waren sich verschärfende gesellschafts- politische Entwicklungen in Marzahn-Hellersdorf: der Aufbau der Asylunterkünfte in der Maxie-Wander/Carola-Neher-Straße und heftige rassistische Mobilisierung, Hilflosigkeit auf Seiten des Bezirks, ein Anstieg rechter Gewalt und eine neue Unverhohlenheit, Rassismus und Ablehnung von Geflüchteten zu artikulieren. Mit den Broschüren wollen wir die öffentliche Debatte über rassistische Gewalt voran treiben und Menschen dafür sensibilisieren, was in ihrem Umfeld täglich passiert.

Immer wieder sind wir wütend, fassungslos und im radikalen Dissens zu den Entwicklungen im Bezirk. Das vergangene Jahr, mit den Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) und einer ungebrochen hohen Dichte von diskriminierenden Vorfällen, hinterlässt einen bitteren Geschmack. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe – die Auseinandersetzung mit der AfD – ergibt sich quasi zwangsläufig aus ihrem Wahlerfolg im Herbst 2016. Hier konnten die Rechtspopulist_innen berlinweit mit 23,2 % die meisten Stimmen abgreifen und als zweitstärkste Fraktion (!) in die BVV einziehen. Ihr Erfolg war vielleicht absehbar, die hohen Ergebnisse sind dennoch erschütternd. Die rassistisch aufgeladenen Diskussionen, v.a. um die Aufnahme Geflüchteter, oftmals von rechten und neonazistischen Gruppierungen bestimmt, drücken sich nun auch parlamentarisch aus.

Zum Glück zeigen viele Einzelpersonen, Gruppen und Initiativen klare Kante gegenüber rechten Positionen. Wir sind viele, wir organisieren uns und heißen alle Engagierten und Interessierten will- kommen! Es gibt unendlich viele Möglichkeiten sich hier oder anderswo einzubringen – sich einzumischen, zu streiten, solidarisch zu sein und die Opfer und Betroffenen von Diskriminierung und Gewalt nicht allein zu lassen. Von vielen Seiten wurde im letzten Jahr deutlicher Protest laut, einiges davon findet Ihr im Heft. Wir werden weiterhin Position beziehen und Zeichen setzen, gegen Rechtspopulismus und eine Partei wie die AfD, die keinen Raum für ihren unerträglichen Rassismus, sexistischen Kackscheiß, menschenverachtende Homo-/Trans*phobie, elende Armutspolitik und die nationalistische Abschottung Europas bekommen darf!

Den Autor_innen und Unterstützer_innen der Broschüre sei gedankt. Von Herzen!

Die Publikationsreihe knüpft an das gleichnamige Projekt des „Antifaschistischen Bündnisses Marzahn-Hellersdorf [ABM]“ und der Projektwerkstatt „WuT“ aus dem Jahr 2007 an.

Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden und liegt in der Alice Salomon Hochschule kostenlos aus. Zusendungen per Post können gern bei der Registerstelle (Mail: arreg[a]ash-berlin.eu erfragt werden.