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Zum 53. Todestag von Ernesto »Che« Guevara

Zum 53. Todestag von Ernesto »Che« Guevara

Die Ermordung von Ernesto »Che« Guevara jährt sich heute zum 53. Mal. Wir nehmen das zum Anlass, eine kleine Kurzbiographie von ihm zu veröffentlichen. Weitere solche Texte zu von der Reaktion ermordeten Personen folgen demnächst im Rahmen eines Gedenkprojektes auf unserer dann neuen Seite unter www.fightandremember.org auf die wir zum Ende dieses Jahres umziehen werden.

Ernesto »Che« Guevara (14.06.1928-09.10.1967) war ein Revolutionär, Arzt und praktischer Theoretiker des Guerillakampfes. Er wurde in der Stadt Rosario in der Provinz Santa Fe in Argentinien geboren. Bereits in seinem Elternhaus, das nach dem Spanischen Bürgerkrieg auch als Treffpunkt von unter der faschistischen Franco-Diktatur verfolgten Exilant*innen diente, erhielt er eine internationalistische Prägung. Der Drang, Menschen zu helfen, ließ ihn Medizin studieren.

Während mehrerer Reisen durch Lateinamerika sah er das Leid der Bevölkerung unter den unzähligen Marionettenregierungen, welche den Kontinent zu einer Art US-amerikanischer Kolonie machten. Die Arbeitskraft der Menschen wurde unter diesen zugunsten internationaler Konzerne brutal ausgebeutet. Nachdem er im Juni 1954 in Guatemala den durch die USA geführten Putsch gegen den gewählten, linken Präsidenten Jacobo Árbenz Guzmán miterlebt hatte, traf Guevara im September des gleichen Jahres in Mexiko auf Fidel Alejandro Castro Ruz und seine Revolutionär*innen vom Movimiento 26 de Julio (deutsch: Bewegung des 26. Juli; kurz: M-26-7). Mit der Yacht Granma setzten sie nach Kuba über, das sie am 02.12.1956 erreichten. Der Guerillakrieg, in dessen Lauf die Kubanische Revolution das Land vom Joch der Batista-Diktatur und den quasi-kolonialen Verhältnissen befreite, hatte begonnen. Er endete am 01.01.1959 mit dem Sieg der Revolution. Guevara hielt die praktischen Erfahrungen des Guerillakampfes in Handbüchern fest und verallgemeinerte seine Erkenntnisse zur Anwendung in weiteren unterdrückten Ländern. Seine Vision war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht nur ein befreites Kuba, sondern ein freies und geeintes Lateinamerika, welches an der Seite aller Unterdrückten auf der Erde stehen würde. Im Jahr 1966 versuchte er deshalb, die Revolution nach Bolivien zu exportieren, da er dort den Zeitpunkt für eine solche gekommen sah.

Anders als in Kuba gelang es jedoch nicht, die Landbevölkerung im großen Maßstab für einen Guerillakampf zu motivieren. Hauptschwierigkeit war dabei vor allem die Sprachbarriere zwischen spanischsprachigen Revolutionär*innen und den Quechua sprechenden Indigenen. Durch den Ausfall von Funkgeräten wurden die Revolutionär*innen im April 1967 zusätzlich in zwei Gruppen getrennt, die es nicht mehr schafften, sich wiederzufinden. Die Nachhut, welche von Juan Vitalio Acuña Núñez geführt wurde und der auch die deutsche Guerrillera Tamara Bunke angehörte, wurde Ende August vom Militär der bolivianischen Diktatur gestellt und ermordet. Guevara und seine Gruppe gerieten Anfang Oktober in der Ortschaft La Higuera in einen Hinterhalt, der durch Militärs und CIA-Söldner gelegt worden war. Nur fünf der Guerrilleros gelang die Flucht. Der Rest wurde im Gefecht getötet oder gefangengenommen und ohne ein Gerichtsurteil hingerichtet. Auch Guevara wurde ermordet. Seine Ideale von einer befreiten Welt konnten jedoch auch über seinen physischen Tod hinaus weder durch den Versuch, ihn als Popikone zu entpolitisieren, noch durch die üble Nachrede der kapitalistischen Medien, die ihn entgegen seiner Liebe für das Leben oft in erster Linie als brutalen Killer darstellten, getötet werden. Sie leben weiterhin in all jenen, die unter den kolonialen und generell ausbeuterischen Bedingungen einer imperialistischen Weltordnung leiden.

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