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Podium: Tod durch Polizeigewalt?

Podium: Tod durch Polizeigewalt? Der Fall Halim Dener und die ungeklärten Tode in deutschem Polizeigewahrsam

Fr, 11.09.2020 | 19:00 Uhr | SO36 (Oranienstraße 190, Kreuzberg)

Veranstalter*innen: Civaka Azad

Spätestens seit der Ermordung von George Floyd in Minneapolis ist Polizeigewalt in aller Munde. Durch die mediale Aufmerksamkeit ist die Gesellschaft in Deutschland in den vergangenen Wochen Zeuge dessen geworden, dass der Einsatz von unverhältmäßiger Gewalt  auch in Deutschland keine Seltenheit ist. Die Bilder aus Hamburg, Frankfurt, Ingelheim und Düsseldorf entstanden nur binnen weniger Tagen. Immer wieder sind gerade Menschen aus migrantischen communities Opfer dieser Gewaltszenen. Und so wundert es wenig, dass aufgrund von Polizeigewalt, Racial Profiling und nicht zuletzt auch den NSU 2.0 Drohmails die Diskussionen über einen strukturellen Rassismus in den deutschen Polizeibehörden Eingang in die Mainstreammedien gefunden haben.

Wir wollen uns mit unserer Veranstaltung zwei Aspekten des Themas Polizeigewalt widmen, denen hingegen weniger Aufmerksamkeit  in den Medien zukommt: Den mindestens 159 ungeklärten Todesfällen in deutschem Polizeigewahrsam, die sich zwischen 1990 und 2020 ereigneten, und dem Fall Halim Dener, der 1994 als 16-Jähriger aufgrund von Kolonisation und Verfolgung gegen die kurdische Bevölkerung aus Nord-Kurdistan nach Deutschland flüchten musste und im selben Jahr durch die Kugel eines SEK-Beamten in Hannover getötet Spätestens seit der Ermordung von George Floyd in Minneapolis ist Polizeigewalt in aller Munde. Durch die mediale Aufmerksamkeit ist die Gesellschaft in Deutschland in den vergangenen Wochen Zeuge dessen geworden, dass der Einsatz von unverhältmäßiger Gewalt auch in Deutschland keine Seltenheit ist. Die Bilder aus Hamburg, Frankfurt, Ingelheim und Düsseldorf entstanden nur binnen weniger Tagen. Immer wieder sind gerade Menschen aus migrantischen communities Opfer dieser Gewaltszenen. Und so wundert es wenig, dass aufgrund von Polizeigewalt, Racial Profiling und nicht zuletzt auch den NSU 2.0 Drohmails die Diskussionen über einen strukturellen Rassismus in den deutschen Polizeibehörden Eingang in die Mainstreammedien gefunden haben.wurde.

Sprechen werden auf der Veranstaltung unter anderem Aktivist*innen der Kampagne „Death in Custody – Aufklärung von Tod in Gewahrsam jetzt!“, die unter anderem Recherche- und Vernetzungsarbeit zum Tod in deutschem Polizeigewahrsam betreibt, sowie Mitglieder der Kampagne „Halim Dener. Gefoltert. Geflüchtet. Verboten. Erschossen“, die sich seit Jahren für einen würdevollen Gedenkort für Halim Dener einsetzt und aktuell mit einem neuveröffentlichten Buch die Geschehnisse und die politische Arbeit seit der Ermordung von Halim dokumentiert.

 

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