«

»

Antifa-Block auf LL-Demo 2015: Totgesagte leben länger!

UntitledTotgesagte leben länger!
Gemeinsam gegen Faschismus, Imperialismus und Krieg!

Hiermit rufen wir Euch auf, am 11. Januar 2015, gemeinsam mit uns auf die Straße zu gehen um Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg zu gedenken.
Ob in den Gecekondus, Barrios oder Kiezen:wir kämpfen für eine Organisierung von unten – für eine kraftvolle antifaschistische und antikapitalistische Bewegung! Die Antifaschistische Aktion lebt!

„Nichts ist revolutionärer, als zu erkennen und auszusprechen, was ist.“ (Rosa Luxemburg)

Termine:

Info-Veranstaltung: „Geschichte der Antifaschistische Aktion“
Do, 18.12.2014 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Gegen-Demo zum Nazi-Aufmarsch am LL-Wochenende in Falkenberg:
Sa, 10.01.2015 | 13:00 Uhr | S-Bahnhof Ahrensfelde (Marzahn)

Antifa-Block auf der Luxemburg-Liebknecht-Gedenkdemonstration 2015:
So, 11.01.2015 | 10:00 Uhr | U-Bahnhof Frankfurter Tor (Friedrichshain)

Führung zum ehemaligem Standort des Revolutionsdenkmals mit Bernd Langer (KuK):
So, 11.01.2015 | 12:00 Uhr | Friedhof der Sozialisten (Lichtenberg) [Banner] | [Flyer]

Aktion: „Antifa-Fahnen-Meer“ [Banner]
Für jede mitgebrachte Antifa-Fahne gibt’s am Lauti des Antifa-Blocks auf der LL-Demo eine rote Nelke geschenkt.

Material: [Plakat] [Banner 234×60] [Banner 735×300]
Aufrufe: [NEA] [LL-Bündnis] [ARAB]

Redebeitrag der [NEA]: „No love for Stalin“
Interview mit der [NEA] in der Tageszeitung Junge Welt zur LL-Demo
Pressemitteilung der [NEA] zur LL-Demo: „Die Antifaschistische Aktion lebt“
[NEA]-Interview zur LL-Demo: „Aktuelle und zukünftige Kämpfe zusammenführen“

Texte zur Thematik:
Siempre Antifa Frankfurt/Main: „Antifa bleibt notwendig!“
Antifaschistische Linke International [ALI]: Antifa heißt: Weitermachen!
Junge Welt: »Kompromisslose Haltung«

Weitere Termine:

LL-Party: Beatz for Kobanê
Sa, 10.01.2015 | 21:00 Uhr | Bi Nuu (U-Bahnhof Schlesisches Tor / Kreuzberg)
Veranstalter*innen: Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin [ARAB]

Aufrufe & Termine:

ll_2015_transpi_neaLuxemburg-Liebknecht-Gedenkdemonstration 2015

Antifa-Block – Totgesagte leben länger!
Gemeinsam gegen Faschismus, Imperialismus und Krieg!

Hiermit rufen wir Euch auf, am 11. Januar 2015, gemeinsam mit uns auf die Straße zu gehen um Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg zu gedenken.
Am 15. Januar 1919 wurden die beiden Revolutionär*innen Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg von faschistischen Freikorps getötet. Karl Liebknecht wurde nach schwerer Misshandlung im Tiergarten hinterrücks erschossen. Unmittelbar danach wurde auch Rosa Luxemburg ermordet und in den Landwehrkanal geworfen. Die Taten waren skrupellos geplant, bestialisch vollzogen und mit stillschweigendem Einverständnis der sozialdemokratischen Regierung durchgeführt. Die Mörder sollten später am Aufbau des Nationalsozialismus beteiligt sein.
Die beiden Toten werden für immer in unseren Herzen leben. Ihre Ideen und ihr Mut haben all die Jahre überdauert. Ihr steter Kampf gegen Faschismus und Imperialismus, ihr Wunsch der Enteignung des Kapitals, der Aneignung und Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums sowie die Befreiung aller Menschen von Ausgrenzung und Unterdrückung sind noch immer präsent.

Die Ideen Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs leben!

Wir Antifaschist*innen beziehen unser Handeln auch heute noch aus der Summe dieser Erkenntnisse und Ziele. Unseren Kampf verstehen wir als materielle Realisierung unserer Erfahrungen. Antifaschismus war schon immer mehr als eine politische Position. Antifaschismus heißt auch praktische Aktion. Wir wenden uns weiterhin gegen Faschismus, Rassismus, Imperialismus, Terror und Krieg. Kritiker*innen behaupten, der Antifaschismus hätte sich historisch überlebt.
Wir widersprechen: solange es Faschismus und faschistische Gefahr in der Welt gibt, solange kämpfen wir entschieden dagegen an!
Wir sehen die historischen Kontinuitäten des Faschismus: auch heute bekämpfen faschistische und nationalistische Kräfte aktiv gesellschaftliche Alternativen und instrumentalisieren soziale Bewegungen für ihre Ziele. Der weiterhin zunehmende Rechtsruck in Europa und das Wiedererstarken von “protofaschistischen” Parteien von der “Alternative für Deutschland (AfD)”, der UKIP in Großbritannien, bis hin zu neonazistischen Parteien wie der Jobbik-Partei in Ungarn, der alltägliche und institutionelle Rassismus, die Proteste gegen Geflüchtete und sogenannte religiöse Minderheiten in Berlin und anderen deutschen Städten, zeigen uns tagtäglich die Aktualität und dringende Notwendigkeit des antifaschistischen Kampfes für die Gegenwart. Die kapitalistischen Krisen und ihre reaktionären Krisenprodukte rassistischer und klassistischer Bewegungen produzieren ein immer bedrohlicher werdendes gesellschaftliches Klima. Der virulenten Anti-Asyl-Hetze gegen Asylunterkünfte, ihren Bewohner*innen und allen Geflüchteten gilt unser entschlossener Kampf.

Organisiert rebellieren!

Für den Kampf um eine solidarische, befreite Gesellschaft, fernab der kapitalistischen Unterdrückungen und rassistischen Ausgrenzungen, müssen wir die gesellschaftliche Isolation, Kriminalisierung und Marginalisierung sozialrevolutionärer Ansätze überwinden.
Organisieren müssen wir uns, um Veränderungen der Verhältnisse zu erreichen. Die herrschende gesellschaftliche Vereinzelung und die damit verbundende Entsolidarisierung voneinander, spielt nur dem herrschenden System und seinen Profiteur*innen sowie Sicherheitskräften in die Hände. Die Tendenz in vielen linken Bewegungen, bestehende Organisationsstrukturen aufzulösen und auf individualisierter Ebene Widerstand zu leisten, wird immer akuter. Denn wir können feststellen: es gibt einen fatalen Trend- und zwar weg von der Organisierung. Antifaschistische Blockaden, Unterstützer*innen der Refugee-Proteste und antirassistischer Widerstände in den Außenbezirken, sowie Aktive vieler Mieter*innenproteste benötigen mehr verbindliche und direkte Unterstützung. Politik bedeutet eine kollektive Aktion, die gemeinsame praktische und theoretische Ausgestaltung der Gesellschaft.
Ob historisch beim Stürzen von Zar, König und Kaiser – oder aktuell bei Zapatist@s und kurdischen Freiheitskämpfer*innen, es gilt: keine gesellschaftliche Veränderung ohne Organisierung der Basis!
Da sich jetzt linke Kräfte vieler Spektren für die Abwehrkämpfe gegen die Bedrohung durch die Terroristen des IS, gegen den Staatsterror der Türkei und für den Aufbau von neuen, rätedemokratischen Gesellschaftsstrukturen in Rojava und Nordkurdistan interessieren, sollten wir uns diese Perspektiven auch für die vielen Kämpfe hierzulande vor Augen halten. Solidarität darf nicht als romantisch verklärte Projektionsfläche enden, sondern muss uns vielmehr Inspiration und Kraft für aktuelle soziale Kämpfe geben.

Ob in den Gecekondus, Barrios oder Kiezen:
wir kämpfen für eine Organisierung von unten-
für eine kraftvolle antifaschistische und antikapitalistische Bewegung!
Kampf dem Imperialismus!

Die Antifaschistische Aktion lebt!

Hinein in den Antifa-Block am 11.01.2015!

North-East Antifascists [NEA] Berlin

Nichts ist revolutionärer, als zu erkennen und auszusprechen, was ist.

 


 

ll_2015_friedhofsgedenken_bannerKostenlose Führung zum ehemaligem Standort des Revolutionsdenkmals mit Bernd Langer „Kunst und Kampf (KuK)“
So, 11.01.2015 | 12:00 Uhr | Friedhof der Sozialisten (Lichtenberg)

Referent: Bernd Langer von der Initiative „Kunst und Kampf (KuK)“

Material: [Flyer]

Die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration geht auf eine Gedenkveranstaltung von USPD und KPD für Gefallene des Januaraufstandes 1919 in Berlin zurück. 32 Tote wurden am 25.1.1919 auf dem Friedhof Friedrichsfelde beerdigt. Darunter auch Karl Liebknecht und – bis zur Auffindung ihrer Leiche zunächst symbolisch – Rosa Luxemburg. 1926 ließ die KPD an diesem Ort ein Revolutionsdenkmal errichten, um damit ihren Alleinvertretungsanspruch auf die revolutionäre Bewegung zu manifestieren. Von den Nazis abgerissen, wurde das Denkmal nicht wieder aufgebaut. Eine Führung sowie ein kurzer Input-Vortrag zum/ über den „Friedhof der Sozialisten“.

Wir treffen uns am Gedenktransparent, links vor dem Eingang zur Gedenkstätte!

 


 

ll_2015_naziaufmarsch_bannerTotgesagte leben länger – heraus zum Antifa-Block Warm Up in Hohenschönhausen

Gegen-Demo:
Sa, 10.01.2015 | 13:00 Uhr | S-Bahnhof Ahrensfelde (Marzahn)

Vortreffpunkt:
Sa, 10.01.2015 | 12:30 Uhr | S-Bahnhof Ostkreuz / Ausgang Sonntagstraße (Friedrichshain)

Material: [Banner Web] [Banner FB]

„Zu sagen, was ist, ist und bleibt die revolutionärste Tat.“ – Rosa Luxemburg

Erinnern heißt nicht nur am alljährlichen Gedenken teilzunehmen. Erinnern heißt auch zu jederzeit gegen die aktuellen Entwicklungen zu kämpfen. Deshalb rufen wir dazu auf, am Tag vor der Gedenkdemo an Luxemburg und Liebknecht gegen Nazis und Rassisten auf die Straße zu gehen.

Was sich heute auf den Straßen der BRD zeigt, ist nur die Zuspitzung eines immer stärker werdenden Rechtsrucks der Gesellschaft: der Anklang der rechtspopulistischen Partei “Alternative für Deutschland”, die Verschärfung der Asyl-Gesetze im Bundestag, die bundesweite Gründung rechter Gruppierungen wie “Hooligans gegen Salafisten” oder bis zu 20.000 Personen, die in Dresden gegen eine angebliche Islamisierung der BRD marschieren, sind nur einige Beispiele.

Demgegenüber nahm der antifaschistische Protest vor allem in den Randbezirken Berlins immer weiter ab. Denn seitdem die Baupläne der Container-Unterkünfte für Flüchtlinge in mehreren Berliner Bezirken bekannt geworden sind, tobt ein wütender Mob aus Rassisten, rechten Hooligans und Nazis in Buch, Köpenick, Marzahn und Hohenschönhausen. Durch ein riesiges Polizeiaufgebot geschützt, können sie Woche für Woche ihre rassistische Propaganda auf die Straße tragen.
Kurz nach dem letzten Rassisten-Aufmarsch am 06. Januar 2015 in Hohenschönhausen hat der Berliner Senat in unmittelbarer Nähe eine Turnhalle beschlagnahmt, um dort in den nächsten Tagen bis zu 160 Flüchtlinge unterzubringen. Dies nehmen sich Nazis zum Anlass, um am kommenden Samstag erneut zu einem Aufmarsch durch Hohenschönhausen zu mobilisieren. Startpunkt ist zum wiederholten mal am Netto-Supermarkt an der Egon-Erwin-Kisch-Straße (S-Hohenschönhausen). Seit dem Bekanntwerden der neuen Unterkunft sammeln sich jeden Abend Gruppen von bekannten und gewaltbereiten Neonazis davor.

Wir wollen nicht länger zusehen, wie Nazis ungehindert in Hohenschönhausen marschieren. Ein Gedenken an Luxemburg und Liebknecht, die von reaktionären Freikorps ermordet wurden, muss auch bedeuten, dass wir uns hier und jetzt den Nazis in den Weg stellen. Im Gedenken an alle Opfer rassistischer, faschistischer und reaktionärer Kräfte werden wir uns am Samstag um 13 Uhr zu einer antirassistischen Demonstration vom S-Ahrensfelde nach Hohenschönhausen treffen.

Totgesagte leben länger! Die Antifaschistische Aktion lebt!
Ob in Hohenschönhausen oder anderswo – Nazis bekämpfen!

Weitere Infos unter: www.gemeinsam-gegen-rassismus.net

 


 

tresen_1412Das neue Buch von Bernd Langer:
„Antifaschistische Aktion – Geschichte einer linksradikalen Bewegung“

Buchvorstellung, Tresen, VoKü:
Do, 18.12.2014 | 20:00 Uhr | Bandito Rosso (Lottumstraße 10A / Prenzlauer Berg)

Referent: Bernd Langer
Veranstalter*innen: North-East Antifascists [NEA] & Red & Anarchist Skinheads (RASH)
Material: Flyer (Buch), Flyer (Tresen)
Presse: Neues Deutschland (29.10.2014), Neues Deutschland (01.11.2014)

Das Buch hat 264 Seiten und kostet 16,00€

Unter »Antifa« kann sich wohl jede*r etwas vorstellen. Schwarzer Block gleich Antifa; so vermitteln es zumindest die Medien in falscher Verkürzung. Denn die Geschichte dieser Bewegung reicht weit zurück und ist keineswegs auf Militanz zu reduzieren.
Antifaschismus wurde in Deutschland Anfang der 1920er Jahre als polemischer Kampfbegriff durch die KPD eingeführt. Verstanden wurde darunter Antikapitalismus. Erst Anfang der 1930er Jahre rückte der Kampf gegen die Nationalsozialisten mehr und mehr in den Fokus. 1932 mündete diese Entwicklung in der Gründung der Antifaschistischen Aktion.
In der BRD griffen kommunistische Gruppen in den 1970er Jahren das Emblem wieder auf. Später, von Autonomen übernommen und neu gestaltet, wurde es zum Zeichen der heutigen Antifa. Undogmatisch, radikal und systemkritisch ist Antifaschismus also von jeher viel mehr als nur ein Kampf gegen Nazis.
Dieses Buch liefert den ersten umfassenden Überblick über die Entwicklung der Antifa. Ein Grundlagenwerk für AktivistInnen und all diejenigen, die erfahren wollen, in welcher Tradition Antifaschismus in Deutschland steht.

 


 

Weitere Aufrufe:

Aufruf von: LL-Bündnis

ll_2015_banner_buendnisAufruf zur Teilnahme an der Demonstration im Rahmen der Liebknecht-Luxemburg-Ehrung am 11. Januar 2015
um 10.00 Uhr vom U-Bhf. Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde

Schlafwandelnd, so soll uns eingeredet werden, seien die europäischen Nationen in den I. Weltkrieg geraten. Hintergründe? Unwesentlich. Interessen? Uninteressant.

Wir bleiben bei Rosa Luxemburg, die 1915 schrieb: „Auf seinen objektiven historischen Sinn reduziert ist der heutige Weltkrieg als Ganzes ein Konkurrenzkampf des … Kapitalismus um die Weltherrschaft.“ Geht es der Reaktion in den USA und in der EU, geht es der NATO – und deren Verbündeten im Geiste und im Profit – heute weltweit um etwas anderes, als letztlich um Kapitalinteressen?

Wir bleiben bei Karl Liebknecht, der im Dezember 1914 im Reichstag als einziger gegen die Kriegskredite gestimmt hatte.

Gerade im 70. Jahr der Befreiung vom Faschismus sagen wir Nein zu Kriegen und Militärinterventionen sowie deren Vorbereitung und Begleitung durch das Trommelfeuer der Mainstream-Medien. Wir sagen Nein zu ideologischer Kriegstreiberei, die durch verharmlosende Begriffe verschleiert werden soll. Kriege zu führen heißt nicht, Verantwortung zu übernehmen, sondern bedeutet Verantwortungslosigkeit, bedeutet Mord und Zerstörung. Wir sagen Nein zu jeglichen Auslandseinsätzen der Bundeswehr, Nein zu weiteren NATO-Stützpunkten in Osteuropa. Wir sagen Nein zu Rüstungsexporten und Drohnenmorden.

Wir sagen Nein zu allen Versuchen, das System der Profitmaximierung zur letzten Antwort der Geschichte zu erklären.

Wir sagen Nein zu stetig wachsendem Sozialabbau und der damit einhergehenden Entwürdigungen von Millionen Menschen. Wir sagen Nein zur weltweiten, der Kapitalherrschaft dienenden Spitzelei durch NSA, BND und andere Geheimdienste, die die bürgerliche Demokratie zur Farce werden lassen. Wir sagen Nein zu alten und neuen Nazis und deren in Krisenzeiten besonders gefährlicher sozialer Demagogie. Wir sagen Nein zu Rassismus, zu Antisemitismus, Antiziganismus und zur Islamfeindlichkeit. Wir sagen Nein zur Festung Europa.

Wir – Linke unterschiedlicher Strömungen – demonstrieren friedlich gegen Kriege, für Menschlichkeit und Internationalismus. Wir sagen JA zu einer solidarischen, friedlichen und sozial gerechten Welt.

sowie am 15.01.2015 um 18.00 Uhr vom Olof-Palme-Platz zu Gedenktafel und -stein im Tiergarten

 


 

Aurfruf von: Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin [ARAB] [Banner]

ll_2015_plakat_arabVon Berlin 1919 bis Kobane 2015: Ich war. Ich bin. Ich werde sein.
Zusammen kämpfen gegen Patriarchat, Krieg und Kapitalismus

Rosa Luxemburg – Symbol gegen Krieg und Reaktion

Am 15.Januar 1919 wurde Rosa Luxemburg zusammen mit ihrem Genossen Karl Liebknecht von rechtsextremen Freikorps-Soldaten mit Billigung der SPD in Berlin ermordet. Noch heute steht ihr Name für ein konsequentes Engagement gegen Krieg, Militarismus, Chauvinismus und kapitalistische Ausbeutung. Als Mitbegründerin der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) zog sie aus den Erfahrungen des ersten Weltkrieges und der Oktoberrevolution 1917 in Russland den Schluss, dass nur eine revolutionäre Umwälzung der herrschenden Verhältnisse langfristig Frieden und ein würdiges Leben für die Mehrheit der Menschen ermöglichen können. Sie hatte erkannt, dass eine Gesellschaft, in der nicht die Bedürfnisse des Menschen sondern der Profit im Mittelpunkt steht, notwendigerweise immer wieder zu Krieg, Krise und Zerstörung führen muss. Sie wurde ermordet, weil sie für Rätedemokratie, Frauenbefreiung und Sozialismus kämpfte. Ihre Mörder wurden beauftragt von einer Koalition aus rechtsextremen Militärs und führenden deutschen Sozialdemokraten, die Angst vor eine möglichen, revolutionären Kontrolle der Wirtschaft und des Gemeinwesens hatten. Fast 100 Jahre später ziehen immer noch tausende Linke verschiedenster Strömungen jedes Jahr zur Grabstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde um Rosa, Karl und den während des Januaraufstandes ermordeten revolutionären Arbeiter_innen zu gedenken. Ihre Ideen und ihr Kampf verlieren in der heutigen Zeit, die wieder zunehmend von Krieg, Armut und Krisen geprägt ist, nichts an ihrer Aktualität.

Sakine Canzis – Die kurdische Rosa

Am 9.Januar 2013 wurde Sakine Canzis gemeinsam mit ihren Genossinnen Leyla und Selya in Paris von einem rechtsextremen türkischen Geheimdienstagenten erschossen. Als Mitbegründerin der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) spielte sie eine zentrale Rolle beim Aufbau der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung. Ihr Kampf richtete sich ebenso gegen patriarchale und feudale Strukturen in der kurdischen Gesellschaft, wie gegen die kolonialistische und nationalistische Unterdrückung durch die Türkei. Für Millionen Kurdinnen gilt sie als Vorkämpferin von Frauenbefreiung und Emanzipation und ist eine Symbolfigur der kurdischen Befreiungsbewegung. Schon vor ihrer Ermordung, die durch eine Enge Zusammenarbeit von türkischem und französischem Geheimdienst möglich war, wurde sie innerhalb der Bewegung „die kurdische Rosa“ genannt. Seit ihrer Ermordung versammeln sich jedes Jahr zehntausende Kurdinnen aus ganz Europa in Paris, um an die gefallenen Genossinnen zu erinnern und vom französischen Staat verlangen, Rechenschaft abzulegen über die Morde. Ähnlich wie Rosa Luxemburg wurde auch Sakine Canzis und ihre Mitstreiterinnen ermordet, weil sie für eine Gesellschaft frei von Krieg, Patriarchat, Ausbeutung und Unterdrückung kämpfte. Auch wenn sie nicht ein dezidiert sozialistisches Programm zur Kontrolle der Produktivkräfte vertrat wie Rosa Luxemburg so waren auch für sie Rätedemokratie, Emanzipation und Frauenbefreiung zentrale Triebfedern ihres politischen Handelns.

Halt Stand freies Kobane

2 Jahre nach Sakines Ermordung und 96 Jahre nach Rosas Tötung kämpfen heute tausende Frauen der YPJ (Frauenverteidigungseinheiten) in der umkämpften kurdischen Stadt Kobane und anderen Kantonen des „freien Rojava“ (Nordsyrien) gegen die reaktionären Milizen des Islamischen Staates. Sie verteidigen dort nicht nur ihr Leben und ihre Stadt gegen die klerikalfaschistischen Mörderbanden, sondern auch die Ideale der menschlichen Emanzipation und das Vermächtnis von Sakine und Rosa. Im Schatten von Krieg und Krise wird in Rojava seit 2011 versucht auf Grundlage von Rätedemokratie, Frauenbefreiung und Ökologie eine emanzipatorische Alternative zum herrschenden Chaos im Nahen Osten aufzubauen. Und so wie sich die SPD während des Januaraufstandes 1918/19 die rechtsextremen Freikorps nutzbar machte, um die Räterevolution im Blut zu ertränken, so kooperiert die Türkei heutzutage mit dem „Islamischen Staat“, um das basisdemokratische Gesellschaftsexperiment in Rojava zu vernichten.

Dieses zu verteidigen ist das Gebot der Stunde, denn nicht nur mit dessen zentraler Errungenschaft, der Befreiung der Frau und der tatsächlich angewandten Frauenemanzipation, könnte es für den Nahen Osten, aber auch für den Rest der Welt, wegweisend sein. Auch das angewandte Konzept der Rätedemokratie bietet eine Alternative zu den autoritären Herrschaftsverhältnissen der Region sowie zu Krise, Krieg und Kapitalismus. Denn noch immer sind im Nahen Osten die Auswirkungen des ersten Weltkriegs zu spüren, nach dessen Ende sämtliche Herrschaftsverhältnisse, Grenzen und Staaten umgepflügt wurden. Was aus kolonialer Unterdrückung entstand, äußert sich nun im Angesicht der weltweiten kapitalistischen Krise im Zerfall der bürgerlichen Gesellschaften und der Suche nach autoritären, göttlichen Heilsversprechen. Doch nicht nur dort, auch hier greift die Sehnsucht nach der harten Hand um sich und reaktionäre Strömungen und Ideologien gewinnen an Boden. Während in Kiew mit deutscher Unterstützung Faschisten in Amt und Würden gehoben wurden und die imperialistischen Blöcke USA/EU und Russland sich einen erbitten Stellvertreterkrieg um Einfluss liefern bekommt die bürgerliche Gesellschaft auch hier immer mehr Risse. Die kapitalistische Krise führt zwangsläufig überall zu wachsende Kriegsgefahr und einer Krise der bürgerlichen Gesellschaft. Die dem Kapitalismus innewohnende Vernichtungstendenz wird explizit, der Verwertungswahn hinterlässt nur noch verbrannte Erde und „failed States“ von Irak bis Griechenland. Ein Klima in dem sich Bewegungen wie der islamische Staat, die goldenen Morgenröte oder auch „PEGIDA“ hervorragend entwickeln können. Aber die Krise der bürgerlichen Gesellschaft muss nicht zwangsläufig eine Stärkung reaktionärer Kräfte bedeuten. Die Erfahrungen in Rojava haben gezeigt dies sehrwohl auch eine Chance für revolutionäre und emanzipatorische Kräfte sein kann. Die herrschende Ordnung ist immer noch auf Sand gebaut, einem Sand der grade zu Matsch wird und teilweise wegschwimmt. Dringlicher denn jeh brauchen wir eine revolutionäre Antwort auf das herrschende Elend und eine Kraft die in der Lage ist das dringlichste zu tun. Sozialismus oder Barbarei!

Und die Revolution sagt: Ich war Ich bin Ich werde sein.

Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf! Halt Stand Freies Kobane – Waffen für Rojava! Weg mit dem PKK-Verbot! Nieder mit Krieg, Patriarchat und Kapitalismus! In Gedenken an Rosa Luxemburg, Sakine Canzin und allen im Kampf um Befreiung gefallenen Revolutionär_innen!

 


 

Weitere Termine:

ll_2015_plakat_beatzforkobaneLL-Party: Beatz for Kobanê
Sa, 10.01.2015 | 21:00 Uhr | Bi Nuu (U-Bahnhof Schlesisches Tor / Kreuzberg)
Veranstalter*innen: Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin [ARAB]

Seit dem 14. September verteidigen die Kämpferinnen der Frauenverteidigungseinheiten YPJ und der Volksverteidigungseinheiten YPG die kurdische Stadt Kobane in Rojava gegen eine Offensive der islamistischen Terror-Miliz „Islamischer Staat“. Sie verteidigen dort nicht nur ihr Leben und ihre Stadt gegen die fundamentalistischen Gotteskrieger sondern auch die rechtliche Gleichstellung der Frauen und die Idee eines solidarischen Zusammenlebens verschiedener Bevölkerungsgruppen und Glaubensrichtungen. Zum Liebknecht-Luxemburg-Gedenken in Berlin am 10. und 11. Januar wollen wir deshalb mit einem großen Rap-Jam und anschließender DJ-Party unsere Solidarität mit den Menschen in Kobane tanzbar machen. Die Einnahmen gehen an die Kampagne „Waffen für Rojava“. Moderiert wird der Abend von Marcus Staiger.

[Bijî Berxwedana YPG]

LineUp – Live Rap:

Disarstar (Hamburg-St.Pauli) | [Tor zur Welt] [Neue Welt]
Delirium (Berlin-Hamburg) | [Rote Brigaden]
S.Castro (Bielefeld) | [Venganza] [Wir werden sein]
PTK (Berlin-Kreuzberg) | [Keiner der Gefangenen] [Deutscher als du glaubst]
Zynik (Hamburg) | [Shoutout/16er+Hook]
Kaveh (Berlin) | [Spuck auf Rechts #25] [Eskalation]
Derbst One (Duisburg) | [Angriff] [Generation]
Holger Burner (Hamburg) | [Aufwachen] [Solidarität]

Aftershow – DJ’s:

 – ARAB Riot Gang
 – DJ Ali Mente
 – DJ Backyard

Hosted By Marcus Staiger

Hier schonmal die Running Order (Reihenfolge der Acts)

Einlass ab 21:00 Uhr und Abendkasse

Live Acts:

21:30 Uhr: Delirium & Zynik
22:00 Uhr: Holger Burner
22:30 Uhr: Kaveh
23:00 Uhr: Derbst One
23:30 Uhr: S.Castro
00:00 Uhr: PTK
00:30 Uhr: Disarstar

Beachtet bitte, dass das nur eine grobe Zeiteinteilung ist und es unter Umständen kleine zeitliche Verschiebungen geben wird!

So wir werden förmlich mit Mails und persönlichen Anfragen überflutet wie sau und daher haben wir uns entschlossen einige der meist gestellten Fragen zu beantworten!

ARAB/NAO Beatz for Kobane FAQ:

Gibt es einen Kartenvorverkauf für Beatz for Kobane?

 – Nein, es wird nur die Abendkasse geben.

Was kostet der Eintritt?

 – Der Eintritt beträgt 6-10€ und die Einnahmen fließen zu 100% in die Kampagne Waffen für Rojava – Solidarität mit der YPG & YPJ.

Ab wann öffnet ihr eure Türen?

 – Offiziell ist geplant das wir ab 21 Uhr die Luken aufmachen, kann aber auch sein das wir aufgrund der großen Nachfrage schon ein halbe Stunde früher aufmachen werden. ( Wir halten euch darüber auf dem laufenden)

Gibt es schon eine Running Order?

 – Wir gehen davon aus das wir Freitag die Running Order veröffentlichen werden.

Warum findet gleichzeitig die “Zeckenrapgala“ im SO36 statt, konntet ihr keinen anderen Termin finden?

 – Keine Ahnung, uns auch egal und nö, das Liebknecht-Luxemburg Wochenende findet schon seit Jahren traditionell am 2ten Januar Wochenende statt. Was andere machen interessiert uns einfach nicht.

Darf ich vielleicht mitrappen?

 – Leider ist unser Line-Up komplett voll und wir wissen das es unzählige gute Sprechgesangkünstler gibt, aber ihr könnt uns immer auf Facebook kontaktieren und uns eure Tracks schicken, sicherlich haben wir beim nächsten Event Bedarf an talentierten Rappern mit einer vernünftigen Botschaft in ihren Texten.

Wir hoffen wir konnten einige Fragen beantworten die euch auf dem Herzen lagen, ansonsten sehen wir uns am Samstag den 10.Januar im Bi-Nuu!

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://antifa-nordost.org/1523/luxemburg-liebknecht-gedenkdemonstration-2015/